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Russland versucht weiter, die Ukraine einzunehmen: Während die Welt den Einmarsch verurteilt, zerstören russische Truppen Städte und Infrastruktur. Alle Infos dazu.

Selenskyj wirft Moskau gezielten Angriff auf Einkaufszentrum vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor dem Weltsicherheitsrat gefordert, gegen Russland vorzugehen - wegen dessen Angriffen auf die Ukraine. Er nannte Russland einen Terroristenstaat und solange dieser Terrorismus vor allem gegen ukrainische Zivilisten anhalte, könne Russland nicht im Rat bleiben, sagte Selenskyj, der bei der kurzfristig anberaumten Sitzung per Video zugeschaltet war. Die Sondersitzung war nach dem mutmaßlichen russischen Angriff auf ein ukrainisches Einkaufszentrum einberufen worden.

Deutschland stellt Haubitzen und Soldaten zur Verfügung

Deutschland will sich mit 15.000 Soldaten an den erweiterten Nato-Eingreifkräften beteiligen. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat vor dem Nato-Gipfel in Madrid gesagt, die Bundesregierung sei bereit, eine Division zu stellen. Dazu kämen noch etwa 65 Flugzeuge und 20 Schiffe. Außerdem hat Lambrecht angekündigt, der Ukraine drei weitere Panzerhaubitzen 2000 zu liefern. Bisher hat Deutschland sieben der modernen Artilleriegeschütze geliefert - die sind mittlerweile auch in der Ukraine angekommen.

Türkei unterstützt Nato-Beitritt von Finnland und Schweden

Die Türkei hat ihren Widerstand gegen einen Nato-Beitritt Finnlands und Schwedens aufgegeben. Der finnische Präsident Sauli Niinistö sagte, die Türkei werde beim Nato-Gipfel in Madrid die Einladung an Finnland und Schweden unterstützen, Bündnismitglied zu werden. Eine entsprechende Vereinbarung sei nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg, Schwedens Ministerpräsidentin Magdalena Andersson und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unterzeichnet worden. Die Türkei hatte sich wochenlang gegen einen Beitritt der beiden Länder gewehrt. Erdogan hatte Schweden und Finnland vorgeworfen, Terrororganisationen zu unterstützen.

Schweden und Finnland Türkei gibt Widerstand gegen NATO-Beitritte auf

Bisher hatte die Türkei gedroht, einen NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands mit ihrem Veto zu blockieren. Doch nun konnte der Streit nach Angaben Finnlands und der NATO beigelegt…  mehr...

Binnenflüchtlinge kehren zurück

In der Ukraine sind Millionen Flüchtlinge, die im Land geblieben sind, wieder in ihre Heimatregionen zurückgekehrt. Nach Angaben der UN sind rund 5,5 Millionen sogenannte Binnenflüchtlinge wieder in ihrer Heimat. Sie seien vor allem im Norden des Landes und in der Hauptstadt Kiew zu Hause. Nach wie vor sind laut UN aber mehr als sechs Millionen Menschen innerhalb der Ukraine auf der Flucht vor den russischen Angriffen. Über fünf Millionen befinden sich im Ausland. Von dort kamen bisher etwa zehn Prozent der Flüchtlinge wieder zurück.

Partnerschaft Mannheim – Czernowitz unterschrieben

Mannheim und die ukrainische Stadt Czernowitz haben heute offiziell eine Städtepartnerschaft unterzeichnet. Bürgermeister aus beiden Städten unterschrieben die Vereinbarung heute auf dem World Urban Forum im polnischen Katowice. Patrick Figaj berichtet:

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Nachrichten Mannheim und Czernowitz werden Partnerstädte

Dauer
Katowice

World Urban Forum in Kotowice Stadt Mannheim unterzeichnet Vertrag zur Partnerschaft mit ukrainischer Stadt Czernowitz

Mannheims OB Peter Kurz (SPD) hat am Dienstag beim World Urban Forum im polnischen Katowice einen Vertrag zur Städtepartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Czernowitz unterzeichnet.  mehr...

