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Svenja Maria Hirt
Svenja Maria Hirt (Foto: SWR3)

Wie können Kommunen Strom sparen? Indem sie die Straßenbeleuchtung ausschalten. Und wie fühlen sich Spazierende nachts trotzdem sicher? Indem sie die Laternen wieder anschalten.

In Osterby, in einem kleinen Ort in Schleswig-Holstein nahe der dänischen Grenze, werden die Straßenlaternen zwischen 22:30 Uhr und 5 Uhr ausgeschaltet. Der Grund ist: Die Kommune mit 300 Einwohnern will so im Winter Strom sparen.

Straßenbeleuchtung mit dem Handy einschalten

Wer trotzdem Licht will, weil es beim Gassigehen mit dem Hund oder auf dem Heimweg ziemlich dunkel ist, schickt nun einfach eine SMS an eine bestimme Handynummer mit dem Stichwort „Licht“. Dann gehe die Straßenbeleuchtung wieder an – und zwar für 10 bis 15 Minuten, erklärt der Bürgermeister Thomas Jessen der Deutschen Presse-Agentur.

Auf die Idee kam der Bürgermeister selbst, denn er ist auch Elektriker.

Kleiner Sender steuert Schaltschrank für Beleuchtung

Und so funktioniert es: Der Schaltschrank der Gemeinde, über den auch die Straßenbeleuchtung läuft, hat nun eine kleine Antenne mit Sender, die über eine Handykarte angewählt werden kann.

Nach dem Abschicken der SMS an diese Karte dauert es nur wenige Sekunden, bis die Beleuchtung im Dorf wieder an ist. Seit etwa sechs Wochen ist das System nun in Betrieb, wie Jessen sagt.

Kleiner Ort spart so 800 Euro Energiekosten

Auf die Weihnachtsbeleuchtung und den festlich erleuchteten Weihnachtsbaum muss das Dorf Osterby dadurch nicht verzichten und spart trotzdem 800 Euro pro Jahr – so die Berechnung der Preise vor der Energiekrise.

Unsere Quellen

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