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Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.9. bis 30.9.2020.

30.9.2020, 23:30 Uhr – Neue Risikogebiete in elf europäischen Ländern

Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen ganz Belgien sowie Island und einzelne Regionen in neun weiteren europäischen Ländern als Risikogebiete eingestuft. Wie das Robert-Koch-Institut auf seiner Webseite mitteilte, ist nun beispielsweise ganz Frankreich betroffen mit Ausnahme der Region Grand-Est. In Großbritannien gelten nun auch Nordirland und Wales als Risikogebiete. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet aktuell, dass Rückkehrer bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorlegen oder sich zwei Wochen lang in häusliche Quarantäne begeben müssen.

30.9.2020, 21:20 Uhr – Reisewarnung auf ganz Belgien ausgeweitet

Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen. Das geht aus den aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor. In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Corona-Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Eine Reisewarnung erfolgt, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt. Sie ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung speziell für Touristen haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Urlaubern, Buchungen kostenlos zu stornieren.

30.9.2020, 20:20 Uhr – Spahn: Konzepte für Fieberambulanzen fertig

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich in der ARD über die Pläne für Fieberambulanzen geäußert. Eine entsprechende Infrastruktur sei derzeit im Aufbau, sagte er im Interview.

30.9.2020, 19:35 Uhr – Corona-Regeln weiter beachten, sagen die Gesundheitsminister

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben dazu aufgerufen, die Corona-Regeln weiter zu beachten. Nach einer Videokonferenz mit seinen Ressortkollegen sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU): Die Hauptrisiken seien die Bereiche, wo Menschen gesellig miteinander seien und feierten.

Als weiteren Risikofaktor nannte Spahn erneut Reiserückkehrer. Er kündigte außerdem an, dass künftig verstärkt Schnelltests eingesetzt werden sollen – etwa in Pflegeheimen, für Besucher und Mitarbeiter. Entscheidungen dazu, auch was die Kostenübernahme angeht, solle es bis Mitte Oktober geben.

30.9.2020, 17:30 Uhr – Einbahnstraßen auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt

Nürnberg hat Details der Corona-Regeln für den weltberühmten Nürnberger Christkindlesmarkt bekanntgegeben, der trotz der Pandemie stattfinden soll. Zwischen den Buden müssten Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr eine Maske tragen, teilte die Stadt mit. Außerdem soll es auf dem Markt Einbahnstraßen geben. Geplant ist, dass die Stände auf mehrere Plätze verteilt werden. Die Planungen stehen aber unter dem Vorbehalt, dass die Infektionszahlen nicht dramatisch steigen.

30.9.2020, 16:55 Uhr – Maskenpflicht für Schüler in Schleswig-Holstein

Nach den Herbstferien müssen Schüler in Schleswig-Holstein ab der fünften Klasse zwei Wochen lang auch im Unterricht Masken tragen. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) will so das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus durch Reiserückkehrer eindämmen. Bereits seit dem 24. August müssen Schüler und Lehrer in Schleswig-Holstein vor dem Betreten des Schulgebäudes einen Mund-Nasen-Schutz anlegen, den sie aber bislang im Unterricht ablegen können. Für Lehrer bleibt es bei der bisherigen Regelung: Wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, müssen sie eine Maske tragen. In Schleswig-Holstein geht die Schule nach den Herbstferien am 19. Oktober wieder los.

30.9.2020, 16:33 Uhr – Bayern schließt Testzentren an Autobahnen

Die Corona-Testzentren für Reisende an drei bayerischen Autobahnen sowie an Bahnhöfen in München und Nürnberg werden nun doch geschlossen. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) begründete die Entscheidung damit, dass „der Anteil der Reiserückkehrer an den bekannten Neuinfektionen in den letzten zwei Wochen kontinuierlich zurückgegangen“ sei. Der Reise- und Urlaubsverkehr sei nun beendet. Zuvor hatte die Staatsregierung die geplante Schließung der Zentren infrage gestellt.

30.9.2020, 16:32 Uhr – Merkel: 100 Millionen Euro mehr für UN-Impfprogramm

Deutschland stockt seine Hilfe für das Impf-Programm der Vereinten Nationen auf. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte bei einer digitalen UN-Konferenz 100 Millionen Euro für die Impfallianz Gavi zu, die dem UN-Programm ACT angehört. Dieses Geld erhöhe den Beitrag der Bundesrepublik von derzeit 675 Millionen. Eine globale Antwort auf die Corona-Pandemie brauche breiten internationalen Rückhalt, sagte Merkel. Deutschland sei sich seiner Verantwortung bewusst. Das ACT-Programm soll vor allem Entwicklung eines Corona-Impfstoffs fördern, der für alle erhältlich und bezahlbar ist. Einige zahlungskräftige Länder wie die USA oder China beteiligen sich nicht an der Initiative.

30.9.2020, 16:10 Uhr – Neue Beschränkungen für Ibiza-Stadt

Für die spanische Balearen-Insel Ibiza gelten ab Freitag verschärfte Corona-Regeln. In der Inselhauptstadt Ibiza-Stadt sind dann Partys mit mehr als fünf Personen verboten. Bars und Restaurans müssen um 22 Uhr schließen, Kinderspielplätze dürfen nicht betreten werden. Die Behörden empfehlen allen Bewohnern der Stadt, ihre Wohnung nur bei zwingenden Gründen zu verlassen. Die Regeln gelten zunächst für 15 Tage. Die Infektionsrate in Ibiza-Stadt ist drei Mal so hoch wie auf den anderen Balearen-Inseln.

30.9.2020, 14:09 Uhr – Bordelle in Rheinland-Pfalz dürfen öffnen

Ab morgen dürfen in Rheinland-Pfalz Bordelle wieder öffnen. Das hat Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) auf SWR-Anfrage erklärt. Sie betonte, dass die Öffnung unter Einhaltung der Hygienevorschriften erfolge. Außerdem werde der Nachweis eines Ausweises verlangt, um die Kontaktverfolgung im Falle einer Infektion zu gewährleisten.

30.9.2020, 12:21 Uhr – Keine Klinikbetten mehr für Corona-Patienten im Iran

Wegen des starken Anstiegs der Fallzahlen gibt es im Iran keine Krankenhausbetten mehr für Corona-Patienten. Das sagte Massud Mardani, Mitglied des iranischen Corona-Krisenstabs, in einem Interview mit der Zeitung Watane'e Emrus. „Falls der Ernst der Lage weiterhin von den Verantwortlichen ignoriert wird, müssen die Corona-Patienten in Großstädten wie Teheran demnächst in den Korridoren der Krankenhäuser behandelt werden, weil es einfach keine Betten mehr gibt.“

In den meisten Städten wird die Maskenpflicht laut Mardani nur noch von der Hälfte der Menschen eingehalten. Epizentrum der Infektionen seien öffentliche Verkehrsmittel und Einkaufszentren in Großstädten. Besonders schlimm sei die Lage in der Hauptstadt Teheran mit ihren 13 Millionen Einwohnern. „Die Lage ist so kritisch, dass die Forderung nach einer einwöchigen Ausgangssperre in Teheran durchaus realistisch ist“, so der Epidemiologe und Infektionsexperte. Sonst kriege man ernsthafte Engpässe bei der medizinischen Versorgung.

30.9.2020, 11:25 Uhr – Geschäfte dürfen in Adventszeit in NRW sonntags öffnen

In der Adventszeit dürfen Geschäfte in Nordrhein-Westfalen sonntags von 13 bis 16 Uhr öffnen. Das teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mit. Damit solle das Gedränge in Fußgängerzonen an den Adventssamstagen entzerrt werden. Es handele sich um eine einmalige Maßnahme in der Corona-Pandemie. Das Land wolle damit nicht den Sonntagsschutz aushöhlen. Außerdem sollen Weihnachtsmärkte trotz Corona-Krise unter Auflagen erlaubt sein. Voraussetzung sei, dass es klare Regelungen bei der Zugangssteuerung und beim Hygieneschutz gebe.

30.9.2020, 11:17 Uhr – Deutsche sparen wegen Corona so viel wie lange nicht

Die Deutschen legen einer Studie zufolge wegen der Corona-Krise so viel Geld auf die hohe Kante wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Der Verband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) rechnet damit, dass die Sparquote der privaten Haushalte in diesem Jahr auf rund 15 Prozent ansteigt nach 10,9 Prozent im vergangenen Jahr. Zuletzt war sie um die 1990er Jahre herum so hoch. „Der massive Anstieg des Sparens ist ein Corona-Sondereffekt“, sagte BVR-Vorstandsmitglied Andreas Martin. „Ausgefallene Urlaubsreisen und verschobene Autokäufe werden nur allmählich nachgeholt.“

30.9.2020, 11:00 Uhr – Curevac startet mit nächster Impfstoff-Phase

Das Tübinger Biopharmaunternehmen Curevac hat die zweite Phase bei der Prüfung seines Impfstoffkandidaten begonnen. Der erste Teilnehmer der Phase-2a-Studie sei geimpft worden, hieß es in einer Mitteilung. Die Studie laufe in Peru und Panama mit 690 gesunden Teilnehmern. Erste Daten werden im vierten Quartal erwartet. Danach plant das Unternehmen den Beginn der entscheidenden Phase-III-Studie mit bis zu 30.000 Teilnehmern. Jean Stéphenne aus dem Aufsichtsrat von Curevac hatte kürzlich gesagt, dass der Impfstoff in sechs bis neun Monaten verfügbar sein könnte.

30.9.2020, 10:25 Uhr – NRW: 250 Euro Strafe bei falschen Kontaktangaben

Für falsche Angaben zur Person auf den Kontaktlisten in Restaurants oder Gaststätten verhängt das Land Nordrhein-Westfalen künftig ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Das teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Düsseldorf mit. Zu zahlen ist die Strafe demnach von denjenigen, die die falschen Kontakte auf den Listen zur Corona-Nachverfolgung angeben. Aber auch Wirte müssen die Angaben auf den Listen auf Plausibilität überprüfen.

30.9.2020, 9:33 Uhr – Dehoga: Falsche Kontaktdaten schwer nachzuprüfen

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hält es für schwer durchsetzbar, Falschangaben bei Corona-Kontaktinformationen zu bestrafen. „Es ist ein Streit unter Rechtsexperten, ob Gastwirte das Recht haben, sich den Personalausweis vorzeigen zu lassen“, sagt Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges im SWR zu der neuen Regelung. „Ich befürchte, dass sie keinen Anspruch darauf haben.“ Die Kontaktangaben seien aber wichtig, um die Nachverfolgbarkeit bei Corona-Infektionen zu gewährleisten. Deshalb setze sie auf die Einsicht aller Beteiligten.

30.9.2020, 9:15 Uhr – Merkel: „Stehen vor schwieriger Phase“

„Wir stehen vor einer schwierigen Phase“, sagt Kanzlerin Angela Merkel im Bundestag mit Blick auf den Herbst. Die Neuinfektionen stiegen bereits deutlich an. Deswegen seien die jüngsten Beschlüsse mit den Ländern richtig, damit die Situation nicht außer Kontrolle gerate.

Die Kanzlerin wertet die Corona-Warnapp als Erfolg und verweist auf aktuell 18 Millionen Downloads. Das sei einzigartig in Europa, obwohl es natürlich noch „Kinderkrankheiten“ gebe.

30.9.2020, 9:01 Uhr – Weniger Einbrüche wegen Corona-Krise

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet, dass wegen der Corona-Krise die Zahl der Einbrüche in diesem Jahr deutlich geringer ausfällt. „Einbrüche in Deutschland könnten 2020 auf ein neues Allzeittief sinken“, sagt GDV-Geschäftsführer Jörg Asmussen der Bild. Die Entwicklung des ersten Halbjahrs deute darauf hin, dass die Einbruchzahlen am niedrigsten seit Beginn der Statistik 1981 ausfallen. „Viele Menschen waren zu Hause durch Homeoffice, Kurzarbeit und verbrachten ihren Urlaub daheim.“ 2019 zählten Versicherer 95.000 Wohnungseinbrüche und Schäden von rund 300 Millionen Euro.

30.9.2020, 4:29 Uhr – Probleme bei Kontrollen bei Reiserückkehrern aus Schengen-Raum

Die Gewerkschaft der Polizei warnt vor Problemen bei der Kontrolle von Rückkehrern aus Risikogebieten des Schengen-Raums. Derzeit sei die Bundespolizei nicht in der Lage, um diese Passagiere zu überprüfen, sagte der GdP-Vizevorsitzende Sven Hüber der Rheinischen Post. Ihr fehle die personelle Kapazität und die ausreichende Infrastruktur an den Flughäfen. Außerdem dürfe die Bundespolizei die aus Schengen-Staaten eintreffenden Passagiere nur beim Verdacht der unerlaubten Einreise kontrollieren.

30.9.2020, 1:29 Uhr – Disney entlässt 28.000 Mitarbeiter

Der Unterhaltungskonzern Disney streicht in den USA rund 28.000 Stellen. Bei zwei Drittel der Mitarbeiter handele es sich um Teilzeitkräfte, teilte das Unternehmen mit. Betroffen sei Personal in Freizeitparks, Ferienresorts und auf Kreuzfahrtschiffen. Diese Bereiche wurden von den Folgen der Corona-Pandemie am stärksten betroffen. Der Schritt sei notwendig, unter anderem weil Corona-Auflagen in Kalifornien eine Wiedereröffnung des dortigen Disneylands weiterhin nicht zuließen, so Spartenchef Josh D'Amaro. Insgesamt hatte Disney hier vor der Krise mehr als 100.000 Beschäftigte.

29.9.2020, 22:10 Uhr – Pharmakonzern GlaxoSmithKline glaubt an Impfstoff im kommenden Jahr

Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline zeigt sich zuversichtlich, dass 2021 ein Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen wird. „Ich teile den Optimismus, dass wir im nächsten Jahr eine Lösung haben werden“, sagte GlaxoSmithKline-Chefin Emma Walmsley. Der Konzern entwickelt einen Impfstoff zusammen mit seinem französischen Partner Sanofi. Im Fall von positiven Ergebnissen bei einer klinischen Studie war zuletzt ein Zulassungsantrag im ersten Halbjahr 2021 geplant.

29.9.2020, 21:41 Uhr – Berlin beschließt Maskenpflicht im Büro

Berlin geht mit seinen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie über die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels hinaus. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller kündigte nach einer Sondersitzung des Senats an, dass vom kommenden Samstag an Höchstgrenzen für private Zusammenkünfte wie etwa Partys gelten. Dazu komme eine Maskenpflicht in Büros und in Verwaltungsgebäuden.

Nach den Beschlüssen der Bund-Länder-Konferenz sollen Höchstgrenzen erst gelten, wenn die Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 in sieben Tagen - 35 erreicht. Dieser Wert liegt in Berlin derzeit unter 30. Der Senat beschloss jedoch, bereits jetzt die Einschränkungen in Kraft zu setzen. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop sagte, es gelte nun für private Feiern in Räumen eine Höchstgrenze von 25 Teilnehmer, für „draußen“ von 50. „Wir sehen, dass sich die Leute in Parks überall in Gruppen zusammentun und dort die Abstände teilweise nicht mehr einhalten. Deswegen ziehen wir jetzt eine ganz ganz klare Grenze bei diesen privaten Feierlichkeiten.“ Sollte die Inzidenz auf 50 steigen, dürften an Partys im Innenraum nur noch zehn Personen teilnehmen, unter freiem Himmel 25.

Die neuen Regeln für Büros und Verwaltungsgebäude sehen vor, dass eine Maske tragen muss, wer sich in den Gebäuden bewegt. An einem festen Platz, also dem eigenen Schreibtisch, könne die Maske abgenommen werden, sagte die Senatorin.

29.9.2020, 21:04 Uhr – Zahl der Neuinfektionen in Frankreich binnen 24 Stunden verdoppelt

Frankreich meldet 8.051 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Gestern hatte es 4.070 neue Fälle gegeben. Die Zahl der Todesfälle sei um 85 auf insgesamt 31.893 gestiegen, berichten die Behörden.

29.9.2020, 19:34 Uhr – Neue Corona-Regeln in Deutschland

Bund und Länder reagieren mit weiteren Beschränkungen auf die anhaltend hohen Corona-Zahlen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte nach Beratungen mit den Länderchefs, oberstes Ziel sei es, die Wirtschaft am Laufen zu halten und zu verhindern, dass Schulen und Kitas wieder geschlossen werden müssten. Wenn die Infektionszahlen in einem Landkreis einen bestimmten Wert überschritten, sollten deshalb künftig die Teilnehmerzahlen bei Privatfeiern begrenzt werden. Außerdem müssten Restaurantbesucher, die auf den Kontaktlisten in den Gaststätten falsche persönliche Angaben machten, künftig ein Bußgeld von mindestens 50 Euro zahlen.

29.9.2020, 18:45 Uhr – Drosten: „Es reicht, einzelne Klassen zu schließen“

Der Virologe Christian Drosten plädiert im Corona-Podcast dafür, dass Schulen über den Herbst und Winter möglichst offen gehalten werden. Aus seiner Sicht reicht es, einzelne Klassen zu schließen, wenn früh genug auf vereinzelte Corona-Fälle reagiert werde. „Ein Schulausbruch schaukelt sich über Wochen hoch. Da ist Zeit zum Reagieren.“

Drosten geht es vor allem um den Schutz von Risikogruppen. Problematisch werde es, wenn die Schulkinder zu Hause die Eltern anstecken, also Erwachsene im mittleren Alter. Denn in dieser Altersgruppe gebe es Risikopatienten, die möglicherweise im Krankenhaus und auf den Intensivstationen landen. „Das müssen und können wir vermeiden, wenn wir die Schulsituation transparent im Auge behalten“, betont Drosten. Er fordert daher mehr Daten zu der Rolle der Kinder im Infektionsgeschehen ein.

29.9.2020, 18:08 Uhr – Bis zu 11.500 Zuschauer bei Dortmund gegen Freiburg

Das Bundesligaspiel Borussia Dortmund gegen den SC Freiburg wird vor bis zu 11.500 Zuschauern ausgetragen. Das hat die Stadt Dortmund mitgeteilt. Zwei Drittel der Karten werden an Zuschauer aus Dortmund verkauft, der Rest an Interessenten aus Nordrhein-Westfalen. Keine Karten gibt es in Freiburg und in NRW-Städten mit hohen Infektionszahlen. Sollten alle Tickets verkauft werden, wäre das ein Zuschauerrekord in der bisherigen Corona-Saison.

29.9.2020, 17:58 Uhr – Strengere Corona-Regeln

Bund und Länder haben sich auf strengere Regeln geeinigt, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wer etwa auf den Kontaktlisten in Restaurants falsche persönliche Angaben macht, muss künftig ein Bußgeld von mindestens 50 Euro zahlen. Außerdem sollen die Teilnehmerzahlen bei privaten Feiern zu Hause sowie in öffentlichen und angemieteten Räumen begrenzt werden.

Deutschen Risikogebiete So sind die innerdeutschen Reise- und Pendler-Regeln

Weil es weltweit wieder steigende Infektionszahlen gibt, raten Politiker zum Urlaub in Deutschland. Doch das ist nicht so leicht: Wo man hinfahren und übernachten kann, wo Quarantäne gilt, ist vielerorts unterschiedlich. Hier bekommst du ein FAQ zu den Regeln.  mehr...

29.9.2020, 14:16 Uhr – Kretschmann für Ausweispflicht im Restaurant

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist für neue Einschränkungen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Er schlägt vor, dass Gäste in Gastronomiebetrieben ihre Ausweise zeigen sollen. Es sei inakzeptabel, dass bis zu 50 Prozent der Restaurantbesucher falsche, unvollständige oder Fantasienamen hinterließen, sagte Kretschmann. Eine Kontaktverfolgung nach einem Corona-Ausbruch werde dadurch unmöglich.

29.9.2020, 12:23 Uhr – Falsch-positive Corona-Tests auf Kreuzfahrtschiff in Griechenland

Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“ wird seine Reise fortsetzen können. Positive Corona-Tests bei zwölf Crew-Mitgliedern an Bord haben sich als Fehldiagnose des zuständigen Labors herausgestellt. Die Seeleute waren am Dienstag nochmal getestet worden – sowohl von der Reederei Tui Cruises als auch zwei Mal von den griechischen Behörden. Die Ergebnisse waren dabei jedes Mal negativ, teilte Tui Cruises mit. Auch die Ergebnisse der abschließenden dritten Testreihe der griechischen Behörden stellten sich schließlich am Dienstagmittag als negativ heraus, berichtete das griechische Staatsfernsehen.

29.9.2020, 10:37 Uhr – Moskau verlängert Herbstferien

In Moskau werden die Schulferien im Oktober auf zwei Wochen ausgedehnt. Bürgermeister Sergej Sobjanin rief die Eltern auf, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder in der Zeit vom 5. bis 18. Oktober zu Hause blieben. „Bei den Erkrankten handelt es sich derzeit zu einem großen Teil um Kinder - oft asymptomatisch“, schreibt Sobjanin auf seiner Onlineseite. Sie könnten das Virus dann leicht an Erwachsene und Ältere übertragen, bei denen die Krankheit schwerer verlaufen könnte.

29.9.2020, 9:57 Uhr – Guterres: Eine Million Corona-Opfer „schmerzhafter Meilenstein“

UN-Generalsekretär António Guterres hat den Tod von rund einer Million Menschen durch das Coronavirus als „schmerzhaften Meilenstein“ bezeichnet. Guterres schrieb in einer Stellungnahme, so viele Opfer seien eine „betäubende Zahl“. „Sie waren Väter und Mütter, Ehefrauen und Ehemänner, Brüder und Schwestern, Freunde und Kollegen“, sagte Guterres über die Opfer. „Der Schmerz ist durch die Grausamkeit dieser Krankheit vervielfacht worden.“ Guterres warnte, dass „kein Ende der Ausbreitung des Virus, des Verlusts von Jobs, der Beeinträchtigung der Bildung, des Umkrempelns für unsere Leben in Sicht“ sei. Die Pandemie könne aber mit verantwortungsbewusster Führung, Zusammenarbeit und Wissenschaft, sowie dem Abstand halten zueinander und dem Tragen von Mund-und-Nasenschutz bewältigt werden. Ein Impfstoff müsse „für alle verfügbar und erschwinglich“ sein, sagte Guterres.

29.9.2020, 7:36 Uhr – Mehr als eine Million Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind US-Wissenschaftlern zufolge weltweit bereits mehr als eine Million Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in den USA hervor. Mehr als 33,2 Millionen Infektionen wurden nachgewiesen. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

29.9.2020, 2:49 Uhr – Schwesig fordert mehr Kapazitäten für Schnelltests

Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) fordert mehr Kapazitäten für Corona-Schnelltests. Durch sie könne man in der kalten Jahreszeit innerhalb kurzer Zeit herausfinden, ob es sich um einen normalen Infekt handle, sagte Schwesig der Rheinischen Post. Ansonsten werde „insbesondere an Schulen und Kitas die Verunsicherung sehr groß sein – bis hin zu vielleicht unnötigen Schließungen“.

28.9.2020, 22:37 Uhr – Bund schlägt maximal 25 Gäste zuhause vor

Wegen der steigenden Infektionszahlen mit dem Coronavirus schlägt der Bund vor, private Feiern zuhause auf maximal 25 Teilnehmende zu beschränken. Das steht in einem Entwurf, der der Deutschen Presseagentur vorliegt. In öffentlichen Räumen sollen demnach bis zu 50 Gäste möglich sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit den Ministerpräsidenten heute darüber sprechen. Außerdem will der Bund über ein Ausschankverbot nachdenken. Offen ist, ob diese Maßnahmen generell gelten sollen oder nur wenn bestimmte Grenzwerte bei den Neuinfektionen überschritten werden.

28.9.2020, 20:58 Uhr – Niederlande: Home-Office-Pflicht und wenige Gäste

Die niederländische Regierung verschärft die Maßnahmen gegen das Coronavirus. Hintergrund sind die steigenden Infektionszahlen. Wer kann, sollte möglichst Home-Office machen. Ab Dienstagabend müssen alle Sportveranstaltungen ohne Publikum stattfinden. Cafés und Restaurants dürfen nur noch höchstens 30 Gäste gleichzeitig haben und müssen um 22.00 Uhr schließen. Friseure müssen die Daten ihrer Kunden erfassen. Mund- und Nasenschutz wird für Geschäfte empfohlen, ist aber nicht Pflicht. Zuhause ist es nur noch erlaubt, maximal drei Gäste zu empfangen. Diese Regeln sollen zunächst drei Wochen lang gelten.

28.9.2020, 17:26 Uhr – Tourismusbeauftragter: Reisewarnungen besser abstimmen

Deutschland will sich bei Reisewarnungen besser mit den EU-Partnern abstimmen. Grenzschließungen wie zu Beginn der Krise müssten möglichst vermieden werden, sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß. Der Tourismus sei in der Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommen. Über sechs Millionen Menschen machten sich Sorgen um ihren Job. Ziel sei es, Reisebeschränkungen auf das notwendigste Maß zu begrenzen und den Menschen in Europa wieder eine große Reisefreiheit zu ermöglichen. Außerdem soll eine europäische Herangehensweise bei Corona-Schnelltests und Quarantäneauflagen gefunden werden.

28.9,2020, 16:11 Uhr – Keine Zuschauer beim Supercup zwischen FC Bayern und Dortmund

Der deutsche Supercup zwischen Triple-Gewinner FC Bayern München und Vizemeister Borussia Dortmund am Mittwoch in München findet ohne Zuschauer im Stadion statt. Das bestätigte die Stadt München in einer Pressemitteilung.

Sie begründet ihre Entscheidung mit der Sieben-Tage-Inzidenz - also der Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Liegt der Wert bei 35 oder darüber, sind keine Zuschauer erlaubt. Laut Robert Koch-Institut liegt sie in München derzeit bei 37,6.

Das #Supercup-Spiel des @FCBayern gegen den @BVB am Mittwoch in der Allianz-Arena wird ohne Zuschauer stattfinden. Das hat der städtische Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) unter Leitung von OB Dieter Reiter heute beschlossen. Mehr Infos: https://t.co/pahNGLxhda #FCBBVB

28.9.2020, 13:47 Uhr – Corona in Ischgl: Kommission will Bericht am 12. Oktober vorlegen

Der folgenschwere Ausbruch des Coronavirus im österreichischen Skiort Ischgl und die Rolle der Tiroler Behörden sind von einer Kommission aufgearbeitet worden. Am 12. Oktober wollen die unabhängigen Experten ihren Bericht über das Krisenmanagement der Tiroler Landesregierung vorlegen, wie sie mitteilten. Die Kommission war im Mai vom Landtag eingesetzt worden. Dem Land und seiner Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und den Betrieb zu spät gestoppt zu haben.

28.9.2020, 13:18 Uhr – Söder für bundesweit einheitliches Anti-Corona-Regelwerk

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus dringt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder auf bundesweit einheitliche Regeln für regionale Gegenmaßnahmen. Notwendig sei ein einheitliches, verbindliches, verhältnismäßiges und verlässliches Regelwerk, das dann in ganz Deutschland gelte, sagte der CSU-Politiker. Bund und Länder müssten den Kommunen Leitlinien an die Hand geben, wie sie beim Überschreiten bestimmter Corona-Zahlen reagieren sollen, forderte er vor einer für Dienstag geplanten Schalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel.

28.9.2020, 12:45 Uhr –Nicht einmal jeder Zweite beachtet Abstandsregeln

Obwohl sich immer mehr Menschen angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen um die eigene Gesundheit sorgen, nimmt auch der sorglose Umgang mit Präventionsmaßnahmen zu. Laut einer Befragung des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) der Universität Hamburg sagen nur noch 45 Prozent der Menschen in Deutschland, dass sie Abstandsregeln beachten. Noch weniger, nämlich nur 39 Prozent, halten sich demnach an die empfohlene Handhygiene. Auch Umarmungen, Küsse und Händeschütteln zur Begrüßung seien wieder auf dem Vormarsch, teilte die Uni Hamburg mit. Nur noch 58 Prozent hätten angegeben, dies zu vermeiden. Im April seien es noch 77 Prozent gewesen.

28.9.2020, 12:10 Uhr – Bewohner im Kreis Biberach in Quarantäne

Im baden-württembergischen Kreis Biberach wurden über das Wochenende 36 Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt. Laut Landratsamt gingen die Ansteckungen auf private Feiern zurück. Etwa 600 Kontaktpersonen der Gäste mussten sich vorsorglich in Quarantäne begeben.

Sprunghafter Anstieg bei Neuinfektionen Coronavirus: 600 Menschen im Kreis Biberach in Quarantäne

Im Kreis Biberach hat es seit dem Wochenende 38 neue bestätigte Corona-Fälle gegeben. Laut Landratsamt steckte sich die Hälfte der Betroffenen auf privaten Partys an.  mehr...

28.9.2020, 11:48 Uhr – Nur wenige Deutsche planen Auslandsreise in den Herbstferien

Nur etwa fünf Prozent der Deutschen planen laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov, in den bevorstehenden Herbstferien ins Ausland zu reisen. Mit 70 Prozent gab der Großteil der Befragten an, gar keine Urlaubsreise antreten zu wollen - weder innerhalb Deutschlands, noch in einem anderen Land.

Nur neun Prozent der Umfrageteilnehmer wollen demnach innerhalb Deutschlands verreisen. Sieben Prozent hätten wegen der Corona-Pandemie eine geplante Reise ins Ausland abgesagt, für Inlandsreisen gaben das zwei Prozent der Befragten an.

28.9.2020, 11:26 Uhr – Bielefeld: Fast 900 Schüler und Lehrer in Quarantäne

Nach einer Familienfeier in Bielefeld wurden 36 der Gäste positiv auf das Coronavirus getestet. Seitdem versucht das Gesundheitsamt der Stadt alle Kontaktpersonen der Gäste zu ermitteln und schickte vorsorglich rund 900 Schüler und Lehrer von zehn Schulen in Quarantäne.

28.9.2020, 11:00 Uhr – Verbraucherzentrale Baden-Württemberg verklagt Lufthansa

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg verklagt die Lufthansa wegen nicht erstatteter Flugtickets. Die Klage sei bei dem Landgericht Köln eingereicht worden, teilte die Verbraucherzentrale mit.

Zunächst hatte die Einrichtung die Lufthansa per Abmahnung aufgefordert, Verbraucher über die ihnen zustehenden Rechte zu informieren, das Recht auf Rückerstattung nicht zu verschweigen und den Flugpreis innerhalb der gesetzlichen Frist zurückzuzahlen. Darauf habe die Fluggesellschaft jedoch nicht reagiert.

Die Verbraucherzentrale verwies auf die rechtlichen Regelungen: Storniert ein Anbieter bereits bezahlte Flüge, muss er seine Kunden darüber informieren, dass sie ihr Geld zurückfordern oder freiwillig einen Gutschein annehmen können. Entscheiden Verbraucher sich für die Rückzahlung, muss das Unternehmen innerhalb von sieben Tagen den Flugpreis erstatten. Beschwerden von Lufthansa-Kunden deuteten jedoch darauf hin, dass sich die Lufthansa derzeit kaum an diese Regelungen halte und Rückzahlungen „verschleiert und verschleppt“ habe.

28.9.2020, 10:27 Uhr – New York: Fallzahlen in mehreren Vierteln steigen an

Die Behörden in der US-Metropole New York sind alarmiert: In den vergangenen Tagen hätten die Corona-Infektionen in mehreren Vierteln der Großstadt wieder zugenommen. Betroffen seien sechs Viertel im Stadtteil Brooklyn sowie in zwei weitere in Queens.

Vor allem in Vierteln mit einem hohen Anteil an Angehörigen des jüdisch-orthodoxen Glaubens seien wieder mehr Ansteckungen aufgetreten. Der Anstieg fiel mit den jüdischen Feiertagen zusammen, die heute mit Jom Kippur ihren Höhepunkt erreichen. Obwohl in den Vierteln orthodoxer Juden nur sieben Prozent der Stadtbevölkerung lebten, seien auf sie 23 Prozent der Corona-Neuinfektionen zurückzuführen, erklärte die Gesundheitsbehörd

28.9.2020, 10:15 Uhr – Merkel besorgt über Infektionszahlen in der EU

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums äußerst besorgt über die Infektionszahlen in den EU-Ländern geäußert, berichtete die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Teilnehmerkreise.

Mit Blick auf Deutschland mahnte Merkel, man müsse lokale Infektionsherde sehr deutlich angehen, sonst habe man an Weihnachten Zahlen wie in Frankreich. Die Nachrichtenagentur AFP zitierte Merkel mit der Befürchtung, zu Weihnachten könne die tägliche Zahl der Infektionen bei 19.200 liegen. Morgen will Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten.

28.9.2020, 8:15 Uhr – Tui will Kanaren wieder anfliegen - trotz Reisewarnung

Ab dem 3. Oktober will der Reiseanbieter Tui die Kanaren wieder anfliegen – trotz der Reisewarnung der Bundesregierung. Urlauber sollten für Pauschalreisen auf die kanarischen Inseln selbst entscheiden können, ob sie ihren Urlaub trotz des Infektionsrisikos und möglicher Quarantäne bei der Rückkehr nach Deutschland antreten, sagte Tui-Deutschlandchef Marek Andryszak den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wir gehen fest davon aus, dass viele Kunden dies genau abwägen werden.“ Er glaube, dass durch die Möglichkeit, sich testen zu lassen, viele Kunden ihren Urlaub trotz Reisewarnung antreten werden. Seit der Reisewarnung für ganz Spanien habe Tui die Flüge auf die kanarischen Inseln stark reduziert.

28.9.2020, 4:42 Uhr – Australien: Nasenspray gegen Corona entwickelt

Die australische Biotechfirma Ena Respiratory hat in Tierversuchen festgestellt, dass ein von ihr entwickeltes Nasenspray das Wachstum von Coronaviren hemmt. Das Spray sei eigentlich entwickelt worden, damit das menschliche Abwehrsystem besser gewöhnliche Erkältungs- und Grippeviren bekämpfen könne. In einer Studie an Frettchen habe sich gezeigt, dass das Medikament die Menge der Coronaviren um bis zu 96 Prozent senken könne, teilte Ena Respiratory mit. In einigen Monaten könne man mit Tests an Menschen beginnen. Das Spray könne etwa in Kombination mit einem Impfstoff eingesetzt werden.

28.9.2020, 2:27 Uhr – Britische Regierung will schärfer beschränken

Die britische Regierung will das gesellschaftliche Leben in einem Großteil des Nordens und vermutlich auch in London stärker beschränken, schreibt die Times. Es gebe zwei neue Regelungen, nach denen zum Beispiel Pubs, Bars und Restaurant erst einmal für zwei Wochen komplett schließen. Schulen und Geschäfte sollten geöffnet bleiben, ebenso wie Fabriken und Büros, in denen die Mitarbeiter nicht von zu Hause arbeiten könnten, schreibt die Zeitung unter Berufung auf eine Person aus der Regierung.

