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US-Präsident Donald Trump hat das Weltwirtschaftsforum in Davos eröffnet. In seiner Rede äußerte er sich abfällig über Klimaaktivisten, während Greta Thunberg im Publikum saß.

Klimaschützer seien „Proheten des Untergangs“, deren Vorhersagen zur Apokalypse man zurückweisen müsse, sagte US-Präsident Donald Trump bei der Eröffnung des Weltwirtschaftsforums.

Kurz vor ihm hatte die Klimaaktivistin Greta Thunberg ihre Rede gehalten. Darin hat sie Politikern und Wirtschaftsvertretern vorgeworfen, im Kampf gegen den Klimawandel nichts getan zu haben.

Auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte die weltweite Umweltpolitik und prangerte vor allem die unveränderten Investitionen in fossile Brennstoffe an.

Einmal im Jahr kommt das kleine Dorf Davos groß raus

Einmal im Jahr kommen im kleinen schweizerischen Ort Davos Menschen aus Politik, Wirtschaft und anderen Themenbereichen zusammen. In diesem Jahr stehen Geopolitik und das Klima auf der Erde im Fokus. Das Motto lautet: „Stakeholder für eine solidarische und nachhaltige Welt“. Auch der Bürgerkrieg in Libyen steht auf der Themenliste.

Offizielle Reden und viele Treffen im Verborgenen

Bis Freitag können per Livestream 224 Reden und Diskussionsrunden mitverfolgt werden. Mit dabei sind auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und UN-Generalsekretär António Guterres. Der britische Thronfolger Prinz Charles will sich in diesem Jahr zu Umweltthemen äußern, genauso wie viele Klima- und Umweltaktivisten, die sich auf den Weg nach Davos gemacht haben.

Und dann ist da noch der Bereich abseits der Kameras. Hier haben Staatsleute, Managerinnen und Manager sowie Umweltschutzorganisationen die Möglichkeit, weniger offiziell zusammenzukommen. So, im Verborgenen, stehen vermutlich etliche Treffen an.

Im Video: 50 Jahre Weltwirtschaftsforum in Davos

Eine Milliarde Menschen fit machen für digitale Jobs

Nur knapp ein Viertel der Teilnehmer sind dabei Frauen (24 Prozent). Ausbaufähig nennt das Claudia Schmucker, die bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und globalen Handel forscht.

„Davos selbst sagt, dass etwa ein Drittel der Teilnehmer aus der Zivilgesellschaft kommt. Man versucht sich sehr zu diversifizieren, dass man nicht nur alte weiße Männer dort antrifft.“

Claudia Schmucker

„Milliardäre erzählen Millionären, was die Mittelklasse fühlt.“

Dafür sollen rund vier Prozent der Teilnehmer Milliardäre sein, schätzte die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Der Chef der US-Großbank JPMorgan sagte mal, beim Weltwirtschaftsforum würden „Milliardäre Millionären erzählen, was die Mittelklasse fühlt“.

Viele kritisieren, dass den großen Worten in Davos nur selten Taten folgen würden. 2020 sollen konkrete Projekte angestoßen werden: Bis 2030 soll eine Milliarde Menschen fit gemacht werden für neue Jobs, die mit der Digitalisierung entstehen.

Nach vier Tagen kehrt wieder Ruhe ein

Nach vier Tagen Weltpolitik ist ab Samstag wieder Ruhe im kleinen Davos. Gut 11.000 Menschen leben hier, drumherum gibt's Graubündner Alpengipfel und Skipisten. Der Gründer des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, lernte hier Skifahren.

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