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Christian Spöcker
Christian Spöcker (Foto: SWR3, privat)

Nach Überschwemmungen und Erdrutschen berichten Behörden in Südafrika von mehr als 250 Toten. Die Zahl könnte noch deutlich steigen. Betroffen ist eine beliebte Urlaubsregion.

Viele Menschen in Südafrika sind fassungslos angesichts der vielen Toten und der Zerstörung durch Überschwemmungen und Erdrutsche.

Wir sehen solche Tragödien sonst in anderen Ländern wie Mosambik und Simbabwe, aber jetzt sind wir die Betroffenen.

Südafrika erlebt schlimmste Unwetter-Tragödie in der Geschichte

Bisher seien mindestens 253 Menschen gestorben, hat eine regionale Gesundheitsministerin gesagt. Dazu zählen auch vier Kinder, die von einer umstürzenden Mauer erschlagen wurden. Kurze Zeit zuvor hatten Behörden noch von fast 60 Todesopfern gesprochen. Weil viele weitere Menschen vermisst werden, ist zu befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigt. In der Geschichte Südafrikas ist keine andere Unwetter-Katastrophe bekannt, bei der so viele Menschen im Land ums Leben gekommen sind.

Behörden berichten, in mehr als 6.000 Fällen hätten Menschen durch die Unwetter-Katastrophe ihr Haus oder ihre Hütte verloren. Außerdem stürzten mehrere Brücken ein und Straßen wurden zerstört. Auch das Stromnetz und die Wasserversorgung sind kaputt.

Jana Genth berichtet für die ARD aus Südafrika:

Nach tagelangem #Starkregen in Küstenorten in #Südafrika wird die Zerstörung sichtbar. Mehr als 60 Menschen starben. In der ganzen Provinz Kwazulu-Natal sind Tausende Häuser beschädigt, Brücken und Straßen weggespült. Funkmasten sind ausgefallen, weil es Erdrutsche gab. https://t.co/c1vW91irXK

Zu Ostern sollten viele Touristen in die Region kommen

Zu den Überschwemmungen und Erdrutschen kam es, weil es zuvor tagelang so heftig geregnet hatte wie seit mehr als 60 Jahren nicht mehr. Betroffen ist vor allem die Provinz Kwazulu-Natal an der Ostküste von Südafrika.

Sie liegt am Indischen Ozean und ist eines der wichtigsten Urlaubsziele im Land. Gerade jetzt zu Ostern hatten sich viele der Einwohner schon darauf vorbereitet, dass wie immer viele Touristen aus dem In- und Ausland nach Kwazulu-Natal kommen.

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