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Amelie Heß
Amelie Heß (Foto: SWR)
Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt (Foto: SWR3)

Bei Schüssen in einem LGBTQ-Club im US-Bundesstaat Colorado sind fünf Menschen gestorben. Mindestens 18 wurden verletzt.

Kurz vor Mitternacht waren am Samstag die ersten Notrufe bei der Polizei eingegangen. Fünf Minuten später wurde ein 22-Jähriger festgenommen. Er soll in den Club in Colorado Springs gekommen sein und sofort um sich geschossen haben. Laut Polizei kamen fünf Menschen ums Leben.

Gäste stellen sich Angreifer entgegen

Der Verdächtige konnte gestoppt werden, weil „heldenhafte“ Gäste geholfen hätte, teilte die Polizei mit. Mindestens zwei Personen hätten den Mann mit Waffe daran gehindert, weitere Menschen zu verletzten oder zu töten. Die Polizei ermittelt jetzt gegen den 22-Jährigen. Er kann aber erst einmal nicht vernommen werden. Bei dem Angriff wurde er verletzt und ist jetzt im Krankenhaus.

Schüsse im Nachtclub: Club Q bei Schwulen und Lesben beliebt

Der Club Q, in dem sich der Angriff ereignete, ist laut Medienberichten ein bei Lesben und Schwulen beliebter Treffpunkt. Auf seiner Facebook-Seite lädt der Club unter anderem zu Drag- und Karaoke-Shows ein. Außerdem stehen Veranstaltungen zu Transgender-Themen auf dem Programm. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.

Im Club lief zum Tatzeitpunkt eine Feier für den „Transgender Day of Remembrance“. Am 20. November wird mit diesem Tag weltweit an die Opfer von Transfeindlichkeit gedacht.

Zu möglichen Hintergründen und einem Tatmotiv konnte die Polizei aber noch nichts sagen. Die Ermittlungen dauerten an, hieß es.

Club Q auf Facebook: „Wir sind erschüttert“

Club Q zeigte sich auf seiner Facebook-Seite erschüttert über den Angriff. „Unsere Gebete und Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. Wir sind dankbar für die schnellen Reaktionen heldenhafter Gäste, die die bewaffnete Person überwältigt und diesen Hassangriff beendet haben.“

Club Q is devastated by the senseless attack on our community.

Our prays and thoughts are with all the victims and...Posted by Club Q Colorado Springs on Sunday, November 20, 2022

Nicht der erste Angriff auf LGBTQ-Szene

Es ist nicht das erstem Mal, dass die LGBTQ-Community angeriffen wird. 2016 hatte ein Bewaffneter in Orlando im Bundesstaat Florida in einem Nachtclub für die LGBTQ-Szene 49 Menschen getötet, bevor er von der Polizei erschossen worden war. Erst vor einigen Monaten wurden außerdem zwei Personen bei einer Schießerei in einem Osloer Nachtclub getötet.

Unsere Quellen

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AP (Associated Press) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AFP und SID.

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

Viele Personen, Unternehmen und Vereine haben auf Facebook Profile und posten dort auch wichtige Infos über sich selbst. Ein solcher Post kann dadurch zu einer Nachrichten-Quelle für uns werden. Wir prüfen natürlich, ob das Profil und der Post echt sind. Profile mit einem blauen Haken wurden durch Facebook selbst auf ihre Echtheit überprüft. Facebook ist Teil des US-Unternehmens Meta Plattforms, dem unter anderem auch Instagram und WhatsApp angehören.

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