STAND
AUTOR/IN

Es ist bereits der achte Sandsturm seit Mitte April. Tausende Menschen landeten im Krankenhaus, einige sind gestorben: Diese Auswirkungen hatte der Sandsturm auf die Länder.

Im Irak treiben starke Sandstürme bereits seit Wochen ihr Unwesen. Solche Stürme sind zwar nicht unüblich, allerdings kommen sie wegen des Klimawandels immer häufiger vor. Schuld sei neben dem Klimawandel auch eine verfehlte Wasserpolitik, wie die deutsche Presseagentur berichtete. Die Staubpartikel verschlechtern die Luftqualität deutlich. Bürgerinnen und Bürger kritisieren daher vermehrt die aktuelle politische Lage:

Flugverkehr lahmgelegt

Am Flughafen der Stadt Nadschaf im Süden Iraks wurden Flüge vorübergehend ausgesetzt. Die Regierung rief die Menschen dazu auf, wenn möglich zu Hause zu bleiben und draußen Schutzkleidung und -brillen zu tragen. Die starken Winde hätten zusätzlich in der Provinz Dair as-Saur Bäume entwurzelt und Stromausfälle verursacht. Auch Schulen und Universitäten mussten vorübergehend geschlossen werden.

Tausende Menschen in Krankenhäusern

Die Stürme haben nicht nur Auswirkungen auf Verkehr und Umwelt, sondern auch auf die Gesundheit der Menschen. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte kamen mindestens sieben Menschen im Osten Syriens ums Leben, darunter zwei Kinder. Im Irak werden etwa 2.000 Menschen in Krankenhäusern behandelt, Hunderte leiden unter Atemnot, so das irakische Gesundheitsministerium. Am stärksten betroffen seien vor allem Asthmatiker und Ältere.

Wie geht es weiter?

Die Stürme sollten sich ab Montagabend wieder legen. Meteorologen gehen aber von weiteren Sandstürmen in den nächsten Monaten aus. Der Experte einer Firma für Risikoanalyse sprach am Montag bei Twitter von „rasch zunehmenden Umweltproblemen“ im Irak. „Diese Sandstürme sind eine Warnung, die weit über dessen Grenzen hinaus gilt“. Anfang April sagte ein Regierungsbeamter, dass Irak in den kommenden Jahrzehnten mit „272 Tagen Staub“ im Jahr rechnen müsse, so die Presseagentur AFP. Die Journalistin Lizzie Porter bezeichnet die Lage im Irak als „erschreckend“.

STAND
AUTOR/IN
SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 2. Juli, 13:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

Dauer

Meistgelesen

  1. Positiver Corona-Test 7 Fakten zum CT-Wert bei Omikron: PCR-Test, Skala und Ansteckungen

    Bin ich mit einem CT-Wert von über 30 besonders ansteckend? Wie hängen Quarantäne und Isolation damit zusammen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum CT-Wert bei der Omikron-Variante.  mehr...

  2. Hunderte Stunden nähen und Putin anstarren Tief im Regime-Knast: So wehrt sich Nawalny gegen die Psycho-Folter

    Putin-Gegner Alexej Nawalny wird in seinem russischen Gefängnis schikaniert und gedemütigt, sagen er und seine Anhänger. Auf Facebook beschreibt er, wie er überlebt.  mehr...

  3. Barry Callebaut in Belgien Hersteller: Verunreinigte Schokolade gelangte nicht in den Verkauf

    Der Schweizer Schokoladenhersteller Barry Callebaut hat die Produktion in seinem Werk in Belgien wegen Salmonellen gestoppt. Das ist die größte Schokoladenfabrik der Welt.  mehr...

  4. Liveblog zum Krieg in der Ukraine Netzagentur warnt: Gas aus Russland könnte bald komplett wegfallen

    Russland versucht weiter, die Ukraine einzunehmen: Während die Welt den Einmarsch verurteilt, zerstören russische Truppen Städte und Infrastruktur. Alle Infos dazu.  mehr...

  5. 23-Jähriger hat zwei Mal Riesen-Glück Betrunkener in Karlsruhe stürzt 20 Meter tief – und überlebt

    Betrunkene und Babys landen weich, heißt es. Dieser Mann in Karlsruhe hatte auch noch Glück: Zwischen ihm und dem Boden gab es gleich zwei hilfreiche Hindernisse.  mehr...

  6. Sogar das Klopapier wird kürzer! Mogelpackung: So tricksen die Discounter gerade mit den Preisen

    Die Preise in Deutschland ziehen kräftig an. Trotzdem versprechen Discounter, billig zu bleiben. Das geht aber nur mit Tricks, für die wir draufzahlen. So schützt ihr euch davor!  mehr...