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Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 1.5. bis 14.5.2021.

Frist für Steuererklärung 2020 soll offenbar verlängert werden

14.5.2021, 22:12 Uhr – Wegen der Corona-Krise wollen die Regierungsfraktionen nach einem Medienbericht auch die Abgabefristen für die Steuererklärung 2020 verlängern. Das gehe aus einem gemeinsamen Antrag von Union und SPD hervor, berichtet das Handelsblatt. Anders als bei der Ausnahmeregelung für 2019 soll die Frist aber nur um drei statt sechs Monate verlängert werden. Wer seine Erklärung ohne Steuerberater erstellt, hat demnach bis Ende Oktober Zeit. Für Steuerberater endet die Frist Ende Mai nächsten Jahres.

Großbritannien ist wieder Risikogebiet

14.5.2021, 20:00 Uhr – Die Bundesregierung stuft Großbritannien ab Sonntag wieder als Corona-Risikogebiet ein. Grund sei die zuerst in Indien festgestellte Virusvariante, teilte das Robert-Koch-Institut mit. Diese hat in Indien zu dramatischen Infektionszahlen beigetragen. Die Nachbarländer Sri Lanka und Nepal werden deshalb nun auch hochgestuft: Sri Lanka zum Risikogebiet und Nepal zum Virusvariantengebiet. Andere Länder und Regionen werden hingegen vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet zurückgestuft. Darunter Serbien sowie Bosnien und Herzegowina. Wer von dort einreist und einen negativen Test vorweist, muss nicht mehr in Quarantäne. Ganz von der Liste der Risikogebiete gestrichen werden die Kanarischen Inseln.

Spahn fordert: Politischen Wettlauf bei Lockerungen vermeiden

14.5.2021, 18:46 Uhr – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt die Länder davor, sich bei den Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu überbieten. Es dürfe dabei im Wahljahr keinen politischen Wettlauf geben, schreibt Spahn an seine Länderkollegen, berichten mehrere Medien. Er betone, dass intensives Testen in allen Bereichen die Grundlage für schrittweise Öffnungen sei. Seiner Ansicht nach sollte dabei aber berücksichtigt werden, dass es draußen zehnmal so sicher sei wie drinnen. Konkret spricht er sich daher dafür aus, die Außengastronomie ab Inzidenzen unter 100 für Getestete, Geimpfte und Genesene zu öffnen – nicht aber die Innengastronomie. In Baden-Württemberg darf auch drinnen bewirtet werden.

Sieben-Tage-Inzidenz fällt auch in Italien unter 100

14.5.2021, 17:58 Uhr – In Italien bessert sich die Corona-Lage weiter: Die Sieben-Tage-Inzidenz sank nach Angaben vom Freitag wie in Deutschland unter den Wert von 100, wie der Regierungsexperte Silvio Brusaferro in Rom berichtete. Die Behörden registrierten etwa 96 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (Stand: 13. Mai). Drei der rund 20 Regionen hätten sogar die 50er-Marke unterschritten, sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstituts.

Gefälschte Impfpässe: Justizsenatorin fordert deutlich härtere Strafen

14.5.2021, 17:40 Uhr – Die Justizsenatorin von Hamburg, Anna Gallina (Grüne), fordert scharfe Strafen für Fälschungen von Impf- und PCR-Testbescheinigungen. Gallina sagte, sie setze sich bei der nächsten Justizministerkonferenz dafür ein, dass solche Fälschungen künftig mit einer Urkundenfälschung gleichgestellt werden.

Bisher kann das Fälschen von Impfpässen höchstens mit einem Jahr Haft bestraft werden. Sollte der Hamburger Vorschlag sich durchsetzen, wären bis zu zehn Jahre Haft möglich. Seitdem Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte wegfallen, werden im Internet immer öfter gefälschte Impfpässe angeboten.

Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland zunehmend gefragt

14.5.2021, 17:35 Uhr – Nach vorübergehender Skepsis ist die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen mit dem AstraZeneca-Vakzin in Deutschland deutlich gestiegen. „Wir verzeichnen eine deutliche Nachfrage der Ärzte“, sagte ein Sprecher des Deutschen Apothekenverbandes der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Auch die kassenärztliche Vereinigung in Baden-Württemberg registriert einen Anstieg des Interesses der Arztpraxen. Nach Angaben eines Sprecher sind dafür vor allem zwei Gründe verantwortlich. Zum einen liege dies an der generellen Aufhebung der Impfpriorisierung in Baden-Württemberg, weshalb sich auch jüngere Menschen in den Praxen impfen lassen könnten.

Zum anderen hatten die Gesundheitsminister von Bund und Länder entschieden, dass eine Zweitimpfung bei AstraZeneca nun schon nach vier Wochen möglich sein soll, obwohl diese die Impfwirkung gegenüber den bislang empfohlenen zwölf Wochen verschlechtert. Viele Jüngere nutzten nun die Chance, sich innerhalb von vier Wochen eine Vollimpfung zu besorgen, weil ihnen dies mehr Freiheiten im Alltag und beim Reisen gebe, hieß es in Bund-Länder-Kreisen.

Gesundheitsminister Spahn gegen Corona geimpft – mit Astrazeneca

14.5.2021, 16:58 Uhr – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich am Freitag von seinem Hausarzt im münsterländischen Legden gegen Corona impfen lassen. Der 40-Jährige erhielt den Impfstoff der Firma Astrazeneca. Er habe sich nach einem Gespräch mit dem Arzt bewusst dafür entschieden, erklärte er nach Angaben eines Sprechers. Für den kompletten Schutz brauche Spahn nur eine Impfung, da er bereits eine Corona-Erkrankung durchgemacht habe, sagte der Sprecher weiter.

Nach einem Gespräch mit meinem Hausarzt habe ich mich bewusst für eine Impfung mit AstraZeneca entschieden. Wer ein Impfangebot bekommt, sollte es annehmen und sich impfen lassen. Denn eine Impfung schützt - uns selbst und andere. Das ist der Weg raus aus der Pandemie. https://t.co/D8EoWaGzRZ

Quarantäne-Pflicht bei Einreise fällt in Italien weg

14.5.2021, 15:15 Uhr – Für Italien-Urlauber aus Deutschland und anderen europäischen Ländern entfällt am Sonntag die bisher notwendige Corona-Quarantäne nach der Ankunft. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Rom mit. Künftig sei für Einreisen aus den Ländern der Europäischen Union, dem Schengenraum sowie Großbritannien und Israel nur noch ein negativer Test erforderlich. Bisher musste man fünf Tage in Quarantäne und am Ende einen zweiten Test machen.

Indien: Infektionen vermehrt in ländlichen Regionen

14.5.2021, 14:07 Uhr – Der indische Premierminister Narendra Modi hat vor einer Ausbreitung der Corona-Welle in ländliche Gebiete gewarnt. Die Menschen, die Behörden und die Regionalregierungen in diesen Regionen müssten gegen die Herausforderung zusammenstehen, sagte Modi auf einer Bauernversammlung. Er teile den Schmerz der Menschen, die Angehörige verloren haben, sagte der Premier.

Giffey: Kinder und Jugendliche müssen vorrangig geimpft werden

14.5.2021, 12:45 Uhr – Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, Kindern und Jugendlichen vorrangig ein Impfangebot zu machen, sobald der Impfstoff für diese Gruppe zugelassen ist. „Sie müssen mit Vorrang ein Impfangebot bekommen, sobald der Impfstoff für sie zugelassen ist. Das sind wir Erwachsenen der jungen Generation schuldig“, sagte Giffey am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Kinder und Jugendliche hätten in der Pandemie auf vieles verzichtet, erklärte die Familienministerin. Die Bundesländer müssten nun zügig alles vorbereiten, um den drei Millionen Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren schnell ein Angebot zu machen.

Spahn: Schwerpunkt beim Impfen bald auf Zweitimpfungen

14.5.2021, 10:50 Uhr – Bis Ende Mai wird der Schwerpunkt beim Impfen nicht mehr bei den Erst-, sondern den Zweitimpfungen liegen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Das sei nötig, um den vollen Impfschutz bei denen zu erreichen, die schon einmal geimpft worden sind. Die Erstimpfungen würden dann wieder im Juni in den Vordergrund rücken. Außerdem forderte Spahn Kapazitäten für eine längerfristige Lagerung von Corona-Impfstoffen. Gesundheits- und Verteidigungsministerium seien darüber im Gespräch, sagte Spahn bei einem Besuch im Bundeswehr-Verteilzentrum in Quakenbrück mit Blick auf möglicherweise nötige Nachimpfungen.

Trotz indischer Mutante: England will weiter öffnen

14.5.2021, 9:00 Uhr – England hält trotz des Auftauchens einer indischen Variante des Coronavirus an den Plänen für eine schrittweise Aufhebung der Beschränkungen fest. Es gebe in einigen Regionen, in denen die Infektionszahlen stiegen, Besorgnis wegen der Variante, sagt der für die Impfkampagne verantwortliche Staatssekretär Nadhim Zahawi dem Sender Sky News. Doch es gebe keinen Beweis dafür, dass B.1.627.2 sich stärker auf die Menschen auswirke oder dass Impfstoffe nicht dagegen wirkten. Die Impfstoffe seien wirksam. Der Plan, mit der Öffnung zu beginnen, bleibe bestehen.

Corona-Pandemie in Indien weiter auf hohem Niveau

14.5.2021, 7:25 Uhr – In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 343.144 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionsfälle steigt damit auf 24,05 Millionen. 4.000 weitere Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus, insgesamt sind es nun 262.317 Todesfälle. Allein in dieser Woche verzeichnen die Behörden 1,4 Millionen weitere Ansteckungsfälle und mehr als 16.000 Tote. Die Dunkelziffer in dem Land mit seinen mehr als 1,36 Milliarden Einwohnern dürfte Experten zufolge deutlich höher sein.

RKI: Bundesweite Inzidenz unter 100

14.5.2021, 5:45 Uhr –Das Robert-Koch-Institut meldet 11.336 neue Positiv-Tests. Das sind 7.149 weniger als am Freitag vor einer Woche als 18.485 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 96,5 von 103,6 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 190 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 85.848. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3.577.040 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Außenminister Maas schließt weitere Rückholaktionen für Urlauber aus

14.5.2021, 2:58 Uhr – Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat eine weitere Rückholaktion für gestrandete Urlauber ausgeschlossen. Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte Maas, wenn sich in bestimmten Ländern die Pandemielage verschlechtern sollte, dürfe dies – anders als im vergangenen Jahr – niemanden mehr überraschen. Maas geht weiter davon aus, dass die Deutschen im Sommer wieder in Urlaub fahren können. Auch nicht-geimpfte Menschen sollten dazu die Möglichkeit haben.

Nachtleben auf Mallorca wohl erst nach dem Sommer

14.5.2021, 1:05 Uhr – Auch in diesen Sommer wird es auf Mallorca voraussichtlich kein Nachtleben geben. Die Regierungschefin der Balearen, Francina Armengol, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, Clubs könnten erst mit einer höheren Impfrate wieder öffnen. Priorität habe zunächst der verantwortungsvolle Tourismus. Man wünsche sich insbesondere Familien- und Kultururlauber. Das Nachtleben solle später folgen. Armengol bezeichnete die Corona-Pandemie zudem als Chance, den „Exzesstourismus“ hinter sich zu lassen. Seit Mitte März gehört Mallorca nicht mehr zu den in Deutschland gelisteten Corona-Risikogebieten.

Bayerns Innenminister fordert harte Strafen für Impfpass-Fälscher

14.5.2021, 1:04 Uhr – Der Innenminister von Bayern, Joachim Herrmann (CSU), hat harte Strafen für das Fälschen von Impfpässen gefordert. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte Herrmann, das sei kein Bagatelldelikt, sondern Urkundenfälschung. Außerdem forderte Herrmann von Bund und Europäischer Union, schnellstmöglich einen fälschungssicheren digitalen Impfpass zur Verfügung zu stellen. Menschen, die eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus nachweisen können, profitieren von zahlreichen Lockerungen. Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen gelten für sie nicht.

FDP Generalsekretär Wissing: Einheitliche Öffnung von Hotels und Gastronomie

14.5.2021, 1:02 Uhr – FDP-Generalsekretär Volker Wissing hat eine bundeseinheitliche Öffnungsperspektive für Hotels und Gastronomie gefordert. Der jetzige Zustand sei eine große Belastung, sagte Wissing der Neuen Osnabrücker Zeitung. Viele Betriebe stünden vor der Frage, ob es sich lohnt weiterzumachen oder ob sie aufgeben sollten. Wissing sagte, er halte es für dringend erforderlich, ein politisches Signal zu setzen, wie es auch in anderen Ländern passiere. Die Schließung sei immer eilig gewesen, die Zurücknahme von Grundrechtseinschränkungen lasse zu lange auf sich warten.

USA: Keine Maskenpflicht mehr für vollständig Geimpfte

13.5.2021, 23:07 Uhr – Die US-Gesundheitsbehörde hat die Maskenpflicht für geimpfte Menschen in den USA weitgehend aufgehoben. Zwei Wochen nach der vollständigen Impfung müssen sie nun weder draußen noch drinnen eine Maske tragen. Ausnahmen gibt es für Krankenhäuser und den öffentlichen Nahverkehr. US-Präsident Joe Biden sprach von einem großartiger Meilenstein.

Neue Corona-Verordnung in BW: Gastronomie und Hotels können bei Inzidenz unter 100 öffnen

13.5.2021, 21:42 Uhr – Die baden-württembergische Landesregierung hat ihre neue Corona-Verordnung veröffentlicht. In Kreisen, in denen die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 100 liegt, sind weitgehende Lockerungen möglich. Restaurants und Cafés können geimpfte, genesene oder negativ getestete Gäste ab dem Wochenende auch drinnen bewirten. Außerdem sollen Hotels und Freibäder unter diesen Auflagen wieder öffnen dürfen. Das Konzept sieht auch Kulturveranstaltungen im Freien vor - wie Theater, Konzerte oder Filme. Auch beim Sport ist wieder mehr möglich. Fitness- und Yogastudios müssen allerdings noch geschlossen bleiben.

Curevac testet zweiten Corona-Impfstoff

13.5.2021, 14:09 Uhr – Der Tübinger Pharmaforscher Curevac testet einen weiteren Covid-Impfstoffkandidaten im Tierversuch. Das Mittel habe bei geimpften Ratten eine starke Antigenproduktion und „starke und dosisabhängige Immunantworten“ hervorgerufen, teilte Curevac mit. Das Unternehmen hat schon einen Covid-Impfstoff vorgelegt, über dessen Zulassung die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) entscheidet. Die Europäische Union hat sich von dem Impfstoff schon vorab bis zu 405 Millionen Dosen gesichert.

Sanchez: Spanien auf dem Weg zur Herdenimmunität

13.5.2021, 14:01 Uhr – Spanien ist auf dem Weg zur Herdenimmunität. Mehr als zwei Drittel der 47 Millionen Spanier werden bis Mitte August gegen das Coronavirus geimpft sein, sagte Ministerpräsident Pedro Sanchez. Auch immer mehr Menschen über 60 Jahren bekommen jetzt ihre zweite Impfung, mehr als 40 Prozent sind bereits vollständig geimpft. Auch bei den über 50-Jährigen haben die Impfungen begonnen.

Bund Deutscher Kriminalbeamter: Hologramme würden gegen Impfpass-Fälschungen helfen

13.5.2021, 12:15 Uhr – Weil es immer mehr Fälschungen von Impfpässen gibt, sieht der Bund Deutscher Kriminalbeamter auch die Impfstoffhersteller in der Pflicht. „Die Chargenaufkleber müssen dringend mit fälschungssicheren Merkmalen wie Hologrammen ausgestattet werden“, sagte BDK-Vizechef Dirk Pegelow Zeit online. „Die Kriminellen haben sich in der Pandemie sehr schnell an die neue Situation angepasst", gab Pegelow zu. „Die Polizei hinkt da leider hinterher.

Umfrage: Ein Viertel der Erwachsenen in EU gegen Corona-Impfung

13.5.2021, 11:50 Uhr – In der EU würde einer Umfrage zufolge mehr als ein Viertel der Erwachsenen eine Impfung ablehnen, wenn sie angeboten würde. Das Ergebnis deute auch auf einen Zusammenhang zwischen der Zögerlichkeit und der Nutzung sozialer Medien hin, vor allem wenn diese die Hauptinformationsquelle seien, teilte die Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen Eurofound mit. Die meisten Impfverweigerer gibt es demnach in Bulgarien. Zwei Drittel der Menschen dort nannten es unwahrscheinlich oder sehr unwahrscheinlich, dass sie sich impfen lassen würden. Dagegen sind die Iren am impfwilligsten: Hier halten es zehn Prozent für unwahrscheinlich, dass sie eine Impfung ablehnen.

Lambrecht: Keine härteren Strafen für Impfpass-Fälschungen

13.5.2021, 11:20 Uhr – Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) lehnt trotz vermehrt aufgetretener Fälle von Impfpassfälschungen härtere Strafen ab. „Es geht um genaue Kontrollen, nicht um höhere Strafrahmen“, sagte sie dem Handelsblatt. Es gebe schon ganz klare strafrechtliche Regeln. „Wer hier täuscht, riskiert empfindliche Geldstrafen oder sogar eine Freiheitsstrafe.“ Unter anderem hatte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) härtere Strafen gefordert und eine entsprechende Initiative für die Justizministerkonferenz im Sommer angekündigt.

Noch auf niedrigem Niveau: Indische Mutante vermehrt sich auch in Deutschland

13.5.2021, 9:28 Uhr – Auf sehr niedrigem Niveau beobachtet das Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland einen wachsenden Anteil der in Indien entdeckten Corona-Variante. Die neu als besorgniserregend eingestufte Mutante B.1.617 sei bisher nur in wenigen Proben nachgewiesen, „aber ihr Anteil stieg in den letzten Wochen stetig an“, heißt es in einem RKI-Bericht vom Mittwochabend. Ihr Anteil an den untersuchten Proben beträgt demnach weniger als zwei Prozent (Untervariante B.1617.1: 0,6 Prozent; B.1617.2: 0,9 Prozent). Das RKI betont, dass die absoluten Zahlen der Nachweise in der Woche vom 26. April bis 2. Mai lediglich im zweistelligen Bereich lägen: bei gut 30.

Weltweit knapp 160 Millionen Corona-Infizierte

13.5.2021, 7:50 Uhr – Weltweit sind einer Reuters-Zählung zufolge inzwischen rund 159,94 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Knapp 3,464 Millionen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Zahlen beruhen auf Angaben der staatlichen Gesundheitsministerien und Regierungsvertretern.

RKI: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt Richtung 100

13.5.2021, 5:30 – Das Robert-Koch-Institut meldet 17.419 neue Positiv-Tests. Das sind 4.534 weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 21.953 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 103,6 von 107,8 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 278 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 85.658. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3.565.704 Millionen Corona-Tests positiv aus.

BDK-Chef: Gefälschte Impfpässe könnten Dauerproblem werden

13.5.2021, 3:40 Uhr – „Das Problem besteht schon heute und wird noch eine ganze Weile aktuell bleiben, da mit einer vollständigen Impfung entweder eine Befreiung von Grundrechtseinschränkungen oder perspektivisch zunehmend auch Ein- oder Ausreisevorteile verbunden sein werden“, sagte Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, dem Handelsblatt. „So können inländische Impfverweigerer ebenso Abnehmer sein, wie Ein- oder Ausreisewillige, die sich Quarantänepflichten entziehen möchten.“ Eine schnelle Einführung fälschungssicherer Nachweise sei sicher sinnvoll, man müsse aber alle Polizeibeamte in einer Art Druckbetankung qualifizieren, um bei Kontrollen die Fälschungen erkennen zu können.

Große Nachfrage bei Impfstoff von Astrazeneca

13.5.2021, 2:00 Uhr – Haus- und Fachärzte melden eine stark gestiegene Nachfrage nach dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca. Die bereitgestellten Mengen reichten inzwischen nicht mehr aus, sagte der Chef des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis, der Rheinischen Post. Ein Grund dafür sei, dass es keine Priorisierung für Astrazeneca mehr gebe. Außerdem wirkten sich die verkürzten Impfabstände aus.

Mehr Sicherheitspersonal in Fernzügen

13.5.2021, 1:53 Uhr – Die Deutsche Bahn will am Himmelfahrts-Wochenende die Zahl der Sicherheitskräfte im Fernverkehr verdoppeln. Das sagte eine Konzernsprecherin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es werde mit vielen Reisenden gerechnet. Die Sicherheitskräfte sollen demnach dafür sorgen, dass die Corona-Regeln eingehalten werden. Die Maßnahme gelte auch an Pfingsten und Fronleichnam. Zudem würden auf stark nachgefragten Strecken mehr Züge eingesetzt.

Neue Einreise-Regeln ab heute

13.5.2021, 1:25 Uhr – Ab heute gelten bei der Einreise nach Deutschland neue Corona-Regeln. So müssen Rückkehrer aus Ländern mit vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen (sogenannte Risikogebiete) nicht mehr in Quarantäne. Vollständig Geimpfte und Genesene müssen bei der Einreise keinen negativen Test mehr vorlegen - es sei denn, sie kommen aus Gebieten mit neuen Virusvarianten.

Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, können mit einem aktuellen negativen Testergebnis die Quarantäne vermeiden (bei Rückkehr aus Risikogebieten). Mindestens fünf Tage Quarantäne sind weiter vorgeschrieben, wenn man aus einem sogenannten Hochrisikogebiet zurückkehrt - und 14 Tage bei Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet. Wie Reiseländer für deutsche Urlauber eingestuft werden, ist auf der Internetseite des RKI zu sehen.

