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Weil zu viele Menschen bei Unfällen durch zu hohe Geschwindigkeit innerhalb von Städten und Gemeinden gestorben sind, gilt dort ab sofort Tempo 30.

Vorsicht, Falle – das muss sich jeder Spanienreisende in Zukunft gut einprägen. Denn im Lieblings-Urlaubsziel der Deutschen gilt ab sofort Tempo 30 in Innenstädten. Die neue Höchstgeschwindigkeit wurde eingeführt, weil es zu viele Tote bei Unfällen durch zu hohe Geschwindigkeit gegeben hat.

„Die Geschwindigkeit bis jetzt war wirklich ein Unsinn“, sagte Pere Navarro, der Leiter des spanischen Straßenverkehrsamtes DGT. 20190, im letzten normalen Jahr vor der Corona-Pandemie, seien in Spanien 509 Menschen im Straßenverkehr in den Städten gestorben. Durch die neue Tempo-30-Regel sinke das Risiko ab sofort um 80 Prozent, dass Fußgänger sterben, wenn sie von einem Auto angefahren werden.

Auf engen Straßen nur noch Tempo 20 erlaubt

Tempo 50 – so wie man das bei uns kennt – gilt in Zukunft nur noch dann, wenn eine Straße in einer Stadt mehr als eine Fahrspur pro Richtung hat. Sind die Straßen besonders eng, gilt seit Dienstag sogar Tempo 20 als Höchstgeschwindigkeit – zum Beispiel in engen Altstädten.

Das hat natürlich Auswirkungen auf den Verkehr vor allem in den Ballungsräumen. In Barcelona zum Beispiel gilt ab sofort auf Dreiviertel aller Straßen eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Stundenkilometern, schreibt die Zeitung La Vanguardia.

Spanien verhängt hohe Bußgelder für Raser

Wer zu schnell fährt und erwischt wird, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. Zu schnelles Fahren kostet zwischen 100 und 600 Euro. Außerdem werden spanischen Fahranfängern bis zu sechs ihrer acht Punkte abgezogen. Sind alle Punkte aufgebraucht, ist der Lappen weg.

Sollte im Sommer wegen der Corona-Pandemie tatsächlich Urlaub in Spanien möglich sein, sollten Touristen aus Deutschland nicht zu locker mit den neuen Geschwindigkeitsregeln umgehen. Bußgelder aus Spanien können auch in Deutschland vollstreckt werden.

Die einzige Frage, die noch offen ist: Wie werden die neuen Tempolimits eigentlich kontrolliert? Das ist noch unklar. Bisher gibt es Radarfallen in Spanien vor allem nur auf Fernstraßen.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 24. Januar, 23:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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