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Als Hurrikan zog „Eta“ vom Pazifik auf Mittelamerika zu, schwächte sich dann aber ab. Die Folge: Riesige Mengen an Regen lösten Erdrutsche aus. Dutzende Menschen starben, viele werden noch vermisst.

Zu den Opferzahlen gibt es unterschiedliche Angaben. Die Nachrichtenagentur AP spricht von derzeit 57 Toten, Reuters meldet mindestens 70 Menschen, die in Folge des Sturms „Eta“ in mehreren Ländern ums Leben gekommen seien. Von Panama bis Guatemala wurden Häuser überflutet, Hilfsorganisationen warnten vor einem Desaster in der Region durch Überschwemmungen und Erdrutsche.

In Guatemala gab es mindestens drei Erdrutsche. In der Stadt San Cristóbal Verapaz wurden 25 Häuser vom Schlamm mitgerissen, sagte Präsident Alejandro Giammattei. Der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde sagte, es gebe noch 50 Vermisste in der Stadt. Die Rettungskräfte der Regierung seien aber noch nicht am Unglücksort. Die Retter müssen zum Teil an die Ungkücksstellen laufen, weil Straßen überflutet sind.

Erdrutsche auch in Honduras und Nicaragua

Zwölf weitere Tote wurden aus der Stadt Huehuetenango in Guatemala gemeldet. Bei kleineren Erdrutschen in dem Land kamen noch fünf weitere Menschen ums Leben. In Honduras wurden 13 Menschen durch Erdrutsche getötet und in Nicaragua zwei. In Panama galten acht Menschen als vermisst.

41 Gemeinden in Honduras von Außenwelt abgeschnitten

In San Pedro Sula in Honduras mussten Hunderte Menschen im Vorort Chamelecón noch vor dem Morgengrauen ihre Häuser verlassen. Dort trat der Fluss Chamelecón über die Ufer. Ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde von Honduras sagte, 41 Gemeinden seien abgeschnitten, weil Straßen weggespült worden sein.

Die Länderdirektorin der internationalen Hilfsorganisation Care sagte, zwei Millionen Honduraner könnten direkt durch den Sturm betroffen sein. Die Regierung habe nicht die Kapazitäten, die Menschen zu retten.

Sturm zieht vermutlich nach Kuba und in den Golf von Mexiko

Am Freitagmorgen unserer Zeit lag der Sturm vor der Küste von Belize auf der Yucatán-Halbinsel. Wetterexperten gehen davon aus, dass „Eta“ weiter nach Kuba und Anfang nächster Woche möglicherweise in den Golf von Mexiko zieht.

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