Sicherheitsbehörden: Impfpässe nicht fälschungssicher

13.5.2021, 1:02 Uhr – Die Sicherheitsbehörden in Deutschland halten die Corona-Impfpässe nicht für fälschungssicher. Das sagte der Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Sebastian Fiedler, dem Handelsblatt. Abnehmer gefälschter Pässe könnten Reisende sein, die sich der Quarantäne entziehen wollten. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, forderte in der Neuen Osnabrücker Zeitung, die Impfdaten vorübergehend zentral zu speichern. So könne bei Kontrollen vor Ort das elektronische Register abgefragt werden. Fälschungen würden dann sofort erkannt.

BW: Cafés und Restaurants können auch Innenbereiche öffnen – bei Inzidenz unter 100

12.5.2021, 18:52 Uhr – Schon dieses Wochenende könnten in Baden-Württemberg wieder Restaurantbesuche im Innenbereich möglich sein. Die Landesregierung plant nach SWR-Informationen, die Corona-Verordnung entsprechend zu aktualisieren. Demnach sollen Cafés und Gaststätten zwischen 6 und 21 Uhr öffnen können – überall da, wo die Corona-Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter 100 gelegen hat.

Gäste müssen außerdem nachweisen, dass sie vollständig geimpft oder genesen sind oder einen negativen Corona-Test vorlegen. Damit wäre die sieben Monate lange Zwangspause für die Gaststätten in Baden-Württemberg zu Ende. Öffnungen sind auch für Hotels, Freibäder und Kulturveranstaltungen geplant. Wenn es in den Ministerien der grün-schwarzen Landesregierung keinen Widerstand gibt, kann die neue Verordnung an diesem Donnerstag verkündet werden.

Italien-Urlaub im Sommer? Maas ist zuversichtlich

12.5.2021, 17:50 Uhr – Außenminister Heiko Maas (SPD) ist zuversichtlich, dass auch nicht gegen Corona geimpfte deutsche Touristen im Sommer in Italien Urlaub machen können. Er glaube, dass man dafür über entsprechende Konzepte die Voraussetzungen schaffen könne, sagte Maas nach einem Gespräch mit dem italienischen Außenminister Luigi Di Maio in Rom. „Daran hat Italien natürlich als eines der beliebtesten deutschen Reiseziele ein hohes Interesse“, fügte er hinzu. Ganz Italien ist derzeit von der Bundesregierung noch wie der größte Teil Europas als Corona-Risikogebiet eingestuft.

Fördern statt Sitzenbleiben: Saarland passt Regeln für Schulen an

12.5.2021, 17:27 Uhr – Wegen des von der Corona-Pandemie geprägten Schuljahrs hat das saarländische Bildungsministerium die Regelungen über Versetzungen angepasst. „Der Grundsatz lautet hierbei 'Fördern statt Sitzenbleiben'“, sagte Ministerin Christine Streichert-Clivot. Bei versetzungsgefährdeten Kindern soll geprüft werden, was im Einzelfall sinnvoll ist: der Gang in die nächsthöhere Stufe oder eine Wiederholung. Vor einer Entscheidung werden die Schulen demnach Beratungsgespräche auch mit den Eltern anbieten.

Mehr als ein Drittel der Deutschen mindestens einmal geimpft

12.5.2021, 17:03 Uhr – Mehr als jeder Dritte in Deutschland ist mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Wie aus dem Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht (Stand: 16.15 Uhr), haben 34,3 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Corona-Impfung erhalten.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 38,7 Prozent. Sachsen liegt mit 29,8 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

Schweiz will Restaurants Ende Mai öffnen

12.5.2021, 15:30 Uhr – Die Schweizer Regierung peilt weitere Öffnungen im Corona-Lockdown an. Ab dem 31. Mai sollen Restaurants auch im Innern wieder öffnen dürfen. Bei öffentlichen Veranstaltungen können ab dann neu 100 Personen in Innenräumen und 300 Personen im Freien teilnehmen. Für Betriebe, die wiederholt testeten, werde die Homeoffice-Pflicht in eine Empfehlung umgewandelt. Eine abschließende Entscheidung zu den Plänen fälle die Regierung nach einer Konsultation mit Kantonen und dem Parlament am 26. Mai.

Spanien hofft auf 45 Millionen Touristen – „Sie können jetzt planen“

12.5.2021, 14:20 Uhr – Spanien erwartet für dieses Jahr bis zu 45 Millionen ausländische Touristen. Das wäre mehr als die Hälfte des vor Ausbruch der Pandemie erreichten Niveaus, sagte Tourismusministerin Reyes Maroto bei der Präsentation einer Werbekampagne, die Besucher im Sommer anlocken soll. „Spanien wird bereit sein, sich der Welt sehr bald wieder zu öffnen“, sagte Maroto. „Internationale Touristen können jetzt mit der Planung ihres Spanien-Urlaubs beginnen.“

Bayern kündigt für Hausärzte komplette Freigabe beim Impfen an

12.5.2021, 13:07 Uhr – Bayern kündigt für Hausärzte die Aufhebung der Priorisierung beim Impfen an. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte, ab kommende Woche sollen Hausärzte selbst entscheiden können, wen sie wann impfen. Bei den Impfzentren bleibe die Priorisierung dagegen bestehen, da dort noch zahlreiche Zweitimpfungen anstünden, sagte Söder.

Auch in Baden-Württemberg gilt ab Montag: Bei einer Corona-Impfung beim Hausarzt ist die Priorisierung aufgehoben, in Impfzentren gilt sie noch.

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

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Spahn warnt vor „Übermut“ bei Corona-Lockerungen

12.5.2021, 12:05 Uhr – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat trotz der Entspannung der Corona-Lage zu weiterer Vorsicht gemahnt. Mit sinkenden Infektionszahlen und auf den Intensivstationen gehe „alles in die richtige Richtung“, sagte Spahn. Es gelte jetzt aber, sehr aufzupassen, dass Zuversicht nicht zu Übermut werde und es kein Zuviel an Kontakten und Lockerungen gebe. Es werde sich erst in den nächsten Wochen entscheiden, ob die Lage auch im Sommer insgesamt besser sei.

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte, Deutschland befinde sich auf einem guten Weg. Bei aller Zuversicht dürfe aber nicht vergessen werden, dass die Pandemie nicht vorbei sei. So sei bei der Impfkampagne „noch viel Luft nach oben“.

Analyse: Länder haben zu langsam auf Pandemie reagiert

12.5.2021, 11:10 Uhr – Für künftige Pandemien müssen die Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt umgebaut werden. Das sagt eine unabhängige Kommission. Viele Länder haben demnach zu langsam auf die Corona-Pandemie reagiert. Die jetzigen Gesundheitssysteme reichten nicht aus, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen und die Menschen vor künftigen Gesundheitskrisen zu schützen. Die Kommission hat im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation analysiert, wie sie und die Staaten auf die Corona-Pandemie reagiert hat.

WHO: Indische Corona-Variante in mehr als 40 Ländern erfasst

12.5.2021, 8:14 Uhr – Die in Indien aufgetretene Corona-Variante B.1.617 ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in 44 Ländern nachgewiesen worden. Dafür wurden über 4.500 Gensequenzen analysiert und zugeordnet. Außerdem lägen der WHO Meldungen über Nachweise aus fünf weiteren Ländern vor. Am Montag hatte die UN-Behörde die Variante als „besorgniserregend“ eingestuft. Vorher hatte die WHO nur die sogenannten britischen, südafrikanischen und brasilianischen Varianten so bezeichnet.

In Indien sind innerhalb eines Tages mehr als 4.200 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Das indische Gesundheitsministerium meldet außerdem knapp 350.000 Corona-Neuinfektionen.

Ärztevertreter warnen vor wegfallender Impfpriorisierung

12.5.2021, 6:55 Uhr – Ärztevertreter warnen davor, dass die Priorisierung bei Corona-Impfungen zu früh wegfällt. Dadurch hätten die Schwächeren das Nachsehen, sagte die Chefin des Marburger Bundes, Susanne Johna. Bund und Länder dürften bei ihrer Entscheidung über die Priorisierung nicht nach dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vorgehen, so Johna in der Rheinischen Post. Sie spricht sich dafür aus, dass Risikopatienten weiterhin Vorrang haben – auch in den Impfzentren.

Ähnlich äußert sich der Chef des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt. Solange Impfstoff knapp sei, sei die Priorisierung für Hausärzte eine wichtige Leitlinie, um gefährdete Patienten frühzeitig zu schützen. Gleichzeitig spricht sich Weigeldt aber auch für Flexibilität aus. Wenn kurz vor Praxisschluss Impfstoff übrig sei, dann solle dieser – unabhängig von der Priorisierung – verimpft werden. Gestern hatte Baden-Württemberg angekündigt, dass ab kommender Woche die Impfpriorisierung in Arztpraxen wegfallen soll.

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

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Bund und Länder haben sich auf das Ziel geeinigt, die Impfpriorisierung im Juni aufzuheben. Vor allem aber sollen Geimpfte und Genesene Freiheiten genießen. Im Südwesten ist bereits einiges in Kraft.  mehr...

Ab heute Corona-Lockerungen in Rheinland-Pfalz

12.5.2021, 6:38 Uhr – In Rheinland-Pfalz treten heute Lockerungen der Corona-Regeln in Kraft – aber nur in den Städten und Kreisen, in denen die Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 100 liegt. Unter anderem darf dort der Einzelhandel ganz öffnen. Kunden brauchen wie in Lebensmittelgeschäften keinen Test. Auch kontaktarmer Urlaub ist in diesen Regionen ab heute erlaubt, also Übernachtungen in Ferienwohnungen, Wohnmobilen oder Wohnwagen und Hotels. Für den Aufenthalt ist ein Test bei Anreise und danach alle 48 Stunden notwendig.

Mainz

Neue Corona-Verordnung in Rheinland-Pfalz Kein Lockdown, aber mehr Einschränkungen für Ungeimpfte

In Rheinland-Pfalz gelten neue Corona-Regeln, die als „2G+“ bezeichnet werden. Es soll keinen Lockdown mehr geben aber mehr Einschränkungen für Ungeimpfte und ein Stufen-Warnsystem.  mehr...

RKI: Knapp 15.000 Neuinfektionen

12.5.2021, 6:00 Uhr – Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland sinkt weiter. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegt sie heute bei 107,8. Gestern lag der Wert noch bei 115,4. Die Gesundheitsämter haben 14.909 Corona-Neuinfektionen gemeldet, das sind gut 3.000 Fälle weniger als heute vor einer Woche. 268 Menschen sind innerhalb eines Tages laut RKI im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Kurz vor Saisonende: Kaum Grippe-Fälle in Rheinland-Pfalz

12.5.2021, 4:31 Uhr – Seit Beginn der Grippesaison im Herbst vergangenen Jahres sind in Rheinland-Pfalz kaum Menschen an Grippe erkrankt. Lediglich 31 laborbestätigte Grippefälle führt das Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz in der Zeit zwischen Oktober 2020 und Anfang Mai 2021. Das sagte ein LUA-Sprecher Sprecher Achim Ginkel der dpa. In diesem Zeitraum seien dem Amt zwei Fälle übermittelt worden, bei denen Menschen an beziehungsweise mit Influenza verstorben seien.

In der Vorjahres-Saison seien in Rheinland-Pfalz insgesamt 8.352 Grippefälle verzeichnet worden. In diesem Zeitraum seien 20 Menschen an beziehungsweise mit Influenza gestorben. Das LUA führt den deutlichen Rückgang der Grippefälle im Land auf die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zurück. Es scheine, „als hätten die Coronamaßnahmen der Grippe den Garaus gemacht“, sagte Ginkel.

Hausärzteverband: Impfdrängler werden fordernder, Spannungen wachsen

12.5.2021, 2:29 Uhr – Deutsche Ärztevertreter warnen vor wachsenden Spannungen durch aggressive Impfdrängler. „Der Druck auf die Impfzentren und die Arztpraxen wächst. Die Impfdrängler werden fordernder“, sagte die Vize-Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Anke Richter-Scheer, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die Stimmung werde aggressiv: Da die Priorisierung immer weiter ausgeweitet werde, sei es für viele Menschen immer weniger nachvollziehbar, warum der eine schneller an der Reihe sein solle als der andere.

Stiko wird keine schnelle Impfempfehlung für Kinder aussprechen

12.5.2021, 0:45 Uhr – Die Ständige Impfkommission dämpft Erwartungen an eine schnelle generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. „Derzeit diskutierte Argumente wie Urlaub können nicht die primären entscheidungsrelevanten Argumente der Stiko sein“, sagte der Vorsitzende Thomas Mertens der Welt laut Vorabbericht.

Im Moment habe man noch keine detaillierten Daten der Impfstudie bei Kindern. Diese müssten erst genau geprüft werden, bevor eine generelle Impfempfehlung für Kinder gegeben werden könne.

Ein Drittel der Deutschen ist mindestens einmal gegen Corona geimpft

12.5.2021, 0:07 Uhr – Etwa jeder Dritte in Deutschland ist mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Wie aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht (Stand: 15.35 Uhr), haben 33,3 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. So verabreichten alle Stellen laut RKI bislang insgesamt etwa 35,7 Millionen Impfungen. Davon seien etwa 27,7 Millionen bei Erstimpfungen und weitere etwa 8 Millionen bei Zweitimpfungen verabreicht worden. Demnach stieg die Quote der vollständig Geimpften auf 9,6 Prozent.

Pfizer beantragt in Großbritannien Zulassung ab zwölf Jahren

11.5.2021, 22:49 Uhr – Pfizer hat einer Zeitung zufolge die britischen Behörden formell um eine Zulassung seines mit BioNTech entwickelten Impfstoffes für die Altersgruppe von zwölf bis 15 Jahren gebeten. Der "Telegraph" beruft sich auf einen Sprecher des Konzerns. Die US-Behörden haben bereits eine entsprechende Zulassung erteilt, für die EU rechnet die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) mit einer Entscheidung in den kommenden Wochen.

EU exportierte rund 200 Millionen Dosen Impfstoff

11.5.2021, 20:55 Uhr – Die Europäische Union (EU) hat rund 200 Millionen Dosen Corona-Impfstoff exportiert. Das gibt der Vizepräsident der EU-Kommission, Maros Sefcovic, in einem Tweet bekannt.

Die EU sei zwar offen für neue Solidaritätsvorschläge, die Priorität sei aber, die Impfstoffproduktion in der EU zu erhöhen. Außerdem sollten andere Länder die Exporte von Impfstoffen und deren Bestandteilen freigeben. Im April hatte die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet, dass die EU rund 37 Millionen mehr Impfdosen gegen das Coronavirus exportiert als ihre Mitgliedsstaaten erhalten habe.

Indiens Ministerpräsident kommt nicht zum G7 Treffen

11.5.2021, 17:10 Uhr – Indiens Ministerpräsident Narendra Modi bleibt wegen der „vorherrschenden Covid-Lage“ in seinem Land dem Treffen der sieben führenden Industriestaaten (G7) im kommenden Monat fern. Modi werde der Sondereinladung der britischen Gastgeber nicht folgen, gibt sein Büro bekannt. Indien meldete zuletzt 330.000 neue Positiv-Tests. Der G7-Gipfel beginnt am 11. Juni in Cornwall.

Spanische Regional-Regierung: Balearen sind sicher

11.5.2021, 16:57 Uhr – Die Regierung der Balearen wirbt um deutsche Touristen. „Der Mallorca-Urlaub ist absolut sicher“, sagt Ministerpräsidentin Francina Armengol der Bild-Zeitung. Die derzeitige Sieben-Tage Inzidenz liege unter 25 pro 100.000 Einwohner. Voraussetzung für einen Urlaub sei ein Nachweis über einen negativen PCR-Test bei der Einreise, im öffentlichen Raum gelte weitgehend Maskenpflicht.

Frankreich erlaubt wieder Modeschauen

11.5.2021, 16:37 Uhr – Als Teil der Lockerungen in Frankreich werden Anfang Juli die Laufstege wieder freigegeben. Der Mode-Branchenverband Federation de la Haute Couture et de la Mode gibt den 05. Juli 2021 als Beginn der Haute-Couture-Woche bekannt. Zuletzt wurde in Paris im September 2020 Mode live vorgeführt. Vor der Pandemie trugen die entsprechenden Veranstaltungen in der französischen Hauptstadt jährlich etwa 1,2 Milliarden Euro zur örtlichen Wirtschaft bei.

WHO prüft auf Seychellen: Ein Drittel der positiven Tests bei Geimpften?

11.5.2021, 16:21 Uhr – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prüft Berichte, wonach auf den Seychellen etwa 37 Prozent der positiven Tests von komplett Geimpften stammen. Die Daten würden ausgewertet, teilt eine WHO-Sprecherin per E-Mail mit. Auf den Seychellen leben weniger als 100.000 Menschen, von denen fast 60 Prozent komplett geimpft sind. Regierungsdaten vom Montag zufolge haben 57 Prozent von ihnen das Mittel von Sinopharm erhalten und 43 Prozent von Astrazeneca.

Weniger Covid-19-Patienten auf Intensivstationen

11.5.2021, 14:49 Uhr – Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Covid-19-Intensivpatienten ist wieder gesunken: Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) ging sie am Dienstag auf 4.450 zurück. Am Montag lag sie noch bei 4.571.

Brasilien rät von Astrazeneca-Impfung für Schwangere ab

11.5.2021, 13:29 Uhr – In Brasilien empfiehlt die Gesundheitsbehörde Anvisa nach eigenen Angaben, die Impfung von Schwangeren mit dem Astrazeneca-Impfmittel sofort auszusetzen. Die Zeitung Folha de São Paulo hatte zuvor unter Berufung auf eine Mitteilung des Gesundheitsministeriums berichtet, das Ministerium untersuche den Fall einer Schwangeren in Rio de Janeiro, die nach einer Astrazeneca-Impfung gestorben sei.

Bayern erlaubt Ausflüge nach Österreich

11.5.2021, 12:41 Uhr - Bayern erlaubt ab Mittwoch wieder Ausflüge nach Österreich. Ab dann sei der kleine Grenzverkehr wieder zugelassen, sagt Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Dann seien Einkäufe oder Besuche bei Verwandten und Freunden – unter Beachtung der Corona-Regelungen – wieder erlaubt.

Arbeitgeber machen Druck bei Betriebs-Impfungen

11.5.2021, 12:34 Uhr – Die Arbeitgeber dringen darauf, dass die Betriebsärzte früher als bisher geplant in die Impfkampagne einbezogen werden. Dass die Betriebsärzte erst ab dem 7. Juni 500.000 Impfdosen pro Woche bekommen sollen, sei ein „falsches Signal“, sagt BDA-Präsident Rainer Dulger. „Impfen ist gelebte Wirtschaftspolitik. Wir können 1,5 Millionen Dosen pro Woche verimpfen“, fügt er mit Blick auf die Betriebe hinzu.

Spahn animiert über 60-Jährige zum Impfen

11.5.2021, 10:42 Uhr – Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen in Deutschland hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zuversichtlich gezeigt. Wenn alle weiter bis Ende Juni durchhielten und vorsichtig blieben, könne es ein guter Sommer werden. Wichtig sei, dass jeder verfügbare Impfstoff auch schnell eingesetzt werde. Er rief alle über 60-Jährigen dazu auf, sich auch mit Astrazeneca oder Johnson und Johnson impfen zu lassen. Die Impfstoffe seien sicher und wirkten bei Älteren besonders gut.

RKI plant neue Studie in Kupferzell

11.5.2021, 9:21 Uhr – Das Robert-Koch-Institut (RKI) will in Kupferzell (Hohenlohekreis) ab Juni eine weitere Corona-Studie starten. Dabei erhofft sich das RKI weitere Informationen darüber, wie sich das Virus nach längerer Zeit auf den menschlichen Körper auswirkt. Es sollen mögliche Langzeitfolgen einer Infektion untersucht werden. Die Gemeinde Kupferzell eignet sich besonders gut, da dort ein größerer lokaler Corona-Ausbruch bereits im März vergangenen Jahres stattgefunden hat. Das RKI war bereits zwei Mal für Studien vor Ort.

RKI: Zahl der Neuinfektionen geht weiter zurück

11.5.2021, 6:00 Uhr – Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 6.125 positive Corona-Tests innerhalb von 24 Stunden. Das sind rund 1.400 weniger als am vergangenen Dienstag. 283 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 115,4 zurückgegangen.

Patientenschützer fordern Strafen für Impf-Vordrängler

11.5.2021, 4:47 Uhr – Patientenschützer fordern Strafen für Impf-Vordrängler. Es würden zwar Tausende erwischt, aber es fehle an Sanktionen, teilte die Deutsche Stiftung Patientenschutz mit. Viele Impfzentren klagen einem SWR-Bericht zufolge über aggressive Impfwillige und zunehmende Versuche, sich eine vorzeitige Impfung zu erschleichen. Das Fernsehmagazin Report Mainz berichtete von mehreren Tausend Fällen. Um vorzeitig an einen Impftermin zu kommen, würden etwa falsche Alters- oder Berufsangaben gemacht.

#Ärzte und #Impfzentren klagen über Aggressivität von Impfwilligen und kriminelle Energie von #Impfvordränglern. Laut #reportmainz Recherchen in #Hamburg zuletzt 2.000 pro Woche. #STIKO Chef Mertens fordert, zunächst an der Priorisierung festzuhalten. https://t.co/IcPKBeLInD https://t.co/WU1oRLuUJo

Dehoga verlangt konkrete Vorgaben zur Wiedereröffnung von Gastronomie und Hotels

11.5.2021, 4:45 Uhr – Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) möchte von Bund und Ländern konkret wissen, wann Gaststätten und Hotels wieder öffnen dürfen. „Das erwarten wir bis allerspätestens 17. Mai von allen Bundesländern“, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin, Ingrid Hartges, der Düsseldorfer Rheinischen Post einem Vorabbericht zufolge. Konkrete Öffnungstermine seien wichtig, um Planungssicherheit zu bekommen.