28.9.2020, 1:08 Uhr – Lauterbach für weniger Menschen bei privaten Feiern

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach ist für weniger Personen bei privaten Feiern. „Natürlich wäre es richtig, bei den privaten Feiern eine Obergrenze zu setzen. Ich persönlich würde so weit gehen: 25 Leute maximal“, sagte er bei Bild live. So würden sogenannte Superspreader-Ereignisse, bei denen sich besonders viele Menschen ansteckten, unwahrscheinlicher. Zudem sprach er sich für eine Maskenpflicht im Freien aus – für Situationen, in denen kein Abstand eingehalten werden könne.

27.9.2020, 21:55 Uhr – Söder fordert Corona-Warnampel für den Winter

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine bundesweite Corona-Warnampel. Das sagte er der Süddeutschen Zeitung. Notwendig sei ein verbindliches Regelwerk für den Winter. Er will einheitliche Vorgaben, welche Maßnahmen ergriffen werden, wenn die Zahl der Infektionen die Grenzwerte überschreitet. Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) setzt sich für ein bundesweites Alarmsystem ein. Sie plädiert laut Zeitungsbericht aber dafür, dass die Länder die Schutzmaßnahmen bei Corona-Ausbrüchen flexibel anwenden können.

27.9.2020, 21:12 Uhr – Zahl der Neuinfektionen in Frankreich schwächt sich ab

Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich schwächt sich weiter ab - allerdings auf hohem Niveau. Binnen 24 Stunden gab es 11.123 neue Fälle, nach 14.412 am Samstag, 15.797 am Freitag und dem Rekordhoch von 16.096 am Donnerstag. Die Gesamtzahl klettert damit auf 538.446. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich um 27 auf 31.727.

27.9.2020, 20:30 Uhr – Zahl der Neuinfizierten in den USA steigt um weitere knapp 50.000

Die Zahl der Neuinfizierten in den USA bleibt hoch: Die Zahl der neuen Fälle liegt mit knapp 50.000 in etwa auf dem Niveau des Vortags. Insgesamt sind damit 7.059.087 Menschen positiv auf Covid-19 getestet worden, berichtet die Seuchenschutzbehörde CDC mit. Die Zahl der Todesopfer steigt um 853 auf 204.033.

27.9.2020, 19:20 Uhr – Madrid: Bewohner ärmerer Stadtviertel protestieren

In Madrid sind hunderte Menschen gegen die verschärften Corona-Auflagen der spanischen Regierung auf die Straße gegangen. Die Demonstranten forderten den Rücktritt der konservativen Regionalpräsidentin Díaz Ayuso. Die Teilnehmer kritisieren insbesondere, dass hauptsächlich ärmere Stadtviertel von den neuen Auflagen betroffen sind. Die Menschen dort dürfen ihre Wohnviertel nur noch für den Weg zur Arbeit, zur Schule oder für den Gang zum Arzt verlassen. Öffentliche Parks sind geschlossen. In den Vierteln wurden zuletzt täglich mehr als tausend Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gezählt. Landesweit wurden in Spanien seit Beginn der Pandemie mehr als 700.000 Corona-Infektionen bestätigt.

27.9.2020, 18:10 Uhr – Großbritannien meldet knapp 5.700 neue Corona-Fälle

Großbritannien verzeichnet 5.693 Corona-Neuinfektionen und damit etwas weniger als die 6.042 Ansteckungen vom Vortag.

27.9.2020, 17:05 Uhr – RKI meldet 1.411 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert Koch-Institut hat am Sonntag erwartungsgemäß eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Die Gesundheitsämter hatten binnen eines Tages 1.411 Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. Am Samstag war mit 2.507 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden.

27.9.2020, 15:51 Uhr – Fast 3.000 Neuinfektionen in den Niederlanden

Die Niederlande melden 2.995 Corona-Neuinfektionen. Damit erreicht das Land einen neuen Höchststand der Infektionszahlen. Ab Sonntagabend gelten verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen. Lokale müssen dann zum Beispiel früher schließen.

27.9.2020, 14:08 Uhr – Hans: Signal gegen Partys setzen

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) fordert wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen seine Amtskollegen auf, bei der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag ein klares Signal gegen Partys und Treffen ohne Maske zu senden. „Ich erwarte mir von der MPK ein klares Signal der politischen Führung in der Krise, das lautet: es ist jetzt nicht die Zeit für Partys und Treffen ohne Abstand und ohne Maske“, sagt Hans der Rheinischen Post. Es gelte, die stabile Situation in Deutschland zu erhalten. „Ein weiterer Lockdown der Wirtschaft muss vermieden werden, unsere Kinder haben ein Recht auf Betreuung und ordentlichen Schulunterricht“. Um das zu erreichen, müsse man weiterhin achtsam sein und die grundlegenden Abstands- und Hygieneregeln im Alltag einhalten.

27.9.2020, 11:53 Uhr – Mehr als 1.400 registrierte Infizierte mehr in Deutschland

In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 1.411. Das hat das Robert-Koch-Institut bekanntgegeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche gab es eine Zunahme um 1.345. Fünf weitere Menschen starben. Die Zahl der Todesfälle summiert sich somit auf bislang 9.457.

27.9.2020, 09:25 – Städte- und Gemeindebund fordert schärfere Maskenpflicht

Der Städte- und Gemeindebund fordert eine schärfere Maskenpflicht in Deutschland. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes solle überall dort vorgeschrieben werden, „wo im öffentlichen Raum der Abstand nicht eingehalten werden kann - etwa bei Weihnachtsmärkten oder belebten Plätzen - und wo das Infektionsgeschehen die kritische Grenze von mehr als 50 Neuinfektionen pro Woche auf 100.000 Einwohner erreicht hat oder überschreitet“. Es sei auch sinnvoll, bundeseinheitlich eine Höchstzahl von 50 Teilnehmern bei privaten Festen festzulegen. Diese Einschränkungen seien notwendig, „wenn wir einen größeren Lockdown – auch wenn er nur einzelne Regionen betrifft – vermeiden wollen“.

27.9.2020, 5:23 Uhr – Bund hat Milliardenreserven für Corona-Krise

Der Bund hält gewaltige Liquiditätsreserven zur weiteren Bekämpfung der Corona-Krise bereit. Auf einem Konto bei der Deutschen Bundesbank liegen rund 148 Milliarden Euro, schreibt die Welt am Sonntag und beruft sich dabei auf das Bundesfinanzministerium. Damit solle sichergestellt werden, dass die Handlungsfähigkeit des Bundes bei Umsetzung der Hilfspakete und Sonderprogramme stets gewährleistet ist. Erst am Ende des Jahres sei bekannt, welche Beträge zur Abwehr der Corona-Krise tatsächlich gebraucht würden.

27.9.2020, 1:12 Uhr – Lauterbach: Kostenlose Grippe-Impfung für alle

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert in diesem Herbst und Winter kostenlose Grippeschutz-Impfungen für alle Versicherten. Der "Welt am Sonntag" sagte er, die Impfung sei eine sehr sinnvolle Maßnahme mit geringen Kosten. Dass der Impfstoff dadurch knapp werden könne, sei nicht zu erwarten. Wegen der Corona-Pandemie raten Ärzte in diesem Jahr besonders zur Grippeschutzimpfung. Allerdings übernehmen viele Krankenkassen die Kosten bisher nur für Patienten, die zu einer Risikogruppe zählen.

27.9.2020, 0:02 Uhr – Keine Regel-Verschärfung in Ostdeutschland

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland sind ostdeutsche Ministerpräsidenten gegen strengere Regeln. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte der "Bild am Sonntag", sein Land werde weiter seinen eigenen Weg gehen. Die Infektionen in seinem Bundesland gingen zwar leicht nach oben, seien aber noch nachverfolgbar . Sein sächsischer Amtskollege Michael Kretschmer (CDU) sagte dem Blatt, er setze auf Freiwilligkeit statt auf Zwang. Kommende Woche ist ein Corona-Krisengipfel mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geplant.

26.9.2020, 18:58 Uhr – Umfrage: Viele Weihnachtsmärkte sollen trotz Corona stattfinden

Trotz der Corona-Pandemie sollen die Weihnachtsmärkte in den meisten deutschen Städten stattfinden - allerdings unter strengen Auflagen. Das geht aus einer Umfrage des Evangelischen Pressedienstes hervor. So will etwa Heidelberg den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr auf verschiedene Plätze im Innenstadtgebiet verteilen. Die Areale sollen einzeln eingezäunt werden, um mit einer Einbahnregelung den Besucherstrom zu lenken, wie die Stadt ankündigte. Orte zum Verweilen wie Tische oder Bänke soll es nicht geben, um Menschenansammlungen zu vermeiden. In Nürnberg sollen die Stände des Christkindlesmarkts mit größeren Abständen aufgestellt werden. Auch Dresden will am traditionellen Striezelmarkt festhalten und die Veranstaltungsfläche vergrößern.

26.9.2020, 17:35 Uhr – Marktforschung: Viele Privathaushalte in Deutschland sind bisher gut durch Krise gekommen

Die meisten Privathaushalte in Deutschland sind bisher finanziell gut durch die Corona-Krise gekommen. Das steht im Krisenbarometer mehrerer Marktforschungsinstitute und Wissenschaftler. Etwa jeder sechste Haushalt hat mit Einkommensverlusten zu kämpfen. Stärker unter der Krise leiden Selbstständige und diejenigen, die in Branchen arbeiten, die besonders von der Pandemie betroffenen sind. Dazu gehören Handel, Verkehr oder Gastgewerbe. Die große Mehrheit der Haushalte sieht demnach aber keine Einbußen oder sogar eine Verbesserung ihrer Situation. Fazit der Umfrage ist, dass Deutschland bis jetzt relativ gut durch die Krise gekommen ist.

27.9.2020, 13:47 Uhr – Söder: Corona ist Naturkatastrophe

CSU-Chef Markus Söder hat das Coronavirus als Naturkatastrophe und als Prüfung für die heutige Zeit und die heutigen Generationen bezeichnet „ und zu einem gemeinsamen Kampf gegen die Pandemie aufgerufen. „Corona ist mit voller Wucht, aller Macht wieder da, in ganz Europa“, sagte Söder in einer Grundsatzrede auf dem ersten großen Online-Parteitag der CSU.

27.9.2020, 12:19 Uhr – Berliner Gesundheitsverwaltung segnet Weihnachtsmärkte ab

Einwohner und Besucher von Berlin werden im Dezember wohl nicht auf Weihnachtsmärkte verzichten müssen. Die Gesundheitsverwaltung will sie erlauben, allerdings unter Auflagen wie einer begrenzten Besucherzahl.

27.9.2020, 10:23 Uhr – Intensivmediziner optimisch trotz steigender Zahlen

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland rechnen Intensivmediziner nicht mit einer ähnlich schwierigen Lage wie im Frühjahr. Der Präsident der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Uwe Janssens, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, man wisse heute viel mehr über erfolgreiche Behandlungsmethoden und wie besonders gefährdete Gruppe zu schützen seien. Dennoch würden die Todeszahlen zeitverzögert wieder etwas ansteigen. Janssens wies auch auf mögliche Opfer hin, die sich aus Angst vor dem Virus nicht rechtzeitig zur Behandlung ins Krankenhaus trauten.

27.9.2020, 7:42 Uhr – Landkreise fordern Obergrenze für Privatfeiern

Im Kampf gegen die Pandemie fordern die Landkreise bundesweit einheitliche Regeln bei Privatfeiern. Grund ist, dass sich nach größeren Festen manche Orte zu Corona-Hotspots entwickeln. Die Obergrenze solle unter 50 Teilnehmern liegen, sagte der Landkreistagspräsident Reinhard Sager (CDU) der Neuen Osnabrücker Zeitung. Sonst sei es schwierig, die Kontakte nachzuverfolgen. Der gegenwärtige Flickenteppich irritiere die Menschen.

26.9.2020, 6:25 Uhr – RKI meldet 2.500 Neuinfektionen

In Deutschland hat es innerhalb von 24 Stunden mehr als 2.500 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Das ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts der höchste Tageswert seit April. Die Zahl der Todesfälle stieg um neun auf 9.452. Im Kampf gegen die Pandemie fordern die Landkreise bundesweit einheitliche Regeln bei Privatfeiern. Die Obergrenze solle unter 50 Teilnehmern liegen, sagte der Landkreistagspräsident Reinhard Sager (CDU) der Neuen Osnabrücker Zeitung. Der gegenwärtige Flickenteppich irritiere die Menschen.

25.9.2020, 22:19 Uhr – Mehr als sieben Millionen Corona-Fälle in den USA

In den Vereinigten Staaten sind inzwischen mehr als sieben Millionen Corona-Fälle bestätigt worden. Die symbolische Schwelle wurde nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität am Freitag überschritten. Es handelt sich um die mit Abstand höchste Zahl registrierter Corona-Infektionen weltweit. In Indien wurden bislang 5,8 Millionen Fälle bestätigt, in Brasilien knapp 4,7 Millionen Fälle. Weltweit wurden laut Johns-Hopkins-Universität bereits mehr als 32 Millionen Infektionen verzeichnet. In dieser Woche ist in den USA die Marke von 200.000 Corona-Toten überschritten worden. Auch das ist die höchste Zahl weltweit.

25.9.2020, 21:25 Uhr – US-Impfstoff löst starke Immunreaktion aus

Der Coronavirus-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson hat einer klinischen Studie zufolge bei Versuchspersonen eine starke Immunreaktion ausgelöst. Das geht aus einem Zwischenbericht aus der frühen bis mittleren Phase der Impfstoff-Entwicklung hervor. Demnach hat sich das Vakzin mit dem Namen Ad26.COV2.S, das in zwei verschiedenen Dosierungen verabreicht wurde, auch als gut verträglich erwiesen.

Allerdings ist noch unklar, ob ältere Menschen durch den Impfstoff genauso gut geschützt sind wie jüngere. Bislang ist das Vakzin an knapp 1000 gesunden Erwachsenen erprobt worden – mit Unterstützung der US-Regierung. In dieser Woche begann eine weitere Studie mit 60.000 Probanden aus den USA, Südafrika und mehreren Ländern Südamerikas, die Voraussetzung für eine Zulassung des Impfstoffs wäre.

25.9.2020, 20:58 Uhr – WHO warnt vor doppelt so vielen Corona-Toten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass die Zahl der weltweiten Corona-Toten noch dramatisch steigen könnte. Bis ein wirksamer Impfstoff in großem Stil eingesetzt werden kann, könnten demnach bis zu zwei Millionen Menschen sterben. Derzeit nähert sich die Zahl der weltweiten Covid-19-Toten der Eine-Million-Marke.

25.9.2020, 19:17 Uhr – RKI: Tschechien, Luxemburg und Tirol sind Risikogebiete

Die Bundesregierung hat Tschechien, Luxemburg und das österreichische Bundesland Tirol zu Corona-Risikogebieten erklärt. Grund sind die stark steigende Infektionszahlen. Das Robert-Koch-Institut hat die neuen Risikogebiete auf seiner Internetseite veröffentlicht.

25.9.2020, 17:52 Uhr – Unterirdische Klinik in Israel öffnet für Corona-Patienten

Nach einem massiven Anstieg der Infektionszahlen in Israel hat nach Angaben des Rambam-Krankenhauses in Haifa das größte Corona-Behandlungszentrum des Landes geöffnet. Wie die Klinik in der nördlichen Stadt mitteilte, werden Patienten künftig in seiner unterirdischen Notfalleinrichtung versorgt. Bereitgestellt werden dort demnach 700 Betten, davon 140 mit Beatmungsgeräten. Bislang dienten die Räumlichkeiten als unterirdisches Parkhaus.

Medizinisches Personal bereitet sich auf die Eröffnung einer neuen Covid-19-Station vor, die in einer Tiefgarage im Rambam Health Care Campus in Haifa umgebaut wird.  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Medizinisches Personal bereitet sich auf die Eröffnung einer neuen Covid-19-Station vor, die in einer Tiefgarage im Rambam Health Care Campus eingerichtet wurde. Picture Alliance

25.9.2020, 17:37 Uhr – Finnland führt wieder Reisebeschränkungen für Deutschland ein

Für Reisende aus Deutschland gelten in Finnland wieder Einreisebeschränkungen. Die Regelungen werden dann nach finnischen Regierungsangaben auch für Estland, Island, Norwegen, die Slowakei und Schweden wiedereingeführt. Grund dafür ist die Corona-Lage in den betroffenen Ländern. Ausnahmen werden für den Tagesverkehr aus den schwedischen und norwegischen Grenzgebieten gemacht. Erst vor gut zwei Wochen hatten die Finnen die Einreisebeschränkungen für Deutschland gelockert.

Die Rückkehr nach Finnland, der Transitverkehr auf dem Weg in andere Staaten, Dienstreisen und Reisen mit anderen triftigen Gründen sind noch gestattet. Wer dennoch nach Finnland reist, muss für 14 Tage in Quarantäne. Diese Zeit können Reisende ab dem 1. Oktober abkürzen, indem sie in dem Zeitraum zwei freiwillige Corona-Tests machen.

25.9.2020, 15:42 Uhr – Veranstaltungsbranche fordert Änderungen bei Hilfen

Mehrere Verbände der Veranstaltungsbranche und das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot haben vom Bund massive Änderungen bei den Corona-Hilfen gefordert. Das Hilfsprogramm sei in keiner Weise ausreichend, um dem von den Corona-Infektionsschutzmaßnahmen besonders hart betroffenen Wirtschaftszweig der Veranstalter, Spielstättenbetreiber und Veranstaltungsdienstleister wieder auf die Beine zu helfen, teilten das Bündnis und die Verbände in Hamburg mit.

Viele Firmen stünden nach nun bereits mehr als sechs Monaten Veranstaltungsverbot vor dem wirtschaftlichen Aus und hätten keine Perspektive für ihre Zukunft. Im Kern verlangen das Bündnis und die Verbände eine Ausweitung des Kreises der antragsberechtigten Unternehmen, eine längere Programmlaufzeit und den Wegfall der Begrenzung der Förderhöhe. Außerdem müsse der Katalog förderfähiger Kosten ausgeweitet und der steuerliche Verlustrücktrag ausgedehnt werden. Zusätzlich sollten die Kreditprogramme modifiziert werden.

25.9.2020, 15:21 Uhr – Keine Quarantäne mehr für Altmaier

Auch ein weiterer Corona-Test bei Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist negativ ausgefallen, wie der CDU-Politiker twitterte. "Zudem hat die Prüfung der Umstände meines Kontaktes ergeben, dass keine Notwendigkeit zu weiterer Quarantäne besteht", so Altmaier. Für seine Auszeit hatte der Kontakt mit einem infizierten Delegationsmitglied beim EU-Handelsministertreffen gesorgt.

Auch der erneute Test von gestern war negativ. Zudem hat die Prüfung der Umstände meines Kontaktes ergeben, dass keine Notwendigkeit zu weiterer Quarantäne besteht. Ich freue mich sehr & danke den Berliner Gesundheitsbehörden. Danke für die guten Wünsche!

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bleibt bis zum 4. Oktober in Corona-Quarantäne. Das gab eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Freitag bekannt.

25.9.2020, 15:15 Uhr – Lüften in der Schule sorgt für offene Fragen

Bildungsgewerkschaften und der Bundeselternrat haben die Politik zu schnellen Hilfen beim Thema Frischluft in der Schule in Corona-Zeiten aufgefordert. „Die Schulen brauchen dringend Orientierung und Unterstützung, die kalte Jahreszeit beginnt jetzt. Die Lüftungsregelung 20-5-20 wird bei Regen und niedrigen Temperaturen eine riesige pädagogische Herausforderung“, erklärten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und der Bundeselternrat (BER) in einer gemeinsamen Mitteilung.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hatte am Mittwoch Wissenschaftler aus Virologie, Hygiene und Strömungsmechanik zu dem Thema angehört. Wie die KMK danach mitteilte, hätten sich die Experten dafür ausgesprochen, Klassenzimmer im 20-Minuten-Takt für 3 bis 5 Minuten stoßzulüften und während der Pausen zusätzlich die Türen für Durchzug zu öffnen. Den Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte in Schulräumen halten die befragten Experten laut KMK grundsätzlich nicht für nötig, sofern sich dort die Fenster richtig öffnen lassen.

25.9.2020, 14:45 Uhr – Fertiges BER-Terminal geht wegen Corona nicht in Betrieb

Pünktlich zur geplanten Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER am 31. Oktober ist auch dessen Terminal 2 (T2) fertig geworden – gebraucht wird es aber aufgrund der niedrigen Passagierzahlen in der Corona-Krise zunächst nicht. „Die FBB wird das T2 daher voraussichtlich erst zum Sommerflugplan 2021 in Betrieb nehmen“, teilte der Chef der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB), Engelbert Lütke Daldrup, mit. „Bis dahin können wir eine halbe Million Euro pro Monat einsparen. Bei wieder steigenden Passagierzahlen ist das Terminal 2 innerhalb kürzester Zeit betriebsbereit.“

Anders als beim pannenreichen Hauptterminal T1 wurde der Bau des T2 nicht von der Flughafengesellschaft selbst, sondern von einem Generalunternehmer, der Firma Zech Bau, durchgeführt. Bis zuletzt war unklar, ob das für die Abfertigung von rund sechs Millionen zusätzlichen Fluggästen im Jahr ausgelegte Gebäude rechtzeitig zur Eröffnung fertig wird.

25.9.2020, 13:26 Uhr – Italienische Polizei beschlagnahmt 27 Millionen gefälschte Corona-Masken

Die italienische Polizei hat rund 27 Millionen gefälschte Gesichtsschutz-Masken beschlagnahmt. Bei der von Europol koordinierten Aktion, an der 21 Länder beteiligt waren, haben Sicherheitskräfte außerdem zehn Verdächtige in Griechenland verhaftet. Gegen 37 weitere mutmaßliche Täter wurden Strafanzeigen erstattet.

25.9.2020, 13:10 Uhr – Russland: Senioren und Kranke in Moskau müssen in Quarantäne

Weil die Corona-Infektionszahlen steigen schickt die russische Hauptstadt Moskau Senioren und chronisch kranke Menschen in Quarantäne. Ab Montag sollten sie ihre Wohnungen nur noch in Ausnahmefällen verlassen, sagt der Bürgermeister. Moskau ist seit Beginn der Corona-Pandemie der Hotspot in Russland.

25.9.2020, 12:43 Uhr – Bund zahlt 60 Millionen für Studenten – Überbrückungshilfe läuft aus

Der Bund hat in der Corona-Pandemie insgesamt 60 Millionen Euro Überbrückungshilfe an Studenten gezahlt. Laut dem Bildungsministerium kann noch bis Ende des Monats Geld beantragt werden. Die Überbrückungshilfe ist als befristete Unterstützung für Studenten gedacht, die durch die Corona-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind.

25.9.2020, 12:13 Uhr – 80 Prozent der Briten halten sich nicht an Quarantäneregeln

Mehr als 80 Prozent der Briten halten sich einer Studie zufolge nicht an die Regeln zur Selbstisolation, wenn Sie Covid-19-Symptome aufweisen oder Kontakt mit einem Infizierten hatten. Eine Mehrheit der Befragten war zudem nicht in der Lage, die Anzeichen der Erkrankung wie Husten, Fieber oder Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns zu identifizieren, wie die Studie unter Leitung des Londoner King's College ergab. Danach sei nur einer von fünf Befragten, die in den vergangenen sieben Tage Symptome verspürten, zu Hause geblieben. Nur 11,9 Prozent hätten sich um einen Corona-Test bemüht. Eine finanzielle Unterstützung in der Zeit der häuslichen Quarantäne könnte nach Einschätzung der Wissenschaftler dazu führen, dass die Betroffenen sich eher an die Regeln hielten.

25.9.2020, 11:27 Uhr – Proteste gegen strengere Corona-Maßnahmen in Marseille

In Frankreich regt sich Widerstand gegen die angekündigte Verschärfung der Corona-Maßnahmen: In der Hafenstadt Marseille protestierten hunderte Gastronomen gegen die angekündigte Schließung aller Bars und Restaurants ab Samstag. Der regionale Arbeitgeberverband warnte in einer Erklärung vor einem „wirtschaftlichen Lockdown“, denn auch Fitnessstudios und andere Einrichtungen sind betroffen.

„Rettet unsere Arbeitsplätze, rettet unsere Unternehmen“, war auf einem Banner vor dem Handelsgericht zu lesen. „Der Kelch ist voll“, sagte ein Restaurantbesitzer aus dem benachbarten Aix-en-Provence, der ebenfalls zumachen muss. „Wir waren gerade dabei, wieder auf die Beine zu kommen.“ Eine Reihe von Gastronomen haben angekündigt, sich der Anordnung der Pariser Zentralregierung zu widersetzen.

25.9.2020, 10:48 Uhr – Fünf Covid-19-Fälle an Uniklinik Marburg

Am Universitätsklinikum in Marburg sind fünf Fälle von Covid-19-Infektionen aufgetreten. Betroffen seien zwei Patienten und drei Mitarbeiter, teilte der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit. Man sei gerade dabei, die Kontaktpersonen der Infizierten ausfindig zu machen. Das Gesundheitsamt gehe davon aus, dass das Infektionsgeschehen begrenzt ist. Dazu habe auch das kooperative Vorgehen des Universitätsklinikums Gießen und Marburg beigetragen. Insgesamt betreue das Gesundheitsamt derzeit 49 aktive Corona-Fälle. Von den aktiven Fällen würden fünf Personen stationär behandelt, davon zwei Personen auf einer Intensivstation.

25.9.2020, 9:09 Uhr – Prognose: Konjunkturerholung im nächsten Jahr

Arbeitsmarkt und Konjunktur in Deutschland werden sich laut einer Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im kommenden Jahr vom Corona-Schock erholen. Allerdings nur dann, wenn eine Insolvenzwelle ausbleibt und es nicht zu einem zweiten Shutdown kommt. Das Institut ermittelte in seiner Herbstprognose für das laufende Jahr einen coronabedingten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 5,2 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen werde im Jahresschnitt um 440.000 zunehmen.

Im kommenden Jahr könnte der Prognose zufolge die Wirtschaftsleistung wieder um 3,2 Prozent zulegen, die Zahl der Arbeitslosen im Durchschnitt um 100.000 sinken. „Der Arbeitsmarkt geriet massiv unter Druck, die Verschlechterung blieb angesichts des immensen wirtschaftlichen Schocks jedoch vergleichsweise begrenzt. Der Arbeitsmarkt stürzte auch aufgrund der Stabilisierungsmaßnahmen nicht ins Bodenlose“, sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

25.9.2020, 7:52 Uhr – Brasilien verschiebt Karneval in Rio

Der brühmte Karneval in Rio de Janeiro wird wegen der Corona-Pandemie verschoben. Ein neuer Termin hängt laut dem Verband der Sambaschulen in Brasilien davon ab, wann es eine Impfkampagne geben wird, berichtet das Nachrichtenportal G1. Eigentlich sollte der Karneval in Rio im Februar stattfinden. „Angesichts all dieser Unsicherheit, dieser Instabilität (...) sind wir zu dem Schluss gekommen, dass diese Veranstaltung verschoben werden muss“, sagte Verbandspräsident Jorge Castanheira. Mehr als 139.000 Menschen sind in Brasilien im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Nach Daten der Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro registrierte die Stadt Rio bis Donnerstag offiziell knapp 100.000 Infizierte, mehr als 10.000 Patienten sind bislang gestorben.

25.9.2020, 6:37 Uhr – Impfstoffstudie: Freiwillige sollen in London mit Corona infiziert werden

In London sollen Menschen für Impfstoff-Tests absichtlich mit dem Coronavirus infiziert werden. Gesunde, erwachsene Freiwillige sollen dabei im neuen Jahr unter kontrollierten Quarantäne-Bedingungen dem Coronavirus ausgesetzt werden, nachdem sie vorher einen potenziellen Impfstoff verabreicht bekommen haben, schreibt die Financial Times. Man arbeite mit Partnern zusammen, um mithilfe von „Human Challenge“-Tests die Entwicklung von Impfstoffen zu beschleunigen, bestätigte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur.

25.9.2020, 5:17 – Mehr als 2.000 Neuinfektionen in Deutschland in 24 Stunden

In Deutschland infizieren sich innerhalb von 24 Stunden weiter mehr als 2.000 Menschen mit dem Coronavirus. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 2.153 neue Corona-Infektionen gemeldet, sagt das Robert Koch-Institut (RKI). Vergangenen Samstag war mit 2.297 neuen bekannten Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Allerdings lag damals die Zahl der Tests noch deutlich niedriger. Am Donnerstag hatte die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle bei 2.143 gelegen.

25.9.2020, 3:17 Uhr – Mehr als sieben Millionen Infizierte in den USA

In den USA sind mittlerweile mehr als sieben Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ergeben Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters. Damit kommt jeder fünfte weltweit mit dem Coronavirus infizierte Mensch aus den Vereinigten Staaten. Die USA liegen damit auf Platz eins, gefolgt von Indien mit 5,7 Millionen Fällen und Brasilien mit 4,6 Millionen. Die Zahl der Gestorbenen, die positiv getestet wurden, überstieg in den Vereinigten Staaten vor ein paar Tagen die Marke von 200.000.

24.9.2020, 23:13 Uhr – Guterres kritisiert Umgang mit Corona-Krise

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat scharfe Kritik am internationalen Umgang mit der Corona-Pandemie geübt. „Die Pandemie ist ein eindeutiger Test für die internationale Zusammenarbeit – ein Test, den wir im Wesentlichen nicht bestanden haben“, sagte Guterres in New York.

Das Virus sei mit weltweit mehr als 30 Millionen bestätigten Infektionen und annähernd einer Million Toten außer Kontrolle geraten. Grund dafür sei, dass es weltweit an „Vorbereitung, Kooperation, Einigkeit und Solidarität“ gefehlt habe. Wenn der Klimakrise genauso uneins und ungeordnet begegnet werde wie der Viruskrise, „dann fürchte ich das Schlimmste“, sagte Guterres.

24.9.2020, 22:09 Uhr – Spahn will keine bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich gegen eine bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ausgesprochen. „Aus meiner Sicht macht es Sinn, dass das tatsächlich lokal, regional, nach dem Infektionsgeschehen auch passiert“, sagte der CDU-Politiker in den ARD-Tagesthemen. Es komme immer darauf an, was die Quelle für erhöhte Infektionszahlen sei.

24.9.2020, 20:53 Uhr – Mehr als 700.000 Corona-Infektionen in Spanien

Spanien hat als erstes Land Westeuropas die Marke von 700.000 registrierten Corona-Infektionen überschritten. Das Gesundheitsministerium in Madrid meldete am Abend 10.653 neue Ansteckungen - damit kletterte die Gesamtzahl der Fälle auf mehr als 704.000. Hinter Spanien folgt mit weitem Abstand Frankreich mit rund 520.000 Infektionen vor Großbritannien (gut 410.000) und Italien (rund 300.000). In Deutschland wurden bisher etwa 280.000 Fälle gezählt. Die Zahl der Bürger, die im Zusammenhang mit Covid-19 starben, liegt in Spanien nach amtlichen Angaben derzeit bei etwa 31.000.

Besonders angespannt bleibt die Lage in der Region um die Hauptstadt Madrid, die heute 4.350 Fälle (mehr als 40 Prozent aller Neuinfektionen) verzeichnete. „Madrid hat eine schwere Woche vor sich“, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa. Die konservative Regionalregierung will am Freitag neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bekanntgeben.

24.9.2020, 20:43 Uhr – Laschet: „Nicht nur auf die reinen Infektionszahlen schauen“

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich für eine neue Art der Risikobewertung in der Corona-Pandemie ausgesprochen. „Mit Corona leben lernen bedeutet in erster Linie, alle Entwicklungen genau im Blick zu haben. Dabei dürfen wir nicht nur auf die reinen Infektionszahlen schauen“, sagte der CDU-Politiker dem Handelsblatt.

Laschet forderte, die Kapazität der Krankenhäuser und die Zahl der intensivmedizinisch behandelten und beatmeten Covid-19-Patienten stärker in die Lagebewertung einfließen zu lassen. Gleiches gelte für den Anteil zurückverfolgbarer Infektionen, die Anzahl der Tests und den Anteil positiver Testergebnisse. „Wir brauchen für ganz Deutschland ein standardisiertes Corona-Monitoring, das die Pandemieentwicklung kommunenscharf abbildet“, sagte Laschet. Er stellte sich damit hinter den Vorschlag seines Corona-Expertenrats, der sich für ein „Ampel-System“ ausspricht.

24.9.2020, 20:17 Uhr – RKI: zum vierten Mal mehr als 2.000 Infektionen an einem Tag

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 2.143 neue Ansteckungsfälle mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages. Damit liegt die Zahl zum vierten Mal in diesem Monat über der Zahl von 2.000. Am 22. August hatte der Wert bei 2.034 gelegen, am 17. September bei 2.194. Am vergangenen Samstag war mit 2.297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. Auch in anderen europäischen Ländern steigen die Infektionszahlen.

24.9.2020, 17:35 Uhr – Schulen sollen Klassenzimmer alle 20 Minuten lüften

In vielen Schulen wird wohl bald ein kalter Wind wehen. Die Kultusministerkonferenz hat mit Blick auf die Corona-Pandemie und die kommenden Monate Experten zum Thema Lüften im Klassenzimmer befragt. Die empfehlen: Alle 20 Minuten die Fenster weit auf – für etwa 3 bis 5 Minuten Dauer. Außerdem solle in den Pausen quergelüftet werden. Im Klartext: Alle 20 Minuten sollen alle Fenster weit aufgemacht werden – und in den Pausen zusätzlich die Tür für Durchzug.

24.9.2020, 15:53 Uhr – Ermittlungen gegen Ärzte im Ortenaukreis

Die Staatsanwaltschaft Offenburg ermittelt gegen zwei Ärzte, die Patienten für den Verstoß gegen die coronabedingte Maskenpflicht grundlos Atteste ausgestellt haben sollen. Es bestehe der Anfangsverdacht auf Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse bei einem Zahn- und einem Allgemeinmediziner, sagte ein Behördensprecher. Bei beiden Medizinern waren vergangene Woche Praxisräume durchsucht worden. Beim Zahnmediziner wurden Daten von mehr als 100 Patienten sichergestellt, auf deren bloßen Wunsch hin er die Erlaubnis für das Weglassen des Schutzes erteilt haben soll.

24.9.2020, 14:45 Uhr – 172 Klassen in Baden-Württemberg müssen zuhause bleiben

Knapp zwei Wochen nach dem Start des neuen Schuljahres in Baden-Württemberg sind 172 Schulklassen wieder aus dem Präsenzunterricht genommen worden. An 128 Schulstandorten werden die Klassen wegen einer Infektion mit dem Coronavirus oder dem Verdacht einer Infektion vorübergehend nur im Fernunterricht unterrichtet, teilte das Kultusministerium mit. Drei Schulen in Ulm, Friedrichshafen und Schorndorf seien vorerst vollständig geschlossen. In Baden-Württemberg gibt es rund 67.500 Klassen an 4.500 Schulen.

