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Was war der Grund? Ein Jugendlicher ist am Freitagabend in Staufen vor Zuschauern einen Strommast hochgeklettert. Ein See in der Nähe hat ihm wohl das Leben gerettet.

Freitagabend gegen 23:20 Uhr im badischen Staufen bei Freiburg: Eine Gruppe schaut einem 15-Jährigen dabei zu, wie er einen Strommast hochklettern will. Plötzlich kommt es zum Unglück: Ein so genannter Lichtbogen zerreißt die Dunkelheit. Der Strom fließt von der Stromleitung über den Körper des 15-Jährigen zu Boden, seine Kleidung gerät dadurch in Flammen. Ein Zeuge ruft die Polizei, weil er einen Schrei gehört hat.

Polizei Freiburg: „Glück im Unglück“

Die Polizei wird später sagen, dass der Teenager in diesem Moment Glück im Unglück hatte: Denn in der Nähe des Vorfalls befindet sich der Staufener Stadtsee.

Der Stadtsee in Staufen bei Freiburg  (Foto: picture alliance / Patrick Seeger/dpa)
Der Stadtsee in Staufen bei Freiburg picture alliance / Patrick Seeger/dpa

Das Wasser löscht die brennende Kleidung des 15-Jährigen. Unklar ist zur Zeit, ob er mit seiner brennenden Kleidung absichtlich in den Staufener Stadtsee gesprungen ist oder stattdessen vom Strommast direkt hineingefallen ist.

Er ist nach Angaben der Polizei nun schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Sein Zustand sei stabil, sagte die Freiburger Polizei SWR3 am Samstagvormittag. Er sei ansprechbar gewesen, als ihn Rettungskräfte nachts in eine Klinik brachten.

Wieso kletterte der 15-Jährige den Strommast hoch?

Was der Grund dafür war, dass der Jugendliche auf den Mast kletterte, kann die Polizei momentan nicht sagen. In der Nähe des Stadtsees befindet sich der Staufener Bahnhof. Unklar ist aber, ob es sich speziell um eine Bahn-Oberleitung oder einen gewöhnlichen Strommasten handelte.

Video: Ein Jugendlicher erzählt von seinem Unfall

Adrian aus Bayern hat ein ähnliches Unglück überlebt. Der Bayerische Rundfunk hat den Jugendlichen ein Jahr danach im Alter von 16 Jahren getroffen.

Die Bundespolizei warnt Jugendliche generell davor, Stromleitungen zu nahe zu kommen. „Schon wenn ihr einfach nur in der Nähe einer Bahn-Oberleitung seid, kann euch der dort fließende Strom töten“, warnt sie in einem Flyer und fügt hinzu: „Sucht euch was anderes!“

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 2. Juli, 12:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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