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Bei den verheerenden Sturzfluten in New York und Umgebung gibt es immer mehr Tote. Laut der Polizei kamen mehr als 40 Menschen ums Leben. US-Präsident Biden spricht von einer „Klima-Krise“.

Hurrikan „Ida“ hatte sich zwar zum Sturmtief abgeschwächt, doch den Menschen im Nordosten der USA nie gekannte Regenmassen gebracht. Besonders heftig betroffen ist die Millionenmetropole New York. Gouverneurin Kathy Hochul erklärte, dass sich der Himmel buchstäblich öffnete und Wasser im Umfang der Niagarafälle auf die Straßen von New York brachte.

Wirbelsturm #Ida hat am Donnerstagmorgen New York heimgesucht. Mayor Bill de Blasio sprach von einem „historischen...Posted by SWR3 on Thursday, September 2, 2021

Im New Yorker Central Park fielen binnen einer Stunde 891 Liter Regen pro Quadratmeter, U-Bahnen liefen voll, Busse wurden überflutet, ganze Straßenzüge überschwemmt. Für die Stadt sind es die stärksten Regenfälle seit Beginn der Aufzeichnungen.

Looks like NYC is now a part of the Atlantic Ocean 🤦‍♂️ https://t.co/FjhlHP3dXE

Behörden melden mindestens 41 Todesopfer

Das angerichtete Chaos ist noch kaum zu überblicken. Fest steht allerdings, die Sturzfluten haben schon mehr als 40 Menschen in den Tod gerissen. Der Gouverneur von New Jersey, Phil Murphy, meldete mindestens 23 Tote allein in seinem Staat. In der Stadt New York berichtete die Polizei bis Donnerstagmorgen von zwölf Todesopfern, Pennsylvania meldete mindestens fünf. Von Maryland über New York bis Connecticut kamen insgesamt 43 Menschen ums Leben.

Biden: „Klima-Krise“ hat zugeschlagen

US-Präsident Joe Biden sagte den von schweren Überflutungen getroffenen Regionen Hilfe des Bundes zu und stellte fest, dass die „Klima-Krise“ zugeschlagen habe. „Diese extremen Stürme, und die Klima-Krise, sind hier“, sage er im Weißen Haus. „Wir müssen besser vorbereitet sein. Wir müssen handeln.

The past few days of Hurricane Ida, wildfires in the West, and unprecedented flash floods in New York and New Jersey are another reminder that the climate crisis is here. We need to be better prepared. That’s why I’m urging Congress to act and pass my Build Back Better plan.

New Yorks Bürgermeister spricht von historischem Rekordregen

Wir erleben heute Abend ein historisches Wetterereignis mit Rekordregen in der ganzen Stadt, brutalen Überschwemmungen und gefährlichen Bedingungen auf unseren Straßen“, schrieb New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio in der Nacht auf Donnerstag auf Twitter. Noch in der Nacht rief er den Notstand für seine Stadt aus. „Bleiben Sie weg von der U-Bahn. Halten Sie sich von den Straßen fern. Fahren Sie nicht in diese schweren Überschwemmungen.“ Etwa 5.300 Haushalte seien außerdem ohne Strom.

I’m declaring a state of emergency in New York City tonight. We’re enduring an historic weather event tonight with record breaking rain across the city, brutal flooding and dangerous conditions on our roads.

In der Stadt New York galt bis Donnerstagmorgen 5.00 Uhr ein Fahrverbot für alle Fahrzeuge außer Einsatzwagen von Rettungsdiensten. Die Behörden hatten die Menschen aufgefordert, in Häusern Schutz zu suchen und nicht auf die Straße zu gehen, um den Rettungskräften die Arbeit zu ermöglichen.

This is perfect example of what you should not do! Notice the white car towards the end that is floating. This water is too deep to drive through. Turn Around Don't Drown!! https://t.co/qR8ufBr7kW

Busse überflutet, Autos bleiben stecken

Ein Video von Unicef-Sprecher Joe English zeigte den Queens Boulevard im gleichnamigen Stadtteil, der so überflutet war, dass Fahrgäste in einem Linienbus auf die Sitze steigen mussten: „Der Queens Boulevard in Maspeth/Corona ist im Moment ein buchstäblicher Fluss. Bus voll durchflutet, mehrere Autos im Wasser stecken geblieben. Absolut verrückt“, schrieb English auf Twitter.

Die New Yorker Flughäfen strichen hunderte Flugverbindungen. Fast alle U-Bahnlinien mussten den Dienst zwischenzeitlich einstellen – viele Menschen saßen in den Waggons fest. Mittlerweile hat sich die Lage weitgehend normalisiert.

28th St & 7 Ave subway station (Chelsea, Manhattan) https://t.co/2q4UQRIhm0

Bereits am Mittwochabend hatten die Behörden in New York und seinem Umland vor schweren Unwettern, lebensgefährlichen Überflutungen und sogar Tornados gewarnt.

NYC metro heads up! Flash Flood Emergency until 1130 pm. Avoid travel if at all possible. Turn around don't drown. Multiple water rescues ongoing across NE NJ and NYC metro. https://t.co/LCYyo4130T

US Open-Spiele verschoben

Das Extremwetter traf dabei auch die gerade stattfindenden US Open und die deutsche Tennisspielerin Angelique Kerber, deren Spiel verschoben wurde. In das New Yorker Louis-Armstrong-Stadion, in dem Kerber am Mittwochabend ihr Zweitrundenspiel gegen Anhelina Kalinina aus der Ukraine bestreiten sollte, regnete es trotz Dachs seitlich so stark hinein, dass der Spielbetrieb auf unbestimmte Zeit ausgesetzt werden musste.

New Orleans

Hurrikan bringt Zerstörung Aufräumarbeiten nach „Ida“ – Hunderte Menschen gerettet

Mindestens vier Tote, mehr als eine Million Menschen sind ohne Strom: Hurrikan „Ida“ hat Teile der US-Küste verwüstet. Hunderte von Menschen konnten mittlerweile aus den Überschwemmungsgebieten gerettet werden.  mehr...

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 24. Mai, 4:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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