24.9.2020, 12:28 Uhr – Hunde sollen Corona-Infizierte in Finnland erschnüffeln

Am finnischen Hauptstadt-Flughafen Helsinki-Vantaa sollen Spürhunde mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Passagiere ausfindig machen. Die Behörden teilten mit, dass in dieser Woche ein entsprechendes Pilotprojekt am Rande der normalen Tests gestartet sei. Da in ähnlichen Studien noch nicht bewiesen wurde, dass Hunde eine Infektion tatsächlich sicher erschnüffeln können, sollen sich die freiwilligen Teilnehmer bei einem Ansteckungsverdacht zusätzlich noch testen lassen.

24.9.2020, 11:57 Uhr – Lufthansa will Schnelltests vor Abflug anbieten

Die Lufthansa will verbindliche Corona-Schnelltests unmittelbar vor dem Abflug anbieten. Damit will die Airline wieder mehr interkontinentale Flugreisen ermöglichen. Im Oktober beginnt dazu ein Pilotprojekt auf einigen Verbindungen in die USA. Die verwendeten Tests liefern innerhalb von 15 Minuten sichere Ergebnisse. Wenn die Regierung in Washington zustimmt, können negativ getestete Passagiere dort wieder ohne Probleme einreisen.

24.9.2020, 10:50 Uhr – Österreich: Kein Aprés-Ski im Winter

In Österreich wird es im kommenden Winter in den Skigebieten kein Après-Ski in seiner bisherigen Form geben. „Skivergnügen ja, aber ohne Après-Ski“, sagte Kanzler Sebastian Kurz. Ziel sei es, einen sicheren Wintertourismus zu ermöglichen. In Gondeln müsse zudem ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden und in Lokalen darf nur an Tischen gegessen und getrunken werden.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Roland Schlager/APA/dpa)
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz picture alliance/Roland Schlager/APA/dpa

24.9.2020, 8:15 Uhr – Streit um Freigabe von Nationalspielern für Spiel in Ukraine

Zwischen Bundestrainer Joachim Löw und den Clubs seiner Nationalspieler droht ein Konflikt um die Abstellung für die Länderspiele im Oktober. Die DFB-Auswahl soll am 10. Oktober in der Nations League in der Ukraine spielen, die als Risikogebiet gilt. „Wir arbeiten an Lösungen, behalten uns aber vor, die Spieler nicht abzustellen, sofern es keine Regel gibt, die es ermöglicht, sie anschließend sofort wieder einzusetzen“, zitierte der Kicker Sebastian Kehl, den Lizenzspieler-Chef von Borussia Dortmund.

Der Weltverband FIFA hatte es den Vereinen zuletzt selbst überlassen, ob sie ihre Profis für Partien in Risikogebieten abstellen. Wenn diese Lösung auch für Oktober gilt, müssten die Clubs ihre deutschen Nationalspieler nicht für das Ukraine-Spiel freigeben. DFB-Direktor Oliver Bierhoff verwies auf das Hygienekonzept der Nationalmannschaft. Die Reise in die Ukraine werde nur 36 Stunden dauern. "Wir werden uns vor Ort weiter im geschützten Kreis bewegen", versicherte Bierhoff.

24.9.2020, 6:06 Uhr – Lockdown-Regeln in Israel sollen nach Corona-Rekord verschärft werden

Kurz nach der Verkündung von Rekordzahlen sollen die Lockdown-Bestimmungen in Israel verschärft werden. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte am späten Abend in einer Videobotschaft an, dass der seit vergangenen Freitag geltende, ohnehin schon verschärfte Lockdown ab kommenden Freitag für zwei Wochen in einen „kompletten Lockdown“ umgewandelt werden solle. Details nannte der Regierungschef zunächst nicht. Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass für Dienstag 6950 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet wurden. So viele neue Fälle an einem Tag wurden bislang noch nicht registriert. Die Zahl der Tests hatte zuletzt ebenfalls zugenommen, die Quote der positiven Tests betrug aber sehr hohe 11,7 Prozent.

24.9.2020, 2:56 Uhr – Amtsärzte: Corona-App nutzt wenig

Amtsärzte in Deutschland sehen nur einen sehr geringen Nutzen der Corona-Warn-App. Sie spiele in der alltäglichen Arbeit der deutschen Gesundheitsämter so gut wie keine Rolle, sagte die Verbandsvorsitzende der Amtsärzte, Ute Teichert, den Funke-Zeitungen. Hilfreich wäre es demnach, wenn Nutzer durch die App eine direkte Weitergabe von Warnhinweisen an das Gesundheitsamt zumindest freiwillig zulassen könnten. Damit würden die zuständigen Behörden wesentlich schneller über Infektionsfälle informiert und könnten zügig Maßnahmen ergreifen, um einen Corona-Ausbruch einzudämmen. Derzeit bleibe es dagegen den App-Nutzern überlassen, ob sie sich nach einem registrierten Kontakt mit einem Infizierten bei den Gesundheitsämtern meldeten.

24.9.2020, 1:43 Uhr – Auch Wirtschaftsminister Altmaier in Quarantäne

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) befindet sich in Quarantäne. Grund dafür sei, dass er auf derselben Veranstaltung gewesen sei wie ein Coronainfizierter, teilte Altmaier auf Twitter mit. Er war nach eigenen Angaben erst am vergangenen Freitag negativ auf das Virus getestet worden. Es gehe ihm sehr gut, schrieb er. Auch Außenminister Heiko Maas (SPD) befindet sich in Quarantäne. Ein erster Test sei gestern aber negativ gewesen, teilte das Auswärtige Amt mit.

23.9.2020, 22:41 Uhr – Regionen in elf EU-Ländern sind jetzt Risikogebiete

Wegen steigender Infektionszahlen hat das Auswärtige Amt Reisewarnungen für weitere Regionen in elf Ländern der Europäischen Union ausgesprochen. Dazu gehören unter anderem die Bretagne und die Normandie in Frankreich, Vorarlberg in Österreich, der Großraum Lissabon in Portugal und die Region Dublin in Irland. In Dänemark ist die Region Hovedstaden um die Hauptstadt Kopenhagen betroffen. In Tschechien sind es die Verwaltungsregionen Karlsbad, Pilsen, Liberec und Südböhmen an den Grenzen zu Bayern und Sachsen.

Gepostet von tagesschau am Mittwoch, 23. September 2020

Reisewarnungen ermöglichen es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Spanien ist weiterhin der einzige EU-Mitgliedsstaat, der komplett zum Risikogebiet erklärt wurde. Die Einstufung erfolgt in der Regel, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt. Alle Reisewarnungen auf der Homepage des Auswärtige Amts.

23.9.2020, 17:22 Uhr – Spahn: Corona-App in der Pandemie benutzen

Weil im Herbst und Winter das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus steigt, ruft die Bundesregierung alle Bürger dazu auf, die neue Corona-Warn-App stärker einzusetzen. „Bitte nutzen Sie dieses Werkzeug in der Pandemie“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Dazu gehöre, bei einem positiven Test auch seine Kontakte über die Smartphone-Anwendung zu informieren – bisher passiere das nur in der Hälfte der Fälle.

Spahn sagte bei einer Zwischenbilanz 100 Tage nach dem Start der Corona-App, bisher hätten fast 5.000 Nutzer eigene Kontakte damit gewarnt. Bei je zehn bis 20 Kontakten seien so Zigtausende Menschen informiert worden. Mit rund 18 Millionen Downloads sei sie öfter heruntergeladen worden als alle anderen Corona-Apps in Europa, sagte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU).

400.000 Mal wurde sie in ausländischen Stores heruntergeladen, um sie in Deutschland nutzen zu können. Spahn betonte, die App sei „kein Allheilmittel“. Sie ergänze die Arbeit von Gesundheitsämtern und Gesundheitswesen. Es komme zudem weiter auf Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmasken an.

23.9.2020, 15:59 Uhr – Außenminister Maas in Quarantäne

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich wegen der Corona-Infektion eines seiner Personenschützer in Quarantäne begeben. Ein erster Test auf eine Covid-19-Erkrankung sei negativ ausgefallen, teilte das Auswärtige Amt mit. Es werde nun geklärt, ob weitere Personen betroffen und welche Maßnahmen gegebenenfalls zu ergreifen seien.

23.9.2020, 14:50 Uhr – Hamm verschärft Corona-Schutzmaßnahmen

Wegen der weiter steigenden Neuinfektionen verschärfen die Behörden in Hamm in Nordrhein-Westfalen die Corona-Schutzmaßnahmen. Ab sofort dürfen sich maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei häuslichen Gemeinschaften gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten. Die Beschränkung gilt auch für Restaurants und Gastronomie, Geschäfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen. An allen weiterführenden Schulen gilt Maskenpflicht auch im Unterricht, wo der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert liege in der Stadt inzwischen bei 94,9.

23.9.2020, 12:27 Uhr – Kanzleramtschef Braun: Keine weiteren Lockerungen

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sieht im Moment keine Möglichkeiten für weitere Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen. Mit Blick auf die nächsten Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder nächste Woche sagte Braun, man habe schon bei den letzten Gesprächen mit den Ministerpräsidenten gesagt, dass zurzeit kein Anlass dafür gegeben sei, über weitere Lockerungen nachzudenken. Grund hierfür sei unter anderem, dass es immer weniger Landkreise ohne Corona-Fälle und immer mehr Corona-Hotspots gebe. „Wir müssen eben sehr darauf dringen, dass wir überall, wo Hotspots entstehen, wo ein diffuses Infektionsgeschehen ist, auch über klare Beschränkungen sprechen, damit sich das Geschehen insgesamt in Deutschland weiter gut eindämmen lässt.“

23.9.2020, 11:48 Uhr – Mehrheit der Deutschen für Maskenpflicht außerhalb von Geschäften

Eine Maskenpflicht auch außerhalb von Geschäften und Gebäuden ist für 61 Prozent der Deutschen kein Problem. Laut einer YouGov-Umfrage sagten zwei von drei Deutschen, das verpflichtende Tragen einer Maske zum Beispiel auf öffentlichen Plätzen und in Innenstädten sei „angemessen“ oder „eher angemessen“. 30 Prozent der Befragten fänden das unangemessen, acht Prozent machten keine Angabe. Ältere Menschen sprachen sich häufiger für eine solche Beschränkung aus als jüngere. Wegen steigender Infektionszahlen hatte Bayern zuletzt die Maskenpflicht verschärft: In besonders betroffenen Kommunen muss dort künftig auch auf stark besuchten öffentlichen Plätzen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Nachdem Bayern die Maskenpflicht zuletzt auch auf stark besuchte öffentliche Plätze ausgeweitet hat, hat sich...Gepostet von SWR3 am Mittwoch, 23. September 2020

23.9.2020, 11:19 Uhr – Kanzleramtschef Braun: Corona-App nutzen

Bundeskanzleramtschef Helge Braun fordert die Bevölkerung auf, die Corona-Warn-App zu nutzen. „Es wird noch mal eine Herausforderung, die Corona-Fallzahlen niedrig zu halten, deshalb kommt der Warn-App eine große Bedeutung zu“, sagt Braun mit Blick auf den Herbst. Bislang sei die App 18 Millionen Mal heruntergeladen worden, 400.000 Downloads habe es zudem aus dem europäischen Ausland gegeben. Etwa 5.000 Nutzer hätten gewarnt, dass sie positiv getestet worden seien. Das klinge erst einmal wenig, sagt Gesundheitsminister Jens Spahn. Es seien so aber Tausende gewarnt worden, dass sie infiziert sein können.

23.9.2020, 09:40 Uhr – Raab: Zweiter Lockdown in Großbritannien möglich

Der britische Außenminister Dominic Raab schließt angesichts steigender Infektionszahlen einen zweiten landesweiten Lockdown nicht aus. Wenn sich aber jeder Brite an die Vorsichtsmaßnahmen halte, könnten Kontakteinschränkungen in der Weihnachtszeit vermieden werden, sagt Raab.

23.9.2020, 8:29 Uhr – Lauterbach fordert bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich aufgrund der Corona-Pandemie für eine bundesweite Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen ausgesprochen. „Es wäre dringend notwendig, auf öffentlichen Plätzen die Maskenpflicht einzuführen, wo Menschen Sicherheitsabstände nicht einhalten können“, sagte Lauterbach der Rhein-Neckar-Zeitung. Das laute Sprechen in Gruppen erhöhe das Infektionsrisiko auch im Freien. „Die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen sollte kommen, nicht nur in München.“

23.9.2020, 8:25 Uhr – 100 Tage Corona-Warn-App: SAP und Telekom ziehen positive Bilanz

Die Macher der deutschen Corona-Warn-App – SAP und Deutsche Telekom – haben 100 Tage nach dem Start der Anwendung eine positive Bilanz gezogen. „Die App funktioniert und wir arbeiten weiter an Verbesserungen“, sagte Peter Lorenz, Chefentwickler bei der Telekom-Tochter T-Systems. Das sei auch der Grund, warum sich inzwischen mehrere Länder an dem Open-Source-Code des deutschen Projektes bedienen würden. Die im internationalen Vergleich sehr hohen Download-Zahlen für die deutsche App wertete Lorenz als einen „Vertrauensbeweis der Bevölkerung“. Die App wurde in den vergangenen 100 Tagen 18,2 Millionen Mal heruntergeladen. Da aber auch einige Anwender die App deinstalliert oder deaktiviert haben, gehen Experten von rund 15 Millionen aktiven Nutzern aus.

Ihr habt gefragt, SWR3 antwortet FAQ: Standortfreigabe bei Corona-Warn-App: Was wird gespeichert?

Es ist soweit: Die Corona-Warn-App ist in den App-Stores und wird von immer mehr Menschen in Deutschland heruntergeladen. Wir beantworten eure Fragen zur App.  mehr...

23.9.2020, 8:17 Uhr – Touristen klagen wegen Corona-Ansteckung gegen Österreich

Touristen, die sich im Skiort Ischgl mit dem Coronavirus infiziert haben, klagen gegen die Republik Österreich und das Land Tirol. Heute will der österreichische Verbraucherschutzverein beim Landgericht Wien die ersten Musterklagen einreichen. Es geht um Schadenersatz und die Anerkennung von Folgeschäden. Aus Sicht der Kläger, wurden sie zu spät und nicht ausreichend vor der Gefahr gewarnt.

23.9.2020, 6:19 Uhr – GEW-Chefin für Maskenpflicht im Unterricht

Im Kampf gegen eine Verbreitung des Coronavirus hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) eine generelle Maskenpflicht in Schulen gefordert. „Die meisten Lehrkräfte finden eine Maskenpflicht auch im Unterricht eher hilfreich. Diesen Schutz muss man ihnen bieten“, forderte die Vorsitzende Marlis Tepe in der Passauer Neuen Presse. Pädagogisch sei dies zwar nicht sinnvoll, „aber es schützt Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern“. Derzeit gibt es in den meisten Bundesländern eine Maskenpflicht in Schulgebäuden, nicht aber im Unterricht. Die Kultusministerkonferenz hatte Anfang September festgestellt, dass die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung von den Ländern in Abhängigkeit vom jeweiligen Infektionsgeschehen ausgesprochen und bei Bedarf in Absprache mit den zuständigen Gesundheitsbehörden auf den Unterricht ausgeweitet werden könne.

23.9.2020, 6:10 Uhr – Trump: 200.000 US-Tote „eine Schande“

US-Präsident Donald Trump hat das Erreichen der Marke von 200.000 Coronavirus-Toten in seinem Land als „eine Schande“ bezeichnet. Er wiederholte gegenüber Reportern vor dem Weißen Haus, dass China für die Pandemie verantwortlich zu machen sei und dass die Zahl der Toten deutlich höher hätte liegen können. „Ich denke, wenn wir es nicht richtig machen würden, hätte man 2,5 Millionen Tote“, sagte Trump. Die USA machten es jetzt „gut“, sagte er, „der Aktienmarkt ist oben“.

Steigende Infektionszahlen Warum die Corona-Pandemie die USA so fest im Griff hat

Rund 6,2 Millionen Menschen haben sich in den USA irgendwann mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Unser USA-Korrespondent berichtet über die aktuelle Corona-Lage, auch im Vergleich zu Deutschland.  mehr...

23.9.2020, 1:13 Uhr - Johnson: Militär könnte Maßnahmen kontrollieren

Der britische Premierminister Boris Johnson will zur Kontrolle der verschärften Corona-Maßnahmen in seinem Land möglicherweise das Militär einsetzen. Vorerst werde die Polizei präsenter als früher sein, um darauf zu achten, dass die Maßnahmen eingehalten werden, sagte er in einer Fernsehansprache. Gegebenenfalls könne zur Verstärkung aber auch das Militär eingesetzt werden. Für England hat Johnson die Schutzvorkehrungen ab heute verschärft: Pubs und Restaurants sollen spätestens um 22 Uhr schließen, die Maskenpflicht wird weiter ausgeweitet. Außerdem sollen - wo immer möglich - Büro-Beschäftigte wieder von zuhause aus arbeiten.

22.9.2020, 21:40 Uhr – Covid-Patient in Mexiko bekommt neue Lunge

In Mexiko ist nach Angaben eines Krankenhauses eine Lungentransplantation an einem Covid-19-Patienten geglückt. Laut einer Mitteilung war der 55-Jährige bereits am 31. August im Privatkrankenhaus Christus Muguerza in der Stadt Monterrey sieben Stunden lang operiert worden. Er war demnach zuvor 52 Tage lang künstlich beatmet worden, nachdem er im Juni erkrankt war.

„Ohne die Transplantation war die Lebenserwartung des Patienten null“, wurde der Chirurg Manuel Wong Jaén zitiert. Der Mann befinde sich auf dem Weg der Genesung. Er werde eine praktisch normale Lebensqualität haben. Nach Angaben der Klinik soll es sich bei der OP um die erste erfolgreiche Lungentransplantation an einem Covid-19-Patienten in Lateinamerika gehandelt haben. Im Mai war in Wien die erste Lungentransplantation an einer Covid-Patientin in Europa geglückt. Auch in den USA hat es das schon gegeben.

22.9.2020, 21:24 Uhr – Eurostat: Zahl der Asylbewerber fällt drastisch

Die Corona-Krise hat zu einem deutlichen Rückgang der Asylbewerberzahlen in der EU geführt. Im zweiten Quartal 2020 sei die Zahl der Erstanträge auf internationalen Schutz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 68 Prozent auf rund 46.500 gefallen, teilte die EU-Statistikagentur Eurostat in Luxemburg mit. Dieser starke Rückgang sei auf die Notfallmaßnahmen zurückzuführen, die die EU-Staaten seit Anfang März wegen der Corona-Pandemie ergriffen hätten.

Insgesamt habe es innerhalb der ersten sechs Monate des Jahres 196.600 Erstanträge auf Asyl gegeben. Die meisten Anträge – 14.200 und damit fast ein Drittel - wurden zwischen April und Juni in Deutschland gestellt. Im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße liegt das kleine EU-Land Zypern jedoch mit 880 Anträgen auf dem ersten Platz.

22.9.2020, 20:22 Uhr – Frankreich meldet mehr als 10.000 Neuinfektionen

Frankreich verzeichnet erneut mehr als 10.000 Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden kamen 10.008 Corona-Fälle nach lediglich 5298 am Vortag hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. In zwölf Tagen überschritt die Zahl der Neuinfektionen sechs Mal die Marke von 10.000. Insgesamt haben sich 468.069 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Toten erhöhte sich auf 31.416.

22.9.2020, 20:15 Uhr – UN-Bericht: Weltwirtschaft braucht neue Staatsausgaben

Die Erholung der Weltwirtschaft nach dem Corona-Schock braucht nach einem UN-Bericht kühne neue Staatsausgaben, vor allem in den Industrieländern. Nur so könne in aller Welt eine faire und widerstandsfähige Wirtschaft entstehen, heißt es in dem Handels- und Entwicklungsbericht 2020 der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad).

Das Mandat der Unctad innerhalb der UN-Familie ist es, den Handel unter Entwicklungsländern zu fördern. Die ärmeren Länder bräuchten aber erhebliche Unterstützung der reicheren Länder, darunter mehr Entwicklungshilfe und Schuldenerlass. Die Organisation fordert eine Art Marshallplan für Gesundheit, damit ärmere Länder die Notlage durch die Corona-Pandemie besser meistern können.

22.9.2020, 19:42 Uhr – Madrids Regionalregierung warnt vor Lockdown

Angesichts der weiter rasant steigenden Zahl an Corona-Infektionen in Madrid hat Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso vor einem Lockdown in der gesamten Hauptstadtregion gewarnt. Bereits seit gestern sind Wohngebiete mit insgesamt 850.000 Einwohnern teilweise abgesperrt. Die Bewohner dürfen sie nur verlassen, um unter anderem zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt zu gehen. „Es macht keinen Sinn, Beschränkungen in einigen Vierteln anzuordnen und in anderen nicht“, sagte Ayuso spanischen Medien zufolge. Sie schloss nicht aus, dass womöglich auch die ganze Hauptstadtregion mit insgesamt 6,6 Millionen Einwohnern betroffen werden könnte, wie die Zeitung El País berichtete.

22.9.2020, 18:30 Uhr – Macron lehnt Isolierung von älteren Menschen ab

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie lehnt der französische Staatschef Emmanuel Macron eine Isolierung älterer Menschen ab. „Wir werden das Virus nicht besiegen, indem wir unsere Mitbürger isolieren“, sagte der Präsident bei einem kurzfristig angesetzten Besuch eines Altersheims in der zentralfranzösischen Loire-Region in der Nähe von Blois. Der 42-Jährige wies auf soziale und familiäre Bande hin, die für ältere Menschen wichtig seien. In Frankreich gibt es große Sorge, denn die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt seit Wochen an - die tägliche 10.000er-Marke wurde bereits überschritten.

22.9.2020, 17:58 Uhr – Zahl der Toten in den USA steigt auf mehr als 200.000

In den USA hat die Zahl der Corona-Todesfälle die symbolische Schwelle von 200.000 überstiegen. Die Marke wurde nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität überschritten. Die USA stehen damit für rund jeden fünften Todesfall weltweit. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land rund 6,86 Millionen Infektionsfälle bestätigt - auch das ist ein internationaler Höchstwert.

22.9.2020, 17:20 Uhr – Deutscher Ethikrat lehnt Immunitätsnachweise ab

Der Ethikrat lehnt es ab, zum jetzigen Zeitpunkt Immunitätsnachweise für Bürger einzuführen, die eine Ansteckung mit dem Coronavirus überstanden haben. Die Ethikrats-Vorsitzende Alena Buyx verwies auf die sehr kontroverse gesellschaftliche Debatte über Corona-Immunitätsbescheinigungen. Die einen stellten sich „eine Art Freifahrtschein“ vor, mit dem auch in der Pandemie alles wieder möglich sei – andere sähen darin Vorboten einer „immunitätsbasierten Zwei-Klassen-Gesellschaft“.

Es lasse sich nicht verlässlich nachweisen, dass und wie lange eine genesene Person auch wirklich immun sei, begründete der Ethikrat die Ablehnung. Sollte das eines Tages aber der Fall sein, könnte sich die Hälfte der Ethikrat-Mitglieder die Einführung solcher Bescheinigungen vorstellen – zumindest für bestimmte Bereiche.

Die andere Hälfte erklärte dagegen, Immunitätsnachweise würden die Rechte von einigen wenigen in den Vordergrund rücken. Befürworter der Bescheinigungen hatten argumentiert, dass man für Bürger, die die Krankheit überstanden hätten, die Corona-Beschränkungen aufheben könne.

22.9.2020, 17:16 Uhr – EU-Gipfel wegen Corona-Falls verschoben

Wegen eines Corona-Falls im Umfeld von EU-Ratspräsident Charles Michel wird der für diese Woche geplante Sondergipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs verschoben. Wie ein EU-Sprecher mitteilte, wurde ein Sicherheitsbeamter Michels positiv auf Corona getestet, weshalb sich der Ratspräsident nach den in Belgien geltenden Bestimmungen in Quarantäne begeben musste. Das Treffen soll demnach nun am 1. und 2. Oktober nachgeholt werden

22.9.2020, 16:40 Uhr – Schweden erwägt neue Corona-Maßnahmen

Schweden erwägt die Einführung neuer Maßnahmen zur Virus-Eindämmung in der Hauptstadt Stockholm. Hintergrund ist ein Anstieg der Neuerkrankungen. Schweden hat sich bislang in der Virus-Krise weitgehend gegen staatlich verfügte Einschränkungen entschieden und vielmehr an die persönliche Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger appelliert.

22.9.2020, 15:44 Uhr – EU baut Reserve an Schutzmasken aus

Mit Blick auf die steigenden Corona-Zahlen in Europa baut die Europäische Union weiter gemeinsame Reserven an medizinischen Schutzmasken auf. Nach Deutschland und Rumänien hätten sich nun auch Dänemark, Griechenland, Ungarn und Schweden bereit erklärt, im Auftrag aller EU-Staaten Depots anzulegen, erklärte EU-Kommissar Janez Lenarcic.

Der Aufbau der gemeinsamen Reserve hatte im Frühjahr begonnen, als viele Staaten in der Corona-Krise viel zu wenig Schutzausrüstung für Ärzte und Pfleger hatten. Aus dieser Reserve seien inzwischen 520.000 medizinische FFP2- und FFP3-Masken an die EU-Staaten Italien, Spanien, Kroatien und Litauen sowie an die Nachbarn Nordmazedonien, Montenegro und Serbien verteilt worden, sagte Lenarcic.

22.9.2020, 13:38 Uhr – Rheinland-Pfalz will wohl Corona-Ampel einführen

Die rheinland-pfälzische Landesregierung will in Kürze eine Corona-Ampel einführen. Ziel sei eine flächendeckende Einteilung verschiedener Warn- und Gefahrenlevel. Nach einem Bericht der Rhein-Zeitung arbeitet die Landesregierung zusammen mit Städten und Gemeinden an einem entsprechenden Konzept, das bis zu den Herbstferien vorgestellt werden soll.

22.9.2020, 13:14 Uhr – Europa verzeichnet drastischen Anstieg bei Todesfällen und Neuinfektionen

Das Coronavirus breitet sich weltweit immer schneller aus, betroffen ist von dieser Entwicklung vor allem Europa. In der vergangenen Woche seien weltweit fast zwei Millionen Neuinfektionen registriert worden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Damit steckten sich innerhalb von sieben Tagen so viele Menschen mit Corona an wie nie zuvor seit Bekanntwerden des Virus. Im Gegenzug sei die Zahl der Todesfälle im globalen Maßstab rückläufig.

Der WHO-Statistik zufolge wurden in der vergangenen Woche weltweit 1.998.897 neue Corona-Fälle registriert. Dies sei ein Anstieg um sechs Prozent gegenüber der Vorwoche und „die höchst Zahl an registrierten Fällen innerhalb einer Woche seit Beginn der Epidemie“. In Europa nahmen die Neuinfektionen exponentiell um elf Prozent zu, in Afrika dagegen gingen sie laut den gemeldeten Zahlen um zwölf Prozent zurück.

Die Zahl der zusätzlichen Corona-Todesfälle weltweit lag laut WHO bei 37.700 in der vergangenen Woche – die Zahl ging demnach um rund zehn Prozent gegenüber der Vorwoche zurück. Allerdings galt dieser Trend nicht für Europa, wo die Zahl der Toten binnen einer Woche rapide auf mehr als 4.000 stieg. Dies sei ein Anstieg um 27 Prozent gegenüber der Vorwoche, erklärte die WHO.

22.9.2020, 12:44 Uhr – Spahn will Schnelltests ab Mitte Oktober einsetzen

Gesundheitsminister Jens Spahn will ab Mitte Oktober neben den üblichen Corona-Tests auch Schnelltests einsetzen. Auf einer deutsch-französischen Parlamentarier-Versammlung in Berlin sagte er, Hersteller könnten die Schnelltests dann in einer nennenswerten Größenordnung zur Verfügung stellen. Sie seien zwar nicht so gut wie die normalen PCR-Tests, aber gut genug. Zum Einsatz kommen sollen sie in Pflegeeinrichtungen und bei Reisenden. Trotz starksteigender Corona-Infektionszahlen in den Nachbarländern will die Bundesregierung die Grenzen offen lassen. Kanzleramtsminister Helge Braun sagte im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF, Deutschland habe keine guten Erfahrungen mit Grenzschließungen gemacht. Man brauche den freien Warenverkehr und die Pendler – etwa Krankenschwestern aus Frankreich, die im Saarland arbeiteten.

22.9.2020, 12:35 Uhr – Kirchentag soll mit maximal 30.000 Teilnehmern stattfinden

Der für Mai kommenden Jahres geplante Ökumenische Kirchentag in Frankfurt am Main soll wegen der Corona-Krise kleiner und vom Programm her kompakter stattfinden als ursprünglich geplant. Trotz der Pandemie halten die Veranstalter von evangelischer und katholischer Kirche aber an einem Treffen mit maximal etwa 30.000 Teilnehmern fest. Gerade in Krisenzeiten seien Begegnung, Dialog und Gemeinschaft wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, teilten sie mit.

22.9.2020, 12:33 Uhr – Maßnahmen in Garmisch nach Corona-Ausbruch aufgehoben

Nach dem Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen sind dort die Zahlen wieder deutlich gesunken. Deshalb sollen die Beschränkungen des öffentlichen Lebens auslaufen, wie ein Sprecher des Landratsamtes mitteilte. Eine 26 Jahre alte US-Amerikanerin – eine Zivilangestellte der US-Streitkräfte – hatte trotz Krankheitssymptomen und Quarantäneauflage am 8. September eine Bar besucht. Tags darauf erhielt sie den positiven Testbescheid. Der Frau droht ein Bußgeld wegen Quarantäne-Verstoßes sowie ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. Schon bevor sie Symptome hatte und zur Quarantäne aufgefordert wurde, war sie im Nachtleben unterwegs gewesen. Bei mehreren Infizierten gibt es eine Verbindung zu der Frau.

22.9.2020, 12:16 Uhr – Steinmeier beklagt zunehmende Aggressivität in der Corona-Debatte

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat eine zunehmende Aggressivität in der Diskussion über die Corona-Maßnahmen beklagt. Zum Auftakt seiner „Kaffeetafel“ in Schloss Bellevue mit Bürgerinnen und Bürgern, von denen einige die Beschränkungen im Kampf gegen die Pandemie für falsch halten, sagte er, der Graben zwischen jenen, die bei dem Thema unterschiedlicher Meinung seien, werde immer breiter. Die Diskussion an der „Kaffeetafel“ sei daher „ein Test“, ob ein zivilisierter Austausch dazu noch möglich sei.

Steinmeier betonte, er finde es unverständlich, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse gänzlich in Zweifel gezogen würden. Er verstehe aber, wenn der Blick auf die Pandemie auch von der eigenen Lebenssituation geprägt sei. Es mache einen Unterschied, ob jemand in einem Haus wohne oder in einer engen Mietwohnung, ob der Arbeitsplatz gefährdet sei oder nicht.

Die Gäste - unter ihnen eine Schuldenberaterin, eine Schülersprecherin, ein Virologe, ein Kinderbuchautor und der Geschäftsführer eines Kulturfestivals - waren eingeladen, von ihren Erfahrungen zu berichten. Eine Teilnehmerin hatte zuvor einen offenen Brief an Steinmeier geschrieben, in dem sie unter anderem kritisierte, die Corona-Maßnahmen stellten eine Gefahr für die Demokratie dar.

22.9.2020, 11:50 Uhr – Virologe Drosten erhält Bundesverdienstorden

Der Virologe Christian Drosten erhält den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Das hat das Bundespräsidialamt mitgeteilt. Zur Begründung hieß es, Drosten gehöre national und international zu den führenden Wissenschaftlern, denen eine herausragende Rolle im Kampf gegen die Corona-Pandemie zukomme. Drosten ist der Direktor des Instituts für Virologie der Charité Berlin. Den Orden bekommt er am 1. Oktober verliehen.

Virologe Christian Drosten mit Mund-Nasen-Schutz. Er bekommt für seine Arbeit während der Corona-Pandemie den Bundesverdienstorden (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
Virologe Christian Drosten Picture Alliance

22.9.2020, 10:30 Uhr – Friedensnobelpreis-Zeremonie wegen Corona verlegt

Der Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht wie üblich im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Rathaus von Oslo überreicht. Stattdessen soll es eine deutlich kleinere Zeremonie mit begrenzter Teilnehmerzahl in der Aula der Universität der norwegischen Hauptstadt geben, wie das norwegische Nobelinstitut mitteilte. Der oder die Preisträger würden dann vor Ort sein oder digital zugeschaltet werden.

Am traditionellen Zeitpunkt der Preisverleihung, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel am 10. Dezember, wird sich dagegen nichts ändern.

22.9.2020, 10:26 Uhr – Nur wenige akzeptieren Gutschein für stornierte Reise

Gutscheine für stornierte Reisen sind laut Deutschem Reiseverband bei deutschen Touristen sehr unbeliebt. „Weniger als 20 Prozent der Urlauber haben einen Gutschein akzeptiert“, sagte der Präsident des Branchenverbands, Norbert Fiebig, dem Handelsblatt. Gut vier von fünf Kunden fordern demnach eine Rückzahlung, was die Liquidität der Branche belaste.

22.9.2020, 10:15 Uhr – Ethikrat lehnt Corona-Immunitätsnachweis derzeit klar ab

Der Deutsche Ethikrat lehnt eine Einführung von Immunitätsnachweisen für das neuartige Coronavirus derzeit klar ab. Grund seien „erhebliche Unsicherheiten“ über die Immunität und die Aussagekraft von Antikörpertests, erklärte das unabhängige Beratergremium in einer Stellungnahme. Zugleich sollten frei verkäufliche Tests zum Nachweis einer Unempfindlichkeit gegen das Coronavirus wegen "zweifelhafter Verlässlichkeit" und eines daraus folgenden Gefährdungspotenzials strenger reguliert werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte den Ethikrat im Frühjahr um eine Stellungnahme gebeten. Hintergrund war breite Kritik an ursprünglichen Plänen, dass Immunitätsausweise auch Ausnahmen von Alltagsbeschränkungen ermöglichen könnten. Spahn zog die Pläne nach scharfem Protest des Koalitionspartners SPD zurück.

Das Nein des Ethikrats zu Corona-Immunitätsnachweisen zum jetzigen Zeitpunkt fiel einstimmig aus. Für den Fall, dass eine Immunität künftig hinreichend verlässlich nachweisbar sein sollte, gab es demnach unterschiedliche Auffassungen, inwiefern eine Einführung solcher Bescheinigungen zu empfehlen wäre. Dem Gremium gehören 26 Wissenschaftler und Experten verschiedener Fachrichtungen an. Sie werden vom Bundestagspräsidenten berufen.