Ärzte und Apotheker begrüßen Freigabe von Johnson und Johnson

11.5.2021, 2:53 Uhr – Der Hausärzteverband Nordrhein begrüßt die Freigabe des Corona-Impfstoffs von Johnson und Johnson. „Die Freigabe der Priorisierung bei Johnsons und Johnson ist ebenso sinnvoll wie bei Astrazeneca“, sagte Verbandschef Oliver Funken der Düsseldorfer Rheinischen Post. Auch beim Impfstoff von Johnson und Johnson müsse es Ärzten erlaubt sein, junge Patienten nach individueller Beratung zu impfen, auch wenn ein Patient keiner Risikogruppe angehöre.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet zehn Millionen Impfdosen des US-Konzerns bis Ende Juli. Der Impfstoff wird in Deutschland künftig in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt. Nach ärztlicher Aufklärung können sich aber auch Jüngere dafür entscheiden. Das hatten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag beschlossen.

Weltweit über 158 Millionen Infizierte und mehr als 3,4 Millionen Tote

11.5.2021, 1:32 Uhr – Weltweit haben sich mehr als 158 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 3,4 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan erstmals nachgewiesen wurde.

Die USA weisen mit mehr als 32,8 Millionen die höchsten Infektionszahlen auf. Auch bei den Totenzahlen liegen die USA mit über 582.085 auf dem ersten Platz, gefolgt von Brasilien mit rund 422.340 Toten. Das Land rangiert bei den Infektionszahlen mit mehr als 15 Millionen auf Platz drei. Indien hat mit rund 22,7 Millionen weltweit die zweithöchste Infektionszahl.

USA genehmigen Biontech-Impfstoff für Kinder ab 12 Jahren

11.5.2021, 0:28 Uhr – Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den von Pfizer und Biontech entwickelten Impfstoff für 12- bis 15-jährige Kinder genehmigt. Bislang ist das Vakzin in den USA erst ab einem Alter von 16 Jahren zugelassen.

Engländer dürfen bald wieder in Restaurants essen und Freunde zu Hause treffen

10.5.2021, 22:58 Uhr – Essen mit Freunden im Restaurant, gemeinsame Pub-Besuche und Kinoabende: Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Montag die dritte Stufe der Corona-Lockerungen verkündet. Ab kommender Woche dürfen sich die Menschen in England demnach wieder in Innenräumen mit einer Gruppe von Freunden oder der Familie treffen und sich in Restaurants oder Pubs bedienen lassen.

Die Lockerungen infolge der erfolgreichen Impfkampagne in Großbritannien gelten ab dem 17. Mai. Die beschlossenen Maßnahmen seien ein „sehr beachtlicher Schritt auf dem Weg zurück zur Normalität“, sagt Johnson nach Unterzeichnung der neuen Verordnung.

Frankreichs Premier: Sind dabei, Corona-Krise dauerhaft zu überwinden

10.5.2021, 21:55 Uhr – Frankreichs Premier Jean Castex hat die Regeln für die geplanten Corona-Lockerungen Mitte Mai präzisiert: In den Außenbereichen der Restaurants und Cafés werde es eine Begrenzung auf 50 Prozent der Kapazität geben, kündigte er in einem Interview mit der Zeitung Le Parisien an, das Montagabend online veröffentlicht wurde.

Es seien maximal sechs Personen pro Tisch erlaubt. Im Kino oder bei einer Live-Veranstaltung dürfe nur jeder dritte Platz besetzt werden, pro Saal gelte eine Obergrenze von 800 Menschen. „Ich sage es in aller Deutlichkeit: Wir sind endlich dabei, diese Gesundheitskrise dauerhaft zu überwinden“, sagte Castex.

115,5 Millionen US-Bürger komplett geimpft

10.5.2021, 20:45 Uhr – In den USA sind der Seuchenbehörde CDC zufolge inzwischen 115,5 Millionen Menschen komplett geimpft und damit mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Es seien insgesamt 261,6 Millionen Dosen verimpft worden, hieß es weiter. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

EU: Corona-Hilfen nicht geringer als in den USA

10.5.2021, 19:38 Uhr – Die Europäische Union und ihre 27 Mitgliedsländer geben für die Hilfen zur Überwindung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen insgesamt rund 3,95 Billionen Euro aus. EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni erklärte am Montag vor einem Ausschuss des Europäischen Parlaments, die Union müsse einen Vergleich mit den USA nicht scheuen. Er wandte sich damit gegen Kritik, Brüssel engagiere sich nicht so stark wie Washington.

WHO stuft indische Variante als „besorgniserregend“ ein

10.5.2021, 18:10 Uhr – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die aus Indien bekannte Corona-Virus-Mutation B.1.617 als besorgniserregende Variante ein. Es gebe Hinweise auf ein erhöhtes Übertragungsrisiko, hat WHO-Expertin Maria Van Kerkhove die Entscheidung begründet. Das müsse noch weiter erforscht werden. Bisher stand die indische Variante unter Beobachtung, für eine Höher-Stufung fehlten entsprechende Erfahrungen. Laut der WHO funktionieren die Corona-Impfstoffe, Behandlungen und Tests aber alle auch bei dieser Variante.

Forscher: ÖPNV-Nutzer haben kein erhöhtes Risisko

10.5.2021, 18:05 Uhr – Die regelmäßige Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs bringt laut einer neuen Studie kein erhöhtes Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus mit sich. Herausgegeben wurde die Studie von den Verkehrsministern aller Bundesländer und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) spricht daher von wissenschaftlicher Klarheit: Der öffentliche Nahverkehr sei sicher. Die Gefahr, sich dort mit Corona anzustecken, sei nicht größer als auf dem Rad oder im eigenen Auto. SWR-Wissenschaftsredakteurin Veronika Simon sieht das allerdings anders, wie sie erklärt:

Corona-Pandemie Studie bringt keine Klarheit über Infektionsrisiko in öffentlichen Verkehrsmitteln

Eine neue Studie soll belegen, dass die Ansteckungsgefahr in Bussen und Bahnen relativ gering ist. Doch Veronika Simon aus der SWR Wissenschaftsredaktion hat Zweifel an der Aussagekraft der Studie.  mehr...

Seehofer positiv auf Corona getestet

10.5.2021, 17:28 Uhr – Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sein Sprecher sagte, der 71jährige sei positiv auf das Virus getestet worden und befinde sich aktuell in häuslicher Isolation. Er habe derzeit keine Krankheitssymptome. Seehofer hatte Mitte April eine erste Impfdosis Biontech erhalten, durch diese erste Dosis soll sich nach Angaben von Experten das Ansteckungsrisiko um etwa zwei Drittel verringern.

Deutlich mehr Anrufe bei Hotline „Gewalt gegen Frauen“

10.5.2021, 14:57 Uhr – Beim bundesweiten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ gehen seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich mehr Anrufe ein. Das geht aus dem Jahresbericht 2020 hervor, den Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) heute vorgestellt hat. Demnach stieg die Zahl der Beratungen zum Thema häusliche Gewalt im Vergleich zum Jahr davor um ein Fünftel. In vielen Fällen hätten sofort Polizei und Rettungskräfte organisiert werden mussten. Insgesamt führte das mehrsprachige Team der Hotline mehr als 51.000 Beratungsgespräche. Giffey sagte, die hohe Zahl mache deutlich, wie groß der Hilfebedarf sei.

Biontech verzeichnet hohen Quartalsgewinn

10.5.2021, 14:53 Uhr – Das Mainzer Biotechunternehmen Biontech boomt dank des Geschäfts mit dem Corona-Impfstoff. In diesem Jahr hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bislang einen Quartalsgewinn von 1,1 Milliarden Euro erzielt – dreimal so viel wie im letzten Quartal 2019. Anfang 2020 hat Biontech noch einen Nettoverlust von 53 Millionen Euro gemacht. Unter anderem durch hohe Forschungs- und Entwicklungskosten. Noch rasanter stieg der Umsatz des Biotechnologie-Unternehmens: in den ersten drei Monaten schätzungsweise 2,05 Milliarden Euro - über 70 Mal so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

TK: AHA-Regeln drücken Krankenstand nach unten

10.5.2021, 10:30 Uhr – Abstands- und Hygieneregeln wegen der Corona-Krise haben den Krankenstand bei der Techniker Krankenkasse (TK) auf den niedrigsten Stand seit 13 Jahren gedrückt. Im ersten Quartal seien 3,8 Prozent der versicherten Erwerbspersonen krank gewesen. Im ersten Quartal 2020 waren es 5,1 Prozent, 2019 4,8 und 2018 5,2 Prozent. „Die Fehltage sind bei fast allen Diagnosen zurückgegangen, besonders bei den Erkältungskrankheiten“, sagt der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas. „Auch blieb die Grippewelle aus, die sonst in der Regel alle zwei Jahre im Februar für einen erhöhten Krankenstand sorgt.“ Die Diagnose Covid-19 spielt den Angaben zufolge nur eine untergeordnete Rolle bei den Krankschreibungen. Insgesamt verzeichnet die TK im ersten Quartal knapp 1,08 Millionen Krankschreibungen, davon 9.381 aufgrund von Covid-19.

Neue Einreiseverordnung noch diese Woche

10.5.2021, 10:28 Uhr – Die Bundesregierung will noch im Wochenverlauf eine neue Einreiseverordnung auf den Weg bringen. Dies kündigt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an. Damit würden Geimpfte und Genesene sowie Personen mit einem tagesaktuell negativen Test nicht mehr unter die Quarantäneregelung fallen. Dies gelte allerdings nicht für Personen, die aus Mutationsgebieten einreisten.

Gastgewerbe will in Prio-3-Impfgruppe

10.5.2021, 10:20 Uhr – Das Gastgewerbe dringt darauf, dass Beschäftigte bei Corona-Impfungen in die Prioritätengruppe 3 vorgezogen werden. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordern, sie wie Verkäufer im Lebensmitteleinzelhandel in der Impfpriorisierung einzuordnen: „Wir erwarten, dass dies schnell und pragmatisch umgesetzt wird, wie es bereits zum Beispiel in Bayern in einigen Landkreisen erfolgt“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

Spahn: Impfkampagne in Deutschland nimmt Fahrt auf

10.5.2021, 10:08 Uhr – Bis zum Montagmorgen wurden laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mehr als 35 Millionen Dosen verimpft. Davon seien 27,2 Millionen Erstimpfungen verabreicht worden, das entspreche einem Drittel der Bevölkerung Deutschlands. An Zweitimpfungen seien 7,8 Millionen Dosen verabreicht worden, das entspreche 9,4 Prozent der Bevölkerung.

Frankreich will Beschränkungen lockern

10.5.2021, 10:55 Uhr – Frankreich hält angesichts einer sich etwas entspannenden Corona-Lage an seinen Plänen für die Aufhebung von Beschränkungen fest. Restaurants dürften ihre Außenbereiche ab dem 19. Mai wieder öffnen, sagt Gesundheitsminister Olivier Veran dem Fernsehsender LCI. Gleiches gelte für Bars. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen war am Sonntag erstmals seit Ende März wieder auf unter 5.000 gefallen.

Johnson & Johnson-Impfstoff wird freigegeben

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt werden. Nach ärztlicher Aufklärung können sich auch Jüngere dafür entscheiden, beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern weiter, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bestätigte das am Vormittag. Die Priorisierung für diesen Impfstoff wird in Arztpraxen und bei Betriebsärzten aufgehoben.

RKI: Weniger Neuinfektionen – leicht gestiegene Inzidenz

5:26 Uhr – Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 6.922 neue Positiv-Tests – vor einer Woche waren es noch 9.160. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist dagegen wieder leicht gestiegen – auf auf 119,1 von 118,6 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 54 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 84.829. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,5 Millionen Fällen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Amtsärzte warnen vor heftigem Druck aufs Impfsystem ab dem Sommer – Politik scheinbar „planlos“

10.5 2021, 4:53 Uhr – Wegen der vielen nötigen Auffrischungsimpfungen befürchten die Amtsärzte, dass das Impfsystem in Deutschland im Sommer mächtig unter Druck geraten könnte. Die Chefin des Bundesverbands der Amtsärzte, Ute Teichert, sagte der Rheinischen Post, ab Ende Juni oder Anfang Juli müsse in Deutschland nachgeimpft werden – zusätzlich zu den laufenden Erst- und Zweitimpfungen.

Von Seiten der Politik höre ich diesbezüglich aber keinerlei Vorschläge, wie das organisiert werden sollte. Es scheint vielmehr, als liefe sie planlos in eine solche Situation hinein.“ Teichert verwies darauf, dass Studien davon ausgehen, dass Nachimpfungen nach sechs Monaten fällig werden.

Andere Länder wie England seien schon dabei, sich darauf vorzubereiten. Die Situation in Deutschland sei auch deshalb so besorgniserregend, weil es parallel die Kinderimpfungen als eine weitere Herausforderung geben werde.

Intensivmediziner: „Die dritte Welle ist gebrochen“

10.5 2021, 4:01 Uhr – Führende Intensivmediziner äußern sich zuversichtlich zu den sinkenden Infektionszahlen und der abnehmenden Zahl von Corona-Intensivpatienten in Deutschland. „Wir befinden uns auf einer abschüssigen Zielgeraden. Die dritte Welle ist gebrochen“, sagte der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, der Rheinischen Post laut einem Vorabbericht.

Die Situation auf den Intensivstationen werde sich wegen der fortschreitenden Impfungen der über 50-Jährigen voraussichtlich bis Ende Juni entspannen. Es müssten jedoch Vorsichtsmaßnahmen für Flugreisende aus weiter entfernten Ländern getroffen werden, um das Einschleppen möglicherweise gefährlicher Virus-Varianten zu vermeiden.

Kommunen fordern gemeinsame Öffnungsschritte von Bund und Ländern

10.5 2021, 3:12 Uhr – Die Kommunen rufen Bund und Länder dazu auf, sich unverzüglich auf weitere Öffnungsschritte zu verständigen. „Im Hinblick auf die rasante Zunahme der Impfungen und den bevorstehenden Sommer mit vielen möglichen Aktivitäten im Freien sollten sich Bund und Länder bereits jetzt auf einen klaren Öffnungskatalog verständigen und festlegen, unter welchen Voraussetzungen welche Bereiche wieder öffnen dürfen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht. Darauf warteten nicht nur die Menschen, sondern auch die Hotels, Gaststätten und die Tourismuswirtschaft.

Johnson will heute dritte Lockerungs-Stufe verkünden

10.5 2021, 1:06 Uhr – In Großbritannien dürfen sich die Menschen bald wieder in Innenräumen mit einer Gruppe von Freunden oder der Familie treffen und sich in Restaurants oder Pubs bedienen lassen. Premierminister Boris Johnson will am Montag die dritte Stufe der Corona-Lockerungen für die Briten bekannt geben, wie die Regierung am Sonntag ankündigte.

Auch bei Auslandsreisen sollen bestimmte Beschränkungen aufgehoben werden. Die Lockerungen infolge der erfolgreichen Impfkampagne in Großbritannien sollen ab dem 17. Mai gelten.

Drosten: „Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland“

10.5 2021, 0:13 Uhr – Der Virologe Christian Drosten hat sich zuversichtlich über den Verlauf der Corona-Pandemie im Sommer gezeigt. „Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland“, sagte Drosten am Sonntagabend im ZDF. „Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmalig Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind.“ Die aktuelle Entspannung sei „wahrscheinlich“ noch auf verantwortungsbewusstes Verhalten der Bevölkerung zurückzuführen.

Gleichzeitig warnte der Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité vor zu früher Euphorie. Deutschland sei noch nicht so weit wie andere Länder, sagte Drosten. „Wir müssen länger warten, weil wir noch nicht so weit sind mit unserem Impffortschritt.“

„Der Sommer kann ganz gut werden“, so Virologe Christian Drosten @c_drosten. „Aber wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir nicht zu früh in totale Euphorie verfallen. Wir sind noch nicht so weit mit unserem Impf-Fortschritt.“ Interview in voller Länge: https://t.co/DnD0abjmnL https://t.co/cxqriKn3A8

Söder hält Verlängerung des Lockdowns für möglich

9.5 2021, 23:35 Uhr – Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält eine Fortsetzung des Lockdowns inklusive Bundes-Notbremse über den Juni hinaus für möglich. „Die Pandemie-Bekämpfung auf der gesetzlichen Grundlage der Notbremse geht bis zum 30. Juni. Dann wird man sehen, wie die Gesamtlage ist“, sagt der CSU-Chef bei einer Veranstaltung der Bild-Zeitung.

Bloß, weil ein Gesetz endet, ist Corona nicht vorbei.“ Auch wenn die dritte Welle unter Kontrolle zu sein scheine, dürfe man sich nicht täuschen: „Wir sind noch nicht ganz überm Berg.“

Laos meldet ersten Corona-Todesfall

9.5 2021, 22:10 Uhr – Das südostasiatische Laos hat am Sonntag den allerersten Corona-Todesfall gemeldet. Eine 53 Jahre alte Vietnamesin sei an Covid-19 gestorben, berichtete die Staatszeitung Vientiane Times. Die Vietnamesin arbeitete demnach in einem Karaoke-Club in der Hauptstadt Vientiane und litt an Vorerkrankungen. Das völlig isolierte kommunistische Land schien von der Pandemie bislang verschont worden zu sein.

Im vergangenen Monat war erstmals ein größerer Ausbruch gemeldet worden, der mutmaßlich auf den Kontakt eines Einheimischen mit Thailändern zurückzuführen war sowie auf Arbeiter, die aus Thailand zurückkehrten - das derzeit die dritte Corona-Welle erlebt.

Saudi-Arabien: Wallfahrt Hadsch unter strengen Auflagen

9.5 2021, 20:10 Uhr – Die muslimische Wallfahrt Hadsch in Saudi-Arabien findet wegen der Corona-Pandemie auch dieses Jahr nur unter strengen Auflagen statt. Es werde in Mekka ein „sicheres Umfeld“ geschaffen, um die Gesundheit der Pilger zu schützen, kündigte das zuständige Ministerium der Staatsagentur SPA zufolge am Sonntag an.

Dieses Jahr beginnt der Hadsch Mitte Juli. Für gläubige Muslime zählt die Wallfahrt zu den fünf Grundpflichten. Jeder fromme Muslim, der gesund ist und es sich leisten kann, sollte einmal im Leben nach Mekka pilgern. Für die weite Anreise aus Asien, Afrika oder anderen Teilen der Welt sparen viele von ihnen Jahre.

Altmaier rechnet mit baldigen Lockerungen

9.5 2021, 18:30 Uhr – Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier rechnet angesichts stark sinkender Corona-Neuinfektionen mit baldigen Lockerungen der Pandemie-Auflagen. „Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen in vielen Landkreisen Öffnungen sehen werden - auch bei der Außengastronomie“, sagt der CDU-Politiker in der ARD. „Wir werden Menschen sehen, die draußen sitzen und Eis essen oder Pizza essen.“

"Werden Menschen sehen, die draußen sitzen und Pizza essen" – Wirtschaftsminister @peteraltmaier (CDU) über Lockerungen in den nächsten Tagen und Wochen. #BerichtausBerlin https://t.co/LUFPawFhGZ

US-Präsidialamt: Wir kriegen die Kurve

9.5 2021, 16:20 Uhr – Die US-Regierung sieht das Land in der Corona-Pandemie am Wendepunkt. „Ich würde sagen, dass wir die Kurve kriegen“, sagte der Corona-Koordinator des US-Präsidialamts, Jeff Zients, im Sender CNN. Die Aufgabe sei es nun, das Vertrauen in Impfstoffe weiter zu stärken und genügend Amerikaner zu impfen. Dadurch könne die Ausbreitung des Virus und seiner Varianten gebremst werden.

EU will Astrazeneca-Vertrag nicht verlängern

9.5 2021, 15:03 Uhr – Die EU-Kommission verzichtet auf eine Verlängerung ihres Impfstoff-Liefervertrags mit Astrazeneca über Juni hinaus. Das teilt Binnenmarktkommissar Thierry Breton mit. Die Kommission befindet sich in einem Rechtsstreit mit dem Unternehmen wegen Lieferverzögerungen. Er schlug die Tür für neue Lieferverträge aber nicht zu. „Wir werden sehen, was passiert“, sagte er. Breton fügte hinzu, dass das Covid-Mittel von AstraZeneca „ein sehr guter Impfstoff“ sei.

Lage in Indien weiter dramatisch

9.5.2021, 10:10 Uhr – Indien hat den vierten Tag in Folge mehr als 400.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen stieg binnen 24 Stunden um 403.738 auf 22,3 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. Experten befürchten jedoch eine weitaus höhere Dunkelziffer. Erst am Freitag war mit mehr als 414.000 Neuinfektionen ein Höchstwert verzeichnet worden. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus erhöhte sich um 4092 auf 242.362.

