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Sturmtief „Alex“ ist über Frankreich gezogen und hat deutliche Spuren hinterlassen: Die Feuerwehr war im Dauereinsatz und viele Menschen haben keinen Strom. Einige werden noch vermisst.

Sturmtief „Alex“ zog in der Nacht von Donnerstag auf Freitag mit Spitzengeschwindigkeiten von 186 Kilometer pro Stunde über Westfrankreich. Die Feuerwehr musste zu mehr als 200 Einsätzen ausrücken: zahlreiche Bäume stürzten um, Dächer wurden abgedeckt, Keller mussten ausgepumpt werden.

Dans cette maison de Roquebilliere, un couple de personnes âgées que nous aurons vu nous faire des signes jusqu’au bout, à l’aide d’une petite lampe. Peu après cette vidéo leur maison a été emportée avec eux dans la Vésubie en furie. Une catastrophe #Alex06 https://t.co/e61QC3Sfor

Auch am Samstag ließ der Sturm nicht komplett ab: Die Wetterlage beruhige sich zwar, aber es gebe erhebliche Schäden und zahlreiche Menschen, die vermisst würden, teilte der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, via Twitter mit.

Accueil à l’@AeroportNice du Premier Ministre @JeanCASTEX et du ministre de l’Interieur @GDarmanin. J’ai demandé au Premier Ministre de mobiliser immédiatement des moyens très importants pour apporter des vivres et venir en aide aux populations #AlpesMaritimes #Alex06 https://t.co/tBABe9w1TZ

Nach Unwettern und Überschwemmungen in der Region der südfranzösischen Metropole Nizza werden nach Medienberichten mindestens neun Menschen vermisst. Unter ihnen seien zwei Angehörige der Feuerwehr, die im Einsatz waren, wie der Nachrichtensender Franceinfo am Samstag unter Berufung auf die Behörden berichtete.

Hubschrauber und Feuerwehrleute werden hinzugezogen

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin sagte nach einer Krisensitzung in Paris die Entsendung zusätzlicher Hubschrauber und Feuerwehrleute in die Region zu. Starkregen hatte vom Donnerstag an insbesondere im bergigen Hinterland von Nizza zu Überschwemmungen und chaotischen Verkehrsbedingungen geführt. Der Flughafen Nizza rief in der Nacht zum Samstag Passagiere via Twitter auf, wegen der Wetterbedingungen nicht zum Airport zu kommen.

Rund 13.500 Haushalte in der Region waren am Freitag von der Stromversorgung abgeschnitten. Medien berichteten von Dörfern, die nicht mehr erreichbar seien. Zahlreiche Menschen wurden vor den Wassermassen in Sicherheit gebracht. Im betroffenen Département Alpes-Maritimes waren rund 850 Feuerwehrleute im Einsatz. Während der Sommermonate sind Nizza und die Côte d'Azur eine beliebte Region für Urlauber, auch aus Deutschland.

Bretagne besonders von Sturm getroffen

Am Freitag war der französische Verwaltungsbezirk Morbihan im Süden der Bretagne besonders betroffen. Bei rund 80.000 Menschen in der Region fiel der Strom aus. Auch Regionalzug-Linien waren nach Angaben der französischen Bahn nach dem Sturm unterbrochen.

Nach Sturm „Alex“: Schulen geschlossen, Parks gesperrt

Der französische Wetterdienst Météo France hatte bereits am Donnerstag vor „Alex“ gewarnt. In der Großstadt Nantes blieben am Freitag vorsorglich alle Parks und öffentlichen Gärten geschlossen. Auch im Südosten Frankreichs waren Ausläufer von „Alex“ zu spüren. In der Region um Nizza blieben deshalb laut Franceinfo Schulen geschlossen.

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