22.9.2020, 8:57 Uhr – Kanzleramtschef Braun: Keine weiteren Öffnungen

Angesichts der steigenden Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland, hat Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sich gegen weitere Öffnungssignale ausgesprochen. Braun sagte im Morgenmagazin von ARD und ZDF, jetzt sei die Disziplin in der Bevölkerung gefragt. Er begrüße strenge Maßnahmen, wie sie in München eingeführt wurden, ausdrücklich. Es sei wichtig, dass Deutschland gut durch die kalte Jahreszeit komme.

22.9.2020, 4:03 Uhr – Patientenschützer fordern Corona-Meldesystem in der Pflege

Patientenschützer fordern ein bundesweites Meldesystem für mit dem Corona-Virus infizierte Heimbewohner und Altenpflegekräfte. Es fehle noch ein tagesaktueller Überblick zum Infektionsgeschehen in den Pflegeeinrichtungen, kritisiert die Deutsche Stiftung Patientenschutz in der Neuen Osnabrücker Zeitung. Das es immer noch kein bundesweites System für die Corona-Lage in der Altenpflege gebe, sei fatal.

22.9.2020, 2:19 Uhr – NRW: Kutschaty will Fußballfans vor Stadion testen

Der SPD-Fraktionschef im Landtag von Nordrhein-Westfalen, Thomas Kutschaty, hat vorgeschlagen, Fußballfans vor dem Einlass in die Stadien auf das Coronavirus testen zu lassen. In wenigen Tagen werde ein Schnelltest auf den Markt kommen, der innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis bringe, sagte er dem Kölner Stadt-Anzeiger. Wenn man wüsste, dass niemand im Stadion ansteckend sei, sei dort auch wieder viel mehr Normalität möglich. Kutschaty will die neuen Tests auch in Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Krankenhäusern einsetzen.

22.9.2020, 00:51 Uhr – Heil: Zwölf Euro Mindestlohn bis 2025

Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will den Mindestlohn bis 2025 auf zwölf Euro pro Stunde anheben. Er halte das für erreichbar, sagte er der Rheinischen Post. Außerdem müsse man Konsequenzen aus der Corona-Krise ziehen. Diejenigen, die als Heldinnen und Helden des Alltags gefeiert wurden, müssten mehr bekommen als warme Worte. Deshalb unterstütze er auch den neuen Tarifvertrag in der Altenpflege. Er stellte in Aussicht, diesen Vertrag für die gesamte Branche für verbindlich zu erklären, sobald ein Antrag vorliege, der die Voraussetzungen erfülle.

21.9.2020, 20:40 Uhr – Alarmstufe in Großbritannien angehoben

Großbritannien hat die offizielle Covid-19-Alarmstufe angehoben. Die zweithöchste Stufe vier bedeutet, dass das Virus allgemein zirkuliert und die Übertragung hoch ist. Die Fallzahlen stiegen „schnell und wahrscheinlich exponentiell“, stellten die obersten Mediziner von England, Schottland, Wales und Nordirland fest.

In den vergangenen Tagen kamen fast täglich 3.500 bis 4.000 neue Fälle hinzu, die Zahl der Infektionen verdoppelte sich ungefähr innerhalb von sieben Tagen.

21.9.2020, 17:50 Uhr – Fast 250 Coronavirus-Fälle auf Lesbos

Auf der griechischen Insel Lesbos sind nach Angaben der Regierung 243 Flüchtlinge positiv auf das Coronavirus getestet worden. Regierungssprecher Stelios Petsas teilte mit, das Durchschnittsalter der Infizierten liege bei 24 Jahren und die meisten Fälle seien asymptomatisch. 160 Tests seien negativ gewesen, dabei habe es sich überwiegend um Polizisten und Behördenmitarbeiter gehandelt, die in Kontakt mit Migranten gekommen seien.

Getestet worden seien 7.064 Migranten, die aus dem vor zwei Wochen abgebrannten Lager Moria in die neuen Unterkünfte von Kara Tepe gezogen seien, hieß es. Insgesamt waren mehr als 12.000 Menschen in dem überfüllten Lager Moria gewesen. Viele kampieren seit den Bränden am Straßenrand.

21.9.2020, 16:09 Uhr – 33 Corona-Fälle in Arbeiterunterkunft von Stuttgart 21

In einer Arbeiterunterkunft des Bahnprojekts Stuttgart 21 haben sich 33 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Infizierten sowie enge Kontaktpersonen sind nun in Quarantäne, wie ein Stadtsprecher sagte. Die Betroffenen seien in zwei städtische Schutzeinrichtungen gebracht worden. Dort werden sie vom Gesundheitsamt und dem Deutschen Roten Kreuz betreut. Den Angaben nach wurden bislang 66 Menschen getestet.

21.9.2020, 15:21 Uhr – Lufthansa verschärft Sparprogramm in der Corona-Krise

Die Lufthansa will wegen der Corona-Krise mehr Stellen als bislang geplant streichen. Das Unternehmen teilte mit, dass die Zahl der wegfallenden Vollzeitstellen die bislang angekündigten 22.000 übersteigen werde. Außerdem will Lufthansa alle Großraumflugzeuge vom Typ Airbus A380 ausmustern und insgesamt 150 Flugzeuge aus ihrer Flotte stilllegen.

21.9.2020, 15:01 Uhr – Vereine in Rheinland-Pfalz können länger Hilfsgeld beantragen

Vereine in Rheinland-Pfalz können länger Corona-Hilfen beantragen als bisher geplant. Die Landesregierung verlängert ihr Soforthilfe-Programm für in Not geratene Vereine bis Ende 2021. Das sieht nach Angaben der Staatskanzlei Hilfen bis zu 12.000 Euro vor. Das Programm war zunächst bis Ende dieses Jahres befristet.

21.9.2020, 14:57 Uhr – Pubs in Irland dürfen nach sechs Monaten wieder öffnen

Nach mehr als sechsmonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie sind die meisten von insgesamt 7.000 Pubs in Irland seit heute wieder geöffnet. Nachdem bereits seit Ende Juli wieder Essen serviert werden darf, dürfen die Wirte jetzt auch Getränke ausschenken. Viele Pubs in Dublin bleiben aber noch geschlossen, da die Infektionszahlen in der irischen Hauptstadt zuletzt stark angestiegen waren. Dort darf in den kommenden drei Wochen nur Essen auf einer Terrasse serviert oder zum Mitnehmen angeboten werden. Die irische Hauptstadt unterliegt wegen der steigenden Infektionszahlen strengeren Einschränkungen als der Rest des Landes. Die Dubliner dürfen die Stadt und die umliegende Grafschaft nur für ihre Arbeit, ihre Ausbildung oder aus anderen wichtigen Gründen verlassen. Versammlungen in Innenräumen sind untersagt und Besuche eingeschränkt.

21.9.2020, 14:01 Uhr – Große Teile von Wales ab Dienstag unter Lockdown

In großen Teilen von Wales gilt angesichts steigender Infektionszahlen ab Dienstagnachmittag wieder ein Lockdown. Die Coronaschutz-Auflagen würden in vier Bezirken des britischen Landesteils verschärft, teilte das Gesundheitsministerium von Wales mit. So seien Ein- und Ausreisen nur noch in begründeten Fällen erlaubt, dazu gehörten Arbeit und Ausbildung. Auch für private Treffen gelten wieder strengere Regeln.

21.9.2020, 13:40 Uhr – Merkel berät in der kommenden Woche mit den Länderchefs

Kanzlerin Angela Merkel will kommende Woche mit den Bundesländern über Maßnahmen gegen die weiter steigenden Infektionszahlen beraten. Kanzleramtschef Helge Braun habe in seiner Besprechung mit den Chefs der Staatskanzleien eine Videokonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten für den 29. September um 14.00 Uhr angekündigt, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen.

21.9.2020, 13:33 Uhr – Britischer Regierungsberater warnt wegen steigender Zahlen

Großbritannien hat laut dem obersten medizinischen Berater der Regierung bei den Corona-Infektionszahlen in „einem sehr schlechten Sinne“ einen Wendepunkt überschritten. Die Zahlen deuteten darauf hin, dass es ein exponentielles Wachstum bei der Anzahl der Infizierten geben könnte, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, sagte Chris Whitty. Ohne Gegenmaßnahmen werde die Zahl der Neuinfektionen bis Mitte Oktober auf 49.000 pro Tag steigen, sagte er. Die Zahl der neuen Krankenhauspatienten verdoppele sich alle sieben bis acht Tage, so dass mehr Menschen an Covid-19 stürben, so Whitty.

Es wird erwartet, dass die Regierung im weiteren Wochenverlauf vorübergehende Einschränkungen verfügt, um die Ausbreitung der Krankheit zu verlangsamen. Premierminister Boris Johnson sprach am Wochenende mit Kabinettsmitgliedern darüber, welche Maßnahmen ergriffen werden könnten.

21.9.2020, 12:53 Uhr – Nationalspieler Gündogan positiv getestet

Der deutsche Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan von Manchester City ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der englische Vizemeister mit. Der 29-Jährige befolgt nach Angaben des Vereins nun die Corona-Richtlinien der Premier League und der britischen Regierung und befindet sich in einer zehntägigen Selbstisolation. „Jeder im Club wünscht Ilkay eine schnelle Genesung“, hieß es in der Mitteilung. Weitere Angaben machte der Verein von Trainer Pep Guardiola nicht. Gündogan fehlt City damit auch am Abend im Gastspiel bei den Wolverhampton Wanderers.

21.9.2020, 12:38 Uhr – München verschärft Corona-Maßnahmen: Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt in München eine Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen. Das hat der Krisenstab der Stadt beschlossen. Die Regelung soll ab Donnerstag gelten. Außerdem führt die Stadt wegen steigender Corona-Zahlen wieder Beschränkungen im öffentlichen und privaten Leben ein. So dürften sich in der bayerischen Landeshauptstadt dann nur noch fünf Personen oder zwei Haushalte treffen, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Das gelte sowohl im privaten und öffentlichen Raum als auch in der Gastronomie.

21.9.2020, 11:01 Uhr – 20.000 Zuschauer bei Formel 1-Wochenende am Nürburgring

Beim Formel 1-Rennsportwochenende auf dem Nürburgring vom 9. bis 11.Oktober sind bis zu 20.000 Zuschauer erlaubt. Das hat die Kreisverwaltung Ahrweiler als zuständige Gesundheitsbehörde mitgeteilt. Es dürfen 20 Prozent der am Veranstaltungsort vorhandenen festen Bühnen- oder Platzkapazitäten genutzt werden, hieß es. Laut den Veranstaltern gelten für den Grand Prix diverse Hygieneregeln – darunter ein kontaktloser Kartenverkauf, eine Kontaktnachverfolgung, personalisierte Sitzplätze sowie eine Maskenpflicht auf dem Weg vom Einlass zur Zuschauertribüne. Interessierte Zuschauer können ab morgen feste Sitz- und Parkplätze im Internet buchen. Es ist das erste Formel-1-Rennen am Nürburgring seit sieben Jahren.

21.9.2020, 6:28 Uhr – Spahn will Fieber-Ambulanzen

Mit sogenannten Fieberambulanzen und besonderen Schutzvorkehrungen für Risikogruppen will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) das Land für den befürchteten Anstieg der Corona-Infektionszahlen in der kühleren Jahreszeit wappnen. Für Patienten mit klassischen Atemwegssymptomen, die auf eine Corona- oder Grippeinfektion hindeuten, solle es zentrale Anlaufstellen geben, sagte Spahn der Rheinischen Post. Er setze darauf, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen solche „Fieberambulanzen“ vor Ort anbieten würden.

21.9.2020, 5:23 Uhr – RKI meldet vergleichsweise wenige Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut hat am Morgen eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet: Demnach hatten die Gesundheitsämter binnen eines Tages 922 Fälle übermittelt, wie das RKI bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden. Am Samstag war mit 2.297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 272.337 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt wie am Vortag bei 9.386.

21.9.2020, 3:01 Uhr – Immer mehr Politiker sind für Weihnachtsmärkte

Nach Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprechen sich auch andere Länderchefs für Weihnachtsmärkte aus. Man könne und wolle sich Weihnachtsmärkte vorstellen, sagte der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) der Zeitung "Die Welt", allerdings in einer abgespeckten Version. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will Weihnachtsmärkte ebenfalls nicht verbieten und auch in Sachsen sind sie laut der Staatskanzlei zugelassen.

21.9.2020, 2:11 Uhr – IG Metall kritisiert Konzerne für Stellenabbau

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann wirft Industriekonzernen vor, die Corona-Krise als Vorwand für einen massiven Stellenabbau zu missbrauchen. Eine Reihe Arbeitgeber nutze die Krise, um in Deutschland zum Kahlschlag anzusetzen und Arbeit in Billiglohnländer zu verlagern, sagte er der "Süddeutschen Zeitung". Es sei skandalös, wenn diese Betriebe gleichzeitig steuerfinanzierte Staatshilfen in Anspruch nähmen. Die Unternehmen gefährden damit nach Ansicht Hofmanns ihre eigene Zukunftsfähigkeit. Um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern, brauche es gut ausgebildete Fachkräfte, sagt er.

20.9.2020, 21:20 Uhr – Protest vor regionalem Lockdown in Spanien

In Madrid haben Tausende Menschen gegen den regionalen Lockdown wegen der Corona-Pandemie protestiert, der morgen beginnt. Die Einwohner aus mehreren Stadtteilen und angrenzenden Gemeinden dürfen für zwei Wochen nur noch in andere Bezirke, wenn sie dort zur Arbeit oder in die Schule müssen. Die Abriegelung betrifft vor allem sozialschwache Gebiete. Die Demonstranten sprechen von Ghettoisierung und sagen, die Regierung habe sie im Stich gelassen.

20.9.2020, 21:00 Uhr – Demos gegen Corona-Maßnahmen in Düsseldorf und Ulm

Begleitet von Gegendemonstrationen haben in Düsseldorf einige Tausend Menschen gegen die staatlichen Corona-Auflagen demonstriert. Die Veranstalter sprachen von bis zu 6.000 Teilnehmern. Abgesehen von kleineren Rangeleien sei die Demonstration friedlich verlaufen, teilte die Polizei mit. Auch der Mindestabstand von eineinhalb Meter sei eingehalten worden. Im baden-württembergischen Ulm sind am Nachmittag rund 200 Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen. Veranstalter war auch hier eine regionale Gruppe der Initiative Querdenken.

20.9.2020, 17:30 Uhr – Betriebsräte kritisieren Corona-Prämie als ungerecht

Betriebs- und Personalräte großer Kliniken kritisieren die geplante Corona-Prämie für Krankenhausbeschäftigte als ungerecht. Sie haben in einem Schreiben an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mitgeteilt, dass sie nicht wie gesetzlich vorgesehen an der Verteilung des Geldes mitwirken wollen. Die Arbeitnehmervertreter kritisieren, dass der Bonus nur an Beschäftigte mit Covid-19-Patienten ausgezahlt werden soll. Von den insgesamt 440.000 Pflegekräften würden nur rund 100.000 profitieren. Das schaffe Unfrieden in der Belegschaft, heißt es in dem Schreiben, das die Gewerkschaft Verdi veröffentlicht hat.

20.9.2020, 17:00 Uhr – BW: 14 Menschen nach Privatfeier angesteckt

Im Ermstal im Kreis Reutlingen haben sich bei einer privaten Feier 14 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Sie stehen nach offiziellen Angaben unter Quarantäne. Zuvor sollen sie Kontakt zu rund 450 anderen Personen gehabt haben, darunter Kinder und Lehrkräfte. Insgesamt seien acht Schulen in Metzingen, Dettingen, Bad Urach und Reutlingen betroffen. Mehrere Klassen müssen deshalb jetzt zu Hause bleiben. Weitere 70 Personen, mit denen die Infizierten Kontakt hatten, sind aktiv in Fußballvereinen im Ermstal. Auch dort haben die Behörden jetzt Corona-Beschränkungen erlassen.

20.9.2020, 15:45 Uhr –Spahn: Nicht in Risiko-Gebiete reisen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nochmals vor Reisen in Corona-Risikogebiete gewarnt. In unseren direkten Nachbarländern gebe es teils achtmal höhere Neuinfektionszahlen, sagte Spahn der Zeitung Rheinische Post. Das gilt aktuell zum Beispiel für Frankreich. Das ganze Land wurde aber bisher nicht als Risikogebiet eingestuft, sondern nur bestimmte Regionen.

20.9.2020, 15:32 Uhr – Mehr Fälle auch in Ungarn

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen steigt auch in Ungarn. Sie hat erstmals die Zahl von 1.000 an einem Tag überschritten. Die Hauptstadt Budapest ist bereits Risikogebiet. Dort spielt Bayern München am Donnerstag im Supercup gegen den FC Sevilla. Nach Angaben des FC Bayern wollen mehr als 2.000 Fans mit nach Budapest.

20.9.2020, 15:06 Uhr – Esken für kostenlose Nachhilfe

SPD-Chefin Saskia Esken hat kostenlose Nachhilfe für benachteiligte Schülerinnen und Schüler während der Pandemie ins Gespräch gebracht. „Warum eröffnen wir den Schüler*innen nicht ein Abonnement auf einer qualitätsgeprüften Nachhilfeplattform?“, sagte die Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Kosten könnten nach Eskens Worten mit dem Geld aufgefangen werden, das für ausgefallene Fahrten ins Schullandheim vorgesehen gewesen sei.

Bildungsgerechtigkeit bedeute in diesen Zeiten auch, dass Unterricht durchgehend und flächendeckend angeboten werde. Zudem müssten Kinder und Jugendliche, die etwa wegen Vorerkrankungen oder Quarantäne nicht am Präsenzunterricht teilnehmen könnten, technisch vernünftig ausgestattet werden.

Esken soll am Montag an Beratungen der Landesbildungsminister mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) im Kanzleramt teilnehmen. Es dürfte vor allem wieder um die technische Ausstattung und Digitalisierung der Schulen gehen.

20.9.2020, 14:29 Uhr – Russland wieder mit über 6.000 neuen Fällen

Russland verzeichnet den zweiten Tag in Folge wieder mehr als 6.000 Corona-Neuinfektionen. Die Behörden melden einen Anstieg der nachgewiesenen Ansteckungen binnen 24 Stunden um 6.148 auf mehr als 1,1 Millionen. Gestern wurden erstmals seit zwei Monaten wieder mehr als 6.000 Fälle verzeichnet. 79 weitere Menschen starben den Angaben zufolge in Verbindung mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich damit auf 19.418. Russland weist nach den USA, Indien und Brasilien die meisten Infektionen weltweit auf.

20.09.2020, 14:20 Uhr – Tschechien will über Ausnahmezustand diskutieren

Sollte der deutliche Anstieg an Infektionen anhalten, könnte die tschechische Regierung den Ausnahmezustand erklären. Die Regierung solle einen solchen Schritt am Montag diskutieren, sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech. In den vergangenen 14 Tagen haben sich 100.000 Einwohner 193 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, teilte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten mit.

20.09.2020, 11:39 Uhr – Zweiter Lockdown in Großbritannien möglich

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hält einen zweiten landesweiten Lockdown als Reaktion auf die stark steigenden Corona-Infektionszahlen für möglich. „Ich schließe es nicht aus“, sagte er der BBC. „Wenn sich alle an die Regeln halten, dann können wir weitere nationale Lockdowns vermeiden, aber wir müssen natürlich bereit sein, Maßnahmen zu ergreifen, wenn es notwendig ist.“ Er wolle aber keinen zweiten Lockdwon.

20.9.2020, 9:22 Uhr – Britische Regierung führt hohe Corona-Bußgelder ein

Die britische Regierung führt in England hohe Geldstrafen bei Verstößen gegen die Corona-Schutzregeln ein. Wer etwa die Isolationspflicht nach einem positiven Corona-Test oder nach Aufforderung durch die Gesundheitsbehörden missachtet, muss künftig mit einer Geldstrafe von umgerechnet bis zu 11.000 Euro rechnen. Auch Unternehmen drohen Bußgelder - beispielsweise wenn sie Mitarbeitern mit Entlassung drohen, sollten diese die Quarantäne einhalten. Die Mindeststrafe für Verstöße liegt bei 1.100 Euro. Die neuen Regeln sollen ab dem 28. September gelten. Hintergrund der Maßnahmen ist der starke Anstieg an Neuinfektionen in Großbritannien. In mehreren Regionen wurden deshalb wieder verschärfte Schutzmaßnahmen eingeführt.

20.9.2020, 6:52 Uhr – Söder für Weihnachtsmärkte "mit klugen Konzepten"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich trotz der steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen für eine Öffnung der Weihnachtsmärkte ausgesprochen. Der "Welt am Sonntag" sagte der CSU-Chef, man müsse sich kluge Konzepte überlegen. So könnten beispielsweise Laufwege mit Eingang und Ausgang definiert werden und es müsse eine Maskenpflicht geben. Außerdem werde man den Alkoholkonsum stark reduzieren müssen. Zudem könnten die Märkte nur stattfinden, wenn das regionale Infektionsgeschehen dies zulasse.

20.9.2020, 5:05 Uhr – Scheuer kündigt Hilfen für Luftverkehrsbranche an

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will die angeschlagene Luftverkehrsbranche weiter unterstützen. Vor allem gehe es um die 22 Flughäfen in Deutschland, so der CSU-Politiker. Dort arbeiten 180.000 Menschen. Ziel sei es, Infrastruktur zu erhalten. Alles, was schließe, werde nicht wieder aufmachen, warnte Scheuer.

"Bei einem Passagieraufkommen von 20 Prozent des normalen Niveaus habe ich sehr große Sorge, dass der Erhalt dieser wichtigen Infrastruktur in Gefahr ist", sagte Scheuer. "Deshalb werde ich ein Hilfskonzept für die Flughäfen vorlegen." Der Luftverkehr gehört zu den Branchen, die am meisten von der Corona-Krise betroffen sind.

19.9.2020, 21:42 Uhr – Italien: Bis zu 1.000 Zuschauer bei Profi-Fußballspielen erlaubt

Die italienische Regierung hat grünes Licht für bis zu 1.000 Zuschauer in den Fußballspielen der Serie A gegeben. Das gab Sportminister Vincenzo Spadafora bekannt. Die Genehmigung gelte ab Sonntag. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte es keine Zuschauer mehr bei den Spielen seit März gegeben.

19.9.2020, 21:02 Uhr – FAS: Krankenhäuser reduzieren Corona-Betten

Die deutschen Krankenhäuser halten einem Medienbericht zufolge trotz steigender Infektionszahlen immer weniger Betten auf ihren Intensivstationen für Patienten frei, die schwer am neuartigen Coronavirus erkrankt sind. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) berichtet, hat die baden-württembergische Landesregierung in dieser Woche entschieden, dass künftig statt 35 Prozent nur noch zehn Prozent der Betten für diese Patienten reserviert werden sollen. Sie folgte damit der Entwicklung in anderen Bundesländern.

In Berlin sind bereits seit Juni nur noch zehn Prozent der Betten für Covid-Patienten reserviert, Niedersachsen folgte Mitte Juli. In Bayern und Brandenburg müssen die Krankenhäuser seit dem Sommer gar keine Intensivbetten mehr für Covid-Patienten freihalten, Hamburg schaffte die Quote im August ab. Anfang September kippte auch Sachsen-Anhalt die Regelung ganz.

Allein in Rheinland-Pfalz sind Krankenhäuser seit dem Frühjahr unverändert dazu angehalten, 20 Prozent ihrer Intensivbetten wegen Corona freizuhalten. Es sei nicht geplant, daran etwas zu ändern, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Mainz dem Blatt.

19.9.2020, 20:59 Uhr – Frankreich verzeichnet erneut Rekord bei Neufällen

Frankreich hat einen neuen Rekord bei den Neuinfektionen registriert. Binnen 24 Stunden kamen 13.498 Corona-Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der Toten erhöhte sich um 26 auf 31.274.

19.9.2020, 14:39 Uhr – Wirtshauswiesn als Ersatz fürs Oktoberfest?

Statt des Oktoberfests hat in München am Mittag die sogenannte Wirtshauswiesn begonnen. In mehr als 50 Gaststätten wird unter Einhaltung der Hygieneregeln Oktoberfestbier ausgeschenkt und Musik gespielt. Um 12 Uhr – dem Zeitpunkt, zu dem traditionellerweise das erste Fass vom Oberbürgermeister angestochen wird – blieb es am Samstag auf der Theresienwiese bis auf wenige Besucher in Tracht ruhig – dort hätte das Oktoberfest heute normalerweise begonnen, es wurde jedoch wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

19.9.2020, 12:23 Uhr – Lindner: „Kein zweiter Lockdown durch intelligente Maßnahmen“

Zum Auftakt des FDP-Parteitags in Berlin hat Parteichef Christian Lindner eine gesellschaftliche Kraftanstrengung gefordert, um einen weiteren Lockdown infolge der Corona-Pandemie zu verhindern. Man brauche intelligente Maßnahmen, die den Gesundheitsschutz mit dem Freiheitsschutz vereinbarten, sagte Lindner. Auf dem eintägigen Parteitag geht es unter anderem um die Wahl eines neuen Generalsekretärs.

Auf Vorschlag von Lindner soll der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing die bisherige Generalsekretärin Lina Teuteberg ablösen. Für das Treffen gelten strenge Hygienevorschriften. Es ist das erste Mal, dass eine Partei in der Corona-Pandemie eine solche Großveranstaltung abhält und ihren Parteitag nicht ins Netz verlegt.

19.9.2020, 11:31 Uhr – Spahn: Gesundheitssystem kann mit Infektionszahlen-Anstieg umgehen

Das deutsche Gesundheitssystem ist zurzeit nach Meinung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) trotz steigender Corona-Infektionszahlen noch nicht überlastet. Mit fast 2.300 Neuinfektionen an einem Tag sei zwar der höchste Wert seit April erreicht worden, schrieb Spahn auf Twitter.

Fast 2300 #COVID19-Neuinfektionen sind Tages-Höchstwert seit April. Aktuell kann unser Gesundheitssystem gut mit der Situation umgehen, aber die Dynamik in ganz #Europa besorgt. Den entscheidenden Unterschied können wir alle im Alltag machen: #AHA

Aktuell könne man aber gut mit der Situation umgehen. Gleichzeitig sei er über die Dynamik in ganz Europa besorgt. Spahn appellierte erneut an die Bürger, Abstand zu halten, Mund-Nase-Schutz zu tragen und Hygiene-Regeln zu beachten.

19.9.2020, 8:43 Uhr – Spahn will bis Oktober Impfstoff-Zuteilung regeln

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will laut einem Bericht bis Ende Oktober regeln, wie Corona-Impfstoffe in Zukunft verteilt werden sollen. Neben dem Robert-Koch-Institut sollen daran auch der Deutsche Ethikrat und Sozialwissenschaftler beteiligt werden, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe und berufen sich auf Regierungskreise. Sie sollen Grundsätze für die Verteilung erarbeiten. Das habe auch eine ethische und sozialpolitische Dimension. Spahn hat schon mehrmals gesagt, dass zuerst Menschen mit Vorerkrankungen, Ältere und Beschäftigte im Gesundheitswesen und der Pflege geimpft werden sollten.

19.9.2020, 8:11 Uhr – Wieder strengere Auflagen in vielen Ländern

Viele europäische Staaten verschärfen wegen steigender Fallzahlen ihre Corona-Auflagen. In Frankreich wurden binnen 24 Stunden mehr als 13.200 neue Fälle gemeldet – das war der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. In Paris müssen Versammlungen mit mehr als zehn Personen bei den Behörden angemeldet werden.

In der spanischen Hauptstadt Madrid gelten für bestimmte Bezirke Ausgangsbeschränkungen. Anwohner dürfen ihre Viertel nur verlassen, wenn sie zur Arbeit oder zum Arzt wollen. In den großen Städten der Niederlande gelten strengere Regeln für die Gastronomie.

19.9.2020, 6:54 Uhr – So viele Neuinfektionen in Deutschland wie seit April nicht

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat den höchsten Wert seit Ende April erreicht: Das Robert-Koch-Institut meldet knapp 2.300 neue Fälle innerhalb eines Tages. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, liegt nach RKI-Schätzungen bei 1,16. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Schnitt etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt.

18.9.2020, 22:11 Uhr – Französischer Finanzminister positiv getestet

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe aber keine Symptome, teilt er auf Twitter mit. Er werde sich für sieben Tage in Selbstisolation begeben und seinen Pflichten weiter nachkommen.

J’ai été testé positif à la COVID-19 ce soir. Je me suis immédiatement mis à l’isolement à mon domicile conformément aux règles sanitaires édictées par le gouvernement. Je ne présente aucun symptôme. Je resterai à l’isolement pendant 7 jours. Je continue à exercer mes fonctions.

Frankreich meldet zudem mehr als 13.200 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Das ist Rekord für das Land seit Beginn der Pandemie. Nach Bordeaux und Marseille haben weitere Städte ihre Schutzmaßnahmen angezogen: In Paris haben die Behörden dazu aufgerufen, dass sich nur noch maximal zehn Menschen treffen sollten. In einer Universität der französischen Hauptstadt wurden Dutzende Studenten positiv getestet. Der Campus wird vorübergehend geschlossen. Neue Einschränkungen gibt es auch in Nizza und Toulouse.

18.9.2020, 21:17 Uhr – Doch keine Fans bei Bundesliga-Spiel in Köln im Stadion

Das Bundesligaspiel des 1.FC Köln gegen TSG Hoffenheim wird an diesem Samstag doch ohne Zuschauer stattfinden. Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen könne kein Publikum im Stadion zugelassen werden, teilte die Stadt Köln mit. 9,200 Zuschauer waren zu der Begegnung erwartet worden.

Auf die Teil-Zulassung von Zuschauern für Bundesligaspiele hatten sich die Länder am vergangenen Dienstag geeinigt. Zunächst sollen bis zu 20 Prozent der eigentlichen Kapazität ausgenutzt werden. Nach sechs Wochen soll Bilanz gezogen werden, ob dies Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen während der Coronavirus-Pandemie hat.

Der #effzeh wurde am Freitagabend von der Stadt Köln darüber informiert, dass das Bundesliga-Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim ohne Zuschauer stattfinden muss. Die Prognose für die Inzidenzzahl am Samstag ist zu hoch. #KOETSG https://t.co/KIVkUgPewQ

18.9.2020, 20:51 Uhr – Niederlande verschärfen die Corona-Maßnahmen

In Amsterdam, Rotterdam und weiteren großen Städten der Niederlande werden die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus verschärft. In insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen dürfen Gaststätten künftig ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1 Uhr schließen, wie die Regierung in Den Haag mitteilte. Die Maßnahmen treten demnach am Sonntagabend in Kraft.

Feiern mit mehr als 50 Personen sind ab dann verboten. Das gilt auch für Feste im Freien. Für Veranstaltungen mit mehr Teilnehmern, etwa Konzerte, müssen Genehmigungen beantragt werden. Die Behörden in Amsterdam verfügten zusätzlich, dass die Parks nachts geschlossen werden, um illegale Partys zu verhindern.

18.9.2020, 18:12 Uhr – EU will mehr Geld für Impfstoffe aufnehmen

Die Europäische Union will nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters mehr Geld für Impfstoffe aufnehmen, um möglichen Versorgungsengpässen vorzubeugen. Nach Einschätzung der EU-Kommission könnte die Nachfrage das Angebot im nächsten Jahr deutlich übersteigen, da die Zahl der Coronavirus-Fälle weltweit schon 30 Millionen überschritten hat.

18.9.2020, 17:11 Uhr – München überschreitet Warnwert bei Neuinfektionen

München hat als erste deutsche Millionen-Stadt in diesem Spätsommer den als kritisch geltenden Wert bei den Corona-Neuinfektionen durchbrochen. Innerhalb einer Woche lag die Zahl der nachgewiesenen Neuansteckungen knapp über 50 pro 100.000 Einwohner. Wie die Stadt darauf reagiert, wurde noch nicht gesagt. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) äußerte sich so: Ein Automatismus für weitere Maßnahmen sei die Zahl 50 nicht. Insbesondere sollten neue Schul- und Kita-Schließungen vermieden werden. In München gilt derzeit ein örtlich begrenztes Alkoholverbot. Außerdem lässt die Stadt beim Auftaktspiel heute Abend in der Fußball-Bundesliga zwischen Bayern München und Schalke 04 keine Zuschauer zu.

18.9.2020, 16:29 Uhr – Schwäbisch-Alemannische Zünfte sagen Narrentreffen ab

Die Vereinigung der Schwäbisch-Alemannischen Narrenzünfte sagt wegen Corona ihre eigenen Narrentreffen im kommenden Jahr ab. Das hat der Präsident der Zünfte, Roland Wehrle, mitgeteilt. Die Sicherheitsregeln könnten nicht eingehalten werden, wenn Tausende Zuschauer und Teilnehmer zusammenkommen, hieß es zur Begründung. Ob die Fasnet trotzdem irgendwie gefeiert werden könnte, etwa mit Umzügen, ist noch nicht entschieden.

18.9.2020, 15:51 Uhr – Menschen in Baden-Württemberg halten sich an Maskenpflicht

Die Maskenpflicht in den baden-württembergischen Bahnen und Bussen wird weitestgehend eingehalten. Das hätten die Schwerpunktkontrollen der Polizei in den vergangenen Wochen gezeigt, teilte das Landesinnenministerium mit. Von den mehr als 32.000 Kontrollierten trugen demnach nur 286 keine entsprechende Bedeckung von Mund und Nase. Ihnen drohe jetzt ein Bußgeld. Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte, die Fahrgäste zeigten damit Verantwortung, Respekt und Rücksicht gegenüber ihren Mitmenschen. Das helfe im Kampf gegen das Coronavirus.

18.9.2020, 15:30 Uhr – Bund plant mit 96 Milliarden Euro neuen Schulden im kommenden Jahr

Im Kampf gegen die Corona-Krise will Finanzminister Olaf Scholz (SPD) im Bundeshaushalt 2021 rund 96 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Auch im kommenden Jahr solle die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse ausgesetzt werden, ab 2022 solle sie dann aber wieder gelten, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums. Im laufenden Jahr liegt die Neuverschuldung auf einem Rekordniveau von rund 218 Milliarden Euro. Die Bundesregierung hat milliardenschwere Hilfen beschlossen, um Jobs und Firmen zu erhalten – außerdem geht es um Investitionen in Zukunftstechnologien und die Kommunen werden entlastet.

18.9.2020, 11:33 Uhr – Corona-Fälle an mehreren Schulen im Raum Stuttgart

Wenige Tage nach dem Schulbeginn gibt es an mehreren Schulen im Raum Stuttgart erste Corona-Fälle. Betroffen sind das Gymnasium in Marbach am Neckar, eine Realschule in Herrenberg und zwei Schulen in Sindelfingen. Mehrere Klassen und Lehrer müssen vorsorglich zu Hause bleiben.