Knapp 12.700 Neuinfektionen in Deutschland

9.5.2021, 8:37 Uhr – Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 12.656 neue Positiv-Tests. Vor einer Woche waren es 16.290 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 118,6 von 121,5 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 127 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 84.775. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,5 Millionen Fällen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Lockerungen für Geimpfte und Genesene: GdP warnt vor Täuschungsversuchen

9.5.2021, 6:13 Uhr – Nachdem heute die von der Bundesregierung beschlossenen Lockerungen für Geimpfte und Genesene in Kraft getreten sind, warnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor Täuschungsversuchen. „Es gibt keine Standards für die Ausstellung von Attesten für Corona-Genesene. Dies lässt Spielraum für Täuschungsversuche“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der GdP, Jörg Radek, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei entscheidend, dass Impfausweise künftig besser mit technischen Mitteln gegen Fälschungen absichert würden: „An den Grenzen können Beamtinnen und Beamte mit speziellen Scannern Dokumente einlesen. Das geht mit Impfbüchern bisher nicht. Hier muss zügig nachgerüstet werden“, fordertRadek.

Lockerungen für Geimpfte: Ethikrat warnt vor Spaltung

9.5.2021, 4:06 Uhr – Der Deutsche Ethikrat warnt wegen der Aufhebung von Corona-Auflagen für Geimpfte und Genesene vor einer Spaltung der Gesellschaft. Die Vorsitzende Alena Buyx sagte den Funke-Zeitungen, vor allem die jüngere Generation werde belastet. Kinder, Jugendliche, Auszubildende und Studenten seien nicht geschützt und dürften weniger. Geimpfte hätten dagegen den doppelten Vorteil. Man müsse aufpassen, dass dies nicht zu einer Spaltung führe, sagte Buyx. Die Politik müsse die ungerechte Situation ansprechen und gestalten.

Mehr häusliche Gewalt während Corona-Krise

9.5.2021, 2:49 Uhr – Die häusliche Gewalt hat während der Corona-Krise nach einem Medienbericht deutlich zugenommen. Mehr als 158.000 Opfer seien im vergangenen Jahr in Deutschland polizeilich registriert worden. Das entspreche einem Anstieg von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet die Welt am Sonntag und beruft sich auf Zahlen von Innenministerien und Landeskriminalämtern. Zwei Drittel der erfassten Opfer sind demnach Frauen.

Corona-Notstand in Spanien beendet

9.5.2021, 1:37 Uhr – In Spanien ist nach sechseinhalb Monaten der Notstand zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu Ende gegangen. Die meisten Einschränkungen gelten seit Mitternacht nicht mehr. Dazu gehörte zum Beispiel die Abriegelung zahlreicher Regionen, in denen Ein- und Ausreisen ohne triftigen Grund verboten waren. Die Regierung mahnte dennoch weiter zur Vorsicht.

Seit Mitternacht gelten Lockerungen in Deutschland

9.5.2021, 0:03 Uhr – Für vollständig geimpfte oder genesene Menschen werden die Corona-Beschränkungen ab heute gelockert. Seit wenigen Minuten gilt eine Verordnung, die Bundestag und Bundesrat in dieser Woche beschlossen haben.Genesene und vollständig Geimpfte können sich unter anderem wieder uneingeschränkt mit anderen Menschen treffen und müssen auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nicht mehr beachten. Außerdem brauchen sie für Einkäufe oder Friseurbesuche keinen negativen Test mehr. Es genügt der Impfnachweis oder ein maximal sechs Monate alter, positiver PCR-Test als Beweis für eine vergangene Infektion mit dem Coronavirus. Die Maskenpflicht an bestimmten Orten und das Abstandsgebot im Öffentlichen Raum bleiben aber weiterhin bestehen.

Italien will bald Einreise ohne Quarantäne erlauben

8.5.2021, 22:41 Uhr – Italien will noch im Mai Einreisen ohne die bisherige Kurz-Quarantäne erlauben. Außenminister Luigi di Maio kündigte auf Facebook an, schon ab Mitte Mai sollten EU-Bürger, die voll geimpft seien, leichter ins Land kommen können. Außerdem werde daran gearbeitet, die Quarantäne auch für Negativ-Getestete und Genesene aus der EU, Großbritannien und Israel abzuschaffen. Bisher benötigten Italien-Urlauber einen negativen Test, mussten dann aber zusätzlich fünf Tage in Quarantäne und dann einen zweiten Test machen.

Sieben-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz fällt unter 100

8.5.2021, 14:48 Uhr – Die Sieben-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz ist am Samstag erstmals seit 10. April wieder unter die Marke von 100 gefallen. Nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes lag die Zahl bei 96,7 – nach 104,0 am Vortag (Stand 11.15 Uhr).

Die Gesundheitsämter in Rheinland-Pfalz registrierten 351 Neuinfektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Die Zahl der Patienten, die seit Beginn der Pandemie an oder mit Covid-19 gestorben sind, blieb wie am Vortag bei 3.613.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gab es nach den für die Bundes-Notbremse maßgeblichen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen (Stand 3:10 Uhr) in der Stadt Ludwigshafen mit 173,6. Danach folgen die Städte Speyer (158,2) und Worms (149,6). Über einer Inzidenz von 100 liegen 15 der 36 Kreise und Städte. Die niedrigste Inzidenz hat der Kreis Vulkaneifel mit 42,9.

Mainz

Neue Corona-Verordnung in Rheinland-Pfalz Kein Lockdown, aber mehr Einschränkungen für Ungeimpfte

In Rheinland-Pfalz gelten neue Corona-Regeln, die als „2G+“ bezeichnet werden. Es soll keinen Lockdown mehr geben aber mehr Einschränkungen für Ungeimpfte und ein Stufen-Warnsystem.  mehr...

Bars und Cafés in Belgien öffnen Terrassen wieder

8.5.2021, 14:09 Uhr – Nach fast sieben Monaten Lockdown haben in Belgien die Terrassen von Bars und Cafés wieder geöffnet. In Brüssel trotzten am Samstag besonders hartgesottene Belgier dem Regen und genossen die ersten Getränke seit langem an Tischen im Freien.

Belgien war in der ersten Corona-Welle vergangenes Jahr eines der am stärksten betroffenen Länder Europas und die Regierung hatte zwei Mal einen landesweiten Lockdown verhängt. Angesichts der Fortschritte bei der Impfkampagne und sinkender Infektionszahlen hat die Regierung inzwischen eine schrittweise Rückkehr zur Normalität eingeleitet.

Biontech will armen Ländern Impfstoff günstiger geben

8.5.2021, 13:40 Uhr – Der Impfstoffhersteller Biontech hält eine Patentfreigabe für nicht zielführend, will armen Ländern aber beim Preis entgegenkommen. „Wir werden weiterhin Länder mit niedrigem oder unterem mittleren Einkommen mit unserem Impfstoff zu einem nicht gewinnorientierten Preis versorgen“, teilte das Unternehmen am Samstag in Mainz mit.

Großer Andrang bei Impfaktion in Kölner Zentralmoschee

8.5.2021, 12:59 Uhr – Eine Sonderimpfaktion gegen das Coronavirus in der Kölner Ditib-Zentralmoschee ist auf große Resonanz gestoßen. Schon am Samstagmorgen hatte sich eine lange Warteschlange gebildet. In der Moschee können sich Bürger ohne Terminbuchung impfen lassen.

Die Aktion in Regie der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ist nicht auf Mitglieder der muslimischen Gemeinde beschränkt, sondern offen für alle. Für die Sonderimpfaktion stünden 2000 Impfdosen von Astrazeneca zur Verfügung, bei denen es sich um einen Überschuss aus dem Kölner Impfzentrum handele, hatte eine Impfärztin berichtet.

EU kauft bis zu 1,8 Milliarden weitere Biontech-Impfdosen

8.5.2021, 11:54 Uhr – Der angekündigte EU-Vertrag zum Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist unter Dach und Fach. Dies teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Samstag auf Twitter mit.

„Ich freue mich, bekannt geben zu können, dass die EU-Kommission gerade einem Vertrag über 900 Millionen Dosen (plus 900 weiteren optional) mit der Biontech-Pfizer-Gruppe für 2021 bis 2023 zugestimmt hat“, twitterte die Kommissionpräsidentin.

Kuba beginnt Impfungen mit selbst entwickelten Corona-Impfstoffen

8.5.2021, 11:10 Uhr – Kuba will in der kommenden Woche mit den Impfungen mit zwei selbst entwickelten Corona-Impfstoffen beginnen, obwohl die klinischen Tests noch laufen. Es handelt sich offiziell um eine großangelegte Praxisstudie, bei der zwei von fünf kubanischen Impfstoffkandidaten zum Einsatz kommen sollen.

Kuba ist bisher das einzige lateinamerikanische Land, das eigene Corona-Impfstoffe entwickelt. Die Regierung will die beiden Vakzine Abdala und Soberana 2, deren Erprobung am weitesten fortgeschritten ist, nun in der Praxis testen, wie der Minister sagte.

Digitaler Impfpass wohl noch im Frühsommer

8.5.2021, 9:20 Uhr – Der gelbe Impfpass in Papierform soll laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auch weiterhin gültig sein. „Wenn wir nur auf die digitale Variante setzen, werden sowohl Länder ohne diese Lösung benachteiligt als auch Bürger, die diese nicht haben wollen oder können“, sagte Spahn der Rheinischen Post. Er verwies etwa auf „ältere Mitbürger ohne Smartphone“.  Als Ziel für den ergänzenden digitalen Nachweis nannte Spahn die „zweite Hälfte des zweiten Quartals“.

„Brisante Gefahrenprognose“: Schweinfurt verbietet Großdemo gegen Corona-Auflagen

8.5.2021, 8:32 Uhr – Die Stadt Schweinfurt in Unterfranken hat eine für Samstag geplante Großdemonstration gegen die Corona-Auflagen verboten. Wie die Stadt und die Polizei am Freitagabend mitteilten, wurde das Verbot aufgrund neuer Erkenntnisse über das „Gefährdungspotenzial“ der Versammlung verhängt.

Das bayerische Innenministerium habe am Freitagabend eine Gefahrenprognose erstellt, die „weitaus brisanter“ ausgefallen sei als es die bis dahin vorliegenden Informationen vermuten ließen. Die Schweinfurter Polizei werde „das Verbot am Samstag konsequent durchsetzen und keine Zuwiderhandlungen tolerieren“, hieß es weiter.

Indien: Wieder über 400.000 Neuinfektionen und mehr als 4.000 Tote

8.5.2021, 7:20 Uhr – Indien hat den dritten Tag in Folge mehr als 400.000 Corona-Neuinfektionen und mit 4.187 Todesfällen so viele wie noch nie gemeldet. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen stieg binnen 24 Stunden um 401.078 auf 21,9 Millionen, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilt.

Weltweit ist das der zweithöchste Wert nach den USA. Erst am Freitag war mit mehr als 414.000 Neuinfektionen ein Höchstwert verzeichnet worden. Zudem zählen die Behörden nun fast 240.000 Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben sind.

Covid-19: India records over 4,000 deaths, 4 lakh cases in a day https://t.co/F2hUNgadbz https://t.co/hlXE3joBIz

RKI meldet 15.685 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 121,5

8.5.2021, 5:19 Uhr – Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 15.685 neue Positiv-Tests auf Covid-19 – das sind 3.250 Fälle weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 121,5 von 125,7 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

238 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 84.648. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,5 Millionen Fällen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Lauterbach spricht sich für Aussetzen aller Impfstoff-Patente aus

8.5.2021, 4:21 Uhr – Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, spricht sich in der Debatte um Lockerungen des Patentschutzes von Corona-Impfstoffen für Lizenzproduktionen in anderen Ländern aus. „Anders als Teile der Bundesregierung bin ich der festen Überzeugung, dass es jetzt ein befristetes Aussetzen aller Patente für Corona-Impfstoffe braucht“, sagte der Politiker der Rheinischen Post laut Vorabbericht.

Das befristete Aussetzen der Patente sei als humanitäre Pflicht dringend geboten, weil sonst Impfstoffe aus den USA oder Europa nicht schnell genug in Indien sowie afrikanischen und südamerikanischen Ländern ankämen.

Spahn zu Sommerurlaub in EU: wohl nicht von Impfung abhängig

8.5.2021, 2:20 Uhr – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt sich mit Blick auf einen Sommerurlaub in Europa optimistisch. „Innerhalb der EU wird das Reisen voraussichtlich nicht von der Impfung abhängig sein. Auch mit den Testungen wird man sich europaweit gut bewegen können“, sagte Spahn der Rheinischen Post.

Er selbst plane seinen Urlaub in Deutschland. „In dieser hoffentlich letzten Phase der Pandemie würde ich keine großen Fernreisen planen, Nordsee statt Südsee quasi.“

Mehrheit EU-Länder sieht Patent-Öffnung kritisch

8.5.2021, 1:44 Uhr – Die 27 EU-Staats- und Regierungschefs sehen die Forderung von US-Präsident Joe Biden nach einer Freigabe der Impfstoff-Patente überwiegend kritisch. Das sei das deutliche Meinungsbildung bei den Beratungen auf dem EU-Gipfel gewesen, heißt es aus Teilnehmerkreisen. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich sehr klar gegen eine Öffnung der Patente ausgesprochen.

Ärztepräsident fordert schnelles Impfen von Jugendlichen

8.5.2021, 0:50 Uhr – Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert von der Bundesregierung, Jugendliche jetzt zeitnah zu impfen. „Solange noch nicht genügend Impfstoff vorhanden ist, sollten wir die Jugendlichen in die dritte Priorisierungsgruppe aufnehmen, um eine zügige Durchimpfung zu erreichen“, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Wegen sinkender Infektionszahlen habe die Öffnung von Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten Priorität. Der Ärztepräsident wies außerdem darauf hin, dass das Vakzin von Biontech/Pfizer bereits eine EU-Zulassung für 16- und 17-Jährige habe.

Schweizer Forscher können schweren Covid-Verlauf vorhersagen

7.5.2021, 22:49 Uhr – Forscher aus der Schweiz haben einen Biomarker im Blut von Covid-Patienten entdeckt, mit dessen Hilfe sie voraussagen können, ob jemand einen schweren Krankheitsverlauf haben wird. Dabei gehe es um die Anzahl spezieller Immunzellen, sagte Professor Becher von der Uni Zürich im Deutschlandfunk. Wenn diese am Tag der Einlieferung ins Krankenhaus nahezu verschwunden seien, könne man mit einer fast hundertprozentigen Sicherheit voraussagen, dass der Patient einen schweren Verlauf haben werde. Nützlich sei das vor allem, wenn Intensivbetten knapp würden.

WHO erteilt Notfallzulassung für chinesischen Impfstoff „Sinopharm“

7.5.2021, 17:52 Uhr – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt. Das hat WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus mitgeteilt. Mit der Zulassung können Organisationen der Vereinten Nationen den Impfstoff kaufen und verteilen. Der unabhängige Beraterstab SAGE habe den Impfstoff für Menschen über 18 Jahre freigegeben, sagte Tedros. Es seien zwei Dosen für den vollen Impfschutz nötig. Die Wirksamkeit gibt SAGE mit 79 Prozent an.

Eine WHO-Notfallzulassung gibt es bereits für die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazenca, Moderna sowie Johnson & Johnson. Ein zweiter chinesischer Impfstoff – von Sinovac – wird von der WHO noch geprüft. Ähnlich wie andere Impfstoffe, darunter der russische Stoff Sputnik V und das Mittel des US-Konzerns Novavax.

"This afternoon, WHO gave Emergency Use Listing to Sinopharm Beijing’s #COVID19 vaccine, making it the sixth vaccine to receive WHO validation for safety, efficacy and quality."-@DrTedros

England wertet indische Mutante als „besorgniserregend“

7.5.2021, 17:19 Uhr – Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617.2 gilt in England nun als „besorgniserregend“. Man habe diese Variante als „Variant of Concern“ eingestuft, da sie sich als ansteckender erwiesen habe als andere, erklärte Susan Hopkins von der Gesundheitsbehörde Public Health. Es gebe allerdings noch keine ausreichenden Daten dazu, ob die Variante auch schwerere Erkrankungen auslöse oder die Wirkung von Impfstoffen schwäche. Derzeit seien in Großbritannien 520 Fälle der Variante bekannt; in der vergangenen Woche waren es noch 202. Zwei weitere in Indien entdeckte Varianten – B.1.617.1. und B.1.617.3 – bleiben in England weiterhin unter Beobachtung.

Divi-Intensivregister: Alterstrukturen von Patienten auf Intensivstationen ist nun einsehbar

7.5.2021, 17:06 Uhr – Auf der Webseite des Divi-Intensivregisters ist nun auch die Alterststruktur der Patienenten auf den Intensivstationen in Deutschland einsehbar. Das hat das Robert-Koch-Institut auf Twitter mitgeteilt. 91 Prozent der gestern gemeldeten 4.758 Fälle seien dabei erfasst.

Wir haben das Intensivregister erweitert, um das Alter von #COVID19-Patient*innen auf den #Intensivstationen zu erfassen. Dies sind die 1. Ergebnisse zur Altersstruktur von 91% der 4.758 gestern gemeldeten Fälle. Weitere Zahlen & Abbildungen ➡️https://t.co/5WlGijg1za #RKI #DIVI https://t.co/V3RcIGfl0t

Ab Mittwoch Lockerungen in Rheinland-Pfalz

7.5.2021, 16:46 Uhr – Rheinland-Pfalz will die Corona-Regeln ab kommenden Mittwoch lockern. Vorgesehen sind dafür drei Stufen. Das hat Ministerpräsidentin Dreyer nach einer Kabinettssitzung mitgeteilt. Die Einzelheiten sollen am Dienstag beschlossen und veröffentlicht werden. Bekannt wurde bereits, dass es in Regionen mit einer Inzidenz unter 100 Erleichterungen für den Handel geben soll. Außerdem soll es in diesen Regionen wieder erlaubt sein, Ferienwohnungen zu vermieten. Vor Pfingsten und vor Fronleichnam sind weitere Lockerungen geplant. Details hierzu sind noch nicht bekannt.

CO2-Emissionen in der EU gesunken

7.5.2021, 16:05 Uhr – In der EU sind die CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe im vergangenen Jahr um 10 Prozent gesunken. Ein Grund dafür seien die von den Ländern verhängten Corona-Beschränkungen gewesen, teilte das EU-Statistikamt Eurostat mit. Am stärksten seien mit fast 19 Prozent die Kohlendioxidemissionen in Griechenland zurückgegangen. Deutschland liegt mit einem Minus von 8 Prozent im Mittelfeld.

Umfrage: Viele empfinden Homeoffice als ungesund

7.5.2021, 15:52 Uhr – Das Arbeiten im Homeoffice wird von vielen als ungesund empfunden. Eine Forsa-Umfrage für die Krankenkasse DAK ergab, dass ein Drittel der zuhause Beschäftigten mindestens drei Kilo zugenommen hat; sieben Prozent sogar mehr als fünf Kilo. Ebenfalls ein Drittel klagt über Rückenschmerzen. Vier von zehn Befragten sagten, sie hätten zu wenig Bewegung. Die DAK will das Thema jetzt verstärkt in den Blick nehmen. Das Homeoffice dürfe nicht zur Bewegungsfalle werden, sagte DAK-Chef Andreas Storm.

Spahn verteidigt verkürzten Abstand bei Astrazeneca-Impfung

7.5.2021, 15:37 Uhr – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat den verkürzten Abstand auf vier Wochen zwischen der Erst- und Zweitimpfung des Herstellers Astrazeneca verteidigt. Das ist im Rahmen der Zulassung auch gedeckt. Viele wollten sich augenscheinlich nun nicht mit Astrazeneca impfen lassen, da sie nach zwölf Wochen erst im August den vollen Impfschutz bekämen, sagte Spahn am Freitag auch mit Blick auf die Urlaubszeit und Lockerungen für vollständig Geimpfte.

Studien haben klar gezeigt, dass die Effektivität bei einem Abstand von weniger als sechs Wochen nur 55 Prozent beträgt und erst bei einem Abstand von zwölf Wochen bei über 80 Prozent liegt!“, betonte hingegen der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl. Man müsse den Menschen klar sagen: „Wenn Sie Ihren Impfabstand bei Astrazeneca verkürzen, um damit schneller in den Genuss von Lockerungen zu kommen, machen Sie das auf Kosten ihres Immunschutzes!“ Am Donnerstag haben Bund und Ländern beschlossen, dass man sich mit dem Corona-Vakzin bereits nach vier Wochen zum zweiten Mal impfen lassen und nicht wie bisher erst nach 12 Wochen.

Sachsen-Anhalt öffnet unter Auflagen Gastronomie, Sport und Kultur

7.5.2021, 14:25 Uhr – Sachsen-Anhalt lockert ab dem Wochenende die Corona-Regeln für Landkreise und kreisfreie Städte, deren Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt. Die Außengastronomie soll dann wieder öffnen können, wie Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Freitag mitteilte.

Bestimmte Veranstaltungen im Freien sollen ebenso wie touristische Aufenthalte möglich sein. Maßgabe ist ein negativer Corona-Test, dazu kommen Hygieneregeln und Zugangsbegrenzungen. Die Verordnung trete am Samstag in Kraft und ende am 24. Mai - somit falle in Magdeburg zum Sonntag bereits die Bundes-Notbremse, erläuterte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).

Spiegel: Stiko will Johnson&Johnson-Impfstoff nur für über 60-Jährige empfehlen

7.5.2021, 13:32 Uhr – Die Ständige Impfkommission (Stiko) will laut einem Spiegel-Vorabbericht den Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson nur noch für Personen ab 60 Jahren empfehlen. Jüngere sollen demnach das Vakzin aber nach Aufklärung durch einen Arzt weiter nutzen dürfen.

Beim RKI hieß es, von der Stiko werde kommende Woche eine Stellungnahme erwartet. Weiter wollte man sich nicht äußern. Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson waren in einigen wenigen Fällen Thrombosen aufgetreten. Die USA hatten Impfungen mit dem Vakzin deshalb vorübergehend ausgesetzt.

