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Am Wochenende einigte sich die Kohlekommission auf einen Ausstieg aus der Kohle. RWE rechnet darum jetzt mit einem enormen Stellenabbau. Genaue Zahlen konnte der Konzern noch nicht nennen.

Die Kohlekommission einigte sich in der Nacht zu Samstag auf einen Ausstieg aus der Braunkohle als Stromlieferant. 2038 soll es spätestens so weit sein, der Termin könnte auch noch auf 2035 vorgezogen werden.

Schmitz: Abbau, der über normale Fluktuation hinaus geht

Das ist vielen zu spät, anderen aber auch zu früh. Der Energiekonzern RWE stellt sich nach dem Kompromiss auf einen Arbeitsplatzabbau ein. Wie viele Mitarbeiter betroffen sein werden, könne er noch nicht sagen, sagte Chef Rolf Martin Schmitz in einem Interview mit der Rheinischen Post vom Montag.

Aber ich rechne mit einem signifikanten Abbau bereits bis 2023, der weit über die bisherigen Planungen und das durch normale Fluktuation mögliche hinaus geht. Dies betrifft unmittelbar bis Ende 2022 die Mitarbeiter der zu schließenden Kraftwerke.“

Auch im Tagebau Beschäftigte sollen später betroffen sein. Der Abbau werde sozialverträglich erfolgen, sagte Schmitz. Das heißt zum Beispiel, dass ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den vorzeitigen Ruhestand entlassen werden.

„Wir brauchen Planungssicherheit“

Positiv fand Schmitz, dass die Kohlekommission ein fast einstimmiges Ergebnis erreicht habe. „Wir brauchen einen Konsens und Planungssicherheit.“ Wie die Umsetzung genau funktioniere und was das im Einzelnen für RWE heiße, müsse erst einmal analysiert werden.

Bei der Abstimmung hatte es in dem 28-köpfigen Team nur eine Gegenstimme gegeben. In der Kommission waren Leute aus Wissenschaft, Industrie, Gewerkschaften und Umweltgruppen. Um die Folgen für die betroffenen Braunkohle-Bundesländer abzufedern, sind bis 2040 mindestens 40 Milliarden Euro vorgesehen.

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