18.9.2020, 10:35 Uhr – Bund und Länder unterstützen Krankenhäuser mit vier Milliarden Euro

Die Kliniken in Deutschland werden in der Corona-Krise mit rund vier Milliarden Euro unterstützt. Das hat der Bundestag beschlossen. Der Bund wird drei Milliarden bereitstellen, die Länder wollen weitere 1,3 Milliarden Euro investieren. Die etwa 2.000 Krankenhäuser sollen mit dem Geld unter anderem dafür sorgen, dass Notfallpatienten besser versorgt werden können. Zudem sollen sie die IT-Ausstattung verbessern. Dazu gehören beispielsweise Patientenportale und die elektronische Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen.

18.9.2020, 10:23 Uhr – Bundesrat beschließt Milliardenhilfe für Städte und Gemeinden

Der Bundesrat hat dem milliardenschweren Hilfspaket für Städte und Gemeinden zugestimmt. Damit diese handlungsfähig bleiben und weiter investieren können, übernimmt der Bund zum großen Teil die Kosten für Unterkunft und Heizung in der Grundsicherung für Arbeitssuchende. Außerdem werden im laufenden Jahr einmalig die Einnahmeausfälle der Kommunen bei der Gewerbesteuer erstattet. Für das entsprechende Gesetz war es notwendig, das Grundgesetz zu ändern.

18.9.2020, 8:15 Uhr – Studie: Corona verbessert Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die Corona-Krise hat in vielen Unternehmen offenbar dazu geführt, dass sich Familie und Beruf besser vereinbaren lassen. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Von den 750 befragten Unternehmen hat demnach jedes Zweite flexiblere Arbeitszeiten eingeführt. Außerdem scheint die Pandemie auch Auswirkungen auf die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Unternehmen zu haben. So hätten fast drei Viertel der Betriebe gemeinsam mit ihren Mitarbeitern eine Lösung für Probleme bei der Kinderbetreuung gesucht. Familienministerin Franziska Giffey (SPD) erklärte, vieles von dem, was in der Pandemie plötzlich möglich gewesen sei, habe Potential für die Zukunft.

18.9.2020, 7:14 Uhr – Neuer Lockdown in Israel

Die israelische Regierung will mit einem neuen landesweiten Lockdown eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Ab heute Nachmittag müssen sich die Menschen wieder auf strenge Einschränkungen einstellen – sie sollen mindestens drei Wochen gelten. Schulen und Kindergärten sollen geschlossen bleiben. Auch Hotels, Einkaufszentren sowie Freizeitstätten und Strände müssen schließen. Restaurants dürfen nur noch außer Haus verkaufen. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind aber weiterhin erlaubt. Die Menschen dürfen sich aber nur noch in Ausnahmefällen weiter als 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen.

In Israel sind deshalb schon in der Nacht Hunderte Menschen auf die Straße gegangen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warb in einer Fernsehansprache um Verständnis.

18.9.2020, 6:53 Uhr – Lauterbach fordert konkrete Pläne für Schulen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach neue konkrete Pläne für die Schulen. Lauterbach sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, man müsse sicherstellen, dass der Präsenzunterricht weitergehen könne. Es gebe bisher zu wenige Konzepte, wie der Schulbetrieb aufrechterhalten werden solle, sollten die Zahlen der Neuinfektionen weiter steigen. Im Herbst und im Winter könnten die Fenster der Klassenzimmer nicht mehr ständig offen stehen. Nötig seien entweder Lüftungsanlagen oder Konzepte, um den räumlichen Abstand zwischen Schülern zu gewährleisten.

17.9.2020, 2:35 Uhr – Johns Hopkins: mehr als 30 Millionen Infektionen weltweit

Seit Beginn der Pandemie sind nach Angaben von US-Wissenschaftlern weltweit mehr als 30 Millionen Corona-Infektionen verzeichnet worden. Das geht aus Daten der Johns Hopkins Universität hervor. Die Zahl der Toten liegt demnach bei mehr als 943.000. Weltweit entfallen die meisten Infektionen auf die USA. Dort gibt es laut Wissenschaftlern bisher mehr als 6,6 Millionen registrierte Corona-Fälle.

17.9.2020, 23:16 Uhr – Region Madrid ruft spanische Regierung zum Handeln auf

Die Regionalregierung von Madrid hat die spanische Regierung angesichts stark steigender Corona-Ansteckungsraten in der Hauptstadt zu „entschiedenem“ Handeln aufgerufen. Die Situation in Madrid verschlechtere sich und es seien „größere Anstrengungen“ nötig, sagte der Vize-Präsident der Hauptstadtregion, Ignacio Aguado. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez bestellte Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso nach eigenen Angaben bereits zu einem Krisentreffen ein, um „eine gemeinsame Strategie“ zu finden.

Mehrere Arbeiterviertel im Süden von Madrid und südliche Vororte der Hauptstadt hatten in den vergangenen zwei Wochen teilweise mehr als 1.000 Corona-Fälle pro 100.000 Einwohnern gemeldet. In ganz Spanien wurden im Durchschnitt 285 Fälle pro 100.000 Einwohnern verzeichnet. Behördenvertreter warnen bereits vor einer Überlastung des Gesundheitssystems in Madrid.

17.9.2020, 20:39 Uhr – Hamburger Bar Katze: Bereits acht Corona-Fälle

Nach dem Corona-Ausbruch in der Bar Katze im Hamburger Schanzenviertel gehen die Behörden von rund 600 Menschen aus, die betroffen sein könnten. 500 davon aus nahezu allen Hamburger Bezirken, die das Lokal am 5., 8. oder 9. September besucht hatten, habe man bereits erreicht, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich. Viele seien schon in Quarantäne. Bislang sind nach Angaben der Behörde acht Corona-Tests positiv ausgefallen, davon die Hälfte bei Beschäftigten der Bar.

Nach etwa 100 Bar-Besucherinnen und -Besuchern werde noch gesucht. Etliche Gäste hätten falsche Kontaktdaten angegeben, sagte Helfrich. „Einige haben Fantasie-Namen eingetragen.“ Einen Überblick, wie viele der infrage kommenden Gäste sich in der Bar tatsächlich infiziert haben, werde es wahrscheinlich erst in der kommenden Woche geben.

17.9.2020, 20:00 Uhr – Opernsängerin Anna Netrebko an Corona erkrankt

Die russische Opernsängerin Anna Netrebko liegt mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus. Auf Instagram schrieb sie, ihr werde geholfen, alles werde gut. Netrebko war Anfang September zweimal im Moskauer Bolschoi-Theater aufgetreten - es waren die ersten Vorführungen nach der Schließung des Hauses wegen der Corona-Pandemie. Sie habe sich bewusst gegen die Isolation und damit für das Risiko entschieden, sagte sie.

17.9.2020, 16:55 Uhr – EU-Parlament: Kultur braucht mehr finanzielle Hilfe

Das Europaparlament hat angesichts der Coronavirus-Pandemie mehr finanzielle Unterstützung für die Kultur gefordert. Mindestens zwei Prozent des milliardenschweren Wiederaufbaufonds müsse in die europäische Kulturindustrie fließen, heißt es in einer Resolution. Nach Angaben des Parlaments entfallen in der Europäischen Union rund 7,8 Millionen Arbeitsplätze auf die Branche.

17.9.2020, 15:10 Uhr – VfB Stuttgart plant mit 8.000 Zuschauern

Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart will am Samstag im Spiel gegen den SC Freiburg 8.000 Zuschauer zulassen. Die Tickets vergibt der Verein an Dauerkarteninhaber der Vorsaison, Business-Kunden und Fanclubs. Die Stadt Stuttgart hatte zuvor die Ausrichtung von Spielen mit 12.000 Besuchern erlaubt.

17.9.2020, 13:49 Uhr – Bundesliga-Auftakt in München doch ohne Zuschauer

Das Auftaktspiel der Fußball-Bundesliga in der Münchner Allianz-Arena findet ohne Zuschauer statt. Das hat die Stadt entschieden. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) begründete die Verfügung mit den hohen Corona-Infektionszahlen in der bayrischen Hauptstadt. Die Entscheidung sei bitter für die Vereine und ihre Anhänger, die Krise sei aber eben noch nicht vorbei, sagte er. Eigentlich sollten morgen 7.500 Fans beim Spiel des FC Bayern gegen Schalke 04 im Münchner Stadion dabei sein.

17.9.2020, 13:22 Uhr – WHO warnt vor steigenden Infektionszahlen in Europa

Die Weltgesundheitsorganisation hat sich besorgt über die steigenden Corona-Infektionszahlen in Europa geäußert. Die wöchentlichen Fallzahlen seien nun höher als in der ersten Hochphase im März, hieß es. Das müsse ein Weckruf sein. Unterdessen verschärft Österreich seine Schutz-Beschränkungen weiter. Ab Montag dürften nur noch zehn Menschen private Feiern in geschlossenen Räumen besuchen, teilte Kanzler Sebastian Kurz mit. Zudem darf in Gaststätten nur noch im Sitzen gegessen und getrunken werden und auch die Maskenpflicht wird verschärft. Auch Großbritannien reagiert auf steigende Infektionszahlen. Im Nordosten Englands dürfen sich ab morgen keine Menschen aus verschiedenen Haushalten mehr treffen.

17.9.2020, 11:52 Uhr – BW: Viele Maskenverstöße im ÖPNV-Wartebereich

Das Polizeipräsidium Reutlingen zieht nach den gestrigen Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht eine gemischte Bilanz. 100 Beamte hatten sechs Stunden lang vorwiegend an Bahnhöfen und Busbahnhöfen in den Kreisen Reutlingen, Tübingen, Zollernalb und Esslingen kontrolliert. Die meisten Menschen hätten sich an die Vorschriften gehalten, so die Polizei. Hunderte Male hätten Personen die Masken in Bus und Bahn allerdings gar nicht oder nicht korrekt getragen und erst nach Aufforderung richtig aufgesetzt. Außerdem hätten rund 2.000 Kontrollierte die Maskenpflicht in den Wartebereichen nicht eingehalten. In drei Fällen musste ein Bußgeld von 250 Euro verhängt werden.

17.9.2020, 10:09 Uhr – Impfstoffproduktion: Biontech kauft Werk in Hessen

Das Mainzer Biotechnologieunternehmen Biontech hat im hessischen Marburg eine Anlage für die Herstellung eines möglichen Corona-Impfstoffes gekauft. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen dort jährlich bis zu 750 Millionen Impfdosen hergestellt werden. Nach Angaben des Unternehmens soll die Anlage in Marburg der größte Produktionsstandort von Biontech werden. Wenn es eine Zulassung gebe, werde der dort hergestellte Covid-19 Impfstoff weltweit Menschen versorgen. Geräte für die Produktion von biotechnologischen Arzneimitteln seien vorhanden und außerdem ein erfahrenes Team mit 300 Mitarbeitern. Auch in Mainz und in Idar-Oberstein wird der potentielle Impfstoff hergestellt, bislang nur für die derzeit laufende Zulassungsstudie.

17.9.2020, 6:46 Uhr –Unicef: Pandemie sorgt für mehr Kinderarmut

Die Corona-Pandemie hat weltweit 150 Millionen Kinder zusätzlich in die Armut getrieben. Das steht in einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef und der Organisation Save The Children, der Daten aus mehr als 70 Ländern ausgewertet hat. Demnach ist die Gesamtzahl der in Armut lebenden Kinder seit Ausbruch der Pandemie auf etwa 1,2 Milliarden gestiegen. Die beiden Organisationen riefen die Regierungen der Welt auf, das Problem der Kinderarmut mit hoher Priorität anzugehen.

Für den Bericht seien Daten unter anderem zu Bildung, Gesundheitssystemen oder Ernährung aus mehr als 70 Ländern ausgewertet worden. „Covid-19 und die Lockdown-Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung haben Millionen Kinder tiefer in die Armut gestürzt“, sagte Unicef-Chefin Henrietta Fore.

Familien, die gerade dabei waren, der Armut zu entkommen, sind wieder hineingezogen worden, während andere mit nie gesehenen Entbehrungen umgehen müssen. Am besorgniserregendsten ist, dass wir näher am Anfang der Krise als an ihrem Ende sind.

17.9.2020, 6:31 Uhr – RKI meldet 2.194 Neuinfektionen in einem Tag

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Donnerstagmorgen 2.194 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 265.857 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 17.9., 0.00 Uhr).

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9.371. Seit dem Vortag wurden drei Todesfälle mehr gemeldet. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 237.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Mittwochabend bei 1,00 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

16.9.2020, 20:14 Uhr – AfD-Abgeordneter im Bundestag positiv getestet

Im Bundestag ist ein AfD-Abgeordneter positiv auf Covid-19 getestet worden. Das bestätigte ein Fraktionssprecher dem ARD-Hauptstadtstudio: Der Brandenburger Politiker habe nicht an der Fraktionssitzung gestern teilgenommen, aber an einer Arbeitskreissitzung und einem Sommerfest. Sechs Abgeordnete und weitere Mitarbeiter seien nach Hause geschickt worden. Immer wieder äußern sich indes AfD-Mitglieder skeptisch über Mund-Nasen-Bedeckungen. Zum Beispiel heißt es, das Tragen von Masken dürfe nur auf Freiwilligkeit beruhen.

16.9.2020, 19:39 Uhr – Wien und Budapest sind jetzt Risikogebiete

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen hat Deutschland weitere Regionen in Europa als Risikogebiete eingestuft – und entsprechende Reisewarnung ausgesprochen. Betroffen sind unter anderem die Hauptstädte von Österreich und Ungarn, Wien und Budapest, der Schweizer Kanton Freiburg, die französische Region Hauts-de-France sowie die niederländischen Provinzen Nordholland und Südholland. Für Reiserückkehrende bedeutet das: Sie müssen sich auf eine Corona-Infektion testen lassen.

16.9.2020, 18:07 Uhr – Tübinger Forscher an neuer Corona-Studie beteiligt

Der Tübinger Datenwissenschaftler Vikas Bansal hat gemeinsam mit Forscherkollegen aus den USA untersucht, wie es dem Coronavirus gelingt, in unterschiedliche menschliche Körperzellen einzudringen. Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen fanden sie heraus, dass die Krankheit mehrere sogenannte „Hotspots“ im Körper hat. Unter anderem in den Fortpflanzungsorgangen. Selbst wenn das Virus zuerst die Atemwege infiziert, sei es wichtig zu wissen, wohin es sich ausbreitet, um entsprechende Therapien zu entwickeln, so das Fazit der Wissenschaftler. Sie untersuchten auch, welche Organe und Körperteile in welchem Ausmaß vom Coronavirus befallen wurden. Für die Studie werteten die Forscher 400.000 menschliche Zellen aus.

16.9.2020, 16:31 Uhr – Studenten in BW dürfen zurück in Hörsäle

Die Landesregierung will den Studenten den Weg zurück an die Hochschulen ebnen. Ab dem Wintersemester sollen an den Hochschulen im Land wieder mehr Präsenzveranstaltungen möglich sein, teilte das Staatsministerium am Mittwoch nach einer Sitzung der Corona-Lenkungsgruppe des Landes mit. Das sei etwa in naturwissenschaftlichen Fächern und in Laboren besonders erforderlich. Auch Erstsemester sollen Präsenzveranstaltungen besuchen können, um den Hochschulbetrieb kennenzulernen. Beim Präsenzbetrieb sollen sich die Hochschulen an die Regeln der Schulen anlehnen. Eine Vermischung von Gruppen soll möglichst vermieden werden. Hygiene- und Abstandsregeln würden gelten.

16.9.2020, 14:18 Uhr – RP: Rettungsschirm für ÖPNV steht bereit

Die Unterstützung für rheinland-pfälzische Verkehrsunternehmen mit Mitteln aus dem Rettungsschirm für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) läuft an. „Anträge können ab sofort gestellt werden“, teilte Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) mit. Es stünden rund 200 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln für den ÖPNV in Rheinland-Pfalz zur Verfügung. Damit sollen die von der Corona-Pandemie verursachten Einnahmeverluste der Betriebe und deren Ausgaben für den Infektionsschutz, beispielsweise für Trennscheiben, ausgeglichen werden. Das Land übernehme zunächst 90 Prozent der beantragten Kosten. Nach der Schlussabrechnung im nächsten Jahr bestehe dann die Möglichkeit, dass hundert Prozent der Kosten übernommen werden.

16.9.2020, 11:43 Uhr – Kabinett verlängert Kurzarbeitergeld bis 2021

Die Bundesregierung hat die Finanzhilfen für Kurzarbeit bis Mitte 2021 verlängert. Das Kabinett billigte einen entsprechenden Gesetzentwurf von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Damit verlängert sich der Anspruch auf Kurzarbeitergeld für Arbeitnehmer von 12 auf 24 Monate. Außerdem beschäftigt sich das Bundeskabinett mit der gestiegenen Zahl an Meldungen über Kinderpornografie im Internet. Ein weiteres Thema ist ein Gesetzentwurf, der Verbesserungen für Familien bei Elterngeld und Elternzeit vorsieht.

Wegen Coronavirus-Krise Kurzarbeit und Elterngeld: Zahlen und Fakten zum Kabinettsbeschluss

Millionenfach landeten Beschäftigte in Deutschland wegen der Coronavirus-Krise in Kurzarbeit. Dieses teure Rezept gegen die Krise war befristet – aber Normalbetrieb in Deutschland ist noch nicht absehbar. Deshalb hat das Kabinett für eine Verlängerung der Regelung gestimmt. Und auch für Eltern gibt es Neuigkeiten.  mehr...

16.9.2020, 10:26 Uhr – Werden gleich mehrere Impfstoffe zugelassen?

In Deutschland könnten letztendlich mehrere Impfstoffe gegen das Coronavirus zugelassen werden. Davon geht die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut aus, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe. Einzelne Impfstoffe könnten dann auch für bestimmte Gruppen besonders geeignet sein, zum Beispiel für Ältere. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es weltweit rund 170 Impfstoff-Projekte.

16.9.2020, 9:09 Uhr – Kinder sind die großen Verlierer der Corona-Krise

Die Mehrheit der Deutschen (72 Prozent) ist der Ansicht, dass die Interessen von Kindern während der Corona-Pandemie nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerkes finden 58 Prozent, dass die Interessen von Kindern nicht so stark und 14 Prozent, dass sie gar nicht berücksichtigt wurden, so das Kinderhilfswerk. Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) sagte, die Krise habe nochmal verdeutlicht, dass Kinder besondere Bedürfnisse haben und durch den Staat und die Gesellschaft geschützt werden müssten. 76 Prozent der Befragten glauben zudem, dass die Bildungschancen von Kindern während der Corona-Krise gesunken sind.

16.9.2020, 6:32 Uhr – Knapp 2.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter der Länder haben innerhalb eines Tages 1.901 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der Todesopfer mit Zusammenhang mit dem Virus stieg laut Robert-Koch-Institut auf insgesamt 9.368. Der Reproduktionswert sank gegenüber dem Vortag leicht, auf 1,04. Der Wert gibt Auskunft über das Infektionsgeschehen. Demnach steckt ein Corona-Infizierter im Durchschnitt etwas mehr als einen weiteren Menschen an.

16.9.2020, 1:47 Uhr – Irland: Regierung muss doch nicht in Quarantäne

Entwarnung in Irland: Gesundheitsminister Stephen Donnelly ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Damit seien die Pläne hinfällig geworden, die Bewegungsfreiheit der übrigen Kabinettsminister einzuschränken, sagte eine Regierungssprecherin. Zuvor hatte es geheißen, die irische Regierung begebe sich sicherheitshalber in Selbstisolation. Zudem wurde das Parlament kurzzeitig geschlossen. Donnelly hatte Covid-19-Symptome gezeigt, nachdem er an einer Kabinettssitzung teilgenommen und bei einer Pressekonferenz die jüngsten Regierungspläne für eine Wiederöffnung der Wirtschaft und des gesellschaftlichen Lebens verkündet hatte. In den vergangenen 24 Stunden meldete Irland 357 neue Corona-Infektionen, die meisten in der Hauptstadt Dublin.

16.9.2020, 1:06 Uhr – Tourismusbranche verliert 388 Milliarden Euro

Die internationale Tourismusbranche hat nach Angaben der Vereinten Nationen wegen der Corona-Pandemie einen historischen wirtschaftlichen Absturz im ersten Halbjahr 2020 verzeichnet. Wegen der vorübergehend fast vollständig zum Stillstand gekommenen Reiseaktivitäten habe es einen Umsatzverlust von 388 Milliarden Eruo gegeben. Das sei fünf Mal mehr als während der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009. Insgesamt sei die Zahl der weltweiten Touristen im ersten Halbjahr um 65 Prozent zurückgegangen. Auch der Blick in die Zukunft ist nicht optimistisch: Zwar seien touristische Reisen in einige Regionen der Welt möglich, schwache Nachfrage und fehlendes Vertrauen könnte der Tourismusbranche aber nachhaltig zusetzen, hieß es.

15.9.2020, 20:46 Uhr - Virologe Kekulé fordert europäische Strategie gegen Pandemie

Der Virologe Alexander Kekulé fordert eine europäische Strategie gegen die Corona-Pandemie. "In Europa ist das Virus außer Kontrolle, das ist ganz offensichtlich. Ich glaube, dass weder Frankreich noch Spanien das kurzfristig wieder eingefangen bekommen", sagte Kekulé im Podcast von "MDR Aktuell". Er hätte sich "eine stärkere europäische Führung und auch Steuerung des ganzen Covid-19-Problems von Anfang an gewünscht. Es ist wirklich sehr, sehr schade, dass von der Europäischen Kommission aus Brüssel da praktisch nichts gekommen ist." Das gelte etwa für die Produktion von sogenannten Antigen-Schnelltests, die schnell und unkompliziert Ergebnisse liefern.

15.9.2020, 18:54 Uhr - Sechs Wochen Testbetrieb für Fußball-Fans in Stadien

Die Bundesländer haben sich zum Start der Fußball-Bundesliga auf Regeln geeinigt, wie Fans flächendeckend wieder in die Stadien und Sporthallen gelassen werden können. Es soll einen sechswöchigen Testbetrieb unter Corona-Bedingungen mit Zuschauern geben. Die Stadion-Kapazität soll dabei deutlich eingeschränkt werden auf höchstens 20 Prozent. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht von einer Art Experiment. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden.

Fußball | Bundesliga Länder einigen sich auf sechswöchigen Testbetrieb für Fan-Rückkehr

Die Bundesländer haben sich rechtzeitig zum Start der Fußball-Bundesliga auf einheitliche Regeln zur Fan-Rückkehr geeinigt. Die Grenze liegt oberhalb einer Zahl von 1.000 Zuschauern bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität - die Regeln gelten außerdem für Handball- oder Basketballspiele.  mehr...

15.9.2020, 18:03 Uhr – Krankenkassenbeitrag soll steigen

Wegen eines Milliardenlochs bei den gesetzlichen Krankenkassen in der Corona-Krise müssen sich die Mitglieder im neuen Jahr auf etwas höhere Beiträge gefasst machen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag für 2021 soll um 0,2 Punkte auf 1,3 Prozent steigen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) vereinbarten.

Die konkrete Höhe des Zusatzbeitrags legen die Kassen dann aber jeweils selbst für ihre Mitglieder fest, sie können dabei vom Durchschnitt abweichen. Der Gesamtbeitrag umfasst daneben den allgemeinen Satz von 14,6 Prozent – im Schnitt würde er also von derzeit 15,7 Prozent auf 15,9 Prozent 2021 steigen.

Außerdem sprach Bundesgesundheitsminister Spahn bei einer Pressekonferenz über einen kommenden Impfstoff gegen das Coronavirus.

15.9.2020, 17:24 Uhr – Bund und Länder einigen sich auf Regeln zur Fan-Rückkehr

Bund und Länder haben sich rechtzeitig zum Start der Fußball-Bundesliga auf einheitliche Regeln zur Fan-Rückkehr geeinigt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen der Beratungen der Chefs der Staatskanzleien verständigten sich beide Seiten am Dienstag auf einen sechswöchigen Testbetrieb unter Corona-Bedingungen mit Zuschauern. Die Grenze liegt demnach oberhalb einer Zahl von 1.000 Zuschauern bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität.

Auch andere Hallen-Sportarten wie Handball, Basketball und Eishockey atmen angesichts überlebensnotwendiger Lockerungen auf. „Sportveranstaltungen leben von der Unterstützung der Fans, von der Atmosphäre mit Publikum – das gilt sowohl für Bundesligaspiele, als auch für den Amateur- und Breitensport“, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und fügte an: „Mit sicheren Infektionsschutzkonzepten und Grenzen bei der Kapazität können die Vereine ihre Sportstätten jetzt endlich wieder mit Leben füllen. Dabei gilt: Hygienekonzepte, Schutzmaßnahmen und ein umsichtiges Vorgehen haben Priorität.“

Das aktuelle Pandemiegeschehen wird dabei berücksichtigt. So werden keine Zuschauer zu Veranstaltungen zugelassen, wenn die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Austragungsort größer oder gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar ist. Das Abstandsgebot von 1,5 Metern muss eingehalten werden, in den Stadien herrscht Alkoholverbot. Zudem ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Einnehmen des Sitz- oder Stehplatzes Pflicht. Durch die Einigung ist die Gefahr eines Flickenteppichs vermieden.

15.9.2020, 16:20 Uhr – BW-Regierung stellt Drei-Stufen-Plan vor

Baden-Württembergs Landesregierung hat ein dreistufiges Konzept vorgelegt, das eine zweite Corona-Welle verhindern soll. Die Stufen richten sich nach der jeweiligen Zahl der Infektionen. Bei einer 7-Tage-Inzidenz unter zehn Infizierten pro 100.000 Einwohner gilt Stufe eins. Sie ist die stabile Phase unter Pandemiebedingungen, das normale Leben kann weitestgehend stattfinden. Steigt die Zahl über zehn, gilt Stufe zwei: die Anstiegsphase. Dann kann es lokale Einschränkungen geben. Steigt die Zahl der Inzidenzen über 35 pro 100.000 Einwohner, greift die Stufe drei. Dann kann es starke Einschränkungen und lokale Aufenthaltsbegrenzungen geben. Es gelte jetzt, zielgerichtet und flexibel zu reagieren, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

In Rheinland-Pfalz hat die Staatskanzlei mitgeteilt, dass die Mindestabstände der Mitglieder von Chören und Blasmusik-Kapellen verringert werden. Landeskulturminister Konrad Wolf spricht von einem weiteren Schritt in Richtung Normalität.

15.9.2020, 14:50 Uhr – Bund fördert Biontech-Impfstoff mit 375 Millionen

Die Bundesregierung unterstützt das Mainzer Unternehmen Biontech mit 375 Millionen Euro bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus. Laut Bundeswissenschaftsministerin Anja Karliczek (CDU) sind die Verhandlungen abgeschlossen. Außer Biontech wird auch das Tübinger Unternehmen Curevac mit 230 Millionen Euro gefördert. Mit IDT Biologika aus Dessau-Roßlau werde noch verhandelt. Karliczek und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hoben hervor, dass die Sicherheit des Impfstoffs höchste Priorität habe. „Auch wenn die Welt auf einen Impfstoff wartet, riskante Abkürzungen werden wir nicht nehmen“, sagte Karliczek. Ihrer Einschätzung nach ist mit einem Impfstoff für die breite Bevölkerung frühestens Mitte nächsten Jahres zu rechnen.

15.9.2020, 13:20 Uhr – Proteste: Bundesstaat in Australien lockert Regeln

Der australische Staat Victoria reagiert jetzt doch auf die Proteste von Kritikern der strengen Corona-Schutzmaßnahmen. Premierminister Daniel Andrews teilte mit, dass Menschen außerhalb von Melbourne ihre Wohnungen ab Mittwochabend wieder verlassen dürften – auch ohne zwingenden Grund. In Melbourne selbst soll sich erst mal nichts ändern. Dort hat es zuletzt teils gewalttätige Protest-Aktionen gegen die Beschränkungen und viele Festnahmen gegeben.

15.9.2020, 13:03 Uhr – Corona-Fall bei der CDU-Fraktion in BW

Wegen eines Corona-Falles in der Pressestelle der CDU-Fraktion im baden-württembergischen Landtag steht die geplante Klausur infrage. Zwölf Mitarbeiter der CDU-Geschäftsstelle sind in Quarantäne, nachdem ein Pressesprecher erkrankt ist. Auch Fraktionschef Wolfgang Reinhart und die Führung der Geschäftsstelle bleiben vorerst zu Hause. Nun wird geprüft, ob die für Mittwoch und Donnerstag geplante Fraktionsklausur der CDU stattfinden kann, teilte der Sprecher der Fraktion mit. Sei die Organisation nicht stemmbar, beispielsweise per Video-Chat, müsse die Klausur eventuell abgesagt werden. Dem Erkrankten gehe es den Umständen entsprechend gut. Von den Mitarbeitern, die sich derzeit in Quarantäne befänden, habe bislang niemand Symptome gezeigt.

15.9.2020, 12:17 Uhr – Sparkassen: Viele Mittelständler haben finanzielles Polster

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband sieht den Mittelstand finanziell gut genug gerüstet, um Umsatzeinbrüche durch die Corona-Krise zu verkraften. Der Verband hat dieses Fazit nach einer Umfrage bei Mittelständlern verschiedener Branchen gezogen. Die Eigenkapitalquote liege im Durchschnitt bei 39 Prozent. Dadurch könnten viele Unternehmen Verluste wegstecken, sagte Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis. Erwartet würden für dieses Jahr zwar ein Umsatzrückgang und Gewinneinbrüche. Dennoch bleibe der Mittelstand rentabel. Die durchschnittliche Umsatzrendite liege bei 3,5 Prozent.

15.9.2020,11:41 Uhr – 54 Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz

Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz hat am Dienstag 54 neue Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Damit liegt die Zahl der bisher bekannten Fälle bei 9.822. Im Moment sind 862 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert, 8.713 gelten als genesen und 247 Personen sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Die meisten Fälle meldete in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner die Stadt Mainz mit 27 Fällen, gefolgt von Worms (23). Mit je 16 Fällen kommen die Städte Ludwigshafen und Frankenthal auf Rang drei. Pirmasens und der Rhein-Lahn-Kreis verzeichneten in den letzten sieben Tagen keine Neuinfektionen.

15.9.2020, 8:17 Uhr – BW: So soll ein zweiter Lockdown verhindert werden

Die baden-württembergische Landesregierung will am Dienstag in einer Pressekonferenz ein neues Konzept verabschieden, um bei einer zweiten Corona-Welle einen landesweiten Lockdown zu verhindern. Die Kabinetts-Vorlage, die dem SWR vorliegt, sieht dafür ein Drei-Stufen-Konzept vor. Die erste Stufe ist gleichbedeutend mit der derzeit aktuellen, stabilen Phase unter Pandemie-Bedingungen. Die zweite Stufe beinhaltet strengere Kontrollen der geltenden Regeln, wenn die Infektionszahlen landesweit ansteigen. Die kritische Stufe drei beginnt, wenn es innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt. Dann sollen in den betroffenen Regionen weitere Einschränkungen greifen. Lokal sei auch ein Lockdown möglich. Landesweite Schließungen sollen so umgangen werden.

15.9.2020, 7:23 Uhr – Testzentren in RP werden zurückgefahren

Reiserückkehrer aus Ländern, die nicht als Corona-Risikogebiete gelten, können sich ab Dienstag nicht mehr kostenlos auf das Virus testen lassen. Auf die Regelung hatten sich Bund und Länder geeinigt, um die Testlabore wieder zu entlasten. Deswegen werden die Corona-Testzentren in Rheinland-Pfalz zurückgefahren. Laut Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) besteht nach Ferienende immer weniger Bedarf. Die Einrichtungen am Flughafen Hahn und in den Grenzregionen zu Luxemburg, Frankreich und Belgien sind nun nur noch an den Wochenenden geöffnet. In Landau hat sich die Stadt entschieden, das Zentrum als kommunale Teststation in Eigenregie weiter zu betreiben.

15.9.2020, 6:12 Uhr – Marseille und Bordeaux verschärfen Corona-Beschränkungen

Die französischen Städte Marseille und Bordeaux haben ihre Corona-Beschränkungen verschärft. Unter anderem sind große Versammlungen wieder verboten, Besuche in Altersheimen werden eingeschränkt. Mit zuletzt 275 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschreitet Marseille den Corona-Warnwert von 50 um mehr als das Fünffache. Selbst in Paris liegt die Fallzahl aktuell nur halb so hoch. Die öffentlichen Krankenhäuser haben die Zahl der Notfallbetten für Corona-Patienten auf 139 aufgestockt, es gibt 32 Beatmungsplätze. Ein großer Teil ist bereits belegt. Ähnlich ist die Situation in Bordeaux.

15.9.2020, 5:26 Uhr – Weniger Menschen nutzen öffentliche Verkehrsmittel

Wegen der Corona-Pandemie nutzen viel weniger Menschen öffentliche Verkehrsmittel. Das zeigt eine Untersuchung im Auftrag des Deutschen Städte- und Gemeindebunds und des Städtetags. Demnach ist der Anteil der Autopendler wieder gestiegen, ebenso der Fahrradverkehr. Für eine Verkehrswende empfiehlt die Studie, Geh- und Radwege auszubauen und mehr Geld in den Öffentlichen Nahverkehr zu investieren.

15.9.2020, 5:09 Uhr – RKI: 1.407 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut aktuell 1.407 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das waren 480 mehr als am Sonntag. Damit stieg die Zahl der Coronavirus-Fälle in Deutschland auf insgesamt 261.762. Die Zahl der Menschen, deren Tod mit Covid-19 in Verbindung steht, ist den Angaben zufolge um 12 auf 9.362 gestiegen.

15.9.2020, 3:37 Uhr – Gratis-Coronatests für Urlauber aus Nicht-Risikogebieten enden

Reiserückkehrer aus einer Region, die nicht als Corona-Risikogebiet eingestuft ist, haben keinen Anspruch mehr auf kostenlose Tests. „Für die Urlaubszeit war es wichtig, möglichst alle Reisende auf das Coronavirus zu testen. Mit Blick auf Herbst und Winter konzentrieren wir die Tests jetzt wieder stärker aufs Inland“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Für Rückkehrer aus Risikogebieten bleibe es vorerst bei der Testpflicht plus Quarantäne bis zu einem negativen Ergebnis. Tests für sie bleiben auch kostenlos. Bis Ende des Monats würden die Regeln für Reiserückkehrer aber überarbeitet, so Spahn. Welche Länder für Urlauber als Risikogebiete gelten, legt die Bundesregierung fest. Sie sind auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts aufgelistet.