Die Europäische Arzneimittelbehörde befand nach einer Prüfung, dass es zwar eine mögliche Verbindung zwischen der Impfung und sehr seltenen Fällen von ungewöhnlichen Blutgerinnseln gebe. Insgesamt überwögen aber die Vorteile die Risiken.

Zahl der Intensiv-Patienten in Deutschland sinkt

7.5.2021, 13:01 Uhr – Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Corona-Intensiv-Patienten ist weiter gesunken. Das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) meldet die Zahl von 4.659 Patienten.

Spahn: Biontech für Kinder ab zwölf schon im Juni

7.5.2021, 11:22 Uhr – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zuversichtlich, dass es wahrscheinlich im Juni eine Zulassung für den Biontech-Impfstoff auch für über Zwölfjährige geben wird. Deswegen müsse die Umsetzung jetzt schon mit den Ländern geplant werden. Denkbar seien Massenimpfungen in Impfzentren oder Schulen bis Ende August.

Wieler: Pandemie gibt immer noch Vollgas

7.5.2021, 11:15 Uhr – „Das Virus wird nicht verschwinden“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler. „Die Pandemie ist noch in vollem Gange.“ Weltweit stiegen Infektions- und Todeszahlen noch. Deswegen müsse man wachsam bleiben und eine vierte Welle verhindern. Die dritte Welle sei mittlerweile gedämpft, unter anderem weil die Mobilität der Menschen zu Ostern deutlich geringer gewesen sei als erwartet. „Ganz offensichtlich haben ganz viele nicht Urlaub gemacht.

Was die Corona-Einschränkungen angeht, hat Wieler eine klare Meinung: Vor umfangreichen Lockerungen der Corona-Einschränkungen müssten deutlich über 80 Prozent der Bürger gegen das Virus immunisiert sein. Dann werde es zwar noch Infektionen geben, aber keine neuen Wellen mehr.

Merkel: Folgen der Pandemie für junge Menschen noch jahrelang spürbar

7.5.2021, 10:20 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet, dass man sich noch jahrelang mit den Folgen der Corona-Pandemie auf junge Menschen beschäftigen muss. Es habe erhebliche Einschränkungen gerade für Schüler und Schülerinnen in der Krise gegeben, sagt Merkel bei den Jugend-Politiktagen. Dazu sei das Hilfspaket der Bundesregierung gedacht.

Wieler: Hoffnung, die Pandemie bald zu kontrollieren

7.5.2021, 10:12 Uhr – RKI-Präsident Lothar Wieler sagt, es gebe mittlerweile die Hoffnung, die Pandemie bald kontrollieren zu können. Die Inzidenzen gingen in allen Altersgruppen zurück, zugleich würden immer mehr Menschen geimpft. Allerdings könne für die Intensivstationen noch keine Entwarnung gegeben werden.

Großbritannien will Liste mit quarantänefreien Ländern veröffentlichen

7.5.2021, 10:06 Uhr – Das britische Verkehrsministerium will laut einem Bericht der Zeitung Sun noch im Laufe des Tages – vermutlich um 18:00 Uhr unserer Zeit – eine Liste mit Ländern veröffentlichen, für die bei Reisen keine Quarantäne-Einschränkungen mehr gelten.

Spahn: „Dritte Welle scheint gebrochen“

Trotzdem seien die Infektionszahlen in Deutschland weiterhin auf zu hohem Niveau und müssten runter. „Diesen Trend gilt es jetzt zu verstetigen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Lockerungen dürften aber nicht zu schnell kommen und nicht bei hohen Inzidenzen. „Das trägt auch ein Risiko in sich.“ Wenn es Lockerungen gebe, dann am besten in Außenbereichen und zusammen mit Testmöglichkeiten.

Müller zu Erleichterungen für Geimpfte: „Schwer zu kontrollieren“

7.5.2021, 8:30 Uhr – Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) rechnet nach den geplanten Erleichterungen für vollständig Geimpfte mit einer komplizierten Situation. „Das wird verdammt schwer, es zu kontrollieren“, sagte Müller im Deutschlandfunk. „Aber was heißt das im Umkehrschluss: Ich dürfte diese Grundrechte nicht zurückgeben, nur weil es schwer ist, es auch durchzusetzen und zu kontrollieren? Ich glaube, das kann kein Weg sein.“ Viele Dinge seien weiterhin nicht möglich. „Die großen Feiern bleiben untersagt“, sagte Müller. Es gehe jetzt darum, dass selbstverständliche Rechte und einfachere Möglichkeiten, diese Rechte in Anspruch zu nehmen, zurückkehrten. Als Beispiel nennt er Einkäufe und einen Friseur-Besuch.

Bareiß: Sommerurlaub in Deutschland sollte möglich sein

7.5.2021, 7:25 Uhr – Mit dem Anziehen der Impfkampagne sollte Sommerurlaub in Deutschland möglich sein, glaubt der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU). An Pfingsten werde es in vielen Regionen „wahrscheinlich noch etwas schwierig werden“, aber er hoffe, dass in den Wochen und Monaten danach die Urlaubsregionen wieder öffnen können, sagte der Politiker im ZDF. „Wir haben 80 Millionen Impfdosen dann im Juni zur Verfügung stehen, das heißt auch, dass fast jeder Deutsche fast einmal geimpft sein könnte. Insofern hoffe ich da auch, dass wirklich im Juni sehr, sehr viel passiert und der Sommerurlaub auf alle Fälle dann auch möglich sein wird.“ Er denke, dass für viele Menschen der Deutschland-Urlaub im Mittelpunkt stehen werde „und die große Fernreise ausfallen wird“.

So viele Neuinfektionen in Indien wie noch nie

7.5.2021, 7:22 Uhr – Die Zahl der Neuinfektionen in Indien erreicht mit 414.188 einen neuen Rekordstand. Das Gesundheitsministerium hat außerdem 3.915 weitere Todesfälle bekanntgegeben. In dem Land mit mehr
als 1,3 Milliarden Menschen sind damit insgesamt knapp 21,5 Millionen Fälle und 234.083 Tote verzeichnet.

Knapp 3,5 Millionen Corona-Infektionen in Deutschland

7.5.2021, 5:26 Uhr - In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 18.485 auf knapp 3,5 Millionen. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Zahl der Todesfälle legte demnach um 284 auf 84.410 zu. Die Sieben-Tage-Inzidenz wird mit 125,7 angegeben. Vor einer Woche meldete das RKI 24.329 Neuinfektionen, 306 weitere Todesfälle und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 153.

Internationale Grenzen erst in einem Jahr wieder komplett offen?

7.5.2021, 4:27 Uhr – Australiens Handelsminister Dan Tehan nennt es möglich, dass die internationalen Grenzen erst Mitte kommenden Jahres wieder komplett geöffnet sein werden. Er hoffe, dass weitere Öffnungsvereinbarungen – sogenannte „Reiseblasen“ – zwischen Staaten getroffen werden können wie sie schon zwischen seinem Land und Neuseeland existieren, sagte Tehan dem Sender Sky News.

Lockerungen für Geimpfte: Mehrheit der Deutschen dagegen

7.5.2021, 2:28 Uhr – Laut ARD-Deutschlandtrend ist die Mehrheit der Deutschen gegen sofortige Lockerungen für Menschen, die gegen Corona geimpft sind oder eine Infektion überstanden haben. 40 Prozent der Befragten finden es grundsätzlich falsch, wenn Geimpfte und Genesene von Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren befreit werden.

Spahn: Astrazeneca ohne Priorisierung für alle freigegeben

6.5.2021, 17:57 Uhr – Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca darf jetzt an alle Menschen in Deutschland verimpft werden. Bund und Länder haben die Priorisierung des Impfstoffes aufgehoben. Risikogruppen werden bei diesem Impfstoff somit nicht mehr bevorzugt. Das habe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach Beratungen mit seinen Länderkollegen mitgeteilt.

Schweden übersteigt Marke von einer Million Corona-Infektionen

6.5.2021, 17:25 Uhr – Seit Pandemiebeginn haben sich in Schweden insgesamt mehr als eine Million Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das skandinavische EU-Land mit seinem viel beachteten Sonderweg kam am Donnerstagnachmittag auf mittlerweile 1.002.121 bestätigte Corona-Fälle, was einem Anstieg um rund 6.500 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag entsprach.

Auf die Bevölkerung heruntergerechnet hat das Zehn-Millionen-Einwohnerland damit bislang mehr als doppelt so viele Infektionen pro 100.000 Einwohner verzeichnet als Deutschland. Auch die aktuelle Inzidenz liegt bei mehr als dem Doppelten des Wertes der Bundesrepublik.

Maas will Sommerurlaub in der Türkei ermöglichen

6.5.2021, 16:43 Uhr – Bundesaußenminister Heiko Maas will mit der Türkei an Regelungen arbeiten, um deutschen Touristen sicheren Urlaub in beliebten Ferienregionen des Landes zu ermöglichen. „Wir wollen, dass im Sommer so viel Urlaub möglich ist, wie eben verantwortbar ist“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag nach einem Gespräch mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu.

Daran werden wir weiter arbeiten auf der Basis dessen, was wir im letzten Jahr schon einmal intensiv miteinander besprochen haben und, wie ich finde, auch sehr erfolgreich umgesetzt haben.“

EU-Kommission will bis Oktober drei neue Medikamente gegen Covid-19

6.5.2021, 16:01 Uhr – Im Kampf gegen Covid-19 will die EU-Kommission die Entwicklung und Zulassung neuer Medikamente zügig vorantreiben. Impfstoffe könnten nicht die einzige Antwort auf die Krankheit sein, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Donnerstag in Brüssel. Es gebe in der Europäischen Union zwar vier zugelassene Corona-Impfstoffe, aber mit Remdesivir nur ein Medikament.

Als Ziel nannte sie, dass bis Oktober drei Medikamente entwickelt und zugelassen werden sollten. Bis Ende des Jahres sollten möglicherweise zwei weitere hinzukommen. Schon jetzt seien Hersteller von 57 potenziellen Medikamenten in Kontakt mit der Europäischen Arzeimittel-Agentur EMA gewesen, sagte Kyriakides.

Drei Mittel würden seit Anfang des Jahres im sogenannten Rolling-Review-Verfahren geprüft. Danach werden Daten noch vor dem Abschluss der Studien und vor dem formellen Antrag auf Marktzulassung bewertet.

Russland genehmigt Sputnik-Version mit nur einer Spritze

6.5.2021, 14:32 Uhr – Russland genehmigt den Sputnik Light Impfstoff, welcher nur einmal gespritzt werden muss. Dies teilt der staatliche Russian Direct Investment Fund (RDIF) mit. Das Vakzin soll eine Wirksamkeit von 79,4 Prozent gegen Covid-19 haben. Vor allem Ländern mit hohen Infektionsraten könnte mit Sputnik Light geholfen werden. Das Vakzin wurde, wie auch der Sputnik-Impfstoff, vom staatlichen Gamaleya Institut hergestellt.

Lauterbach: Patentfreigabe macht keinen großen Unterschied

6.5.2021, 13:52 Uhr – SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor zu hohen Erwartungen, wenn es um die Lockerung des Patentschutzes von Corona-Impfstoffen geht. Er glaube nicht, dass ein solcher Schritt große Unterschiede bei der Produktion der Impfstoffe machen würde, die sehr komplex sei, sagte Lauterbach der Saarbrücker Zeitung. Hintergrund ist, dass sich die USA für Ausnahmen beim Patentschutz von Corona-Impfstoff einsetzen wollen. Lauterbach sagte außerdem, es sei vor allem wichtig, dass beispielsweise auch in Indien genug Impfstoff produziert werde.

Montgomery fordert Pharmaindustrie auf: Corona-Impfstoff-Patente freigeben

6.5.2021, 12:10 Uhr – Der Weltärztebund-Vorsitzende Frank-Ulrich Montgomery hat die Pharmaunternehmen aufgefordert, staatlichen Maßnahmen zuvorzukommen und von sich aus die Patente für Corona-Impfstoffe freizugeben. „Die Pharmaindustrie könnte jetzt die ganze Menschheit voranbringen, wenn sie freiwillig auf die Ausübung ihrer Patentrechte für die Impfstoffe verzichtet“, sagte Montgomery den Funke-Zeitungen. Zumal die Gewinne der Branche in den vergangenen Jahren exorbitant hoch gewesen seien, was die Sozialsysteme mancher Staaten sehr belastet habe. Zudem seien gerade die Corona-Impfstoffe mit riesigen Investitionen und finanziellen Zusagen durch Regierungen entwickelt worden. Da müsse der Staat „auch das Recht haben, zum Wohle der ganzen Menschheit die Rechte einzelner Pharmaunternehmen einzuschränken.“ Eine Patentfreigabe wäre ein riesiger Schritt im gemeinsamem Kampf der Menschheit gegen eine Jahrhundertseuche und hin zu globaler Solidarität.

Spahn an Biden: Wer Impfstoff herstellt, soll ihn auch teilen

6.5.2021, 11:32 Uhr – Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zurückhaltend, was die Impfstoff-Aufforderung von US-Präsident Joe Biden angeht. Biden hatte gefordert, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe freizugeben. „Das Ziel des US-Präsidenten teilen wir ausdrücklich. Die ganze Welt mit Impfstoff zu versorgen ist der einzig nachhaltige Weg aus dieser Pandemie“, teilte Spahn mit. Es gebe einige Ideen, wie dieses Ziel erreicht werden könne. „Entscheidend ist vor allem der weitere Ausbau von Produktionsstätten.“ Spahn rief die USA dazu auf, ihre eigene Politik zu ändern: Staaten, in denen Impfstoff produziert werde, müssten bereit sein, diesen auch an andere zu exportieren. „Die EU ist dazu in Wort und Tat bereit. Wir freuen uns, wenn die USA es nun auch sind“, sagte Spahn.

BDI: Betriebsärzte zu spät in Impfkampagne einbezogen

6.5.2021, 9:30 Uhr – Die Betriebsärzte in den Unternehmen sind zu spät in die Impfkampagne einbezogen worden – diese Kritik kommt aus der deutschen Wirtschaft. Das sei erst ab dem 7. Juni geplant, sagte der Präsident des Industrieverbands BDI, Siegfried Russwurm. „In vielen Unternehmen stehen die Impfstraßen für den Einsatz bereit. Statt das Impfpotenzial der Betriebsärzte jetzt flächendeckend zu nutzen, verspielen Bund und Länder einen weiteren Monat.“ Die mehr als 12.000 Betriebsärzte könnten niedergelassene Ärzte und Impfzentren schon im Mai entlasten.

JU-Chef: Getestete mit Geimpften gleichstellen

6.5.2021, 9:29 Uhr – Der Vorsitzende der Jungen Union (JU), Tilman Kuban, fordert eine Gleichstellung von getesteten Personen mit Geimpften. „Es geht darum, dass wir Normalität für alle schaffen – für Genesene, Geimpfte und Negativ-Getestete“, sagte Kuban RTL/ntv. Es müsse darum gehen, die Gesellschaft zusammenzuhalten. Deshalb müsse man das Risiko in Kauf nehmen, dass von negativ getesteten Personen ein etwas höheres Infektionsrisiko als von Voll-Geimpften ausgehe, fügt er angesichts der heutigen Bundestags-Abstimmung über die Verordnung hinzu. Demnach sollen Geimpfte und Genesene keinen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen mehr unterliegen.

Neuseeland führt wieder Quarantäne für Australier ein

6.5.2021, 8:15 Uhr – Wer aus dem bevölkerungsreichsten australischen Bundesstaat New South Wales nach Neuseeland einreist, muss wieder in Quarantäne. Grund sind zwei Coronavirus-Fälle in der australischen Metropole Sydney, der Hauptstadt des Bundesstaats, in den vergangenen Tagen. Die neuseeländische Regierung werde die Situation weiter beobachten und entsprechend reagieren, sagte der zuständige Minister Chris Hipkins. Nachdem im April eine „Reise-Blase“ eingerichtet wurde, durften Besucher aus Australien wieder einreisen, ohne dass sie sich in Quarantäne begeben mussten.

Habeck: Es führt kein Weg an Lockerungen für Geimpfte und Genesene vorbei

6.5.2021, 7:40 Uhr – „Es ist natürlich eine gewisse Unfairness, die da mitschwingt“, sagte der Grünen-Vize-Chef im Deutschlandfunk mit Blick auf diejenigen, für die die Lockerungen erst einmal nicht greifen werden. Rechtlich sei die Sache aber eindeutig. Wenn es keinen Nutzen der Beschränkung gebe, müsse sie fallen. „Es gibt eine gewisse Spannung, das räume ich ein. Aber die Rechtsnorm ist klar, und wenn wir alle verständig miteinander umgehen, dann sollten wir uns freuen über diese Menschen, die ein bisschen mehr spazieren gehen können und frei sein dürfen.“ Der Bundestag soll im Laufe des Tages über die Lockerungen entscheiden.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz unter 130

6.5.2021, 5:15 Uhr – Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 21.953 weitere Corona-Fälle binnen eines Tages gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel auf 129,1, am Vortrag betrug der Wert 132,8. Er gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 250 weitere Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Damit stieg die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus insgesamt auf 84.126. Seit Ausbruch des Virus wurden mehr als 3,4 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Biden schickt Astrazeneca-Impfdosen nach Brasilien

6.5.2021, 4:35 Uhr – Das kündigte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro an. Die US-Regierung hat sich bisher noch nicht dazu geäußert. Brasilien befindet sich gerade mitten in einer zweiten Welle der Pandemie. Nach offiziellen Zahlen starben dort innerhalb der letzten 24 Stunden 2.811 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Damit erreichte die Zahl der Pandemie-Toten in dem Land 414.000.

Deutscher Städtetag: Lockerungen auch für negativ Getestete

6.5.2021, 1:54 Uhr – Viele Menschen hätten sich wegen des Impfstoffmangels noch nicht impfen lassen können. „Wir plädieren deshalb dafür zu prüfen, in begrenztem Umfang auch tagesaktuell negativ getesteten Personen Freiheiten zurückzugeben“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städtetags, Helmut Dedy, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Gesellschaft dürfe sich nicht in Geimpfte und Genesene sowie alle anderen spalten. An diesem Donnerstag stimmt der Bundestag über die geplanten Lockerungen für Geimpfte und Genesene ab.

Lehrerverband: Corona-Aufholprogramm unzureichend

6.5.2021, 1:46 Uhr – Der Deutsche Lehrerverband kritisiert das sogenannte Corona-Aufholprogramm des Bundes zur Finanzierung von Nachhilfestunden. Die dafür vorgesehene eine Milliarde Euro sei absolut unzureichend, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der Neuen Osnabrücker Zeitung. Nötig sei eine massive Aufstockung dieser Mittel durch zusätzliche Länderprogramme in mindestens gleicher, am besten aber dreifacher Höhe. Ansonsten würden die Fördermaßnahmen nicht wirklich greifen können.

Medienbericht: EU zahlt Aufschlag für BionTech-Impfstoff der zweiten Generation

5.5.2021, 20:59 Uhr – Die EU-Kommission zahlt nach Informationen der Welt für 900 Millionen Corona-Impfdosen der zweiten Generation von Biontech/Pfizer einen Preisaufschlag. Deutschland werde für seinen Anteil von 165 Millionen Dosen aus dem Kontingent 3,83 Milliarden Euro zahlen, berichtet das Blatt unter Berufung auf ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss. Statt bislang 15,50 Euro pro Dosis ergebe sich rechnerisch ein Preis von 23,20 Euro.

Die Kommission habe auf Anfrage diesen Preis zwar nicht bestätigt und dabei auf eine Verschwiegenheitspflicht verwiesen. Insider hätten jedoch eine Preiserhöhung bejaht. Dem Blatt zufolge ist der dritte Vertrag mit den beiden Konzernen fertig verhandelt. Die EU-weite Lieferung der 900 Millionen Dosen von Dezember 2021 bis ins Jahr 2023 soll eine „ausreichende Versorgung mit adäquaten Impfstoffen gegen Covid-19 auch für die kommenden Jahre“ sicherstellen. Darin enthalten seien „angepasste Impfstoffe gegen Virusvarianten sowie für Kinder“. Es sei zudem eine Option auf 900 Millionen weitere Dosen vereinbart worden.

Spahn will Astrazeneca-Priorisierung aufheben

5.5.2021, 20:51 Uhr – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will seinen Ressortkollegen aus den Ländern am Donnerstag vorschlagen, die Impfpriorisierung beim Astrazeneca-Vakzin aufzuheben. Das sagte Spahn am Abend dem WDR. „Wir wollen darüber reden, dass jeder, der mit Astrazeneca geimpft werden möchte, auch geimpft werden kann“, so Spahn. Für den Astrazeneca-Impfstoff solle die Aufhebung nach seinem Dafürhalten sofort erfolgen, bei den anderen Vakzinen im Juni – „wenn die Lieferungen weiter so kommen“.

Eilanträge abgelehnt – nächtliche Ausgangssperre bleibt

5.5.2021, 20:00 Uhr – Die Corona-Ausgangssperre bleibt in Kraft. Die Eilanträge gegen bundesrechtliche nächtliche Ausgangsbeschränkungen seien abgelehnt, teilte das Bundesverfassungsgericht mit. Damit sei aber nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist, teilte das Gericht mit. Diese Frage müsse im Hauptsacheverfahren geklärt werden.

Astrazeneca: Erhöhtes Thrombose-Risiko auch bei Älteren?

