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Wer häufig in Museen oder zu Konzerten geht, lebt offenbar länger. Das will zumindest ein britisches Forscherteam herausgefunden haben. Dafür reichen offenbar schon wenige kulturelle Erlebnisse pro Jahr. Aber es gibt einen Haken.

In der Studie schreiben die Forscher des University College London: Wer zumindest unregelmäßig mit Kultur in Verbindung kommt, hat ein geringeres Risiko früher zu sterben – zumindest gibt es einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Kultur und der Lebensdauer der Befragten.

Studie: Schon wenig Kultur zeigt ihren Effekt

Diesen Effekt habe man schon bei Leuten feststellen können, die ein oder zwei Mal im Jahr mit Kultur in Verbindung gekommen seien – sie hätten ein 14 Prozent geringeres Risiko, in der restlichen Zeit der Untersuchung zu sterben. Die Untersuchung lief von 2004 bis 2018.

Die Befragten, die noch häufiger kulturelle Unternehmungen machten, verlängerten die eigene Lebenserwartung laut der Studie sogar um rund 30 Prozent – im Gegensatz zu den Befragten, die gar keine kulturellen Einrichtungen besuchten.

Kultur hilft wohl, ist aber nicht unbedingt die Ursache

Was die Studie nicht beweisen kann, ist, dass die kulturellen Erfahrungen der Befragten wirklich die ausschlaggebende Ursache für ihre längere Lebensdauer sind. Denn schließlich spielten auch Krankheiten oder Wohlstand eine Rolle darin, wie lange jemand lebt. Kultur ist demnach lediglich ein Faktor, der sich positiv auf die Lebensdauer auswirkt.

Nach Ansicht der Forscher tut das den Ergebnissen der Studie keinen Abbruch: Sie sagen nämlich, auch wenn sie diese Faktoren herausgerechnet hätten, gäbe es noch einen deutlichen Zusammenhang zwischen Kultur und einem längeren Leben. Laut der Studie könnte eine Erklärung dafür sein, dass sich kulturell interessierte Menschen im Schnitt mehr bewegen und im Kopf fitter und seelisch gesünder sind.

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