15.9.2020, 0:24 Uhr – Rückholaktion: Bund hat bislang 2,7 Millionen Euro zurückbekommen

Der Bund hat von deutschen Urlaubern für die Corona-Rückholaktionen bisher 2,7 Millionen Euro zurückbekommen. Das berichtet die Bild-Zeitung und beruft sich auf das Auswärtige Amt. Bei vielen Bescheiden laufe die Zahlungsfrist noch. Für die Heimreise von den Kanaren wurden demnach 200 Euro in Rechnung gestellt. Für den Rückflug aus der Karibik wurden 500 Euro fällig. Wer aus Neuseeland oder Australien zurückgeholt werden musste, soll 1.000 Euro zahlen. Der Bund hatte im März und April rund 240.000 Urlauber in gecharterten Maschinen zurückgeholt. Die Kosten beliefen sich auf über 90 Millionen Euro.

14.9.2020, 16:29 Uhr – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mutmaßliche Superspreaderin

Die Münchener Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die mutmaßliche Superspreaderin von Garmisch-Partenkirchen. Dabei geht es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung. Der 26-jährigen Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, droht ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro. Sie soll trotz Krankheitssymptomen durch verschiedene Kneipen gezogen sein und mehrere Menschen angesteckt haben. Eigentlich hätte sie bis zum Ergebnis ihres Tests in Quarantäne bleiben müssen.

14.9.2020, 15:48 Uhr – BW: Steuerausfälle wegen Corona-Krise geringer als erwartet

Baden-Württemberg muss wegen der Corona-Krise zwar mit weiteren massiven Steuerausfällen rechnen — der Einbruch fällt aber nicht so deutlich aus wie noch im Frühjahr angenommen. Die außerordentliche Steuerschätzung geht für 2020 und 2021 von einem Rückgang der Steuereinnahmen um rund 4,4 Milliarden Euro aus, wie das Finanzministerium in Stuttgart mitteilte.

14.9.2020, 14:02 Uhr – Italien: Schulstart nach sechs Monaten Pause

Nach sechs Monaten sind in Italien die Schulen wieder geöffnet worden — in keinem anderen Land waren sie so lange geschlossen. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gelten strenge Vorsichts- und Schutzmaßnahmen. Außerhalb des Unterrichts und in den Klassenräumen, in denen der Abstand nicht eingehalten werden kann, müssen Schüler über sechs Jahren einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Unterricht soll teilweise auch im Freien stattfinden. Eltern sind zudem dazu aufgerufen, bei ihren Kindern vor Schulstart jeden Morgen Fieber zu messen.

14.9.2020, 9:55 Uhr – Trump verstößt bei Wahlkampf-Veranstaltung gegen Corona-Auflagen

US-Präsident Donald Trump hat im Bundesstaat Nevada bei einer Wahlveranstaltung erneut gegen die Corona-Auflagen gestoßen. Über eine Stunde lang sprach er in einer Halle eines Baumaschinenherstellers in der Stadt Henderson. Das Publikum stand dicht gedrängt und trug zum größten Teil keine Masken. Eine Sprecherin der Stadt sagte CNN, die Veranstaltung verstoße gegen die Corona-Bestimmungen des Bundesstaats. Versammlungen von mehr als 50 Personen sind in Nevada demnach zurzeit verboten. Die Firma könne als Gastgeber der Veranstaltung ihre Geschäftslizenz verlieren. Kurz vor Beginn der Veranstaltung kritisierte Gouverneur Steve Sisolak Trump scharf. Der Präsident handele „rücksichtslos und egoistisch“ und bringe "zahllose Menschenleben" in Gefahr, twitterte Sisolak.

Tonight, President Donald Trump is taking reckless and selfish actions that are putting countless lives in danger here in Nevada.

14.9.2020, 9:44 Uhr – Breitenauer See bei Heilbronn nicht mehr gesperrt

Mit Schulbeginn ist auch der Breitenauer See bei Heilbronn ab heute wieder zum Schwimmen freigegeben. Allerdings nur von Montag bis Donnerstag. Seit Juli war der See gesperrt – wegen der Corona-Ansteckungs-Gefahr bei zu vielen Menschen. An einem heißen Wochenende waren damals rund 10.000 zum See gekommen.

14.9.2020, 8:47 Uhr – IW-Institut rechnet mit spürbarer Erholung der deutschen Wirtschaft

Nach Meinung des Institutes der deutschen Wirtschaft (IW) hat die Industrie gute Chancen, sich von den Folgen der Corona-Pandemie zu erholen. Glücklicherweise habe man im Sommer dank niedriger Corona-Fallzahlen wieder aufholen können, sagte der Direktor des als arbeitgebernah geltenden Institutes, Michael Hüther. Die staatlichen Hilfen und die Bauwirtschaft würden die Konjunktur ankurbeln. Setze sich diese Entwicklung fort, werde zum Jahreswechsel 2021/2022 das Vorkrisenniveau wieder erreicht. Für das laufende Jahr rechnet das Institut mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von rund 6,2 Prozent. Voraussetzung dafür sei aber, dass es keinen zweiten Lockdown gebe, so Hüther.

14.9.2020, 6:45 Uhr – In Baden-Württemberg geht die Schule wieder los

In Baden-Württemberg beginnt heute für 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler das neue Schuljahr. Die Lehrer unterrichten wieder im Klassenzimmer nach festem Stundenplan – allerdings immer nur in der gleichen Gruppe. So soll die Schließung ganzer Schulen verhindert werden, weil bei einer Corona-Infektion nur die betroffene Klasse in Quarantäne müsste. Außerhalb des Unterrichts gilt für alle Schüler ab der 5. Klasse Maskenpflicht, auch Lehrer und Schulpersonal müssen im Schulhof und auf den Gängen Masken tragen. Welche weiteren Regeln gelten, haben wir hier zusammengefasst.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) forderte die Schüler auf, wegen der Corona-Krise weiter vorsichtig zu sein und die Hygieneregeln einzuhalten. Lehrer-Gewerkschaften kritisieren, die Schulen seien nicht gut genug auf den Start vorbereitet.

14.9.2020, 4:59 Uhr – RKI meldet 927 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

In Deutschland wurden innerhalb eines Tages 927 neue positive Coronavirus-Tests registriert, das gab das Robert-Koch-Institut bekannt. Zudem habe es einen weiteren Todesfall gegeben. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Deutschland liegt damit bei 260.355, die der Todesfälle bei 9.350.

14.9.2020, 4:22 Uhr – Kritik am Bordellverbot in Rheinland-Pfalz

Bordellbetreiber und Prostituierte kritisieren, dass Bordelle in Rheinland-Pfalz auch nach der neuen Corona-Verordnung weiter geschlossen bleiben müssen. Der Unternehmerverband Erotikgewerbe teilte dem SWR mit, elf Bundesländer würden inzwischen Bordelle wieder öffnen. Es sei nicht nachvollziehbar, dass Rheinland-Pfalz sich querstelle. Der Anwalt des Verbands sagte, das Verbot verstoße gegen das Gleichheitsprinzip im Grundgesetz. So dürften Fitnessstudios öffnen, während Bordelle geschlossen blieben, obwohl der Ausstoß an Aerosolen in beiden Fällen vergleichbar sei. Auch Prostituierte kritisieren, dass Rheinland-Pfalz das Bordellverbot verlängert hat.

14.9.2020, 3:32 Uhr – WHO: Neuer Rekord an registrierten Neuinfektionen

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben sich weltweit so viele Menschen wie noch nie binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Die WHO registrierte fast 308.000 Neuinfektionen an einem einzigen Tag - das sind rund 1.000 Fälle mehr als beim jüngsten Höchststand vor einer Woche. Die meisten Fälle gab es demnach in Indien, den USA ,Brasilien und Spanien. Damit sind seit Bekanntwerden des Erregers Sars-CoV-2 Ende vergangenen Jahres weltweit mehr als 28,6 Millionen Infektionen gemeldet worden. Die Dunkelziffer ist allerdings nach Einschätzung von Experten erheblich.

13.9.2020, 22:41 Uhr – Weber: Keine EU-Hilfsgelder für chinesische Firmen

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber will verhindern, dass chinesische Firmen von EU-Geld profitieren. "Das Geld der europäischen Steuerzahler sollte weder direkt noch indirekt chinesischen staatlichen Unternehmen, Projekten oder Technologien zugutekommen", sagte der Chef der konservativen Parteien im Europaparlament der Süddeutschen Zeitung. Außerdem müssten strategisch wichtige Firmen in den 27 EU-Staaten, die aufgrund der Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten seien, vor Übernahmen geschützt werden. Weber äußerte sich anlässlich des Online-Gipfeltreffens morgen, an dem unter anderem Kanzlerin Angela Merkel (CDU), EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Chinas Präsident Xi Jinping teilnehmen.

13.9.2020, 20:22 Uhr – Israel ab Freitag wieder im Lockdown

Wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen steht Israel ein neuer landesweiter Lockdown bevor. Ab kommenden Freitag würden Schulen, Restaurants, Einkaufszentren und Hotels wieder geschlossen, kündigte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einer Fernsehansprache an. Auch Ausgangsbeschränkungen werde es geben. Gelten sollen die Regeln für mindestens drei Wochen.

13.9.2020, 18:00 Uhr – Tag des offenen Denkmals erstmals digital

Der Tag des offenen Denkmals hat erstmals digital stattgefunden. Die auf einer Online-Plattform präsentierten Angebote seien sehr gut angenommen worden, teilte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit. Hunderte Denkmalstätten beteiligten sich demzufolge mit mehr als 1.200 Beiträgen, darunter Filme, digitale Rundgänge, Fotoreihen und Podcastst.

13.10.2020, 16:00 Uhr – Adidas profitiert von Homeoffice

Der Sportartikelhersteller Adidas profitiert nach eigenen Angaben vom Trend zu legerer Kleidung im Homeoffice. „Wer nicht rausgeht, sitzt in Adiletten und T-Shirt im Homeoffice“, sagte Unternehmenschef Kasper Rorsted der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Dort seien die Leute „sehr viel lockerer bekleidet als im Büro“.

13.9.2020, 12:13 Uhr – 16 Boxer aus deutschem Nationalteam infiziert

Von den 18 Boxern der deutschen Nationalmannschaft haben sich 16 mit Corona infiziert. Diese Zahl hat der Deutsche Boxsport-Verband am Mittag bekannt gegeben. Die Athleten waren zusammen im Trainingslager in Österreich. Dort sind sie jetzt in ihren Zimmern isoliert.

13.9.2020, 10:23 Uhr – Österreichs Kanzler Kurz: Zweite Welle beginnt

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sieht sein Land am Beginn einer zweiten Corona-Infektionswelle. Kurz sagte, er rechne damit, dass die Ansteckungszahlen weiter stark anstiegen. Waren es vor zwei Wochen noch rund 350 Ansteckungen täglich, gab es am Samstag bereits über 850. Als besonders dramatisch beschrieb Kurz die Lage in Wien, wo die Hälfte aller Neuinfektionen in Österreich gemeldet wurden.

13.9.2020, 9:56 Uhr – Charité: Weniger Intensivpatienten trotz steigender Infektionszahlen

Deutschlands größte Uni-Klinik, die Berliner Charité, meldet trotz steigender Infektionszahlen weniger schwere Corona-Erkrankungen. Aktuell habe man zehn Patienten auf den Intensivstationen, sagte Charité-Vorstandschef Heyo Kroemer der Berliner Morgenpost. Diese zehn Intensivpatienten seien bereits seit der ersten Infektionswelle in der Klinik. Neben dem jüngeren Durchschnittsalter der Neuinfizierten könnte mehr Erfahrung im Umgang mit Corona-Patienten eine Erklärung sein, so Kroemer. Ältere Menschen seien durch Maskentragen und Abstandhalten besser geschützt als im Frühjahr. Mit Verweis auf die Situation in den USA sprach sich Kroemer aber gegen weitere Lockerungen der Corona-Auflagen aus.

13.9.2020, 7:16 Uhr – Reiseverband kritisiert Quarantäne-Regeln für Urlaubsrückkehrer

Der deutsche Reiseverband kritisiert die neuen Quarantäne-Regeln für Urlaubsrückkehrer. Sie seien faktisch ein Berufsverbot für Reisebüros und Veranstalter, sagte Verbandschef Norbert Fiebig der Bild am Sonntag. Wenn jemand aus einem Risikogebiet nach Deutschland kommt, muss er für 14 Tage in Quarantäne. Bund und Länder haben beschlossen, dass man die Quarantäne frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test beenden kann.

Reiseverbandschef Fiebig sagt: Für den Winter gebe es dadurch fast keine Reise, die Veranstalter verkaufen könnten. Er kritisiert auch die Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), im Herbsturlaub in Deutschland zu bleiben. Allein in Bayern gebe es drei Corona-Hotspots. Die spanischen Inseln Lanzarote, Formentera und Mencora hätten keinen einzigen Hotspot. Sie gelten aber als Risikogebiet. Das sei absurd und schade der deutschen Reisewirtschaft.

13.9.2020, 5:30 Uhr – Patientenschützer: Bundestag soll Impfstrategie mitentscheiden

Bei der Entwicklung einer Impfstrategie gegen das Coronavirus muss nach Ansicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz auch der Bundestag einbezogen werden. Vorstand Eugen Brysch sagte, die Entscheidung darüber, wer zuerst geimpft werde, dürfe nicht allein Beamten oder Wissenschaftlern überlassen werden. Nur die Abgeordneten verfügten über die demokratische Legitimation. Die Ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut ist bereits damit beauftragt, ein Konzept zu entwickeln.

13.9.2020, 4:24 Uhr – Virologe Streeck spricht sich für neuen Umgang mit Infektionszahlen aus

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich für einen Strategiewechsel im Umgang mit Corona-Infektionszahlen ausgesprochen. Der Welt am Sonntag sagte er, die Zahl der positiv getesteten Menschen steige in Deutschland und Europa zwar signifikant an - gleichzeitig gebe es aber kaum einen Anstieg der Todeszahlen. Gesellschaftlich gesehen seien Infektionen ohne Symptome nicht zwangsläufig problematisch - die Betroffenen seien vielmehr zumindest für einen kurzen Zeitraum immun und könnten zum pandemischen Geschehen nicht mehr beitragen. Gleichzeitig betonte Streeck, weder Forschern noch Politikern sei der einzig richtige Umgang mit der Pandemie bekannt - man müsse Wege ausprobieren und dabei auch Fehler machen dürfen.

13.9.2020, 4:15 Uhr – RKI meldet 948 Neuinfektionen

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts stieg die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland am Samstag um 948. Zwei weitere Todesfälle seien gemeldet worden.

13.9.2020, 2:00 Uhr – Mehr Corona-Neuinfektionen in Frankreich und Österreich

Sowohl in Frankreich als auch in Österreich registrieren die Behörden immer mehr Corona-Neuinfektionen. So stieg die Zahl der gemeldeten Ansteckungen in Frankreich wieder auf mehr als 10.000 innerhalb von 24 Stunden. Die Behörden in Österreich meldeten innerhalb eines Tages 869 neue Fälle - so viele wie zuletzt Ende März. Ab Montag gelten dort strengere Schutzmaßnahmen wie eine Maskenpflicht in allen Geschäften.

12.9.2020, 19:50 Uhr – Demonstrationen in mehreren Städten

Unter strengen Auflagen haben in mehreren deutschen Städten Menschen gegen die staatliche Corona-Politik protestiert. Die Demonstrationen blieben friedlich, mehrfach kam es jedoch zu Verstößen gegen die Maskenpflicht.

Merkel zeigt Verständnis für Demonstranten Tausende demonstrieren gegen Corona-Auflagen

In mehreren deutschen Städten haben Tausende Menschen gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert - unter anderem in Wiesbaden, Hannover, Leipzig und München.  mehr...

12.9.2020, 16:50 Uhr – AstraZeneca setzt Impfstofftests fort

Die Universität Oxford will die Tests mit einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca wieder aufnehmen. Der Verdacht, dass eine Probandin unter möglichen schweren Nebenwirkungen leide, sei ausgeräumt worden.

12.9.2020, 15:13 Uhr – Corona-Ausbruch in Garmisch auf Superspreaderin zurückzuführen

Der heftige Corona-Ausbruch im bayerischen Garmisch-Partenkirchen soll auf eine Reiserückkehrerin zurückgehen. Die junge Frau soll in mehreren Lokalen unterwegs gewesen sein, obwohl sie Symptome hatte, sagte Landratsamts-Sprecher Stephan Scharf. Sie wäre damit eine sogenannte Superspreaderin. Die 26-Jährige kam laut Landratsamt vor wenigen Tagen aus dem Urlaub im EU-Ausland nach Deutschland zurück. Darauf soll sie sich mehrere Tage ins Nachtleben von Garmisch-Partenkirchen gestürzt haben – obwohl sie schon Symptome der Krankheit hatte. Angaben, die Frau stamme aus den USA, korrigierte das Landratsamt am Nachmittag. Es habe ein Übermittlungsproblem gegeben.

12.9.2020, 14:30 Uhr – Mehr als 28 Millionen Infizierte weltweit

Weltweit haben sich mehr als 28,3 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 910.000 Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die mit Abstand meisten Infektionszahlen verzeichnen die USA gefolgt von Indien, Brasilien und Russland.

12.9.2020, 12:04 Uhr – 14 Festnahmen bei Anti-Corona-Maßnahmen in Melbourne

Im australischen Melbourne sind bei einer Demonstration von etwa 100 Gegnern der Anti-Corona-Maßnahmen nach Polizeiangaben 14 Personen festgenommen worden. Die Stadt gilt als Brennpunkt des ansonsten verhältnismäßig moderaten Virusausbruchs in Australien. Ein seit Wochen geltender strenger Lockdown in der Stadt hätte eigentlich am Sonntag aufgehoben werden sollen, wurde aber um weitere zwei Wochen verlängert.

12.9.2020, 11:03 Uhr – Anti-Corona-Maßnahmen-Proteste in Neuseeland

Im neuseeländischen Auckland sind Hunderte Menschen auf die Straße gegangen, um gegen Maßnahmen der
Regierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu protestieren. Auf Fernsehbildern waren dicht gedrängt Demonstranten zu sehen, von denen viele keinen Mund-Nase-Schutz trugen. In Neuseelands größter Stadt waren die Auflagen verschärft worden, als es im August zu einem neuen Ausbruch der Krankheit kam. Versammlungen
von mehr als zehn Personen sind seitdem verboten.

12.9.2020, 10:40 Uhr – Spanien Thronfolgerin Prinzessin Leonor in Quarantäne

Spaniens Thronfolgerin Prinzessin Leonor hat sich in Quarantäne begeben, teilte das Königshaus in Madrid mit. In ihrer Schule in Madrid habe es einen Covid-19-Fall gegeben. Wie die anderen Schüler werde sich auch die 14-Jährige einem Corona-Test unterziehen, sagte ein Sprecher. Leonors Eltern, König Felipe und Königin Letizia, würden vorerst weiter ihren Tätigkeiten nachgehen. In der vergangenen Woche hatte in Spanien für acht Millionen Kinder und Jugendliche die Schule begonnen. Wegen Corona-Fällen wurden aber einige Schulen und einzelne Klassen schon wieder geschlossen. Spanien ist mit mehr als 566.000 bekannten Infektionen so stark von der Pandemie betroffen wie kein anderes Land in Westeuropa.

12.9.2020, 9:17 Uhr – Mehr als 1.600 Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet 1.630 Corona-Neuinfektionen. Damit haben sich den Angaben zufolge in Deutschland mittlerweile nachweislich 258.480 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle habe sich um fünf auf 9.347 erhöht.

12.9.2020, 5:21 Uhr – Corona-Fälle in Garmisch-Partenkirchen stark angestiegen

In Garmisch-Partenkirchen ist die Zahl der Corona-Fälle sprunghaft angestiegen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz (Zahl der Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche) überschritt im Landkreis die kritische Marke von 50. Es sei in der vergangene Woche zu „Besuchen hochinfizierter Personen in mehreren Gaststätten gekommen“, teilte das Landratsamt mit. Der Kreis rechnet jetzt mit vielen Folgeansteckungen, die Kontakte der Infizierten könnten nicht mehr alle nachvollzogen werden. In Gastatätten und bei privaten Veranstaltungen gibt es hier wieder schärfere Kontaktbeschränkungen. Der größte Teil der Neuansteckungen gehe auf eine infizierte junge Frau zurück, sagte ein Sprecher des Landkreises der Bild-Zeitung: „Weil sie trotz Symptomen meinte, sich vergnügen zu müssen.“

12.9.2020, 02:24 Uhr – Kelber: Gastronomie geht zu Lax mit Kontaktdaten um

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber (SPD) kritisiert, dass in der Gastronomie zu lax mit den Corona-Kontaktdaten der Gäste umgegangen wird. In einigen Restaurants und Cafés würden einfachste Datenschutz-Regeln missachtet, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Beispielsweise gebe es offene Listen an den Eingängen. „Wer möchte, dass die Leute in diese Listen nicht Micky Maus reinschreiben und als Telefonnummer 123456, der sollte die Datenerhebung auf ihre Kernfunktion – den Infektionsschutz – zurückführen“, sagte er. Außerdem würden die Daten zu lange aufbewahrt. Kelber schlägt vor, Umschläge auf die Tische zu legen, die sofort verschlossen werden. Die sollten nach 14 Tagen geschreddert werden.

11.9.2020, 20:20 Uhr – Spanien meldet neuen Rekord bei Neuinfektionen

In Spanien ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen auf den Rekordwert von 12.183 geklettert. Nach Angaben der Zeitung El País ist das der höchste Anstieg seit Beginn der Pandemie. Das Gesundheitsministerium teilte mit, es handele sich dabei zu einem großen Teil um nachgemeldete Fälle. Spanien gilt seit Wochen als Risikogebiet. Das Auswärtige Amt rät von Reisen dorthin ab.

11.9.2020, 18:20 Uhr – Frankreich plant keinen weiteren Lockdown

Frankreich plant nach Worten von Ministerpräsident Jean Castex keinen neuen landesweiten Lockdown. Stattdessen werde die Regierung auf eine Reihe weniger radikaler Maßnahmen setzen, sagt Castex. Er forderte besonders schwer getroffene Regionen auf, bis Montag neue Maßnahmen im Kampf gegen das Virus vorzulegen. Dazu zählen die Städte Marseille und Bordeaux sowie das Überseegebiet Guadeloupe. Zugleich mahnte er, Abstandsregeln einzuhalten. Außerdem gelten nun insgesamt 42 Départements als Risikogebiete. Zuvor waren es knapp 30.

Frankreich verzeichnet seit Tagen hohe Zahlen von Neuinfektionen. Am Abend meldete das französische Gesundheitsministerium 9.406 positive Test und 40 weitere Todesfälle. 30.893 Menschen sind in Frankreich bereits im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

11.9.2020, 17:01 Uhr – Spaniens Gesundheitsminister Illa rügt US-Präsident Trump

Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa hat eine Äußerung von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, die USA gingen sehr viel besser mit der Corona-Pandemie um als die EU. „Niemand ist in einer Position, Lektionen zu erteilen, und bei allem Respekt gegenüber der amerikanischen Nation, am wenigsten ihr derzeitiger Präsident“, sagte Illa im Fernsehsender TVE. „Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man internationale Vergleiche macht. Jedes Land hat seine Besonderheiten, wenn es darum geht, Daten zur Verfügung zu stellen.“ Trump hatte am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus behauptet, die USA seien in der Pandemie „viel besser als die Europäische Union“ gewesen.

11.9.2020, 15:23 Uhr – EU unterstützt Blutplasma-Forschung bei Covid-19-Patienten

Die EU gibt vier Millionen Euro für die Forschung zu Blutplasma-Behandlungen von Covid-19-Patienten. Dabei wird Blutplasma wieder genesener Patienten an Erkrankte gegeben, um deren Abwehrkräfte zu stärken. EU-Forschungskommissarin Marija Gabriel sprach von einer sehr vielversprechenden Behandlungsform. Allerdings müsse man noch mehr über Wirksamkeit und Sicherheit wissen, damit ernste Nebenwirkungen ausgeschlossen werden könnten.

11.9.2020, 12:33 Uhr – Fast 100.000 Corona-Neuinfektionen in Indien

In Indien breitet sich das Corona-Virus weiterhin rasant aus. Das Gesundheitsministerium meldete fast 100.000 bestätigte Neuinfektionen seit gestern. Damit steigt die Gesamtzahl auf mehr als 4,5 Millionen. Indien ist nach den USA das zurzeit am stärksten von der Pandemie betroffene Land weltweit.

11.9.2020, 11:58 Uhr – Dreyer: Fastnacht, wie wir es kennen, kann es nicht geben

Nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) müssen Fastnacht und Karneval in der nächsten Kampagne anders stattfinden als sonst. Wegen Corona sei nicht vorstellbar, dass Menschen stundenlang auf engstem Raum gemeinsam singen und schunkeln, sagte Dreyer nach Gesprächen mit Karnevalsvertretern. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass man andere Formate finden könne, beispielsweise Livestreams.

Feiern mit Corona Südwest-Narren wollen Corona-konforme kleine Veranstaltungen

Keine großen Umzüge, keine Bälle, keine Partys: Die Narren im Südwesten haben sich coronabedingt auf eine Fastnacht in abgespeckter Form geeinigt. Wie auch in Rheinland-Pfalz soll es mehrere kleine Veranstaltungen mit Hygienekonzept geben.  mehr...

11.9.2020, 10:42 Uhr – Arzt: „Im März hätte Berlusconi nicht überlebt“

Hätte sich Italiens ehemaliger Regierungschef Silvio Berlusconi schon im März oder April mit dem Coronavirus infiziert, wäre er nach Ansicht seiner Ärzte an der Krankheit gestorben. „Die Viruslast beim Nasen-Rachen-Abstrich von Berlusconi war dermaßen erhöht, dass das im März oder April sicherlich nicht so einen glücklichen Ausgang wie jetzt gehabt hätte“, sagte Professor Alberto Zangrillo im TV-Sender La7. „Ob es ihn umgebracht hätte? Absolut ja, sehr wahrscheinlich ja, und er weiß das.“ Der 83-Jährige wird seit gut einer Woche wegen einer Infektion mit dem Coronavirus im Mailänder Krankenhaus San Raffaele behandelt und ist mittlerweile auf dem Weg der Besserung.

11.9.2020, 7:13 Uhr – Frankreich: So viele Infizierte in 24 Stunden wie noch nie

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter und hat einen neuen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden wurden am Donnerstag 9.843 neue Fälle verzeichnet, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Das sei die höchste Zahl in Frankreich seit Beginn der Pandemie. Unser Nachbarland ist mit seinen etwa 67 Millionen Einwohnern eines der am stärksten von Corona betroffenen Länder in Europa. An diesem Freitag will die Regierung über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten. Der wissenschaftliche Beirat forderte die Regierung zum Handeln auf.

11.9.2020 – Zahl der Neuinfektionen in Deutschland bleibt stabil

Das Robert-Koch-Institut meldet 1.484 Corona-Neuinfektionen. Damit haben sich den Angaben zufolge in Deutschland nun nachweislich 256.850 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle habe sich um einen auf 9.342 erhöht. Etwa 230.600 Menschen gelten als genesen.

11.9.2020, 02:53 Uhr – Studie: Vertrauen in Impfung in Europa gering

Das Vertrauen in Impfungen ist einer Studie zufolge in Europa geringer als in anderen Teilen der Welt, etwa in Afrika. Beeinflusst werde das Vertrauen in Impfungen etwa von der politischen Stabilität eines Landes und von Falschinformationen im Internet. Was einen Impfstoff gegen das neue Coronavirus angehe, seien viele Menschen besorgt über die Schnelligkeit der Entwicklung, sagte Studienleiterin Heidi Larson von der London School of Hygiene & Tropical Medicine. „Aber die Öffentlichkeit ist nicht wirklich an Geschwindigkeit interessiert, sondern an Sorgfalt, Effektivität und Sicherheit.“ Für die Studie wurden im vergangenen Jahr mehr als 284.000 Personen befragt.

11.9.2020, 01:19 Uhr – Fast 10.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Frankreich

Frankreich meldet fast 10.000 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus innerhalb von 24 Stunden. Das ist die höchste Zahl in Frankreich seit dem Beginn der Pandemie. 19 weitere Menschen sind am oder mit dem Virus gestorben. Fast ganz Frankreich gilt aktuell als Risikogebiet.

11.9.2020, 00:10 Uhr – Warum die US-Demokraten das Hilfspaket im Senat blockierten

Die US-Politik kann sich weiterhin nicht auf ein neues Konjunkturpaket einigen, das unter anderem zusätzliche Hilfen für Arbeitslose bringen soll. Die Demokraten blockierten einen rund 500 Millionen Dollar schweren Plan der Republikaner im Senat. Das Paket sei unzureichend, argumentierte der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer. Unter anderem sehe es keine Unterstützung des öffentlichen Nahverkehrs vor, kritisierte er. Die Republikaner hielten den Demokraten vor, mit der Ablehnung auch die ergänzende Arbeitslosenhilfe von 300 Dollar pro Woche torpediert zu haben. „Sie müssen dem amerikanischen Volk erklären, gegen welchen Teil des Vorschlags genau sie sind“, sagte der republikanische Mehrheitsführer.

10.9.2020, 17:10 Uhr – Staat erholt sich schnell von Corona-Verlusten

Der Staat erholt sich offenbar weniger schnell von der Corona-Krise wie erhofft. Die Steuerschätzer gehen davon aus, dass Bund, Länder und Kommunen im kommenden Jahr noch einmal fast 20 Milliarden Euro weniger Einnahmen verschmerzen müssen. Im laufenden Jahr machen sich dabei vor allem die bis Jahresende befristete Mehrwertsteuersenkung und der Kinderbonus bemerkbar. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums könnte das Vorkrisen-Niveau erst im übernächsten Jahr wieder erreicht werden. Die Steuerschätzung gilt als wichtige Grundlage für die Haushaltsplanung.

10.9.2020, 13:35 Uhr – Pandemie-Bekämpfungsprogramm braucht 35 Milliarden Dollar

Laut UN-Generalsekretär Antionio Guterres werden zur Bekämpfung der Pandemie mit dem Programm „ACT-Accelerator“ 35 Milliarden Dollar benötigt. Das Programm dient der Impfstoffentwicklung, sowie der Behandlung von Infektionen mit dem Coronavirus. Allein in den nächsten drei Monaten sei das Programm auf 15 Milliarden Dollar angewiesen.

10.9.2020, 12:20 Uhr – „Querdenken“-Demo in München nur unter strengen Auflagen

Die Vereinigung „Querdenken“ darf ihre für Samstag geplante Demo gegen die Corona-Beschränkungen in München nur unter strengen Auflagen starten. Die Versammlung dürfe nicht in der Innenstadt und nur mit maximal 1.000 Teilnehmern stattfinden, teilte die Stadtverwaltung mit. Die Organisatoren hatten eine Aktion mit 5.000 Teilnehmern auf dem Odeonsplatz im Zentrum angemeldet – die wurde untersagt. Alle Teilnehmer müssten einen Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten und eine Maske tragen. Der Zugang zu der Demonstration auf dem traditionellen Veranstaltungsplatz des Oktoberfests werde kontrolliert.

10.9.2020, 11:05 Uhr – Neuer Infektionshöchststand in Österreich seit März

In Österreich wurden am Donnerstag 664 Neuinfektionen registriert. Das ist der stärkste Anstieg innerhalb eines Tages seit März. Mehr als die Hälfte der Neuinfektionen wurde in der Bundeshauptstadt Wien gemeldet, teilte das Innenministerium mit.

10.9.2020, 9:27 Uhr – Debatte über regionale Lockdowns in Frankreich

Wegen der stark angestiegenen Infektionszahlen in Frankreich denkt die Regierung in Paris über lokale Lockdowns nach. Regierungssprecher Gabriel Attal sagte vor der nächsten Kabinettssitzung, dies sei eine mehrerer Optionen, um gegen die Virus-Pandemie vorzugehen. Im Kampf gegen die Corona-Krise sei grundsätzlich nichts ausgeschlossen. Regierungsberater Jean-Francois Delfraissy sagte dem Radiosender RTL, man tue alles, um lokale Abriegelungen zu vermeiden. In bestimmten Risikogebieten könnte man darüber nachdenken, Treffen größerer Menschenmengen einzuschränken.

10.9.2020, 8:56 Uhr – Trump gibt zu: Corona-Gefahr absichtlich heruntergespielt

US-Präsident Donald Trump hat die Gefahr durch Corona absichtlich heruntergespielt. Das hat er in einem Interview zugegeben. Er sagt, dass er keine Panik verbreiten wollte. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden wirft Trump vor, das amerikanische Volk belogen zu haben.

10.9.2020, 6:24 Uhr – Bundesregierung verhängt weitere Reisewarnungen für Regionen in Europa

Die Bundesregierung hat am Mittwochabend Reisewarnungen für weitere Teile Europas ausgesprochen. Diese werden als Corona-Risikogebiete eingestuft. Hintergrund sind die steigenden Infektionszahlen. Das Auswärtige Amt warnt jetzt unter anderem vor Reisen in die Schweizer Kantone Genf und Waadt sowie in die tschechische Hauptstadt Prag. Die Warnung für Frankreich ist ausgeweitet worden - sie gilt nun auch für die Regionen Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhone-Alpes und Korsika.

9.9.2020, 20:17 Uhr – Erste lokale Lockdowns auf Mallorca

Auf Mallorca gelten ab Freitagabend erste regionale Lockdowns. Damit reagiert die Regionalregierung der Balearen auf die stark gestiegenen Infektionszahlen. Nach Angaben von SWR-Spanien-Korrespondent Oliver Neuroth sind vier Stadtviertel am nordöstlichen Rand der Inselhauptstadt Palma betroffen. Die etwa 23.000 Bewohner dürfen ihr Viertel dann nur noch in Ausnahmefällen verlassen – zum Beispiel, um zur Arbeit, zum Arzt oder zur Schule zu fahren. Eine Ausgangssperre gibt es aber nicht.

Die Behörden rufen die Bewohner auf, möglichst komplett daheim zu bleiben. Geschäfte dürfen in dem Gebiet weiter öffnen, Bars müssen um 22 Uhr schließen. Die Regeln sollen zunächst für einen Zeitraum von 15 Tagen gelten. Die betroffenen Viertel gehören nicht zu den Touristengebieten.

9.9.2020, 19:33 Uhr – Tui ebnet Weg für weitere Milliardenhilfe

Der angeschlagene Reisekonzern Tui hat eine entscheidende Hürde für die Auszahlung weiterer Hilfsgelder genommen: Investoren verzichten auf eine im Oktober fällige Anleihe in Höhe von 300 Millionen Euro. So kann Tui seine Verschuldung begrenzen - das war eine Auflage für das zweite staatliche Hilfspaket in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Insgesamt unterstützt der Staat den weltgrößten Reisekonzern wegen der Corona-Pandemie mit drei Milliarden Euro.