5.5.2021, 18:17 Uhr – Laut einer Studie unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) gibt es Hinweise darauf, dass das Risiko von Hirnvenenthrombosen nach einer AstraZeneca-Impfung auch bei Frauen über 60 Jahren erhöht ist. Darüber berichtet der Spiegel. Die Studie sei noch nicht von anderen Forschenden begutachtet, sondern als sogenanntes Preprint veröffentlicht worden.

Demnach wurden neurologische Abteilungen und Kliniken in ganz Deutschland befragt. Sie meldeten insgesamt 45 Fälle von Hirnvenenthrombosen in einem Zeitraum von 31 Tagen nach einer Impfung. Dazu kamen 17 Fälle, in denen Betroffene unter anderem Schlaganfälle oder Hirnblutungen erlitten. Die Rate von Hirnvenenthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung sei zwar insgesamt sehr gering, aber mehr als neunmal höher gewesen als nach einer Impfung mit einem Impfstoff von Biontech oder Moderna.

Luxemburg kündigt weitere Lockerungen an

5.5.2021, 17:41 Uhr – Luxemburg hat weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen angekündigt. Ab dem 16. Mai soll die Gastronomie auch im Innenbereich wieder öffnen dürfen, sagte Premierminister Xavier Bettel. Restaurants und Cafés könnten Gäste dann bis 22 Uhr empfangen, wobei bis zu vier Personen an einem Tisch sitzen könnten. Voraussetzung dafür sei ein negativer Schnelltest. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen sollen nicht mehr ab 23 Uhr, sondern ab Mitternacht bis 6 Uhr gelten. Zudem dürften künftig vier Personen statt zwei privat zu Besuch kommen. Die Regeln müssen noch vom Parlament beschlossen werden, sie sollen bis zu 12. Juni gelten.

Saarland: Keine Tests für Grenzpendler und Tagestouristen

5.5.2021, 17:37 Uhr – Französische Grenzpendler und Tagestouristen brauchen im Saarland ab kommendem Donnerstag keine Corona-Tests mehr. Das hat Europa-Staatssekretär Roland Theis (CDU) bekanntgegeben. So entfällt die Testpflicht für Berufs-, Schul- und Studien-Pendler – und für alle Reisenden, die weniger als 24 Stunden im Land sind. Die französische Grenzregion Moselle gilt nicht mehr als Virusvarianten-Gebiet, die deutschen Behörden haben aber ganz Frankreich als Hochinzidenz-Gebiet eingestuft.

Schleswig-Holstein: Restaurants und Hotels ab 17. Mai offen?

5.5.2021, 17:36 Uhr – Schleswig-Holstein will bei stabiler Infektionslage ab übernächster Woche wieder Hotels und Restaurants öffnen. Das hat Regierungschef Daniel Günther (CDU) in Kiel gesagt. Demnach wird eine entsprechende Verordnung zum 17. Mai in Kraft gesetzt – sofern die Inzidenz im Land weiter stabil bleibt oder sinkt. Bedingung für die Öffnung seien strenge Test- und Schutzkonzepte, so Günther.

Pforzheim: Erfolgreiche Impfaktion auf Supermarkt-Parkplatz

5.5.2021, 17:15 Uhr – Mehrere hundert Menschen haben sich am Nachmittag in Pforzheim auf einem Supermarkt-Parkplatz gegen Corona impfen lassen. Drei Hausarztpraxen haben dort 700 übriggebliebene Astrazeneca-Dosen angeboten. Viele der Impfwilligen kamen auch aus dem weiteren Umland angereist. Da weit mehr Menschen kamen als es Impfdosen gab, mussten etliche abgewiesen werden. Die Kassenärztliche Vereinigung sprach von einer erfolgreichen Aktion und kündigte weitere an.

Die Impfaktion in Huchenfeld von Nicola Buhlinger-Göpfarth und der KV wurde heute super angenommen! Auch Oberbürgermeister Peter Boch und Huchenfelds Ortsvorsteherin Dr. Sabine Wagner waren vor Ort. https://t.co/sUR9hVlEJr

Lauterbach kritisiert Öffnungswettbewerb der Bundesländer

5.5.2021, 17:02 Uhr – Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach kritisiert die Corona-Öffnungspläne einiger Bundesländer als verfrüht. Es sei fatal, dass erneut der Wettbewerb stattfinde, welches Bundesland am schnellsten lockere, sagte er dem Handelsblatt. Ein derartiger Flickenteppich müsse eigentlich verhindert werden. Lauterbach warnte auch vor verfrühten Lockerungen im Tourismus-Bereich schon ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100. Für Öffnungen brauche es eine deutlich niedrigere Inzidenz, etwa von 50 oder noch niedriger.

Luca-App mit allen BW-Gesundheitsämtern verbunden

5.5.2021, 16:21 Uhr – Die Luca-App zur Corona-Kontaktverfolgung ist jetzt mit allen baden-württembergischen Gesundheitsämtern verbunden. Das teilte Landkreistagspräsident Joachim Walter (CDU) mit. Damit könnten 38 Ämter im Land verschlüsselte Kontaktdaten über die App empfangen, sagte er. Die Luca-App könne ein wichtiger Baustein bei Öffnungen in Handel, Kultur und Gastronomie sein. Walter forderte die Landesregierung deshalb auf, eine flächendeckende Einführung unter anderem mit technischer Unterstützung für die Betriebe voranzutreiben.

Berlin bekommt Pandemie-Zentrum der WHO

5.5.2021, 15:07 Uhr – Die Weltgesundheitsorganisation WHO will noch in diesem Jahr in Berlin ein global agierendes Zentrum gegen Pandemien und Epidemien eröffnen. Das haben WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt. In dem Zentrum sollen international verfügbare Daten und Informationen zusammengeführt und ausgewertet werden. So sollen langfristig Pandemien vorhergesagt und verhindert werden.

Live event on new WHO Global Hub for Pandemic & Epidemic Intelligence https://t.co/zE3PII7jSQ

BW muss mehr Trauergäste zulassen

5.5.2021, 14:43 Uhr – An kirchlichen Trauerfeiern in Baden-Württemberg dürfen künftig mehr als 30 Gäste teilnehmen. Das hat das Verwaltungsgericht Stuttgart entschieden und damit einem Eilantrag der Evangelischen Landeskirche Württemberg gegen das Land stattgegeben. Bei einer Inzidenz von 100 sind nun 100 Gäste zugelassen, bei einer Inzidenz ab 200 nicht mehr als 50. Gegen den Beschluss kann das Land Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof einlegen.

Maas: Schnellere Impfstoffverteilung an ärmere Länder

5.5.2021, 14:19 Uhr – Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) dringt auf eine schnellere Verteilung von Corona-Impfstoff an arme Länder. Es müsse deutlich schneller geliefert werden, erklärte Maas beim G7-Außenministertreffen in London. So könne man der „Impfstoffdiplomatie“ von China und Russland etwas entgegensetzen. Der russische Impfstoff Sputnik V sei nach Angaben aus Moskau beispielsweise schon in mehr als 60 Ländern zugelassen. Die G7-Staaten wollen nun bis zum Jahresende zwei Milliarden Impfdosen für arme Länder zur Verfügung stellen.

Während andere Staaten eine sogenannte Impfstoffdiplomatie durchführen, finanzieren die #G7 75% der #COVAX-Impfallianz, die bis Jahresende 2 Mrd. Impfdosen ausliefern soll. Wir sind uns als G7 unserer Verantwortung bewusst, wollen das fortsetzen und dabei noch schneller werden. https://t.co/UlT1FZkzD3

Hausarzt verschenkt Astrazeneca-Impfungen auf Ebay

5.5.2021, 14:18 Uhr – Ein Hausarzt aus Herford in Nordrhein-Westfalen bietet übrig gebliebenen Astrazeneca-Impfstoff aus seiner Praxis auf Ebay an. Er verschenkt die Impfdosen an Menschen über 60 Jahre, die dann zu ihm in die Praxis kommen, um die Impfung zu erhalten. Astrazeneca habe zu Unrecht ein schlechtes Image, sagte der Hausarzt der Deutschen Presse-Agentur.

Großbritannien investiert in Mutanten-Erforschung

5.5.2021, 12:31 Uhr – Zur Erforschung neuer Coronavirus-Mutanten will Großbritannien umgerechnet rund 33,8 Millionen Euro in neue Impfstoff-Labore investieren. Das teilte die britische Regierung mit. Mit den zusätzlichen finanziellen Mitteln soll in Laboren im Südwesten Englands die Wirksamkeit von Impfstoffen gegen Virusmutanten getestet werden. Die erweiterte Testkapazität ermögliche es laut Regierung, so schnell wie möglich auf neue Covid-19-Mutationen zu reagieren.

Ärztetag fordert Vorbereitung auf Pandemien

5.5.2021, 11:09 Uhr – Der Deutsche Ärztetag fordert eine bessere staatliche Vorbereitung auf Pandemien. Auf einem digitalen Treffen wurden Einzelheiten dazu festgelegt. Die Mediziner schlagen vor, dass es in jedem Bundesland einen festen Krisenstab geben soll, jederzeit aktuelle Pandemie-Pläne sowie feste Reserven von Medikamenten und Medizinprodukten. Auch deren Produktion muss nach Ansicht des Ärztetags ausgebaut werden – in ganz Europa. Eine weitere Forderung: eine bessere Ausstattung des deutschen Gesundheitssystems, im Speziellen der Gesundheitsämter. Nur dem großen persönlichen Engagement der Beschäftigten dort sei es in der aktuellen Pandemie zu verdanken, dass das System nicht kollabiert sei.

Zwei Milliarden Euro für Corona-Aufholprogramm

5.5.2021, 10:52 Uhr – Die Bundesregierung will mit zwei Milliarden Euro die Folgen der Corona-Maßnahmen für Kinder und Jugendliche abmildern. Dazu brachte sie das „Aktionsprogramm Aufholen“ auf den Weg. Eine Milliarde Euro ist für Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler gedacht, die Lernrückstände aufholen müssen. Eine weitere Milliarde soll in soziale Maßnahmen investiert werden, um auch die psychischen Krisenfolgen für Kinder und Jugendliche abzufedern. Außerdem beschloss das Kabinett, einen Gesetzentwurf auf den Weg zu bringen, der Grundschülern ein Recht auf Ganztagesbetreuung gibt. So sollen Kinder in den ersten vier Schuljahren Anspruch auf eine ganztägige Betreuung bekommen – auch in den Ferien.

Spahn mahnt bei Lockerungen zu Vorsicht

5.5.2021, 8:40 Uhr – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mahnt angesichts angekündigter Corona-Lockerungen, etwa in Bayern und Niedersachsen, zur Vorsicht. Man habe zwar Anlass zu viel Zuversicht, die Zahl der Impfungen steige, sagte er im Morgenmagazin von ARD und ZDF. Man sei aber noch immer in der dritten Welle. Hunderte Landkreise hätten noch immer eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 100, so Spahn. Andere Länder hätten bereits gezeigt: Wer zu schnell öffne, den könne das sehr schnell auch wieder einholen.

„Wir haben Anlass zu viel Zuversicht und Perspektive, die Zahl der #Impfungen steigt, wir können #Lockerungen machen“, so Bundesgesundheitsminister @jensspahn (CDU) im #zdfmoma zu weiteren Lockerungsschritten. https://t.co/aOCJhs7Cpe

Indien: So viele Corona-Todesfälle an einem Tag wie noch nie

5.5.2021, 8:36 Uhr – Indien hat an einem Tag so viele Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus erfasst wie noch nie. In den vergangenen 24 Stunden starben 3.780 Menschen, hat das indische Gesundheitsministerium mitgeteilt. Die Dunkelziffer wird Experten zufolge noch höher geschätzt, weil viele Bewohner in ländlichen Gebieten nicht immer von der offiziellen Statistik erfasst werden. 382.000 Menschen haben sich innerhalb von 24 Stunden neu mit dem Virus angesteckt. Indien ist mit insgesamt mehr als 20,6 Millionen registrierten Corona-Infektionen hinter den USA am stärksten von der Pandemie betroffen.

Deutscher Botschafter entsetzt Corona-Grauen in Indien: „Die Leute ersticken zum Teil in den Autos“

Deutschlands Botschafter in Indien, Walter Lindner, hat das Corona-Grauen täglich vor Augen. Am Samstag hat er eine Lage beschrieben, die fassungslos macht.  mehr...

Deutschland fliegt heute eine Anlage zur Sauerstoff-Produktion nach Indien. Das Gerät ist Teil der Hilfslieferungen der Bundesregierung. Bereits am Samstag hatte die Luftwaffe Beatmungsgeräte und Sanitäter nach Neu-Delhi gebracht. Den Krankenhäusern fehlt wegen der hohen Zahl an Patienten medizinischer Sauerstoff.

Kabinett will Corona-Aufholprogramm für Kinder auf den Weg bringen

5.5.2021, 7:27 Uhr – Das Bundeskabinett will heute über ein Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche abstimmen. Mit rund zwei Milliarden Euro sollen etwa Nachhilfe- und Förderprogramme finanziert werden. Ziel ist es, soziale und psychische Krisenfolgen abzufedern.

Das Deutsche Kinderhilfswerk kritisiert das geplante Corona-Aufholpaket. Es sei völlig unzureichend. Pro Kind würden weniger als 150 Euro in die Hand genommen, hat das Hilfswerk ausgerechnet. Das decke nicht mal annähernd den Bedarf der Kinder und Jugendlichen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie.

Das geplante "#Corona-Aufholpaket“ für #Kinder und Jugendliche ist völlig unzureichend und im Endeffekt die Fortsetzung des leeren Versprechens "#Schulen und #Kitas zuerst". Infos: https://t.co/5DHklGXJei @Paritaet @AWOBund @diakonie @Caritas_web @roteskreuz_de @Norbert_MdB https://t.co/ZP3HXEF67J

Weniger Neuinfektionen, weiter sinkende Sieben-Tage-Inzidenz

5.5.2021, 5:30 Uhr – Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 18.034 neue Positiv-Tests. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 132,8 von 141,4 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 285 weitere Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 83.876. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,45 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

Verlängert Japan den Ausnahmezustand?

5.5.2021, 5:00 Uhr – In Japan überlegt die Regierung, den Ausnahmezustand für Tokio und andere Großstädte über den 11. Mai hinaus zu verlängern. Wie die Zeitung Yomiuri berichtet, solle das neben Tokio auch für Osaka, Kyoto und die Hyogo Präfektur gelten. Eine Verlängerung des Notstands würde anhaltende Bedenken schüren, ob die Olympischen Spiele in Tokio wie geplant ab dem 23. Juli abgehalten werden können. Die Spiele wurden schon im vergangenen Jahr wegen der Pandemie verschoben.

Hausärzte wollen Rechtssicherheit für Nutzung siebter Biontech-Dosis

5.5.2021, 4:22 Uhr – Der Deutsche Hausärzteverband fordert Rechtssicherheit für Mediziner, die pro Ampulle des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer sieben statt sechs Dosen verabreichen wollen. Es könne nicht sein, dass täglich in Deutschland Impfdosen weggeworfen würden, hat Verbandschef Ulrich Weigeldt den Funke Medien gesagt. Ärzte, die mit dem vorhandenen Impfstoff so viele Menschen so schnell wie möglich versorgen wollten, riskierten, mit einem Bein im Gefängnis zu stehen. Dem SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zufolge sind beim Biontec/Pfizer-Impfstoff nur sechs Dosen pro Ampulle zugelassen. Die siebte Dosis zu spritzen sei zwar nicht verboten, aber auch nicht rechtlich abgesichert.

Städte- und Gemeindebund begrüßt Lockerungen für Geimpfte und Genesene

5.5.2021, 3:40 Uhr – Der deutsche Städte- und Gemeindebund begrüßt die geplanten Corona-Lockerungen für Geimpfte und Genesene. Es sei richtig und notwendig, die Einschränkungen der Grundrechte für diese Gruppen jetzt schnell zu reduzieren, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Rheinischen Post. Er verwies auch darauf, dass etwa die Befreiung von der Testpflicht erhebliche Kosten einsparen würde. Die Bundesregierung will noch in dieser Woche Lockerungen auf den Weg bringen.

Scholz will Wirtschaftshilfen verlängern

4.5.2021, 20:28 Uhr – Bundesfinanzminister Olaf Scholz will die Wirtschaftshilfen verlängern. Davon sei er fest überzeugt, sagte Scholz dem Handelsblatt. Dazu solle es bis Ende des Jahres eine klare Ansage geben. „Selbst wenn die Pandemie im Sommer größtenteils überstanden sein wird, werden noch viele in diesem Jahr auf Unterstützung angewiesen sein“, sagte der SPD-Politiker. „Die sollen sie dann auch bekommen.“ Ein weiteres Konjunkturprogramm sehe er nicht.

USA: Umverteilung der Impfstoffe im Land

4.5.2021, 20:23 Uhr – Die US-Regierung will Impfstoffe von Bundesstaaten mit wenigen Impfwilligen auf solche mit vielen umverteilen. Die Gouverneure seien über diese Änderung informiert worden, hieß aus der US-Regierung. Bislang wurden die Impfstoff-Dosen strikt nach Bevölkerungszahlen verteilt, doch inzwischen sind viele Amerikanerinnen und Amerikaner geimpft und die Nachfrage nach Vakzinen hat nachgelassen. Manche Bundesstaaten weisen ihre Wochenration ganz oder teilweise ab. Die Regierung will diese Dosen nun anderen Staaten zuleiten. Der Bundesstaat Iowa beispielsweise verzichtete zuletzt auf fast drei Viertel der Dosen, die es erhalten sollte.

Ärztekammer ehrt chinesischen Arzt und Corona-Warner

4.5.2021, 20:12 Uhr – Die Bundesärztekammer hat dem chinesischen Augenarzt Li Wenliang posthum die Paracelus-Medaille verliehen. Es handelt sich um jenen Arzt aus Wuhan, der trotz eines Verbots der chinesischen Behörden frühzeitig vor dem Coronavirus warnte und später an den Folgen einer Infektion starb. Wenliang habe „großen Mut bewiesen“ und sich unter anderem behördlichen Auflagen widersetzt, sagte Kammerpräsident Klaus Reinhardt auf dem Deutschen Ärztetag. Er stehe für „viele Tauend Ärzte, die weltweit durch die Ausübung ihres Berufes der Pandemie zum Opfer gefallen sind“. Die Paracelsus-Medaille ist die höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft für verdiente Ärzte.

Von der Leyen: Ein Viertel der EU-Bürger geimpft

4.5.2021, 19:00 Uhr – Ein Viertel aller Einwohner der Europäischen Union ist inzwischen einmal gegen das Coronavirus geimpft – und das Impftempo nehme zu, twitterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: „Wir haben gerade 150 Millionen Impfungen überschritten.“ Im Juli würden ausreichend Impfdosen vorhanden sein, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen, kündigte von der Leyen an.

Das Impftempo gewinnt in der gesamten EU an Fahrt: Soeben haben wir die Marke von 150 Millionen Impfungen überschritten. Ein Viertel der Europäerinnen und Europäer hat schon die erste Dosis erhalten. Im Juli werden genug Dosen da sein, um 70% der Erwachsenen in der EU zu impfen. https://t.co/3XsjRwyfks

Draghi: Italien öffnet für Urlauber aus dem Ausland

4.5.2021, 17:17 Uhr – Italien will nach Angaben von Ministerpräsident Mario Draghi ab Mitte Mai wieder ausländische Touristen ins Land lassen. Mit einem italienischen Gesundheitspass sollen Urlauber aus dem Ausland dann auch zwischen den verschiedenen italienischen Regionen reisen können, sagt Draghi nach einem Treffen der G20-Tourismusminister. „Die Zeit ist also gekommen, Ihren Urlaub in Italien zu buchen“, so der Regierungschef.

Brinkhaus: Lockerungen für Geimpfte unbürokratisch gestalten

4.5.2021, 17:05 Uhr – Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat sich für unbürokratische Lockerungen bei Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene ausgesprochen. „Es geht ja bei allen Maßnahmen auch darum, dass man eine Akzeptanz hat für die ganzen Sachen“, sagte der CDU-Politiker in Berlin vor einer Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag.

Zu einer möglichen raschen Öffnung von Gastronomie und Hotellerie zeigte sich Brinkhaus zurückhaltend. Vor dem Hintergrund des „erfreulichen Impffortschritts“ werde man die Situation im Mai und Juni nochmals neu bewerten müssen - und mit der Wissenschaft abgestimmt sehen, welche Erleichterungen dann möglich seien.

Kabinett beschließt Erleichterungen für Geimpfte

4.5.2021, 13.55 Uhr – Das Bundeskabinett hat die Erleichterungen für Geimpfte auf den Weg gebracht. Die Regierung habe die geplante Verordnung beschlossen, sagte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD). Geplant sind unter anderem Lockerungen der bisherigen Vorgaben bei Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren. Lambrecht sagte, sie gehe davon aus, dass Bundestag und Bundesrat bis zum Freitag ebenfalls zustimmen, so dass die Verordnung ab dem Wochenende gelten werde.

Keine Ausgangssperren, keine Tests Ab jetzt gelten gelockerte Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene

Nach dem Kabinett und dem Bundestag hat auch der Bundesrat grünes Licht gegeben. Seit Sonntagmorgen gelten die gelockerten Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene.  mehr...

Söder: Tourismus in Bayern ab Pfingsten wieder möglich

4.5.2021, 12:52 Uhr – Urlaub in Bayern soll zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder möglich sein. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung.

