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So viele Stürme in einer Woche gibt es nur selten in Deutschland. Jetzt sind Ylenia, Zeynep und Antonia Geschichte – und es geht ans Aufräumen.

Als letztes Sturmtief in der Serie von drei Stürmen hat Antonia Deutschland überquert – und vor allem in Rheinland-Pfalz noch einmal ordentlich Chaos verbreitet. In der Innenstadt von Worms wurden mehrere Häuser und Autos beschädigt, als Trümmerteile von einem Haus durch die Luft gewirbelt wurden.

Am frühen Montagmorgen fiel in Lambsborn im Kreis Kaiserslautern mehrere Stunden lang der Strom aus. In Nordrhein-Westfalen und einigen anderen Bundesländern war der Bahnverkehr teilweise gestört. Die Verspätungen und Ausfälle würden zum Teil noch bis zum Nachmittag andauern. Am Sonntagabend hatte die Bahn den Verkehr komplett eingestellt.

Rheinland-Pfalz

Umgestürzte Bäume, Unfälle, Stromausfall "Ylenia", "Zeynep", "Antonia": Viele Schäden in RLP

Sturmtief Antonia hat auch in Rheinland-Pfalz einige Schäden verursacht. Allerdings wurde weniger zerstört, als bei den vorangegangenen beiden Stürmen.  mehr...

Sturm verschont Baden-Württemberg weitgehend

In Baden-Württemberg war es in der Nacht auf Montag stellenweise glatt. Am Montagmorgen kam bei Wolfegg im Kreis Ravensburg ein Schulbus von der Straße ab und rutschte in den Graben. Die etwa 30 Kinder im Bus saßen deshalb etwa eine halbe Stunde fest, bevor die aus dem Fahrzeug geholte wurden. Verletzt wurde niemand.

Baden-Württemberg

Schwere Orkanböen Sturmtief "Antonia" in BW: Schwere Schäden bleiben aus

Tief "Antonia" hat für schwere Sturmböen in Baden-Württemberg gesorgt. Über die Gipfel des Schwarzwaldes fegten sogar orkanartige Böen. Es bleibt vorerst aber noch windig.  mehr...

Antonia entwurzelt in ganz Deutschland Bäume

In ganz Deutschland knickten in der Nacht zum Montag Bäume um und Dächer wurden abgedeckt. Laut Deutschem Wetterdienst zog Antonia mit Böen von mehr als 100 Kilometern pro Stunde über das Land. Insgesamt blieben die Auswirkungen des Sturms Antonia aber geringer bei den beiden Stürmen davor – auch Tote gab es diesmal nicht. Bis zum Abend soll es noch stürmisch bleiben, in der Nacht zum Dienstag lässt der Wind dann nach.

Bahnverkehr soll am Dienstag wieder normal laufen

Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass der Fernverkehr nach den Stürmen ab Dienstag wieder weitgehend normal läuft. Die Aufräumarbeiten kämen gut voran – 90 Prozent der Fernzüge seien wieder im Einsatz, sagte ein Konzernsprecher. Im Laufe der Woche müssten noch einige Restschäden an rund 300 Kilometern Strecke behoben werden. Zwischenzeitlich waren wegen der Stürme Ylenia, Zeynep und Antonia Streckenabschnitte von insgesamt 6.000 Kilometern nicht befahrbar gewesen.

⚠️ Wichtiger Reisehinweis: Bahnverkehr ist in Teilen Deutschlands aufgrund von Unwetterschäden weiterhin beeinträchtigt. Aktuelle Infos: https://t.co/rnaSSELCgU

Norddeutschland kämpft noch mit Nachwehen von Zeynep

Während Antonia keine größeren Schäden verursacht hat, war die Lage bei ihren Vorgängern Ylenia und Zeynep anders: Hier starben mehrere Menschen bei Autounfällen. Auch die Schäden waren massiver. Vor allem Zeynep führte zu drastischen Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs vor allem in Norddeutschland.

Auch am Montag waren laut Bahn immer noch Strecken im Fernverkehr gesperrt, darunter zum Beispiel die Verbindungen von Hamburg und Berlin in Richtung Rostock.

Im Flachland sind die Unwetterwarnungen mittlerweile aufgehoben, nur im Harz, dem Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald gibt es immer noch stärkeren Wind und auch noch Sturmböen.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 29. Mai, 5:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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