9.9.2020, 17:04 Uhr – Bericht: Corona entlastet das Klima nicht

Die Corona-Pandemie hat praktisch keine Auswirkungen auf den Klimawandel. Das geht aus einem Bericht der Vereinten Nationen und der Welt-Wetterorganisation (WMO ) über die Jahre 2016 bis 2020 hervor. Diese fünf Jahre würden erneut einen Rekord als der bislang wärmste Zeitraum seit Beginn der Aufzeichnungen aufstellen. Die Gletscherschmelze und der Anstieg des Meeresspiegels haben sich beschleunigt und in den vergangenen fünf Jahren lag die Menge des arktischen Seeeises in jedem einzelnen unter dem Durchschnitt. Damit die Corona-Krise etwas Gutes habe, müsse die Welt die Erholung von der Pandemie zum Aufbau einer besseren Zukunft nutzen, sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres.

9.9.2020, 13:38 Uhr – Pauschale Reisewarnung soll aufgehoben werden

Die pauschale Reisewarnung für rund 160 Länder außerhalb der EU soll am 30. September enden. Ab dem 1. Oktober soll es dann auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen geben. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur und beruft sich auf Regierungskreise.

9.9.2020, 11:27 Uhr – Fahrradhändler sind Gewinner in Corona-Krise

Der Fahrradhandel in Deutschland hat in der Corona-Krise stark zugelegt – und rechnet dank der hohen Nachfrage nach Rädern, E-Bikes und Reparaturen weiter mit guten Geschäften. „Wir gehen davon aus, dass viele Händler 2020 mit einem sehr guten Ergebnis abschließen werden – unabhängig davon, wie sich die letzten Monate noch entwickeln“, sagte Tobias Hempelmann, Vorstandsmitglied beim Verband des Deutschen Zweiradhandels (VDZ). Das Statistische Bundesamt betonte, die Branche sei – ebenso wie der Handel mit Sport- und Campingartikeln – „klarer Corona-Gewinner im Bereich Mobilität“.

9.9.2020, 10:14 Uhr – Silvio Berlusconi auf dem Weg der Besserung

Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi hat sich zum ersten Mal nach seiner Infektion mit dem Coronavirus zu Wort gemeldet. „Ich gebe alles und hoffe, dass ich bald wieder zurück bin“, sagte Berlusconi laut Nachrichtenagentur Ansa bei einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern seiner Partei Forza Italia. „Ich kämpfe, um dieser höllischen Krankheit zu entkommen.“ Der 83-Jährige wird seit vergangenem Freitag wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus im Mailänder Krankenhaus San Raffaele behandelt.

9.9.2020, 9:58 Uhr – Charité-Studie: Bahnfahren birgt niedriges Infektionsrisiko

Bahnfahrer sind einer Charité-Studie zufolge keinem erhöhten Corona-Risiko ausgesetzt. Bei einer Untersuchung von Zugbegleitern mit häufigem Kundenkontakt und einem Vergleich zu anderen Bahn-Berufsgruppen sei dies nachgewiesen worden, teilten Deutsche Bahn und Charité mit. In der Studie wurden 600 Zugbegleiter für IC und ICE getestet und die Ergebnisse mit denen von etwa genauso vielen Lok-Führern und Werkstatt-Mitarbeitern mit deutlich weniger Kontakten verglichen. Bei allen Getesteten sei lediglich ein Corona-Fall eines Werksmitarbeiters registriert worden. Bei den Zugbegleitern hatten 1,3 Prozent Antikörper im Blut – hatten also schon einmal eine Infektion mit dem Virus. In der Vergleichsgruppe war der Anteil gut doppelt so hoch.

9.9.2020, 9:24 Uhr – Corona-Pandemie stürzt Autobranche in Krise

Die Corona-Krise hat die Autobranche weltweit Milliarden gekostet und tief in die roten Zahlen gedrückt. Einer Analyse des Beratungsunternehmens EY zufolge summierten sich die operativen Verluste der 17 größten Autokonzerne im zweiten Quartal auf fast elf Milliarden Euro – nach knapp 22 Milliarden Euro Gewinn im zweiten Quartal des Vorjahres. Nur sechs Hersteller mussten keine roten Zahlen verbuchen, einzig Tesla schnitt im Zeitraum April bis Juni sogar besser ab als im Vorjahr und sprang laut EY auch gleich an die Spitze der Rangliste der profitabelsten Autokonzerne.

9.9.2020, 7:26 Uhr – Luft- und Raumfahrmesse in China abgesagt

Chinas größte Luft- und Raumfahrtmesse in Zhuhai findet dieses Jahr wegen der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht statt. Das teilen die Veranstalter mit. Die Airshow, die alle zwei Jahre auf dem Programm großer Aussteller steht und normalerweise auch Branchengrößen wie Airbus, Boeing und die Commercial Aircraft Corp of China anzieht, soll statt im November nun erst 2022 wieder abgehalten werden.

9.9.2020, 5:06 Uhr – Fast 1.200 Neuinfizierte in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden sind in Deutschland noch einmal 1.176 neue positive Coronavirus-Tests dazugekommen. Damit steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 253.474. Weitere neun Menschen sind an den Folgen oder mit dem Virus verstorben. Insgesamt sind damit 9.338 Menschen in Deutschland an den Folgen des Coronavirus gestorben.

9.9.2020, 2:36 Uhr – Pharmakonzern AstraZeneca stoppt Impfstoff-Studie vorerst

Der britische Pharmakonzern AstraZeneca hat die klinische Studie für seinen Corona-Impfstoff vorsorglich gestoppt. Bei einem der Teilnehmer seien gesundheitliche Probleme aufgetreten, teilte das Unternehmen in der Nacht mit. Der Stopp sei eine Routinemaßnahme für solche Fälle. Der als „AZD1222“ bezeichnete Impfstoff befindet sich derzeit in der dritten und abschließenden Studien-Phase mit mehreren zehntausend Teilnehmern. Er gilt als einer der führenden Kandidaten bei der Entwicklung einer wirksamen Impfung gegen das Coronavirus.

9.9.2020, 1:21 Uhr – Brasilien will im Januar mit Impfung der Bevölkerung beginnen

Die Bevölkerung Brasiliens soll ab Januar gegen das Coronavirus geimpft werden. Das kündigte Gesundheitsminister Eduardo Pazuello an. Man schließe Verträge mit Herstellern ab und gehe davon aus, dass im Januar nächsten Jahres ein Impfstoff geliefert werde, sagte der Minister.

8.9.2020, 23:30 Uhr – Großbritanniens Regierung will private Treffen beschränken

Wegen steigender Infektionszahlen sollen in Großbritannien Treffen von mehr als sechs Personen untersagt werden. Das steht in einer in Auszügen vorab veröffentlichen Rede von Premierminister Boris Johnson. Demnach sind bei Nichtbeachtung Geldstrafen geplant. Die neuen Beschränkungen sollten ab dem 14. September gelten. Momentan sind in Großbritannien Zusammenkünfte mit bis zu 30 Menschen erlaubt.

8.9.2020, 22:00 Uhr – Autogipfel: Weitere Hilfen für Zulieferer könnten kommen

Beim sogenannten Autogipfel mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sind Entscheidungen über weitere Hilfe für die Branche zunächst offen geblieben. Wie das Kanzleramt mitteilte, soll geprüft werden, wie Zulieferbetriebe gestärkt werden können. Von einer Kaufprämie für Autos mit Verbrennungsmotor ist dabei nicht die Rede. Ein nächstes Treffen wurde für November vereinbart. Die Autoindustrie leidet derzeit unter einem Absatzeinbruch und strukturellen Problemen, die durch die Corona-Krise verstärkt wurden.

8.9.2020, 17:43 Uhr – Schulschließungen könnten massive finanzielle Folgen haben

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) warnt in ihrer Bildungsstudie vor den Folgen der Corona-Pandemie. Die wochenlangen Schulschließungen könnten für die sogenannte Corona-Generation langfristig massive finanzielle Folgen haben. So könnten die Lernverluste ein Minus von drei Prozent beim Lebenseinkommen bedeuten und sich bis zum Ende des Jahrhunderts auf hunderte Milliarden Euro an Verlusten summieren, so ein OECD-Sprecher.

8.9.2020, 15:18 Uhr – Bayern ordnet Maskenpflicht für Demos an

Wenige Tage vor einer Demonstration in München hat Bayern eine Maskenpflicht angeordnet. Ab Mittwoch an muss bei öffentlichen Versammlungen von mehr als 200 Personen im Freien ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Das sagte ein Sprecher der Staatskanzlei. Zu der Demonstration gegen Corona-Beschränkungen werden mehrere tausend Teilnehmer erwartet.

8.9.2020, 11:42 Uhr – Hotels und Restaurants: Über 80 Prozent haben Angst um Existenz

Auch wenn Hotels und Restaurants wieder geöffnet sind und viele Deutsche im Inland Urlaub machen: Mehr als 80 Prozent der Betriebe sehen ihre Existenz als gefährdet an. Das hat Dehoga-Chef Guido Zöllick im Morgenmagazin von ARD und ZDF gesagt. Er berief sich auf eine Mitglieder-Umfrage. Besonders kritisch sei die Lage für die immer noch geschlossenen Clubs, Bars und Diskotheken. Betroffen seien außerdem Evencaterer sowie Stadt- und Tagungshotels.

8.9.2020, 6:46 Uhr – AOK will Preis für Corona-Tests drücken

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) wollen die Kosten für Corona-Tests drücken. Der Chef des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, appellierte deshalb jetzt in den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), den Krankenkassen die gesetzliche Möglichkeit für Preisverhandlungen einzuräumen. Es sei unangemessen, dass die Kassen für jeden Test auf das neuartige Coronavirus knapp 40 Euro bezahlen müssten. „Die Labore machen damit inzwischen dicke Gewinne“, sagte Litsch. Laborbetreiber hätten ihm bestätigt, dass sie mit der Hälfte des Preises gut leben könnten. Ein Preis von 20 Euro wäre also durchaus angemessen.

8.9.2020, 4:50 Uhr – RKI meldet 1.499 Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für Deutschland 1.499 neue positive Coronavirus-Tests binnen 24 Stunden. Damit steigt nach Angaben des RKI die Zahl der Corona-Fälle auf 252.298. Weitere vier Menschen sind an den Folgen oder mit dem Virus verstorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich demnach auf 9.329.

8.9.2020, 3:49 Uhr – Japan will mehr als sechs Milliarden Dollar für Impfstoffe ausgeben

Die japanische Regierung hat 6,32 Milliarden Dollar für den Kauf von Impfstoffen bereitgestellt. Das teilte das Finanzministerium mit. Zuvor hatte die Regierung angekündigt, bis Mitte des kommenden Jahres Impfstoffe für die gesamte Bevölkerung zu sichern und diese kostenlos zur Verfügung zu stellen. In Japan leben rund 125 Millionen Menschen.

8.9.2020, 1:31 Uhr – Österreicher erhalten Schecks der US-Regierung

Von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Schecks zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind nun bei etlichen Österreichern angekommen. Mehr als 100 solcher Schecks über jeweils 1.200 Dollar (rund 1.000 Euro) sind nach Angaben des ORF inzwischen bei Banken eingelöst worden. Zu den Empfängern zählt auch ein Rentner aus Linz in Oberösterreich, der einst für kurze Zeit in den USA gearbeitet hatte. Er habe zuerst an einen schlechten Scherz geglaubt, schilderte der Mann im ORF. Die Bank habe die Echtheit des Schecks aber überprüft, und wenig später habe er das Geld auf dem Konto gehabt.

Grund des Geldsegens könnte eine Datenpanne bei den amerikanischen Behörden sein. Die US-Regierung hatte Schecks an zahllose Menschen geschickt, gedacht als Hilfe in der Coronavirus-Krise. US-Bürger mit einem Jahresgehalt von bis zu 75.000 Dollar erhielten Schecks von 1.200 Dollar, berufstätige Paare mit einem Gehalt bis 150.000 Dollar entsprechend 2.400 Dollar. Irrtümlich gingen auch Zahlungen an mehr als eine Million Tote. Offenbar hatten das Finanzministerium und die Steuerbehörde vor dem Verschicken der Hilfe-Schecks nicht ihre Daten mit den Verstorbenenmeldungen der Sozialversicherungsbehörde abgeglichen.

Großzügiger US-Präsident? Trump verschickt versehentlich Schecks an Österreicher und an Tote

So großzügig? US-Präsident Donald Trump verteilt versehentlich Schecks an Österreicher und an mehr als eine Million Tote. Das Geld sollte eigentlich die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise in den USA bekämpfen. Grund könnte eine Datenpanne sein.  mehr...

7.9.2020, 21:13 Uhr – Trump kritisiert Demokraten wegen "Anti-Impf-Rhetorik"

US-Präsident Donald Trump hat die demokratische Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, Kamala Harris, kritisiert. Er wirft ihr vor, eine „sorglose Anti-Impf-Rhetorik“ an den Tag zu legen. Die Demokraten würden eine baldige Impfung aus politischen Gründen negativ darstellen, sagte er bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Ihnen missfalle, dass der Impfstoff in „Rekordzeit“ entwickelt werde. Er könne vielleicht sogar noch vor der Wahl verfügbar sein, sagte Trump.

Harris hatte in Interview mit dem Sender CNN vor einer Einmischung der Regierung bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff gewarnt. Sie warnte, dass unabhängige wissenschaftliche Experten unter Trump „mundtot gemacht“ würden.

7.9.2020, 19:15 Uhr – In Südfrankreich werden Intensivbetten knapp

Im Süden Frankreichs werden die Intensivbetten für Corona-Infizierte knapp. Von den 70 Betten für Covid-19-Kranke im Département Bouches-du-Rhône seien derzeit 65 bis 67 belegt, sagte der Präsident der Marseiller Krankenhauskommission Dominique Rossi. Die Lage sei angespannt, aber nicht so dramatisch wie auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie, als im Département 270 Coronapatienten auf den Intensivstationen lagen.

7.9.2020, 18:45 Uhr – Spanien registriert halbe Million Infektionen

In Spanien ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf mehr als eine halbe Million gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldet seit Freitag 26.560 neue Fälle, womit die Gesamtzahl nun 525.549 beträgt. 29.516 Infizierte sind demnach mittlerweile gestorben. Die Schwelle von 500.000 bekannten Infektionen hatte bisher kein Land in Westeuropa überschritten.

Spanien ist mit seinen rund 47 Millionen Einwohnern eines der am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder in Europa. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen wieder stark angestiegen. Das Auswärtige Amt warnt deshalb vor „nicht notwendigen, touristischen“ Reisen nach Spanien.

7.9.2020, 17:27 Uhr – Erster Impfstofftest in Deutschland erlaubt

Das Pharmaunternehmen Biontech testet seinen potenziellen Coronavirus-Impfstoff nun auch an Probanden in Deutschland. Das hat das Paul-Ehrlich-Institut der Mainzer Firma und ihrem US-Partner Pfizer genehmigt. Die Studie zur Sicherheit und Wirksamkeit des möglichen Impfstoffs läuft bereits seit März. Die ersten Tests wurden in den USA durchgeführt. Weltweit sollen insgesamt 30.000 Menschen teilnehmen. Sollten die klinischen Studien erfolgreich verlaufen, wollen Biontech und Pfizer schon im Oktober die Zulassung des Impfstoffes beantragen. Dann könnten Biontech und Pfizer bis Ende des Jahres 100 Millionen Impfdosen bereitstellen.

Impfzwang-Faktencheck Keine Corona-Impfpflicht in Deutschland beschlossen

In einem Youtube-Video hieß es, in Deutschland gäbe es ab dem 15. Mai eine Impfpflicht. Das hat sich als falsch herausgestellt – Gerüchte um eine Impfpflicht kursieren immer noch.  mehr...

7.9.2020, 16:30 Uhr – Gericht lehnt Eilantrag gegen Maskenpflicht an bayerischen Schulen ab

Die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen in Bayern bleibt bestehen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München lehnte einen Eilantrag ab, mit dem ein Gymnasiast die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während des Unterrichts kippen wollte.

7.9.2020, 14:32 Uhr – Schnellere Ergebnisse von Corona-Teststation

Corona-Testergebnisse vom Autobahnrastplatz Kemmental bei Dornstadt (Alb-Donau-Kreis) sollen künftig schneller zugestellt werden. Viele Reiserückkehrer hatten die langen Wartezeiten auf die Benachrichtigungen kritisiert. Die Ergebnisse der Tests innerhalb von 48 Stunden zu melden, habe vor allem am Anfang nicht immer funktioniert, räumte eine Sprecherin des Sozialministeriums Baden-Württemberg ein. Außerdem seien manche Proben verunreinigt gewesen oder enthielten zu wenig Speichel. Diese Probleme seien mittlerweile behoben.

7.9.2020, 12:44 Uhr – Hohe Infektionszahlen bei jungen Berlinern

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat vor den deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen bei jüngeren Menschen in der Hauptstadt gewarnt. "Wir haben noch nie so hohe Zahlen gehabt wie jetzt in der Altersgruppe 20 bis 24", sagte Kalayci vor dem Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liege bei dieser Gruppe bei 43,1.

"In Berlin ist der Durchschnitt bei 13,7", sagte die SPD-Politikerin. Die hohen Werte bei den jungen Erwachsenen machten ihr schon Sorgen. "Auch wenn sie die Krankheit gut überstehen, ist die Gefahr groß, dass sie als Superspreader andere anstecken", so die Gesundheitssenatorin.

7.9.2020, 10:12 Uhr – IG Metall will betriebsbedingte Kündigungen bei Airbus verhindern

Mit Kurzarbeit, einer Vier-Tage-Woche und Arbeitszeitverkürzungen will die IG Metall beim Flugzeughersteller Airbus betriebsbedingte Kündigungen verhindern. Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste, forderte das Unternehmen zu entsprechenden Tarifverhandlungen auf. Ihren Forderungen will die Gewerkschaft am Dienstag mit Autokorsos und Kundgebungen in Finkenwerder, Bremen und Stade Nachdruck verleihen. Bei Airbus im Norden sollen insgesamt mehr als 3000 Stellen wegfallen.

7.9.2020, 9:39 Uhr – Russland will Ende September erste Sputnik-V-Impfstoff-Studie beenden

Russland will Ende September die erste Studie zu einem möglichen zweiten Impfstoff gegen das Coronavirus beenden. Das berichtet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden. Zu diesem Mittel forscht das Vector-Institut. Mit Sputnik-V hatte Russland im August als erstes Land einen Impfstoff zugelassen, allerdings, ohne dass vorher eine großangelegte Studie stattgefunden hätte.

7.9.2020, 8:27 Uhr – Deutsche Produktion steigt dritten Monat in Folge

Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion nach den Corona-bedingten Einbrüchen den dritten Monat in Folge gesteigert. Industrie, Bau und Energieversorger stellten im Juli zusammen 1,2 Prozent mehr her als im Vormonat, teilte das Statistische Bundesamt mit. Ökonomen hatten allerdings mit einem deutlichen stärkeren Plus von 4,7 Prozent gerechnet. Im Juni hatte das Plus bei 9,3 Prozent gelegen, im Mai bei 7,4 Prozent.

Laut Bundeswirtschaftsministerium erreichte die Produktion in der Industrie zuletzt fast 90 Prozent ihres Niveaus vom vierten Quartal 2019 – der Zeit vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

7.9.2020, 4:54 Uhr – Auszahlung des Kinderbonus beginnt

Heute beginnt die Auszahlung des Kinderbonus. Eltern von rund 18 Millionen Kindern in Deutschland erhalten pro Kind 300 Euro extra. Damit will die Regierung die Folgen der Corona-Krise abmildern. Die Auszahlung erfolgt in Raten. In diesem Monat werden 200 Euro zusätzlich zum Kindergeld überwiesen, im Oktober folgen 100 Euro. Wann der Kinderbonus auf dem Konto erscheint, hängt von der Endziffer der Kindergeldnummer ab. Auf Hartz IV und andere Sozialleistungen wird die Sonderzahlung nicht angerechnet, verrechnet wird sie dagegen mit dem Kinderfreibetrag für Gutverdiener.

7.9.2020, 2:26 Uhr – Australien sichert sich 3,8 Millionen Impfstoffdosen

Australien hat einen Vertrag zur Lieferung von 3,8 Millionen Impfstoffdosen im Januar und Februar abgeschlossen. Es handele sich um den Covid-19-Kandidaten von AstraZeneca, erklärte Premierminister Scott Morrison. Der Impfstoff „AZD1222“ befindet sich in Großbritannien, Brasilien und Südafrika in späten klinischen Studien.

6.9.2020, 20:44 Uhr – Zahl der Neuinfektionen steigt in vielen Ländern wieder stark an

Großbritannien hat die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Ende Mai gemeldet. Es seien fast 3.000 Neuansteckungen verzeichnet worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Am Tag zuvor waren es etwas mehr als 1.800. Großbritannien ist mit fast 350.000 Infektionsfällen und mehr als 41.500 Todesfällen das am stärksten betroffene Land in Europa.

Das Coronavirus breitet sich außerdem auch in Frankreich weiter aus. Das Gesundheitsministerium des Landes registrierte 7.071 Neuinfektionan nach 8.550 Neuinfektionen am Vortag. Am Freitag hatten die französchen Behörden mit 8.975 Neuinfektionen eine Rekordzahl gemeldet. Insgesamt haben sich nachweislich 324.777 Menschen angesteckt.

Auch in Indien häufen sich die Fälle der Neuinfektionen stark. SWR-Südostasien-Korrespondent Bernd Musch-Borowska schildert die aktuelle Lage.

6.9.2020, 15:03 Uhr – Medien: Italien verlängert Bündel von Anti-Corona-Maßnahmen

Die italienische Regierung verlängert laut Medienberichten die zentralen Coronaschutz-Maßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsregeln. Viele bisherige Vorschriften galten offiziell nur bis Montag. Wie die Zeitung Corriere della Sera schrieb, verlängert Ministerpräsident Giuseppe Conte die Vorschriften zur Bekämpfung der Virus-Pandemie in einem neuen Dekret bis 30. September.

Demnach gilt in Italien in öffentlichen Gebäuden und Transportmitteln die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Busse dürfen künftig bis zu 80 Prozent besetzt sein. Menschen sollen überall einen Abstand von mindestens einem Meter halten. Größere Ansammlungen sind weiter verboten.

Nach Angaben von La Repubblica bleiben auch die Beschränkungen für Einreisende aus Kroatien, Griechenland, Spanien und Malta in Kraft. Sie müssen einen negativen Corona-Test vorweisen. Außerdem werde das Verbot von Tanzveranstaltungen und Konzerten aufrecht erhalten. Auf Plätzen und an anderen Orten, wo sich abends oft viele Menschen draußen treffen, muss von 18.00 Uhr bis 6.00 Uhr ebenfalls ein Atemschutz getragen werden. Fußballspiele mit Fans bleiben verboten.

6.9.2020, 8:49 Uhr – Gemeindebund will Weihnachtsmärkte nicht schon jetzt generell absagen

Der Städte- und Gemeindebund wirbt dafür, Weihnachtsmärkte wegen der Corona-Pandemie nicht schon jetzt generell abzusagen. „Es wird hoffentlich auch im Winter Städte oder Regionen mit geringen Infektionszahlen geben“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Dann könnte man dort auch Weihnachtsmärkte mit den entsprechenden Schutzkonzepten stattfinden lassen. Er fuhr fort: „Daher sollte nicht bereits jetzt eine generelle Absage erfolgen, allerdings klar kommuniziert werden, dass man bei sich verschärfender Lage entsprechend reagieren muss.“ Im Fall rasant steigender Infektionszahlen seien öffentliche Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte nicht möglich.

6.9.2020, 5:14 Uhr – Bundesregierung unterstützt Indien bei Corona-Bekämpfung

Die Bundesregierung unterstützt das von der Corona-Pandemie besonders stark betroffene Indien. Das Land soll 330.000 Corona-Testkits und 600.000 Schutzausrüstungen für medizinisches Personal im Gesamtumfang von 15 Millionen Euro erhalten, wie Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte.

Zusätzlich stelle das Entwicklungsministerium kurzfristige Kredite im Umfang von 460 Millionen Euro bereit für Nahrungsmittel und Überbrückungshilfen an Menschen in Indien, die in der Corona-Krise ihren Job verloren haben. "Das ist weltweit eine der größten Corona-Unterstützungsmaßnahmen", betonte Müller.

6.9.2020, 4:26 Uhr – Antisemitismus-Beauftragter fordert Bannmeile um Reichstagsgebäude

Nach den Corona-Protesten von mitunter rechtsextremen Demonstranten auf der Treppe des Reichstagsgebäudes hat der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sich für einen besseren Schutz des Berliner Regierungsviertels ausgesprochen.

Die Einrichtung einer Bannmeile wie einst in Bonn bedeute nicht, sich zu verbarrikadieren, sagte Klein der Welt am Sonntag. „Hier geht es um die Achtung der wichtigsten demokratischen Institution.“

Der Sitz des Bundestages sollte nach Kleins Ansicht „auch geschützt werden, wenn das Parlament keine Sitzungswoche hat“. Das gebiete „der Respekt vor der Institution“. Da rechtsextreme Kräfte die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen vereinnahmten, müsse die Politik außerdem „über höhere Auflagen und auch über Verbote nachdenken“.

6.9.2020, 2:13 Uhr – Bundesregierung weitet Corona-Hilfe für Indien aus

Die Bundesregierung will Indien in der Corona-Pandemie stärker unterstützen. Das Land soll 330.000 Testkits und 600.000 medizinische Schutzausrüstungen für rund 15 Millionen Euro bekommen – das hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) der Funke Mediengruppe gesagt. Das sei weltweit eine der größten Corona-Unterstützungsmaßnahmen, so Müller. In Indien steigen die Infektionszahlen rasant an – allein innerhalb der vergangenen zwei Wochen sind rund eine Million neuer Fälle registriert worden.

6.9.2020, 1:45 Uhr – Frankreich meldet wieder deutlich über 8.000 Neuinfektionen

Frankreich meldet erneut deutlich mehr als 8.000 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das Gesundheitsministerium registrierte 8.550 neue Fälle, am Vortag waren es fast 9.000 - der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Frankreich ist eines der am schwersten betroffenen Länder in Europa - das Land verzeichnet rund 30.700 Tote in Verbindung mit einer Corona-Infektion.

6.9.2020, 1:05 Uhr – Marburger Bund kritisiert Bund und Länder

Der Marburger Bund hat das Vorhaben von Bund und Ländern kritisiert, 5.000 neue Stellen in den Gesundheitsämtern schaffen zu wollen. Die erste Vorsitzende, Susanne Johna, erklärte: "Neue Stellen in einem Bereich auszuweisen, in dem jetzt schon Stellen nicht nachbesetzt werden können, bleibt allerdings eine Luftnummer, wenn nicht gleichzeitig auch die Arbeits- und Vergütungsbedingungen grundlegend verbessert werden." Johna forderte einen eigenen Tarifvertrag für Ärzte in Gesundheitsämtern, um bessere Bedingungen zu schaffen.

5.9.2020, 14:47 Uhr – Bundesliga-Testspiel Mainz gegen Frankfurt abgesagt

Wegen zwei Corona-Fällen beim Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 fällt das für den Nachmittag geplante Testspiel gegen Eintracht Frankfurt aus. Die Entscheidung fiel nach Angaben der Mainzer nach Rücksprache mit den Gesundheitsbehörden und dem Frankfurter Verein. Das weitere Vorgehen ist noch nicht bekannt. Mainz soll zum Saisonstart am kommenden Freitag in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den TSV Havelse antreten.

5.9.2020, 13:49 Uhr – Bayern will an Teststrategie festhalten

Trotz mehrerer Pannen hält Bayern an seiner Teststrategie fest. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte, es gehe nicht um irgendwelche sinnlosen Massentestungen. Menschen mit Symptomen sollten mit Priorität getestet werden. Aber auch der mit einem "leichten Kratzen im Hals", der seine Großmutter besuchen und nicht anstecken wolle, solle die Chance haben, sich kostenlos testen zu lassen. „Das ist ein Angebot an die Bevölkerung“, erklärte Huml weiter.

Die Probleme mit den Testzentren an Flughäfen in Bayern seien mittlerweile gelöst. Gestern war bekannt geworden, dass etwa 10.000 Menschen länger als die versprochenen zwei Tage auf ihr Ergebnis warten mussten.

Alle anderen Bundesländer sollen die kostenlosen Corona-Tests für Urlauber zum Ende der Sommerferien beenden, sofern die Reisenden nicht aus Risiko-Gebieten stammen. In Bayern bleibt Angebot dagegen bestehen.

5.9.2020, 12:17 Uhr – 5.000 neue Stellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Bund und Länder wollen als Konsequenz aus der anhaltenden Corona-Pandemie bis Ende 2022 mindestens 5.000 neue und unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) schaffen. In einem ersten Schritt solle es bis zum 31. Dezember 2021 mindestens 1.500 Stellen für Ärzte, weiteres Fachpersonal und Verwaltungsmitarbeiter geben, teilten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister, Berlins Senatorin Dilek Kalayci, in Berlin mit.

Neben den neuen Stellen geht es um eine bessere Digitalisierung der Gesundheitsämter und -behörden sowie darum, die Arbeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst attraktiver zu machen und zukunftsfähige Strukturen zu schaffen. Die 375 Gesundheitsämter spielen etwa beim Verfolgen von Infektionsketten sowie bei Anordnungen von Tests und Quarantäne eine wesentliche Rolle.

5.9.2020, 10:37 Uhr – Merkel würdigt Arbeit der Gesundheitsämter

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Rolle der Gesundheitsämter bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie gewürdigt:

Wenn unser Land bisher so verhältnismäßig gut durch die Pandemie gekommen ist, wenn das Infektionsgeschehen nicht die Ausmaße erreicht hat, die wir in anderen Ländern beobachten mussten, dann hat das nicht zuletzt mit dem zu tun, was tagtäglich im Öffentlichen Gesundheitsdienst geleistet wird.

Am Dienstag will Merkel einer Videokonferenz mit Verantwortlichen vor Ort sprechen. Insbesondere wolle sie erfahren, „wie die Arbeit in den Gesundheitsämtern vor Ort abläuft, welche Herausforderungen sich stellen und wo die Politik helfen kann“. Mit dem geplanten „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ wolle man mehr Stellen schaffen und die technische Ausstattung verbessern.

5.9.2020, 9:12 Uhr – Deutsche Millionenhilfe für Textilindustrie in Entwicklungsländern

Entwicklungsminister Gerd Müller hat Corona-Hilfen in zweistelliger Millionenhöhe für die Textilindustrie in Entwicklungsländern angekündigt. „In dieser schwierigen Lage unterstützen wir sieben besonders betroffene Länder bei der Stabilisierung des wirtschaftlich wichtigen Textilsektors mit 14,5 Millionen Euro und helfen so zwei Millionen Menschen“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„Junge Mütter und besonders armutsgefährdete Beschäftigte erhalten beispielsweise einmalige Unterstützungszahlungen.“ Außerdem würden die Kapazitäten für Corona-Tests ausgebaut. „So schaffen wir es, Hunderttausende Arbeitsplätze zu erhalten.“

5.9.2020, 8:34 Uhr – Niedersachsen erwägt Verlängerung der Regelstudienzeit

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler erwägt, den etwa 210.000 Studierenden im Land wegen der Corona-Pandemie mit einem Freisemester entgegenzukommen. „Ich halte eine Verlängerung der Regelstudienzeit für denkbar“, sagte der CDU-Politiker der Neuen Osnabrücker Zeitung. Unabhängig davon, wann die Hochschulen in den Regelbetrieb zurückkehren werden, würde es in jedem Fall nur eine einmalige Verlängerung um ein Semester geben, stellte Thümler klar.

5.9.2020, 6:12 Uhr – Steinmeier schlägt Gedenkstunde für Corona-Opfer vor

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will eine offizielle Trauer-Veranstaltung für die Corona-Opfer in Deutschland vorschlagen. Er werde darüber mit Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht besprechen, sagte Steinmeier dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Wir müssen den Menschen in ihrer Trauer helfen – und darüber nachdenken, wie wir unser Mitgefühl ausdrücken können.

Steinmeier erklärte weiter: „Wann dafür der richtige Zeitpunkt ist und ob etwa eine Gedenkstunde der richtige Rahmen ist, darüber muss man sprechen, und das tue ich mit den Repräsentanten der anderen Verfassungsorgane.“

5.9.2020, 5:49 Uhr – Russischer Pharmakonzern will Impfstoff in Illertissen produzieren

Der russische Pharmakonzern R-Pharm investiert mehr als 20 Millionen Euro in den Standort Illertissen im Landkreis Neu-Ulm. Das sagte Standortleiter Ivan Semenov der Südwest Presse. An dem Standort solle noch im ersten Quartal 2021 die Fertigung eines sogenannten Oxford-Impfstoffes gegen das Coronavirus starten.

Die Kapazität sei ausgelegt auf 500 Millionen Impfdosen im Jahr. Mit dem Impfstoff sollen 35 Länder beliefert werden - nicht aber Deutschland oder andere EU-Staaten. Der Oxford-Impfstoff (AZD1222) befindet sich im Moment in der Erprobungsphase III, also der entscheidenden. Das Werk in Illertissen stelle zu einem späteren Zeitpunkt womöglich auch den Impfstoff Sputnik V her. Er ist in Russland schon zugelassen, die Erprobung entspricht aber noch nicht internationalen Standards.

5.9.2020, 5:19 Uhr – Scholz: Das Schlimmste der Corona-Wirtschaftskrise liegt wohl überstanden

Die deutsche Wirtschaft erholt sich nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bereits von der Corona-Krise. „Im Augenblick spricht vieles dafür, dass wir das Schlimmste hinter uns haben und dass es allmählich wirtschaftlich aufwärts geht“, sagte Scholz der Neuen Osnabrücker Zeitung. In den wirtschaftlichen Kerndaten zeige sich, dass „unsere frühen und entschlossenen Maßnahmen zur Stabilisierung unserer Wirtschaft im März und zum Ankurbeln der Konjunktur im Sommer offenbar besser wirken, als wir erhoffen durften“, sagte der Vizekanzler.

Zwar sei das neuartige Coronavirus noch nicht besiegt. Seine Hoffnung sei aber, „dass wir Ende nächsten Jahres, Anfang 2022 wieder das Niveau erreichen, das wir vor der Krise hatten“. Der SPD-Kanzlerkandidat hob hervor, vieles spreche dafür, dass das beschlossene Konjunkturpaket in Höhe von 130 Milliarden Euro ausreiche. Die Verlängerung von Kurzarbeit, Überbrückungshilfen und dem vereinfachten Zugang zur Grundsicherung sei ein „wichtiges Signal“, weil „Unternehmen wie Beschäftigte wissen, dass wir sie nicht auf halber Strecke im Stich lassen“.