Grüne wollen Verordnung für mehr Freiheit für Geimpfte und Genesene unterstützen

4.5.2021, 12:22 Uhr – Für die geplanten Ausnahmen für Geimpfte von den Corona-Beschränkungen bekommt die Koalition Unterstützung von Teilen der Opposition. „Wir werden dieser Verordnung zustimmen“, kündigte Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt an. „Das, was vorgelegt worden ist, ist als Schritt jetzt sinnvoll.“ Gleichwohl könne man an vielen Stellen noch diskutieren, etwa wie es mit Draußensport für Geimpfte sei. Zudem müsse sichergestellt werden, dass der Impfnachweis fälschungssicher erbracht werden könne. Bundestag und Bundesrat sollen noch in dieser Woche die geplante Verordnung des Bundes billigen.

CSU-Landesgruppe: Zustimmung zu Geimpften-Verordnung nur unter Bedingungen

4.5.2021, 11:10 Uhr – Die CSU-Landesgruppe wird der Verordnung für Geimpfte nach Angaben von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt nur zustimmen, wenn Lockerungsschritte unter der Inzidenz 100 möglich werden. In Landkreisen mit einer Inzidenz unter 100 müssen Öffnungen von Kultur, Gastronomie und Hotels wieder möglich sein, sagt Dobrindt. „Das ist die Voraussetzung, dass die CSU zustimmt.

Dänemark will Grundschulen wieder komplett öffnen

4.5.2021, 9:19 Uhr – In Dänemark sollen Grundschulen wieder komplett öffnen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums werden auch ab Donnerstag bestimmte Veranstaltungen in Innenräumen wieder erlaubt. Dazu gehören Theater, Konzertsäle, Kinos und Sporteinrichtungen. Bedingung ist, dass die Teilnehmer einen „Corona-Pass“ vorweisen. Damit wird gezeigt, dass der Inhaber geimpft oder von einer Infektion genesen ist oder einen negativen Test innerhalb der vergangenen 72 Stunden vorweisen kann. Für manche Veranstaltungen sind die Teilnehmerzahlen beschränkt.

Habeck: Rechte von Geimpften und Genesenen präzisieren

4.5.2021, 8:22 Uhr – Der Grünen-Co-Vorsitzende Robert Habeck fordert Präzisierungen an dem Verordnungsentwurf der Bundesregierung zu Rechten von Geimpften und Genesenen. Der Entwurf sehe etwa unterschiedliche Regelungen für Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter und über 100 vor. „Die Tendenz ist aber richtig“, sagt der Grünen-Politiker im ZDF. Es müsse darum gehen, Rechte an Bürger zurückzugeben.

Italien peilt im Mai eine Million Impfungen täglich an

4.5.2021, 7:46 Uhr – Italien peilt noch im Mai eine Million Impfungen pro Tag an. „In kurzer Zeit sind die Impfungen von 300.000 auf 500.000 pro Tag gestiegen und innerhalb dieses Monats könnten das eine Million werden“, sagte der Leiter der Arzneimittelbehörde Aifa, Giorgio Palu, der Zeitung Corriere della Sera. „Und dann können Sie aufatmen, außer es kommt zu unvorhergesehenen Ereignissen.

Lauterbach begrüßt Rückgabe der Grundrechte – und warnt vor zu raschem Öffnen

4.5.2021, 7:55 Uhr – SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach begrüßt die Rückgabe der Grundrechte an vollständig Geimpfte. „Die Rückgabe der Grundrechte ist alternativlos und richtig“, sagte der Politiker im Deutschlandfunk. Gleichwohl ginge es natürlich nicht, dass Geschäfte oder Restaurants nur für Geimpfte geöffnet würden. „Das würde tatsächlich zu Spannungen führen, die man kaum ertragen könnte.“

Lauterbach warnte indes vor zu raschen Öffnungen. „Ich warne einfach davor, dass wir auf den letzten Metern das Erreichte verspielen, indem wir zu früh jetzt alles lockern.“ Lauterbach geht davon aus, dass die Fallzahlen auch durch die Impfungen etwa ab Mitte Mai rapide sinken dürften. „Ich glaube, dass wir im Sommer tatsächlich das größte dieser Pandemie hinter uns haben.“

RKI: Corona-Neuinfektionen und -Inzidenz gehen weiter zurück

4.5.2021, 5:13 Uhr – Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7.534 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5:08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Dienstag vor einer Woche hatte der Wert bei 10.976 gelegen – damit liegt er heute um knapp 3.500 darunter.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 141,4 (Vortag: 146,9; Vorwoche: 167,6) Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 315 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 344 Tote.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 0,88 (Vortag: 0,92). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

US-Medien: Impfstoffzulassung für 12- bis 15-Jährige in wenigen Tagen

4.5.2021, 2:53 Uhr – Die US-Arzneimittelbehörde FDA könnte US-Medienberichten zufolge den Corona-Impfstoff des deutschen Impfstoffherstellers Biontech und seines US-Partner Pfizer bereits in wenigen Tagen für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zulassen. Noch Ende dieser Woche oder Anfang nächster Woche könnte die bereits bestehende Notfallzulassung für Menschen ab 16 Jahre dementsprechend angepasst und erweitert werden, berichtete unter anderem die New York Times unter Berufung auf namentlich nicht genannte Bundesbeamte.

Vor rund einem Monat hatten Biontech/Pfizer einen entsprechenden Antrag bei der FDA eingereicht. Auch bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA liegt ein solcher Antrag. Zuvor hatten die Unternehmen mitgeteilt, dass eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren in den USA eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt habe. Die Impfung sei gut vertragen worden. Die Nebenwirkungen hätten jenen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren entsprochen.

Amtsärzte: Geimpfte müssen weiter getestet werden

4.5.2021, 1:24 Uhr – Die Amtsärzte haben die geplanten Ausnahmeregelungen für gegen Corona geimpfte Menschen kritisiert. „Geimpfte müssen unbedingt weiterhin getestet werden. Es wäre fatal, wenn Geimpfte und Genesene künftig von allen Testpflichten etwa bei der Einreise ausgenommen würden“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ohne umfassende Tests verliere man den Überblick über das Infektionsgeschehen. Wenn Reiserückkehrer nicht mehr getestet würden, wisse man nicht, ob sie Mutanten einschleppten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, dass bei Einreisen nach Deutschland künftig ein vollständiger Impfnachweis anstelle eines Tests ausreichen soll.

Mehr als 105 Millionen US-Bürger komplett geimpft

3.5.2021, 21:22 Uhr – In den USA sind nach Angaben der Seuchenbehörde CDC inzwischen 105,5 Millionen Menschen im Land komplett geimpft gegen das Coronavirus und damit fast ein Drittel der Bevölkerung. Es seien insgesamt 246,8 Millionen Dosen verimpft worden, hieß es.

In Spanien hat ein Viertel der Bevölkerung mindestens eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Inzwischen seien 12,16 Millionen Spanierinnen und Spanier erstgeimpft, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Das entspricht 25,6 Prozent der Bevölkerung. Mehr als fünf Millionen Menschen - etwa elf Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner - hätten bereits beide Dosen erhalten. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez sagte zuletzt, er gehe davon aus, dass 70 Prozent der Bevölkerung bis Ende August geimpft würden.

Gastgewerbe fordert umgehende Öffnung

3.5.2021, 19:46 Uhr – Die Hauptgeschäftsführerin des Branchenverbandes des Gastgewerbes (Dehoga) hat die unmittelbare Öffnung gefordert. „Wir erwarten, dass jetzt Hotels, Restaurants und natürlich die Außengastronomie für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete geöffnet werden“, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges bei RTL/ntv. Die Branche liege am Boden und die Situation werde immer schlimmer, sofern nichts unternommen werde, sagte sie. „Die Probleme für unsere Branche werden nur noch größer, wenn jetzt nicht geöffnet wird.“

Dänemark will neben Astrazeneca auch kein Johnson & Johnson

3.5.2021, 18:46 Uhr – Dänemark will keinen Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson verwenden. Das Land hat den Impfstoff wegen Berichten über seltene Blutgerinnsel aus seinem Impfprogramm gestrichen. Die Gesundheitsbehörde teilte mit, man sei zu dem Schluss gekommen, dass der Nutzen nicht das Risiko überwiege. Impftermine müssen deshalb um bis zu vier Wochen nach hinten verlegt werden. Dänemark hat auch schon den Impfstoff von Astrazeneca gestrichen.

Großbritannien: Hoffnung auf Ende der Abstandsregeln

3.5.2021, 17:20 Uhr – Der britische Premier Boris Johnson hat seinen Landsleuten Hoffnung auf ein baldiges Ende der Corona-Abstandsregeln gemacht. „Ich denke, wir haben gute Chancen, dass wir ab 21. Juni auf die Ein-Meter-Plus-Regel verzichten können“, sagte Johnson bei einem Besuch in der nordenglischen Stadt Hartlepool. Das sei jedoch abhängig davon, ob die Infektionslage weiterhin stabil bleibe. Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Großbritannien bei etwa 23 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Ab dem 17. Mai sollen Pubs und Restaurants auch wieder drinnen Gäste bewirten dürfen und Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Auch erste Auslandsreisen könnten wieder erlaubt sein. Für den 21. Juni ist in England die Aufhebung aller Corona-Beschränkungen geplant.

Immer mehr Schwangere erkranken schwer an Corona

3.5.2021, 17:05 Uhr – In der Uniklinik Hamburg-Eppendorf (UKE) liegen immer mehr an Covid-19 schwer erkrankte Schwangere. Es gab es im gesamten Jahr 2020 nur einen solchen Fall, in den ersten Monaten 2021 schon sieben. „Wir sehen diese Fälle nun häufiger, das ist ein neues Phänomen“, so der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge. Das liege auch an der Variante B.1.1.7, die deutlich ansteckender ist und im Verdacht steht, schwerere Krankheitsverläufe zu verursachen.

Hamburg: Häufung auf Intensivstation Uniklinik: Immer mehr Schwangere erkranken schwer an Corona

An der Hamburger Universitätsklinik liegen immer mehr schwer erkrankte schwangere Corona-Patientinnen. Einige Mediziner raten nun, Schwangere gegen das Virus zu impfen. Aber wie gefährlich ist das?  mehr...

Einreisen nach Deutschland soll für Geimpfte erleichtert werden

3.5.2021, 16:45 Uhr – Im Zuge der Rücknahme von Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte will die Bundesregierung auch Einreisen nach Deutschland erleichtern. Das Corona-Kabinett habe über eine entsprechende Änderung der Einreiseverordnung gesprochen, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Statt eines negativen Tests zur Einreise bei Flugreisen soll demnach künftig auch der Nachweis einer vollständigen Impfung reichen.

Keine Ausgangssperren, keine Tests Ab jetzt gelten gelockerte Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene

Nach dem Kabinett und dem Bundestag hat auch der Bundesrat grünes Licht gegeben. Seit Sonntagmorgen gelten die gelockerten Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene.  mehr...

Söder sagt Oktoberfest ab

3.5.2021, 15:18 Uhr – Das Münchner Oktoberfest kann auch in diesem Jahr nicht stattfinden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte, mit der Corona-Pandemie sei das Risiko einfach zu groß. Er empfehle, auch andere große Feste nicht abzuhalten. Schon im letzten Jahr war das größte Volksfest der Welt coronabedingt ausgefallen.

Gut 28 Prozent der Deutschen haben Corona-Erstimpfung

3.5.2021, 13:16 Uhr – In Deutschland haben 28,2 Prozent der Menschen mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervor. Den vollen Impfschutz erhielten bislang acht Prozent der Bevölkerung. Am Sonntag wurden 250.114 Menschen geimpft.

Dachstuhl von Impfzentrum in Flammen - Impfstoff gerettet

3.5.2021, 10:24 Uhr – Der Dachstuhl eines Corona-Impfzentrums in Oberhaching in Bayern ist am Montag in Flammen aufgegangen. Ob es sich um einen technischen Defekt handelte oder der Brand am Montagmorgen absichtlich gelegt wurde, war nach Polizeiangaben unklar. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt.

Der Impfstoff sei der Polizei übergeben worden, teilte das Landratsamt mit. Die Termine im Impfzentrum Oberhaching vom Montag seien abgesagt worden. Die Betroffenen sollen in den nächsten Tagen informiert werden, wann ihr Termin nachgeholt wird.

Rekord-Umsatzplus im März für Einzelhandel

3.5.2021, 9:30 Uhr – Erste Lockdown-Lockerungen haben den deutschen Einzelhändlern im März zu einem Rekord-Umsatzplus verholfen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat, in dem die Corona-Einschränkungen begannen, legten ihre Einnahmen um 12,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies war der stärkste Zuwachs seit Beginn der Statistik 1994.

Viele Geschäfte konnten im März Terminshopping-Angebote ("Click and meet") anbieten. Der März zählte diesmal allerdings auch einen Verkaufstag mehr als vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vormonat konnten die Händler ihre Einnahmen um 7,4 Prozent steigern. 

Unions-Fraktionsvize: Nur noch Wochen bis zu Impfangebot für jeden

3.5.2021, 8:40 Uhr – Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei (CDU), kann Impfneid „nicht wirklich nachvollziehen“. Es sei nur eine Frage von Wochen, bis in Deutschland jedem ein Impfangebot gemacht sei, sagte Frei am Montag im ARD-Morgenmagazin. „Wir sollten schauen, dass wir so schnell und so gut wie möglich in die Normalität zurückkehren.“ Die Bundesregierung will noch in dieser Woche eine Verordnung auf den Weg bringen, die Lockerungen für Geimpfte vorsieht.

Baden-Baden

Impfreihenfolge in Deutschland Wann kann ich mich gegen Corona impfen lassen?

Wann kann ich einen Impftermin ausmachen? Wann kann ich mich gegen Corona impfen lassen? Hier erfahrt ihr, wie es aktuell in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aussieht.  mehr...

Frankreich lockert – trotz Inzidenz von 300

3.5.2021, 7:09 Uhr – Frankreich lockert ab Montag seine Corona-Auflagen: Wie von Präsident Emmanuel Macron angekündigt dürfen sich die Bürger erstmals seit Inkrafttreten des Lockdowns vor einem Monat tagsüber wieder frei bewegen; bisher galt eine Zehn-Kilometer-Grenze um die Wohnung für nicht notwendige Fahrten. Zudem kehren Mittelschulen und Gymnasien überwiegend zum Präsenzunterricht zurück. Kitas und Grundschulen sind bereits seit einer Woche geöffnet.

Ab dem 19. Mai ist unter anderem die Öffnung von Außengastronomie und Kulturstätten geplant. Die nächtliche Ausgangssperre soll dann später beginnen - statt bisher 19.00 Uhr um 21.00 Uhr. Die Lockerungen sind umstritten, die Inzidenz in Frankreich ist mit rund 300 weiter sehr hoch. Die Regierung setzt deshalb auf mehr Impfungen.

Deutschland in der zweiten Corona-Welle R-Wert, Inzidenz und Übersterblichkeit – was heißt das nochmal?

R-Wert, Inzidenz und Übersterblichkeit – das sind alles Begriffe, die in Politik und Medien wieder häufig verwendet werden. Wir geben Orientierung im Wörter-Dschungel.  mehr...

Viele Neuansteckungen und Tote in Indien

3.5.2021, 6:13 Uhr – In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 368.147 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Am Samstag hatte das Land erstmals über 400.000 Fälle und damit einen weltweiten Höchstwert registriert. Insgesamt haben sich mehr als 19,93 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ist der zweithöchste Wert nach den USA.

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 3.417 auf 218.959. Indien, wo mehr als 1,3 Milliarden Menschen leben, wird seit Ende Februar von einer zweiten Corona-Welle mit mehreren Virus-Varianten heimgesucht.

Deutscher Botschafter entsetzt Corona-Grauen in Indien: „Die Leute ersticken zum Teil in den Autos“

Deutschlands Botschafter in Indien, Walter Lindner, hat das Corona-Grauen täglich vor Augen. Am Samstag hat er eine Lage beschrieben, die fassungslos macht.  mehr...

RKI: Neuinfektionen sinken weiter, Inzidenz steigt leicht an

3.5.2021, 5:18 Uhr – In Deutschland sind innerhalb eines Tages 9.160 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Vor einer Woche hatte diese Zahl noch bei 11.907 gelegen – also über 2.700 mehr als diesen Montag. An Wochenenden liegt die Zahl der Neuinfektionen in der Regel niedriger als im Wochendurchschnitt, weil an den Wochenenden weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden.

Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 84 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem neuartigen Erreger gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg erstmals seit einer Woche wieder leicht an. Sie liegt nun bei 146,9. Am Sonntag war der Inzidenzwert mit 146,5 angegeben worden.

BW: Ab heute Impftermine für Gruppe 3 mit Vorerkrankungen

3.5.2021, 4:36 Uhr – In Baden-Württemberg können sich ab heute Menschen mit Vorerkrankungen aus der Impfgruppe 3 für einen Impftermin anmelden. Dazu gehören etwa behandlungsfreie Krebserkrankungen, Rheuma- und Herzerkrankungen sowie Asthma. Mit dem Öffnungsschritt sind weitere rund 1,5 Millionen Menschen und deren Angehörige impfberechtigt. Um gegen Corona geimpft werden zu können, wird ein Attest des behandelnden Arztes benötigt.

Städte- und Gemeindebund fordert langfristigen Öffnungsplan

3.5.2021, 2:15 Uhr – Der Städte- und Gemeindebund hat angesichts der zuletzt sinkenden Infektionszahlen einen langfristigen Öffnungsplan von der Bundesregierung gefordert. Das Motto „Wir fahren auf Sicht“ sei nach über einem Jahr Pandemie kaum noch vermittelbar, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der Rheinischen Post. Langfristige Perspektiven sollten jetzt auf den Weg gebracht werden.

Die Inzidenzzahlen sinken, die Impfkampagne nimmt Fahrt auf. Wir können hoffen, dass wir die dritte Welle bald überwunden haben. Mit immer mehr geimpften Personen wird im Sommer mehr Normalität möglich sein.“ Bei der Erstellung eines solchen Fahrplans stünden Bund und Länder in der Pflicht. Mit Blick auf die Debatte zu möglichen Erleichterungen für Geimpfte kritisierte Landsberg, dass eine langfristige Planung versäumt wurde. Die Politik stehe deshalb nun unter enormem Zeitdruck.

Lambrecht: Einschränkung bei Restaurants weiter richtig

3.5.2021, 00:27 Uhr – Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hält das Schließen etwa von Restaurants weiterhin für richtig. Aus den geplanten Lockerungen für Geimpfte und Genesene lasse sich kein Anspruch auf Öffnungen ableiten. Für eine kurze Übergangszeit werde das auch noch gerichtsfest sein, sagte Lambrecht in der ARD-Sendung Anne Will. Das Corona-Kabinett will heute eine Verordnung auf den Weg bringen, wonach für vollständig Geimpfte und Genesene keine Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen mehr gelten sollen.

Scholz: Bald Lockerungen für vollständig Geimpfte

2.5.2021, 20:47 Uhr – Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) erwartet bald eine klare Regelung für vollständig geimpfte Menschen. Eine Verordnung für Lockerungen bei Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen könnte bis Ende der Woche beschlossen werden, sagte er im Bericht aus Berlin. Es müsse möglich sein, Beschränkungen aufzuheben, wenn klar sei, dass von zweimal Geimpften keine große Ansteckungsgefahr mehr ausgeht. Scholz sagte, er gehe davon aus, dass Bundestag und Bundesrat die Änderungen in der nächsten Woche beschließen werden.

"Für die Rechte der Bürger:innen wäre das auch richtig" – Vizekanzler @OlafScholz ist zuversichtlich, dass Erleichterungen für Geimpfte und Genesene schon in der kommenden Woche beschlossen werden. #BerichtausBerlin https://t.co/CsPsJzLPjf

In Rheinland-Pfalz sind vollständig geimpfte und genesene Menschen solchen mit negativem Test bereits generell gleichgestellt. Für sie gilt auch keine Quarantänepflicht, wenn sie aus einem Risikogebiet einreisen. In Baden-Württemberg entfällt die Quarantäne bei der Einreise aus Hochinzidenzgebieten, nicht aber aus Virusvariantengebieten. Außerdem müssen sich Geimpfte nach Kontakt mit Corona-Positiven nicht mehr selbst isolieren.

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Stuttgart hebt Impfpriorisierung in Praxen auf BW: Ab Montag dürfen Hausärzte allein entscheiden, wen sie impfen

Bund und Länder haben sich auf das Ziel geeinigt, die Impfpriorisierung im Juni aufzuheben. Vor allem aber sollen Geimpfte und Genesene Freiheiten genießen. Im Südwesten ist bereits einiges in Kraft.  mehr...

Frankreich lockert ab morgen

2.5.2021, 20:35 Uhr – Frankreich lockert ab morgen die Corona-Auflagen. Zum ersten Mal seit einem Monat dürfen sich die Menschen tagsüber wieder frei bewegen. Bisher galt eine Zehn-Kilometer-Grenze. Mittelschulen und Gymnasien kehren zum Präsenzunterricht zurück. Kitas und Grundschulen sind schon seit einer Woche wieder geöffnet. Vom 19. Mai an sollen in Frankreich die Außengastronomie und Kulturstätten wieder öffnen.

Großbritannien schickt 1.000 Beatmungsgeräte nach Indien

2.5.2021, 19:19 Uhr – Großbritannien will 1.000 Beatmungsgeräte nach Indien schicken. Alle müssten zusammenarbeiten, um das Coronavirus zu bekämpfen, sagte Außenminister Dominic Raab. Indien hatte gestern als weltweit erstes Land mehr als 400.000 Neuinfektionen an einem einzigen Tag registriert. Das Gesundheitssystem in dem Land ist komplett überfordert. In den Krankenhäusern mangelt es vor allem an medizinischem Sauerstoff.

