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Dehydriert, mit Farbe beschmiert und mit Striemen am ganzen Körper: So fand die Polizei vergangene Woche ein Schwein in der Nähe des Mannheimer Carl-Benz-Stadions. Jetzt hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt.

Auf den Rücken des Tieres wurde die Parole „Lautern-Schweine gibt es auch in eurer Stadt“ geschmiert. Auf einer Seite des Tieres standen in blauer Farbe die Buchstaben „SVW“, die mit Rot durchgestrichen wurden. Die Buchstaben sind die Abkürzung für den Fußball-Drittliga-Verein Waldhof.

Das misshandelte Tier wurde kurz vor dem Fußball-Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Waldhof Mannheim gefunden. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts des Diebstahls und des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Sie geht von mehreren Tätern aus.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei teilte am Dienstag mit, sie habe einen Mann aus dem Landkreis Kaiserslautern ermittelt. Er stehe im Verdacht, an der Aktion beteiligt gewesen zu sein. Welche Rolle er bei der Misshandlung des Tieres eingenommen haben soll, wollte die Polizei nicht mitteilten.

Außerdem suchen die Beamten die Halter, beziehungsweise Insassen, von drei Fahrzeugen. Zeugen hatten sie am Freitag in der Nähe des Mannheimer Carl-Benz-Stadions gesehen. Wem das Schwein gehört ist weiter unklar. Zeugen, die Hinweise zu einem Pkw, einem Kastenwagen, einem weißen Kleintransporter (Sprinter) oder zur Herkunft des Schweins haben, sollen sich bei der Polizei melden.

Die Anhänger der beiden Drittliga-Vereine 1. FC Kaiserslautern und SV Waldhof Mannheim sind seit langer Zeit verfeindet. Die Polizei geht davon aus, dass die Misshandlung des Schweins im Zusammenhang mit dem zu diesem Zeitpunkt anstehenden Fußballspiel steht.

Bekommt Schwein „Lotta“ einen Platz auf einem Gnadenhof?

Das Tier wurde „Lotta“ getauft und erholt sich derzeit in einem Tierheim von den Strapazen. Am Sonntag gab das Tierheim Frankenthal auf Facebook Entwarnung - Lotta gehe es mittlerweile deutlich besser:

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=2265213090475552&id=1464943390502530

Auf Facebook haben Fans des 1. FC Kaiserslautern eine Spendenaktion unter dem Motto: „Ein Zeichen gegen den Schwachsinn“ gestartet. Bis Montag kamen so bereits 4.000 Euro zusammen. Das Geld soll an die Berufstierrettung gespendet werden. Sie distanzieren sich von den Tierquälern:

Wer Tiere so misshandelt, gehört nicht zu uns!

Lotta soll noch einige Tage im Tierheim bleiben. Geplant ist, dass sie dann auf einen privaten Gnadenhof umzieht.

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