4.9.2020, 18:04 Uhr – Drosten präzisiert Aussagen zu „Notfallmodus“

Virologe Christian Drosten hat seinen „Notfallmodus“-Plan konkretisiert. In einer Mail an die Deutsche Presseagentur schrieb Drosten, der von ihm vorgeschlagene Modus könne in dem Fall eintreten, „wenn die Gesundheitsämter die Fallverfolgung nicht mehr leisten können, die Inzidenz steigt, und deshalb ein Lockdown unausweichlich erscheint“.

Dann sollten sich die Gesundheitsämter auf die sogenannten Quellcluster konzentrieren. Also auf die Gruppen, in denen sich jemand angesteckt haben könnte. Drosten empfiehlt, alle Mitglieder eines Quellclusters zu isolieren: „Ich empfehle hier das Vorgehen wie bei der Einzelisolation: Fünf Tage Isolierung, danach Testung.“

Im Podcast des NDR hatte sich Drosten am Dienstag dafür stark gemacht, die Quarantänezeit für Menschen mit Verdacht auf eine Coronainfektion von 14 auf 5 Tage zu verkürzen.

4.9.2020, 15:17 Uhr – EU will Quarantänezeit auf 10 Tage verkürzen

In der Europäischen Union soll die Quarantäne-Zeit nach Reisen aus Risikogebieten nach Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verkürzt werden. Die EU-Gesundheitsminister hätten sich auf einen Zeitraum von mindestens zehn Tagen verständigt, sagt Spahn nach einer Konferenz der Ressortchefs. Bisher dauert die Quarantäne generell 14 Tage. Er könne sich gut vorstellen, dass die zehn Tage auch für Deutschland gelten können. Geprüft werde, diese bei einem negativen Corona-Test auch auf fünf Tage zu reduzieren.

4.9.2020, 14:23 Uhr – Zweite große Datenpanne in Bayern: 10.000 Betroffene

Von der neuesten Datenübermittlungspanne in Bayern sind etwa 10.000 Menschen betroffen. Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums teilte mit, die Betroffenen hätten sich zwischen Samstag und Dienstag an bayerischen Flughäfen testen lassen. Die Ergebnisse seien aber nicht innerhalb der versprochenen Frist von 48 Stunden übermittelt worden. Grund sei ein EDV-Problem beim privaten Dienstleister Ecolog gewesen, der im Auftrag des Freistaats an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen die Tests durchführt. Der Sprecher ging davon aus, dass noch im Laufe des Freitags alle in dem Zeitraum getesteten Menschen ihre Ergebnis-Benachrichtigungen erhalten werden.

4.9.2020, 12:50 Uhr – Bundesgesundheitsministerium will Quarantänezeit doch nicht verkürzen

Das Bundesgesundheitsministerium lehnt eine Verkürzung der Quarantäne für Personen mit ungeklärten Corona-Befunden ab. Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien hatten sich dafür ausgesprochen. Sie hatten sich auf eine Äußerung des Virologen Christian Drosten bezogen und gefordert, die Quarantäne generell von jetzt 14 auf fünf Tage zu verkürzen. Drosten hatte angeregt, bereits Infizierte kürzer zu isolieren. Über diesen Vorschlag beraten derzeit das Robert-Koch-Institut und das Bundesgesundheitsministerium. An der 14-tägigen Quarantäne für Menschen, die Kontakt zu Infizierten hatten, hält Drosten aber fest.

4.9.2020, 11:46 Uhr – RKI muss Tageszahlen nach oben korrigieren

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland rund 1.430 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagvormittag hervor. Zunächst hatte das Institut am frühen Morgen wesentlich weniger Fälle angegeben (782). Später berichtete das RKI von technischen Problemen und schrieb, es seien 650 Fälle zu wenig ausgewiesen worden.

Bei der Übermittlung der #Fallzahlen gab es technische Probleme. Bitte beachten Sie den aktuellen Hinweis. https://t.co/TQxNBTnfKS #COVID19 #SARSCoV2 https://t.co/YpXcTFTYoN

4.9.2020, 11:10 Uhr – BW: Bußgeld auch für Maskenverweigerer auf Schulhöfen

Maskenverweigerern in Baden-Württemberg droht ab sofort auch auf dem Schulhof ein Bußgeld. Das geht aus dem neuen Strafkatalog hervor, den die Landesregierung nach den jüngsten Vereinbarungen von Bund und Ländern angepasst hat.

Demnach drohen zwischen 25 und 250 Euro Bußgeld, wenn keine Mund-Nasen-Bedeckung außerhalb des Unterrichts getragen wird. Der sogenannte Regelsatz liegt bei 35 Euro, wie es in dem am Freitag veröffentlichten „Bußgeldkatalog für Ordnungswidrigkeiten“ weiter heißt.

Der Schutz ist ab Klasse fünf und an den weiterführenden Schulen auf den sogenannten Begegnungsflächen wie den Fluren, der Aula, dem Schulhof und den Toiletten vorgeschrieben.

4.9.2020, 10:40 Uhr – RKI: Grippe-Impfstoff reicht nicht für gesamte Bevölkerung

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut befürchtet einen Engpass des Grippeimpfstoffs, sollte sich in diesem Herbst angesichts der Corona-Pandemie ein Großteil der Deutschen gegen Influenza impfen lassen. „Wenn wir jetzt eine Impfung für die gesamte Bevölkerung empfehlen würden, dann würden wir sozusagen Impfstoff absaugen und die Gruppe, die eigentlich geimpft werden soll, hätte nicht genug Impfstoff“, sagte der Kommissionsvorsitzende Thomas Mertens im Interview von RTL und ntv.

Daher bleibe die Kommission bei ihrer gängigen Empfehlung einer Impfung nur für Risikogruppen. Dazu zählten etwa Menschen ab 60 Jahren, Schwangere, Pflegeheim-Bewohner, Pflegekräfte und medizinisches Personal.

4.9.2020, 9:03 Uhr – Berlusconi mit Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert

Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi ist der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge in ein Mailänder Krankenhaus eingeliefert worden. Dort werde sich der 83-Jährige nach seinem positiven Corona-Test weiteren Untersuchungen unterziehen. Seine Partei Forza Italia erklärte, Berlusconis Gesundheitszustand sei kein Grund zur Sorge.

4.9.2020, 6:51 Uhr – 782 Neuinfektionen in Deutschland

Nach Wochen mit steigenden Fallzahlen scheint sich die Corona-Lage in Deutschland wieder zu stabilisieren. Das Robert-Koch-Institut hat am Freitag – verglichen mit den Vortagen – eine vergleichsweise niedrige Zahl an Neuinfektionen angegeben: Demnach haben sich in Deutschland 782 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Am Tag zuvor waren 1.311 Neuinfektoinen genannt worden. Damit steigt die Gesamtzahl der positiv Getesteten auf 246.948.

4.9.2020, 3:39 Uhr – Mehr als vier Millionen Infizierte in Brasilien

In Brasilien steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen auf über vier Millionen. In den letzten 24 Stunden gab es den Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge 43.773 neue Fälle. 834 weitere Personen starben an der von dem Virus ausgelösten Krankheit. Damit gibt es insgesamt 124.614 Todesfälle.

4.9.2020, 0:50 Uhr – Frankreich verzeichnet mehr als 7.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Frankreich hat erneut mehr als 7.000 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Wie die nationale Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte, wurden 7.157 Neuinfektionen bestätigt. Den dritten Tag in Folge stieg zudem die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Corona-Patienten.

Insgesamt lagen am Donnerstag in Frankreich 464 Patienten mit der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 auf Intensivstationen. Von dem am 8. April erreichten Höhepunkt, als 7.148 Menschen auf Intensivstationen behandelt worden waren, ist das Land jedoch noch weit entfernt.

Neuinfektionen & härtere Regeln Corona: Frankreich weist sieben neue Risikogebiete aus

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Frankreich steigt. Seit Sonntag gelten in Frankreich sieben weitere Regionen als Risikogebiete. Darunter auch Straßburg und Korsika.  mehr...

3.9.2020, 22:05 Uhr – Gesundheitspolitiker für kürzere Quarantänezeit bei Verdachtsfällen

Gesundheitspolitiker mehrerer Fraktionen haben sich für eine Verkürzung der Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen ausgesprochen. „Ich halte es für sehr sinnvoll, die Quarantänezeit auf fünf Tage zu begrenzen“, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach der Welt. „Wir wissen, dass die allermeisten Menschen fünf Tage nach Beginn der Symptome nicht mehr ansteckend sind, auch wenn der PCR-Test noch ein positives Ergebnis ausweist.“ Zuvor hatte der Virologe Christian Drosten kürzere Quarantänezeiten bei Corona-Verdachtsfällen ins Spiel gebracht.

3.9.2020, 18:01 Uhr – EU hofft auf erste Impfstoffdosen bis Ende des Jahres

Die EU hofft auf den Erhalt von 30 Millionen Einheiten eines Covid-19-Impfstoffs bis Jahresende. Dabei handelt es sich um die erste Partie der Bestellung bei AstraZeneca, teilt ein Beamter der Europäischen Kommission mit. „Diese Einheiten werden anteilig auf die Mitgliedsstaaten verteilt, bis wir insgesamt die 300 Millionen Dosen erreicht haben, die wir ausgegeben haben“, sagt er.

3.9.2020, 16:50 Uhr – Merkel verteidigt Corona-Maßnahmen gegen Kritik aus Schweden

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Schwedens Ministerpräsidenten Stefan Löfven hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Corona-Maßnahmen in Deutschland gegen Kritik verteidigt. Mit Blick auf das umstrittene schwedische Modell sagte sie, dass die „Gegebenheiten in Deutschland und Schweden doch sehr unterschiedlich“ seien. Im Gegensatz zu dem skandinavischen Land habe Deutschland etwa mit dem Ruhrgebiet und der Rhein-Main-Region sehr viele Ballungszentren.

Löfven bezeichnete es als übertrieben, dass es riesige Unterschiede zwischen der Corona-Politik seines Landes und der in Deutschland gegeben habe. Anders als die anderen europäischen Länder hatte Schweden in der Corona-Krise keine Ausgangsbeschränkungen angeordnet und auch die meisten Schulen offen gelassen. Die Strategie ist umstritten: Mit mehr als 5800 Corona-Todesfällen und 84.000 Infektionsfällen zählt Schweden zu einem der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas.

3.9.2020, 14:15 Uhr – Zahl der privaten Insolvenzen im Südwesten vergleichsweise niedrig

Die Zahl der privaten Insolvenzen im Südwesten liegt trotz eines Anstiegs immer noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Das hat der Informationsdienstleister Crifbürgel für sein „Schuldenbarometer“ für das erste Halbjahr 2020 ermittelt.

So kommt Baden-Württemberg mit 35 Fällen je 100.000 Einwohner auf den zweitniedrigsten Wert hinter Bayern. Zugleich gehört der Südwesten aber auch zu den vier Ländern, in denen die Fallzahlen gegen den bundesweiten Trend gestiegen sind – um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

3.9.2020, 13:40 Uhr – Corona-Lockdown lässt Griechenlands Wirtschaft abstürzen

Die Corona-Krise hat in Griechenland eine Rekord-Talfahrt der Wirtschaft ausgelöst. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im Zeitraum von April bis Juni um 14 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt Elstat am Donnerstag mitteilte. Der Absturz ist Folge eines Lockdowns, der im März zur Eindämmung des Virus verhängt wurde.

Das Land steckt aber bereits seit dem Herbst vorigen Jahres in der Rezession. Das BIP schrumpfte im vierten Quartal 2019 um 0,9 Prozent und Anfang 2020 dann um 0,7 Prozent. Das Mittelmeerland hatte sich zuvor erst allmählich von den Folgen der Schuldenkrise erholt, die Griechenland an den Rand der Staatspleite trieb.

3.9.2020, 12:34 Uhr – Ohne Maske und Ticket unterwegs - Mann schlägt Zugbegleiterin blutig

In einem Hamburger Regionalzug hat ein Mann eine Zugbegleiterin blutig geschlagen, nachdem sie ihn auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte und seine Fahrkarte sehen wollte. Beides hatte der Mann nicht bei sich, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte. Zunächst hatte die Zugbegleiterin den Mann gebeten, sich mit seinem T-Shirt Mund und Nase zu bedecken. Daraufhin habe er in der Zugtoilette eine improvisierte Mund-Nase-Bedeckung angelegt.

Als sie dann auch noch seine Fahrkarte kontrollieren wollte, rannte der Mann plötzlich an einem Bahnhof aus dem Zug. Kurz danach stieg er aber wieder ein und schlug der Bahnmitarbeiterin mit der Faust ins Gesicht. Dann sei der Mann endgültig unerkannt geflüchtet.

3.9.2020, 10:53 Uhr – Corona-App: Mehr Nutzer und mehr Skepsis

Etwa 30 Prozent aller Smartphone-Nutzer in Deutschland nutzen mittlerweile die Corona-Warn-App. Laut einer Studie für den Digital-Verband „Initiative D21“ ist die App rund 17 Millionen Mal heruntergeladen worden. Zugleich sind viele Nutzer skeptisch, ob die Corona-App etwas bringt. Mehr als die Hälfte ist der Meinung, die App werde nichts ändern. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als beim Start der App. Die Zahl derjenigen, die staatliche Überwachung oder Datenmissbrauch befürchten, ist laut der Studie dagegen gesunken.

3.9.2020, 7:21 Uhr – Corona-Kabinett berät Umsetzung der neuen Corona-Regeln

Das Corona-Kabinett unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht heute über die Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse der vergangenen Woche. Dabei war unter anderem verabredet worden, den Umgang mit Reiserückkehrern zu ändern. Wenn jemand bewusst in ein Corona-Risikogebiet reist, soll der Staat nicht mehr für den Verdienstausfall während der anschließenden Quarantäne aufkommen müssen. Außerdem soll die Teststrategie für diese Rückkehrer geändert werden: Sie sollen nicht mehr direkt nach der Ankunft, sondern frühestens nach fünf Tagen untersucht werden. So lange müssen sie mindestens in Quarantäne bleiben.

3.9.2020, 6:44 Uhr – Bonuszahlungen auch für Pflegekräfte in Kliniken

Auch Pflegekräfte in Kliniken sollen eine Bonuszahlung wegen besonderer Belastungen in der Corona-Krise bekommen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur und beruft sich auf Pläne der gesetzlichen Krankenversicherungen und der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Demnach sollen 100 Millionen Euro bereitgestellt werden, um Prämien bis zu 1.000 Euro für Pflegekräfte zu ermöglichen. Bislang waren solche Prämien nur für die Altenpflege vorgesehen, was zu breiter Kritik geführt hatte.

3.9.2020, 4:12 Uhr – SPD-Bundestagsfraktion will Sozialstaat ausbauen

Die SPD-Bundestagsfraktion will als Reaktion auf die Corona-Pandemie den Sozialstaat deutlich ausbauen. Er sei die zentrale Instanz, die die Gesellschaft, aber auch die Wirtschaft zusammenhalte, heißt es in einem Papier, aus dem die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren. Demnach will die SPD die Hartz-IV-Grundsicherung in der heutigen Form abschaffen und durch ein Bürgergeld ersetzen. Arbeitnehmern mit Kindern soll außerdem eine neue staatlich geförderte Familienarbeitszeitmehr Freiräume für die Erziehung oder die Pflege eines Angehörigen ermöglichen.

2.9.2020, 19:58 Uhr – Gericht kippt allgemeine Maskenpflicht im Elsass

Ein französisches Gericht hat die allgemeine Maskenpflicht in Straßburg und zwölf kleineren elsässischen Gemeinden gekippt. Das Verwaltungsgericht in Straßburg begründete dies in einem Eilentscheid mit der "Einschränkung der Freiheit" der Bürger und der zu großen Reichweite des Verwaltungserlasses. Dieser machte den Mund-Nasen-Schutz auch im Freien verbindlich. Geklagt hatten zwei Krankenhausärzte. Das Verwaltungsgericht hat Präfektin Josiane Chevalier aufgefordert, ihren Erlass zu überprüfen. Bis zum kommenden Montag soll die Präfektur eine überarbeitete Version vorlegen. Bis dahin müssen die Bürger in den 13 betroffenen Kommunen aber weiter Masken tragen.

Neuinfektionen & härtere Regeln Corona: Frankreich weist sieben neue Risikogebiete aus

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Frankreich steigt. Seit Sonntag gelten in Frankreich sieben weitere Regionen als Risikogebiete. Darunter auch Straßburg und Korsika.  mehr...

2.9.2020, 19:53 Uhr – Berlusconi positiv getestet

Italiens ehemaliger Premierminister Silvio Berlusconi ist nach Angaben seiner Partei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 83-jährige Unternehmer und konservative Politiker habe keine Symptome, hieß es weiter. Er habe wegen eines kürzlichen Aufenthalts auf der Ferieninsel Sardinien einen Corona-Test gemacht.

2.9.2020, 19:14 Uhr – Kanaren jetzt auch Risikogebiet

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat das Robert-Koch-Institut auch die Kanarischen Inseln und damit ganz Spanien als Risikogebiet eingestuft. Vor Reisen in den Rest Spaniens samt der Ferieninsel Mallorca warnt das Auswärtige Amt bereits seit Mitte August. Weiteres Risikogebiet ist die Region Zadar in Kroatien.

2.9.2020, 17:04 Uhr – Mainz 05: Pokalspiel vor 1.000 Fans erlaubt

Dank einer Ausnahmegenehmigung darf Fußball-Bundesligist Mainz 05 sein erstes DFB-Pokalspiel vor Fans spielen. Bei dem Erstrundenspiel gegen den Regionalligisten TSV Havelse dürfen 1.000 Fans ins Stadion. Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) hat gesagt, sollten sich die Corona-Maßnahmen bewähren, sei eine stufenweise Erhöhung der Zuschauerzahlen bei folgenden Bundesligaspielen denkbar. Bislang dürfen in Rheinland-Pfalz maximal 350 Personen bei Veranstaltungen an der frischen Luft teilnehmen.

2.9.2020, 16:32 Uhr – Corona-Lockdown an hessischer Gesamtschule

An einer Gesamtschule im hessischen Kreis Hersfeld-Rotenburg fällt zurzeit der Unterricht wegen eines Corona-Falls aus. Ein Neuntklässler hat sich mit dem Virus angesteckt. Daraufhin wurden 40 Lehrer und 111 Schüler unter Quarantäne gestellt. Die Kreisverwaltung teilte mit, alle Lehrkräfte würden in den nächsten Tagen getestet — sobald erste negative Ergebnisse vorlägen, würde der Präsenzunterricht wieder aufgenommen.

2.9.2020, 15:32 Uhr – Spahn verteidigt Corona-Entscheidungen von März

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die im März getroffenen Corona-Maßnahmen verteidigt. Spahn sagte, es sei zu diesem Zeitpunkt notwendig gewesen, um die Bevölkerung zu schützen. Dass die Entscheidungen teilweise hart waren und zum Teil starke Einschränkungen mit sich brachten, erwähnte er ebenfalls. Mit dem Wissen von heute, so Spahn, hätte man damals vielleicht anders reagiert. Dass noch einmal der Einzelhandel geschlossen werde oder ein Besuchsverbot in Pflegeeinrichtungen gelte, schloss er aus. Man könne aber die Lage im März nicht mit dem aktuellen Wissen aus dem September bewerten.

Die Diskussion um möglicherweise überzogene Corona-Maßnahmen in Deutschland zu Beginn der Pandemie kommentiert Uwe Lueb aus dem SWR-Hauptstadtstudio:

2.9.2020, 14:41 Uhr – Anti-Corona-Demo in Konstanz geplant: OB ist sekptisch

Der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt (CDU) ist skeptisch, ob dort am 3. Oktober eine große Demonstration gegen die Corona-Politik stattfinden kann. Der Stadt liege bisher noch keine Anfrage der Stuttgarter „Initiative Querdenken 711“ vor, sagte Burchardt dem SWR. Außerdem seien für diesen Tag in der Stadt bereits bis zu sechs andere Veranstaltungen mit einigen tausend Teilnehmern angemeldet. Daher gehe er davon aus, dass nicht mehr so viel Platz für eine weitere sei. Der Konstanzer „Querdenken“-Ableger hatte am Vormittag bestätigt, am 3. Oktober sei eine Menschenkette rund um den See geplant. Dabei sei von bis zu 250.000 Teilnehmern auszugehen.

2.9.2020, 13:07 Uhr – Spahn: „Das Virus ist dynamisch, wir müssen es auch sein“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat um Verständnis für das Vorgehen in der Corona-Krise geworben und zur Dialogbereitschaft aufgerufen. „Das Virus ist dynamisch, wir müssen es auch sein“, so Spahn. Man lerne jeden Tag besser, die Balance zwischen Infektionsschutz und Alltag zu finden. Etwa im Einzelhandel oder in Pflegeeinrichtungen sei die Lage mit Hygienekonzepten und Masken derzeit gut im Griff.

2.9.2020, 12:26 Uhr – Erster Corona-Fall in Flüchtlingslager Moria

Im Flüchtlingslager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos gibt es einen ersten Corona-Fall. Ein 40-Jähriger Mann sei positiv auf das Virus getestet worden, haben die Behörden mitgeteilt. Er sei auch in Athen zur Arbeitssuche gewesen. Das gesamte Lager steht jetzt 14 Tage unter Quarantäne. Es ist mit rund 13.000 Menschen völlig überfüllt.

Corona-Ausbruch in NRW Warum Flüchtlingsunterkünfte zu Corona-Hotspots werden könnten

Eine noch unveröffentlichte Studie zeigt, wie groß die Anteckungsgefahr in Flüchtlingsunterkünften ist – das Infektionsrisiko kann demnach sogar höher sein als auf einem Kreuzfahrtschiff.  mehr...

2.9.2020, 11:58 Uhr – Bundeskabinett verlängert gelockertes Insolvenzrecht und Pflegerettungschirm

Das Bundeskabinett hat beschlossen, dass die Lockerungen im Insolvenzrecht wegen der Corona-Krise verlängert werden sollen. Wenn ein Unternehmen wegen der Pandemie zahlungsunfähig oder überschuldet ist, muss es bis Ende des Jahres keinen Insolvenzantrag stellen. Auch der Rettungsschirm für die Pflege soll verlängert werden und zwar bis Ende März. Es geht dabei etwa um die Erstattung von Kosten für zusätzliche Schutzausrüstung.

2.9.2020, 11:24 Uhr – Grünen-Fraktion verlangt mehr Corona-Koordination

Die Grünen im Bundestag verlangen mehr Koordination bei den Corona-Maßnahmen. Gebraucht würden bundesweit einheitliche Regeln, die regional unterschiedlich angewendet werden könnten, sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt vor einer Klausurtagung in Berlin. Sie macht sich auch für einen so genannten Pandemie-Rat stark. Experten für Infektionsgeschehen, Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Psychologie sollten sich darin abstimmen und die Politik beraten, schlägt Göring-Eckardt vor.

2.9.2020, 10:05 Uhr – Roche bringt Schnelltest zur Virus-Erkennung auf den Markt

Der Schweizer Pharmakonzern Roche will gegen Ende September einen Schnelltest zur Diagnose einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus auf den Markt bringen. Der Antigen-Test liefert Roche zufolge ein verlässliches Resultat binnen 15 Minuten – sowohl bei symptomatischen als auch asymptomatischen Patienten. In den USA will das Unternehmen eine Notfallzulassung beantragen. Der weltgrößte Anbieter von medizinischer Diagnostik hat bereits verschiedene Covid-19-Tests lanciert.

2.9.2020, 8:45 Uhr – Brinkhaus betont: „Eigenverantwortung, Eigenverantwortung, Eigenverantwortung“

„Jetzt im Herbst geht es um eines: Eigenverantwortung, Eigenverantwortung, Eigenverantwortung. Und ich denke, wenn wir das hinbekommen, dann brauchen wir auch nicht über einen Lockdown reden“, sagt Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) der Sendergruppe RTL/ntv vor Beginn der Vorstandsklausur seiner Fraktion.

Bei lokalen Ausbrüchen müsse aber weiterhin konsequent eingegriffen werden. Brinkhaus wird zitiert mit der Äußerung, gewisse Wirtschaftsbereiche mit dem Wissen von heute nicht mehr wegen der Pandemie zu schließen. „Wir sind ja ein lernendes System. Niemand wusste, wie man mit so einer Pandemie umgeht. Da macht man Sachen richtig, da macht man Sachen falsch.“

2.9.2020, 6:35 Uhr – Peru bei Sterblichkeit an Covid-19 weltweit an der Spitze

Gemessen an der Bevölkerungszahl sterben in keinem Flächenstaat der Erde so viele Menschen an der Krankheit Covid-19 wie in Peru. 89,99 Tote je 100.000 Einwohner registrierte das südamerikanische Land zuletzt. Damit liegt es vor Belgien, Andorra und Großbritannien weltweit an erster Stelle. Nur der Kleinstaat San Marino in Italien kommt umgerechnet auf die Bevölkerungszahl auf noch mehr Tote - allerdings mit insgesamt gerade einmal 42 Opfern.

2.9.2020, 4:22 Uhr – 1.256 Neuinfektionen und elf weitere Todesfälle

In Deutschland sind elf weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) bekanntgibt, steigt die Zahl der Todesfälle damit auf 9.313. Die Zahl der Positiv-Tests legt um 1.256 auf 244.855 zu.

SWR3-Faktencheck Gibt es nur mehr Corona-Fälle, weil mehr getestet wird?

In den vergangenen Wochen ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen in Deutschland gestiegen, die Zahl der Corona-Tests ebenfalls. In sozialen Netzwerken wird das gern als Argument genommen, um die Pandemie zu relativieren.  mehr...

2.9.2020, 3:19 Uhr – Weltweit mehr als 25,6 Millionen Menschen infiziert

Laut einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters sind weltweit mehr als 25,61 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert und 851.300 sind an oder mit dem Virus verstorben. Die USA bleiben mit über 6 Millionen Fällen und mehr als 183.000 Todesopfern das am stärksten betroffene Land, gefolgt von Brasilien und Indien.

2.9.2020, 1:14 Uhr – Brasilien verzeichnet fast vier Millionen Coronavirus-Fälle

Brasilien meldet binnen 24 Stunden 42.659 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der landesweit registrierten Ansteckungen nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf mehr als 3,95 Millionen. Die offizielle Zahl der Todesopfer durch Covid-19 steigt um 1215 auf 122.596.

1.9.2020, 21:10 Uhr – Kuba riegelt Hauptstadt ab

In Kubas Hauptstadt Havanna ist ein 15-tägiger strikter Lockdown in Kraft getreten. Polizisten sollten an allen Zufahrtsstraßen postiert sein und kontrollieren, dass nur Personen mit Sondererlaubnis nach Havanna kommen oder die Stadt verlassen dürfen. Zudem gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 19 Uhr bis 5 Uhr früh. Die meisten Läden dürfen nur an direkte Anwohner Waren verkaufen und Tankstellen kein Benzin an private Autobesitzer, um die Mobilität weiter einzuschränken.

Mit aggressiven Maßnahmen wie dem Stopp aller Flugverbindungen hat Kuba die Pandemie weitgehend unter Kontrolle bringen können. Doch im Lauf des vergangenen Monats ist die Zahl der bestätigten Infektionen in Havanna wieder nach oben gegangen. Auch andere Provinzen meldeten wieder mehr Fälle, die meisten von ihnen eingeschleppt durch Reisende aus Havanna. Die vergangene Woche angekündigten Maßnahmen sind die bisher schärfsten Corona-Beschränkungen in Havanna. Wer sie missachtet, muss mit einer Strafe von umgerechnet mehr als 65 Euro rechnen. Das ist mehr als das Doppelte des durchschnittlichen Monatslohns.

1.9.2020, 17:49 Uhr – „Querdenker 711“ plant keine Demos in Berlin mehr, nur noch in Stuttgart

Die Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“ will nicht mehr in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung protestieren. „Wir wollen wieder nach Stuttgart zurückkehren und dort die Demos machen“, bestätigte Organisator Michael Ballweg dem SWR. Am Mittag hatte sich der Berliner Senat darauf verständigt, ab sofort Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern nur noch zuzulassen, wenn dort ein Mund-Nasen-Schutz getragen wird. Das gilt auch als Reaktion auf die „Querdenker“-Demo von Samstag, die von der Polizei abgebrochen wurde, weil sich die Teilnehmer überwiegend nicht an die Abstands- und Maskenregeln hielten.

1.9.2020, 15:26 Uhr – Freigabe der Stadt: 8.500 Fans bei Bundesliga-Auftakt von RB Leipzig

Der RB Leipzig darf vor mehreren Tausend Fans in die neue Saison der Fußball-Bundesliga starten. Nach dpa-Informationen werden zum Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 20. September bis zu 8.500 Zuschauer zugelassen. Das entspricht 20 Prozent des Fassungsvermögens der Red Bull Arena. Die Stadt Leipzig bestätigte die Freigabe.

1.9.2020, 13.33 Uhr – Bundesregierung startet Gesundheitsportal

Für Fragen zu Gesundheit, Vorsorge, Pflege aber auch die Corona-Pandemie können sich Bürger künftig auf einem zentralen Gesundheitsportal der Bundesregierung informieren.

Falschinfos zu Corona & Co Spahn will Fakenews mit neuem Gesundheitsportal bekämpfen

Seriös, abgesichert, belastbar – das neue Gesundheitsportal der Bundesregierung soll Krankheits- und Impfmythen von Verschwörungs-Erzählern entgegenwirken.  mehr...

1.9.2020, 12:30 Uhr – Berlin führt Maskenpflicht für Demos ab 100 Teilnehmern ein

In Berlin gilt ab sofort eine Maskenpflicht für Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern. Das hat der Senat beschlossen. Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte die Maskenpflicht bereits gestern angekündigt – als Reaktion auf die Großdemonstration am Samstag, bei der ein Großteil der Teilnehmer keinen Mund-Nase-Schutz getragen hatte.

Anti-Corona-Demo und die Demokratie Polizeigewerkschaft: „Die Rechten sind dabei, die Bewegung komplett zu kapern“

Proteste gegen Corona-Maßnahmen: Deutschland diskutiert auch am Dienstag über die Vorfälle vor dem Berliner Reichstag. Ein Vertreter der Polizei hält die Bewegung mittlerweile für gefährdet.  mehr...

1.9.2020, 11:25 Uhr – Bundesregierung korrigiert Konjunkturprognose deutlich nach oben

Die Bundesregierung korrigiert ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr nach oben. Das Bruttoinlandsprodukt werde wegen der Corona-Krise um 5,8 Prozent einbrechen, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier am Dienstag in Berlin. Bislang war er von einem größeren Minus von 6,3 Prozent ausgegangen.

„Die Rezession im ersten Halbjahr ist weniger stark ausgefallen als wir befürchten mussten“, sagte Altmaier. Der Aufschwung nach dem Lockdown „geht schneller und dynamischer vonstatten als wir es zu hoffen gewagt hatten“. Der Einbruch fällt demnach nur etwas größer aus als im Jahr der Finanzkrise 2009, als das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,7 Prozent geschrumpft war. Es wäre dennoch die schwerste Rezession der Nachkriegszeit.

1.9.2020, 10:45 Uhr – WHO: Europa kann mit lokalen Lockdowns mit Covid-19 leben

Die WHO erwartet in Europa keine Rückkehr zu vollständigen Lockdowns zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Ausbrüche könnten mit lokalen Sperren bewältigt werden, sagt Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, dem Sender Sky News.

„Der Tag, an dem wir die Pandemie besiegen werden, ist nicht unbedingt der Tag, wenn der Impfstoff kommt, sondern dann, wenn wir lernen, damit zu leben. Und das kann morgen sein.“ Er erwarte in den kommenden Monaten keine großen Ausgangssperren, um eine zweite Infektionswelle zu vermeiden. „Ich bin optimistisch, aber wir können keine lokalen Lockdowns ausschließen.“

1.9.2020, 8:29 Uhr – RKI meldet vier weitere Todesfälle und 1.218 Positiv-Tests

In Deutschland sind vier weitere Menschen gestorben, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) bekanntgibt, steigt die Zahl der Todesfälle damit auf 9.302. Die Zahl der Positiv-Tests legt um 1.218 auf 243.599 zu.

1.9.2020, 4:25 Uhr – NRW: Keine Maskenpflicht mehr im Unterricht weiterführender Schulen

An Nordrhein-Westfalens weiterführenden Schulen gilt im Unterricht von diesem Dienstag an keine Maskenpflicht mehr. Einzelne Einrichtungen setzen aber auf freiwilliges Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Auf Schulhöfen und im Schulgebäude bleibt die Maskenpflicht ohnehin bestehen. Die Maskenpflicht im Unterricht der weiterführenden und berufsbildenden Schulen in NRW bestand seit Beginn des Schuljahres am 12. August.

Dass die Maskenpflicht nicht verlängert wird, stößt auch auf Kritik. So warnt etwa der Berufsverband der Gymnasiallehrer, dass die Infektionszahlen an den Schulen steigen und „zu erneutem Distanzunterricht und damit zu deutlichen Einschränkungen führen“ könnten.

1.9.2020, 2:15 Uhr – Impfstoffkandidat von AstraZeneca tritt in den USA in Phase-III-Studie ein

Der Impfstoffkandidat AZD1222 des Pharmakonzerns AstraZeneca ist in den USA mit 30.000 Probanden in die klinische Phase-III-Studie gestartet. Die Studie wird von der US-Regierung finanziert, teilt das in London notierte Unternehmen mit. Zwei Teilnehmergruppen erhielten nach Angaben des Konzerns zur Überprüfung der Wirksamkeit im Abstand von vier Wochen entweder zwei Dosen AZD1222 oder eine Kochsalzlösung. Die Probanden würden den Versuchsgruppen nach dem Zufallsprinzip zugeordnet.

1.9.2020, 0:01 Uhr – Covid-19: EU-Gesundheitskommissarin warnt vor Nachlässigkeit

Die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat davor gewarnt, im Kampf gegen die Corona-Pandemie unvorsichtig zu werden. „Der Mangel an Sorgfaltspflicht ist ein Grund, warum Covid-19-Infektionen in einigen Teilen Europas wieder ansteigen“, sagte Kyriakides der Welt (Dienstag). „Das Risiko einer weiteren Eskalation ist sehr real.“ Sie verstehe durchaus, dass viele Menschen genug von den Einschränkungen, Vorsichtsmaßnahmen und ständigen Sorgen hätten. „Aber diesen Kampf können wir nur gemeinsam gewinnen. Es gibt keinen Spielraum für Nachlässigkeiten - niemand sollte unachtsam sein“, sagte die Politikerin aus Zypern.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 27. Juli, 14:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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  6. Juckreiz adé! So funktionieren Hitzestifte gegen juckende Mückenstiche

    Es gibt Stifte oder kleine Handy-Sticks, die heiß werden und die man auf Mückenstiche drückt. Das soll gegen den Juckreiz helfen. Mittlerweile gibt’s die sogar im Discounter zu kaufen. Wie funktionieren die Dinger eigentlich und gibt es auch kostenlose Alternativen?  mehr...