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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Moderatoren bei dem ultra-rechten TV-Sender haben die Lügen Trumps verbreitet – offenbar wider besseres Wissen. Das hat Medienunternehmer Murdoch jetzt unter Eid zugegeben.

Medienmogul Rupert Murdoch dürfte einer der mächtigsten Medienbesitzer weltweit sein. Der US-Fernsehsender Fox News ist nur eines von vielen Medien, die ihm gehören. Dass er politisch so weit rechts außen steht wie Trump, gilt als ausgemacht. Jetzt hat der 91-Jährige zugegeben:

Obwohl ihm klar gewesen sei, dass Trumps Behauptung erfunden war, sei er nicht eingeschritten, als seine Moderatoren die Lüge bekräftigt hätten.

Deren Inhalt: Donald Trump sei durch Betrug um den Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2020 gebracht worden. In der Folge hatten Trump-Anhänger das Kapitol gestürmt. Fünf Menschen waren dabei ums Leben gekommen.

Murdoch: „Hätte es verhindern können. Habe ich aber nicht getan“

Murdoch machte seine Aussagen bereits Anfang Februar in einer eidesstattlichen Erklärung, aus der am Montag (Ortszeit) Auszüge bekannt wurden. Auf die Frage, ob er hätte verhindern können, dass Trump-Helfer wie der New Yorker Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani bei Fox News auf Sendung gehen können, gestand Murdoch: „Das hätte ich. Habe ich aber nicht getan.“

Das kann teuer werden: Wahlmaschinenhersteller klagt gegen Fox News

Hintergrund der Aussage ist eine Verleumdungsklage, die Wahlmaschinenhersteller Dominion Voting Systems gegen den Nachrichtensender Fox News und dessen Mutterkonzern Fox Corp angestrengt hat.

1,6 Milliarden Dollar könnten die bewusst unwahren Behauptungen von Murdochs Fox News-Redaktion zum Wahlbetrug bei der US-Wahl 2021 mit Wahlmaschinen von Dominion Voting Systems den konservativen Medienmogul kosten!https://t.co/CpJArjg4D9

Das Unternehmen mit Sitz in Denver wirft einigen Angestellten von Fox News vor, ganz bewusst falsche Behauptungen von Unterstützern Trumps hinausposaunt zu haben, wonach Wahlgeräte von Dominion manipuliert worden seien, um nachträglich Stimmen zu ändern. Dadurch seien dem Wahlmaschinenhersteller Gewinneinbußen in Millionenhöhe entstanden, auch sein Ruf habe Schaden genommen.

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