I am deeply moved by the surge of support the British people have provided to the people of India and am pleased the UK Government has been able to play our part in providing life-saving assistance. The UK will always be there for India in its time of need. https://t.co/RQdiZZJyxl

Linke und FDP kritisieren geplanten EU-Corona-Impfausweis

2.5.2021, 18:30 Uhr – Die Links-Partei kritisiert Sicherheitslücken beim geplanten europäischen Corona-Impfausweis. Linken-Fraktions-Chefin Amira Mohamed Ali sagte der Welt, jeder Kiosk in Deutschland werde besser geführt als das Gesundheitsministerium in der Corona-Pandemie. Kritik kommt auch von den Liberalen. Der FDP-Politiker Michael Theurer nannte es in einem Zeitungsinterview skandalös, dass es diese Sicherheitslücken nach mehr als einem Jahr noch immer gebe. Der geplante europäische Corona-Impfausweis lässt sich dem Bericht zufolge problemlos fälschen.

Nach Angaben der Hackervereinigung Chaos Computer Club fehle die Absicherung gegen Fälscher komplett. Das hätte man besser lösen können, etwa mit Hologrammaufklebern oder anderen Materialien, die sich nicht jeder auf Amazon zusammenklicken könne.

Indische Schriftstellerin: Krematorien in Delhi geht das Brennholz aus

2.5.2021, 14:57 Uhr – Die berühmte indische Schriftstellerin Arundhati Roy hat in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung einen emotionalen Hilfsappell veröffentlicht: Den Krematorien in Delhi sei das Brennholz ausgegangen, schreibt sie, Parks und Parkplätze würden derzeit zu Verbrennungsstätten umfunktioniert. „Es ist, als hinge ein unsichtbares Ufo am Himmel, das uns die Luft aus den Lungen saugt.“

Dramatisch sei die Lage auch auf dem Land: In zahlreichen Dörfern stürben die Menschen „an leicht behandelbaren Krankheiten wie Durchfall und Tuberkulose“, schreibt Roy: „Wie sollen sie mit Covid zurechtkommen?“ Scharfe Kritik übt die Autorin an der Regierung von Premierminister Narendra Modi. Sie habe versagt und sei während der schweren Krise mit der „Zerstörung der letzten Überreste von Demokratie“ und der Verfolgung von Minderheiten befasst.

Krankenhausgesellschaft: Spüren erste, leichte Entlastung

2.5.2021, 14:05 Uhr – Angesichts der sinkenden Corona-Zahlen spüren auch die Krankenhäuser „ganz überwiegend eine erste, leichte Entlastung“. Das sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der Bild.

Wir haben nun über etwa zwei Wochen relativ konstante Zahlen bei den Neuinfektionen. Das gibt uns die Zuversicht, dass wir auch beim Zuwachs der Intensivpatienten bis auf weiteres keinen exponentiellen Anstieg befürchten müssen.“ Dabei stellte Gaß klar, dass „die Belastung in den Kliniken und bei den Beschäftigten auf einem sehr hohen Niveau“ bleibe.

Bericht: Geplanter EU-Impfnachweis lässt sich problemlos fälschen

2.5.2021, 13:11 Uhr – Der geplante europäische Corona-Impfnachweis lässt sich einem Medienbericht zufolge problemlos fälschen. Nach Planungen des Gesundheitsministeriums sollen die im gelben Impfpass eingetragenen Impfnachweise umstandslos in Arztpraxen, Impfzentren oder in Apotheken auf den neuen EU-Impfausweis übertragen werden können, wie die Welt am Sonntag berichtet.

Da dieser Nachweis im gelben Impfpass leicht zu fälschen sei, sei auch das darauf aufbauende neue EU-Zertifikat entsprechend anfällig für Betrug. Das Bundesgesundheitsministerium räumte gegenüber der Zeitung die Sicherheitslücke ein. Bei der Prüfung der analogen Impfpässe sei „besondere Vorsicht geboten“. Das gelte auch, wenn die „Informationen in einen digitalen Impfpass übertragen werden“, erklärte das Ministerium.

Corona-Fälle in Arztpraxis: Schwerin schaltet Polizei ein

2.5.2021, 11:55 Uhr – Die Corona-Infektionen in einer Schweriner Arztpraxis sind jetzt ein Fall für die Polizei: Die Stadt sei in Kontakt mit der Kriminalpolizei, sagte Oberbürgermeister Rico Badenschier am Abend im Nordmagazin des NDR: Deswegen wird wahrscheinlich auch die Staatsanwaltschaft tätig werden.“ Bereits in den vergangenen Monaten habe die Stadt Hinweise auf diese Praxis erhalten und Kontakt mit dessen Betreiber aufgenommen. „Man kann es Gefährderansprache nennen.“ Das Ordnungsamt habe kontrolliert, um auf die Einhaltung der Hygiene-Regeln hinzuweisen.

Die Stadt Schwerin hat nach drei Corona-Infektionsfällen beim Praxisteam eines Chirurgen die Polizei eingeschaltet. Hinweisen zufolge habe das Team trotz Corona-Symptomen weitergearbeitet. #mv #coronamv #quarantäne https://t.co/cUuKmd4iI1

In dem Ärztehaus im Schweriner Stadtteil Weststadt könnten sich bis zu 200 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Stadt Schwerin veröffentlichte am Samstag auf ihrer Webseite eine Allgemeinverfügung, nach der für alle Menschen, die sich im Zeitraum vom 21. bis zum 28. April 2021 länger als zehn Minuten in der chirurgischen Praxis im Ärztehaus Weststadt aufgehalten haben, eine 14-tägige Quarantäne angeordnet wird. Die Betroffenen sollen sich zudem in einem Testzentrum testen lassen.

Über 45.000 Neuinfektionen und 733 Tote in USA

2.5.2021, 9:57 Uhr – In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 45.117 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt haben sich damit mehr als 32,46 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt demnach um mindestens 733 auf 577.039. Die USA weisen weltweit die höchsten Infektions- und Totenzahlen auf.

Über 392.000 Neuinfektionen und fast 3.700 Tote in Indien

2.5.2021, 7:05 Uhr – In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium 392.488 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind weniger als am Vortag, als das Land erstmals über 400.000 Fälle und damit einen weltweiten Höchstwert registriert hatte. Insgesamt haben sich mehr als 19,56 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ist der zweithöchste Wert nach den USA.

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 3.689 auf 215.542. Indien, wo mehr als 1,3 Milliarden Menschen leben, wird seit Ende Februar von einer zweiten Corona-Welle mit mehreren Virus-Varianten heimgesucht.

RKI: Neuinfektionen Corona-Inzidenz sinken weiter

2.5.2021, 5:17 Uhr – Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 16.290 neue positive Corona-Tests – das sind 2.483 weniger als am Sonntag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 146,5 von 148,6 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 110 weitere Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 83.192. Insgesamt wurden bislang mehr als 3,4 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet.

EU-Kommission fordert Abwasser auf Coronaviren zu untersuchen

2.5.2021, 4:20 Uhr – Die EU-Kommission fordert alle Mitgliedsländer der Union auf, künftig systematisch Abwasser auf Corona-Viren zu untersuchen. Die Überwachung von Abwasser könne kostengünstig, schnell und verlässlich Informationen liefern, wie sich das Virus und Virus-Varianten in der Bevölkerung verbreiteten. Das sagte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius der Welt am Sonntag. Die 27 Staaten sollten schnell effektive Abwasser-Überwachungssysteme einrichten.

Scholz will erleichterten Zugang zu Kurzarbeitergeld verlängern

2.5.2021, 4:08 Uhr – Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld bis mindestens Ende des Jahres zu verlängern. In der Corona-Krise werde die Regierung so lange helfen, wie es Einschränkungen gebe, sagte der SPD-Kanzlerkandidat den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Derzeit gelten die Regeln bis Ende Juni. Wegen der Pandemie wurden etwa Vorgaben gelockert, in welchem Umfang Betriebe von Arbeitsausfall betroffen sein müssen, damit Kurzarbeitergeld gezahlt wird.

RKI stuft Tschechien Bulgarien und die Grenzregion Moselle herab

2.5.2021, 3:07 Uhr – Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen gelten Tschechien und Bulgarien ab heute nicht mehr als Hochinzidenzgebiete. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt, wurden die Länder zu Risikogebieten herabgestuft. Damit muss man nicht mehr schon bei der Einreise nach Deutschland ein negatives Testergebnis vorweisen. Reisende haben stattdessen nach ihrer Ankunft 48 Stunden Zeit, einen Test zu machen.

Auch die französische Grenzregion Moselle ist heruntergestuft worden. Sie ist jetzt – wie der Rest Frankreichs – Hochinzidenzgebiet. Bisher galt die Region als Virusvariantengebiet, weil sich dort die südafrikanische Corona-Mutante stark ausgebreitet hatte. So gab es ein Beförderungsverbot, sowie strenge Test- und Quarantänepflichten. Nun werde aber der grenzüberschreitende ÖPNV zwischen dem Département Moselle und dem Saarland mit Betriebsbeginn in der Nacht von Sonntag, 2. Mai, auf Montag, 3. Mai, wiederaufgenommen, teilte das Verkehrsministerium in Saarbrücken mit.

Betriebsärzte sollen spätestens ab der Woche vom 7. Juni mitimpfen

2.5.2021, 2:02 Uhr – Betriebsärzte in Deutschland sollen nach einem Medienbericht spätestens ab der Woche vom 07. Juni mit den Corona-Impfungen beginnen. Bislang war lediglich von Juni die Rede gewesen. Vorgesehen seien für sie mindestens 500.000 Impfdosen pro Woche, berichtet die Welt am Sonntag. Die Zeitung beruft sich auf das Gesundheitsministerium. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, noch warteten viele auf Impftermine. Aber schon in ein paar Wochen werde man voraussichtlich mehr Impfstoff haben als Terminanfragen. Betriebsärzte in Firmen könnten dann helfen, mit niedrigschwelligen Angeboten zu überzeugen, so Spahn. Inzwischen haben knapp 27 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Impfung bekommen. Den vollen Impfschutz haben 7,7 Prozent.

Deutsches Hilfsflugzeug ist in Indien angekommen

2.5.2021, 1:02 Uhr – Ein Flugzeug der Luftwaffe hat Hilfsmittel aus Deutschland nach Indien gebracht. An Bord der Maschine waren 120 Beatmungsgeräte und 13 Sanitätssoldaten. Den Krankenhäusern in Indien geht wegen der steigenden Zahl an Corona-Patienten der medizinische Sauerstoff aus. Die Bundeswehr soll deswegen eine mobile Sauerstofffabrik aufbauen, Personal des örtlichen Roten Kreuzes einweisen und dazu zwei Wochen im Land bleiben. Zuletzt wurden in Indien mehr als 400.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages registriert – ein weltweiter Höchstwert.

DGB-Vorsitzender Hoffmann warnt vor Folgen der Corona-Pandemie für den Arbeitsmarkt

1.5.2021, 23:35 Uhr – Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, warnt vor den Folgen der Corona-Pandemie für den Arbeitsmarkt. Viele Arbeitgeber würden die Krise ausnutzen, um Jobs abzubauen und Betriebe zu verlagern, sagte er. Der Bund müsse mehr investieren. Nach über einem Jahr Corona-Pandemie seien die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise zwar enorm, durch solidarisches Handeln sei es aber gelungen, das Schlimmste zu verhindern. „In den vergangenen Monaten haben Gewerkschaften, Betriebs- und Personalräte dafür gekämpft, dass soziale Härten abgefedert und viele Jobs gesichert wurden“, so Hoffmann. Dazu gehörten mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz, verbindliche Regeln fürs Homeoffice, bessere Unterstützung von Familien sowie ein verlängertes und höheres Kurzarbeitergeld.

Niederlande verschieben Lockerungen um mindestens eine Woche

1.5.2021, 22:10 Uhr – Angesichts hoher Infektionszahlen verschieben die Niederlande geplante Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Die Regierung folgte damit dem Rat von Experten, die auf eine Zunahme der Corona-Patientenzahlen in den Krankenhäusern verwiesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in den Niederlanden zuletzt deutlich über 300 und war damit etwa doppelt so hoch wie in Deutschland. Eigentlich sollte es im Rahmen eines Öffnungsplans ab dem 11. Mai Erleichterungen für Freiluftbereiche geben wie Zoos, Vergnügungsparks und Sporteinrichtungen. Doch nun beschloss die Regierung, diese Schritte um mindestens eine Woche zu verschieben.

Stiko-Chef: Entwarnung nach Meldung über Biontech-Nebenwirkung in BW

1.5.2021, 21:35 Uhr – Nach mehreren Fällen in Israel soll auch in Baden-Württemberg bei einem 18-Jährigen nach einer Biontech-Impfung eine Herzmuskelentzündung aufgetreten sein. Der Ulmer Virologe und Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, gab Entwarnung. Es deute nichts darauf hin, dass die aufgetretenen Fälle mit dem Impfstoff in Verbindung gebracht werden könnten, so Mertens im SWR.

Baden-Württemberg

18-Jähriger lag in Ludwigsburger Klinikum Führt Biontech-Impfung zu Herzmuskelentzündung? Ulmer Stiko-Chef Mertens gibt Entwarnung

Nach mehreren Fällen in Israel sorgt eine Meldung aus Baden-Württemberg für Aufregung: eine Herzmuskelentzündung nach einer Corona-Impfung mit dem Biontech/Pfizer-Präparat. Experten schätzen die Gefahr als gering ein.  mehr...

Polizei in Brüssel löst Massentreffen in Park gewaltsam auf

1.5.2021, 21:00 Uhr – In Brüssel hat die Polizei ein illegales Massentreffen in einem Park gewaltsam aufgelöst. Zahlreiche Menschen hatten die Polizei mit Böllern und Flaschen beworfen. Hunderte Polizisten waren im Einsatz. Sie setzten Wasserwerfer und Tränengas ein. Unter den Teilnehmern waren viele junge Menschen, aber auch etliche Kritiker der Corona-Maßnahmen. In Brüssel musste die Polizei bereits Anfang April ein ähnliches Treffen mit bis zu 2.000 Menschen auflösen. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen.

Schülervertreter fordern Anerkennung von Schul-Schnelltests

1.5.2021, 14:33 Uhr – Schülervertreter fordern, dass die in Schulen entstandenen Corona-Schnelltests auch außerhalb gelten sollen. Nötig seien offizielle Bescheinigungen, fordert die Bundesschülerkonferenz. Das wäre aus ihrer Sicht ein weiterer Anreiz dafür, in der Schule zu testen. Außerdem könnten Testzentren entlastet werden.

Weitreichende Lockerungen in Portugal

1.5.2021, 14:25 Uhr – Portugal hat in der Pandemie weitere Lockerungen beschlossen und seine Grenze zu Spanien wieder geöffnet. Fast alles ist jetzt in Portugal wieder wie vor der Pandemie möglich - bis hin zum Besuch von Sportveranstaltungen oder großen Hochzeitsfeiern. Nach dem Jahreswechsel waren die Corona-Zahlen in Portugal in die Höhe geschossen. Deshalb verhängte die Regierung einen strengen Lockdown. Gestern wurde im Land erstmals seit August kein Corona-bedingter Todesfall mehr gemeldet.

Liverpool: Rave zu Testzwecken

1.5.2021, 13:48 Uhr – Im englischen Liverpool hat gestern Abend ein Rave mit 3.000 Menschen stattgefunden - ohne Abstand und ohne Masken. Und auch heute wird nochmal gefeiert. Die Partys sind Teil eines Pilotprojekts der britischen Regierung, mit dem Großveranstaltungen in Corona-Zeiten getestet werden sollen. Alle Anwesenden mussten vor dem Einlass einen maximal 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen und sollen fünf Tage nach dem Event einen weiteren Test machen.

Deutsches Flugzeug mit Hilfsmaterial nach Indien gestartet

1.5.2021, 10:16 Uhr – Eine Maschine der Luftwaffe ist mit Corona-Hilfsmaterial vom Flughafen Köln aus nach Indien gestartet. An Bord der Maschine sind 120 Beatmungsgeräte, Schutzkleidung und Masken sowie ein 16-köpfiges Sanitäter-Team. Es soll unter anderem eine Sauerstoffproduktionsanlage aufbauen und das indische Personal einweisen. Die Anlage soll in der kommenden Woche nach Indien gebracht werden. Das indische Gesundheitsministerium hat innerhalb eines Tages mehr als 400.000 Neuinfektionen verzeichnet. Es ist den neunten Tag in Folge ein Höchstwert.

Umfrage: Pandemie macht Menschen sozialer

1.5.2021, 8:25 Uhr – Eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung geht verändert aus der Corona-Krise hervor. Das sagt der Hamburger Zukunftsforscher Horst Opaschowski. Hilfsbereitschaft und die Kontaktpflege zu Freunden und Nachbarn seien zu einer neuen Währung, zum sozialen Kitt für das Zusammenleben geworden. Er hatte rund 1.000 Menschen zu ihren Erfahrungen mit der Krise befragt, drei Viertel gaben an, sozial sensibler geworden zu sein. Als Beispiele nannten die Befragten Fahrdienste und Einkaufshilfen sowie Telefon-, Besuchs- oder Babysitterdienste. In Not- und Krisenzeiten entstünde Zusammenhalt durch Zusammenrücken, so Opaschowski. Damit bestätigt er ähnliche Studien-Ergebnisse etwa vom Basel Institute of Commons and Economics oder von der Bertelsmann-Stiftung.

RLP: Polizei kontrolliert verstärkt Corona-Regeln

1.5.2021, 8:20 Uhr – Die Polizei in Rheinland-Pfalz kontrolliert auch an diesem Wochenende verstärkt, ob die Menschen die Corona-Regeln einhalten. Innenminister Lewentz begründete das mit den zurzeit hohen Infektionszahlen. Die Polizei werde auch bei angemeldeten Kundgebungen und Demonstrationen zum 1. Mai präsent sein. Die Einsatzkräfte der Polizeipräsidien würden voraussichtlich von mehr als 100 zusätzlichen Kräften der Bereitschaftspolizei unterstützt.

Indien verzeichnet als erstes Land 400.000 Neuinfektionen an einem Tag

1.5.2021, 7:15 Uhr – Indien hat als weltweit erstes Land mehr als 400.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages verzeichnet. Das hat das Gesundheitsministerium in Neu-Delhi mitgeteilt. Demnach ist die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemie-Beginn auf 19,1 Millionen gestiegen. Von Deutschland aus starten heute Hilfslieferungen nach Indien. Die Bundesregierung hat zugesagt, dem Land bei der Versorgung von Corona-Infizierten zu helfen.

RKI: Fast 4.500 weniger neue Corona-Fälle als vor einer Woche

1.5.2021, 6:00 Uhr – Die Gesundheitsämter in Deutschland haben knapp 19.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Das sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) fast 4.500 neue Corona-Fälle weniger als heute vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 148,6 gesunken. Außerdem wurden laut RKI 232 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet.

Informationen zum Coronavirus So hoch ist die Inzidenz in deinem Landkreis oder deiner Stadt

Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Deutschland? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...

RLP: Immer mehr Menschen nutzen Online-Wache

1.5.2021, 5:42 Uhr – In Rheinland-Pfalz nutzen immer mehr Menschen die Online-Wache der Polizei, um Verstöße gegen Corona-Maßnahmen anzuzeigen. Mit 126 hätten sich die Anzeigen im Vergleich zum März vergangenen Jahres fast verdreifacht, erklärte das Landeskriminalamt in Mainz. Bei der Onlinewache können Bürger bestimmte Straftaten per Internet anzeigen und müssen nicht mehr persönlich zur Polizei gehen.

Streit über längeren Insolvenzschutz geht weiter

1.5.2021, 2:30 Uhr – Die SPD will den Insolvenzschutz für Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie in die Krise geraten sind, verlängern. Offiziell läuft die Sonderregelung aus. Man wolle aber in der kommenden Woche noch einen letzten Versuch unternehmen, die Union umzustimmen und den Insolvenzschutz um zwei Monate zu verlängern, sagte SPD-Rechtspolitiker Johannes Fechner. Viele Unternehmen, die sich tapfer durch die Pandemie gekämpft hätten, müssten sonst Insolvenz anmelden. Auch weil staatliche Hilfen noch nicht ausbezahlt seien. Tausende Arbeitsplätze seien in Gefahr. Wirtschaftsstrukturen würden zerstört und seien dauerhaft verloren, so Fechner.

Deutsche Hilfslieferungen nach Indien starten

1.5.2021, 1:20 Uhr – Von Köln aus starten heute Hilfslieferungen mit dem Flugzeug nach Indien. Die Bundesregierung will damit bei der Versorgung von Corona-Patienten helfen. An Bord der Maschine sind 120 Beatmungsgeräte, Medikamente und Schutzmasken. Insgesamt geht es um Waren im Wert von 50 Millionen Euro. Aus USA sind bereits Hilfslieferungen angekommen. In Indien beschreiben Helfer die Pandemie-Lage als landesweite Tragödie. Besonders verzweifelt sei die Situation in den Metropolen Delhi und Mumbai, berichtet das Entwicklungshilfswerk Misereor. Gerade Menschen aus unteren Schichten seien dem Coronavirus nahezu schutzlos ausgeliefert. Gleichzeitig stockt die Impfkampagne. In Indien wurden innerhalb eines Tages mehr als 380.000 neue Corona-Infektionen gemeldet. Ein neuer Höchststand.

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Radionachrichten 24. September, 01:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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