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Für Sonntag plant der Rapper einen Mega-Auftritt. Jetzt wirft ihm eine Frau ein Verbrechen vor, dass er 2013 begangen haben soll.

Gerade hat Snoop Dogg angekündigt, er werde am Sonntag in der Halbzeit-Show des Superbowl „eine der besten Halbzeitshows aller Zeiten“ hinlegen. Wie es jetzt weitergeht, scheint aber ungewiss. Der Grund: Zwei Tage vor dem wichtigsten Football-Event der USA hat eine frühere Tänzerin eine Klage gegen Snoop Dogg eingereicht.

Die anonyme Klägerin wirft dem Musiker vor, er habe sie 2013 am Rande eines Vorsprechens missbraucht. Demnach stand sie zu der Zeit als Tänzerin für ihn und andere Rapper auf der Bühne.

Die Klage richtete sich auch gegen Bishop Don „Magic“ Juan, der mit bürgerlichem Namen Donald Campbell heißt und als „spiritueller Berater“ von Snoop Dogg bezeichnet wurde.

Was Snoop Dogg vorgeworfen wird:

Die Klägerin sagt, nach einem Abend in Snoop Doggs Studio im Mai 2013 habe Campbell ihr angeboten, sie nach Hause zu bringen. Stattdessen habe er sie aber in seine eigene Wohnung gefahren, wo sie „erschöpft eingeschlafen“ war.

In den frühen Morgenstunden habe Campbell sie zu Oralsex gezwungen. Anschließend habe er sie erneut für ein Vorsprechen zu dem Studio gebracht, wo Snoop Dogg gerade eine Fernsehshow drehte. Sie habe dem nur „in der Hoffnung“ zugestimmt, dass es ihre „Karriere vorantreibt“.

Vorwurf: Snoop Dogg soll Tänzerin zum Oralsex gezwungen haben

Als sie im Studio angekommen war, habe sie sich schlecht gefühlt und sei auf die Toilette gegangen. Laut Klage nutzte Snoop Dogg die Gelegenheit, um die Tür zur Toilette zu öffnen, wo er sie zum Oralsex zwang.

„Die Klägerin geriet in Panik und hatte schreckliche Angst“, hieß es in der Klage dazu. Sie habe sich „an die kriminelle Vergangenheit des Beklagten erinnert“ und sich „widerwillig gefügt“. Die Frau fordert Schadensersatz in nicht genannter Höhe. Das Promiportal TMZ berichtete, dass der Rapper die Vorwürfe bestreitet. Von der Football-Liga, NFL, für die er am Sonntag auftritt, ist noch keine Reaktion bekannt.

Snoop Dogg mit zynischem Post auf Instagram

Nachdem eine private Mediation zwischen den beiden Parteien gescheitert war, verkündete Snoop Dogg am Mittwoch auf Instagram, dass „die Saison der Goldgräberinnen begonnen hat“. „Seid vorsichtig“, riet er seinen Fans in der Nachricht, die von Emojis begleitet wurde, die einen Polizisten, einen Richter und eine Tasche mit Geld darstellten.

Snoop Dogg, der 1971 als Calvin Broadus Jr. in der Nähe von Los Angeles geboren wurde, ist bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten – unter anderem durch Verurteilungen wegen Drogen- und Waffendelikten. Er wurde 1993 eines Tötungsdelikts angeklagt, jedoch freigesprochen.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 22. Mai, 3:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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