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Hans Liedtke
Hans Liedtke (Foto: SWR3)

Die USA vermuten, dass Russland einen Grund für einen Einmarsch in die Ukraine sucht. Plant Russland ein krasses Propagandavideo?

Das US-Verteidigungsministerium vermutet:

Wir glauben, dass Russland ein sehr drastisches Propagandavideo produzieren würde, mit Leichen und Schauspielern, die Trauernde darstellen.

Plant Russland ein Propagandavideo?

Die russische Regierung plane als „eine Option“ einen inszenierten Angriff der ukrainischen Streitkräfte oder Geheimdienste auf „russisches souveränes Territorium oder russischsprachige Menschen“. Das solle dann als Rechtfertigung für eine russische Reaktion verwendet werden, sagte John Kirby.

Gezeigt werden sollten auch zerstörte Orte und militärische Ausrüstung, die vom Westen an die Ukraine geliefert worden sein könnten. „Wir haben solche Aktivitäten der Russen bereits in der Vergangenheit gesehen“, sagte Pentagon-Sprecher Kirby.

Agenten für den Häuserkampf

Die US-Regierung hatte Russland schon Mitte Januar vorgeworfen, einen Vorwand für einen Einmarsch in die Ukraine schaffen zu wollen. „Wir haben Informationen, die darauf hinweisen, dass Russland bereits eine Gruppe von Agenten aufgestellt hat, um einen Einsatz unter falscher Flagge in der Ostukraine auszuführen“, sagte ein US-Regierungsvertreter damals. „Die Agenten sind im Häuserkampf und im Einsatz von Sprengstoff ausgebildet, um Sabotageakte gegen Russlands eigene Stellvertreterkräfte zu verüben.

Russland fühlt sich bedroht

Im Osten der Ukraine kämpfen pro-russische Separatisten gegen die Regierung in Kiew. In dem Land leben viele russischsprachige Menschen. Die USA und ihre westlichen Verbündeten befürchten angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarsches an der Grenze zur Ukraine schon seit Wochen einen bevorstehenden Angriff. Sie haben Moskau für den Fall eines Einmarsches in das Nachbarland massive Sanktionen angedroht. Russland weist die Vorwürfe zurück und gibt zugleich an, sich von der NATO bedroht zu fühlen.

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