SWR4 BW aus dem Studio Mannheim SWR4 BW aus dem Studio Mannheim

G7 wollen sich bei Wiederaufbau der Ukraine engagieren

Die G7-Staaten haben den russischen Krieg in der Ukraine verurteilt und dem Land langfristige Hilfe zugesichert. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte zum Abschluss des G7-Gipfels in Schloss Elmau, man sei sich einig, dass Putin den Krieg nicht gewinnen dürfe. Dafür unterstütze man die Ukraine mit Waffen und werde auch beim Wiederaufbau des Landes helfen.

Full support for Ukraine, the joint fight against global famine and more ambition in climate protection - these are the three messages emanating from this @G7 Summit. Progress for an equitable world can only be achieved together. #G7GER

Kilian Neuwert berichtet aus Elmau:

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Nachrichten G7-Gipfel beendet – Krieg in der Ukraine war bestimmendes Thema

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Scholz kündigte auch an, dass die G7-Staaten weitere 4,3 Milliarden Euro für die weltweite Ernährungssicherheit bereitstellen. Außerdem werde man noch in diesem Jahr einen internationalen Klimaclub gründen. Dort sollen sich Staaten zusammenschließen, die sehr schnell bis Mitte dieses Jahrhunderts CO2-neutral werden wollen.

G7-Abschlusserklärung Scholz will "Marshallplan für die Ukraine"

Die G7 wollen der Ukraine beim Wiederaufbau nach dem Krieg helfen. Das versprach Kanzler Scholz bei seiner Abschlusserklärung. Daneben kündigte er Maßnahmen gegen die weltweite Hu…  mehr...

Russland bestreitet Angriff auf Einkaufszentrum

Russland bestreitet, das Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk gezielt mit Raketen angegriffen zu haben. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, man habe ein nahegelegenes Munitionsdepot beschossen. Durch die Explosion sei dann das Einkaufszentrum in Brand geraten. Dieses sei aber nicht mehr in Betrieb.

Die Ukraine spricht hingegen von einem gezielten russischen Angriff. Dabei seien mindestens 18 Menschen getötet und 60 weitere verletzt worden. Mehr als 40 Menschen gelten noch als vermisst. Nach ukrainischen Angaben hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs mehr als 1.000 Menschen in dem Gebäude auf. Krementschuk ist der Standort der größten Ölraffinerie der Ukraine.

The Russian occupiers launched a missile strike on a shopping mall in Kremenchuk, Poltava Oblast. According to reports, over one thousand people were inside. Victims are being tallied. #Kremenchuk #UkraineUnderAttack #RussiaIsATerroristState https://t.co/27ihAwwqp0

US-Vertreter: G7 werden fünf Milliarden US-Dollar für Ernährungssicherheit geben

Die G7-Staaten wollen nach Angaben der US-Regierung bis zu fünf Milliarden US-Dollar bereitstellen, um die weltweite Versorgung mit Nahrungsmitteln zu sichern. Mehr als die Hälfte davon werde aus den USA kommen. Das Geld soll demnach an 47 Länder auf der Südhalbkugel und Organisationen vor Ort gehen. Die sieben führenden demokratischen Industrieländer reagierten damit auf die Engpässe bei der Nahrungsmittelversorgung infolge des Ukraine-Kriegs, hieß es.

Angriff auf Einkaufszentrum in Ukraine beschäftigt UN-Sicherheitsrat

Der Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ukraine soll den UN-Sicherheitsrat beschäftigen. Das mächtigste UN-Gremium will heute um 21:00 Uhr unserer Zeit zu dem Thema beraten, wie Diplomaten in New York mitteilten. Das Treffen war auf Bitten der Ukraine anberaumt worden.

Offiziellen Angaben zufolge starben bei dem Angriff in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk mindestens 16 Menschen, 59 wurden teils schwer verletzt. Die Ukraine machte Russland für den Angriff verantwortlich.

Moody's stellt Zahlungsausfall Russlands fest – erstmals seit 1918

Die Ratingagentur Moody's hat wegen nicht fristgemäß beglichener Schulden bei internationalen Investoren einen Zahlungsausfall Russlands festgestellt. Konkret gehe es um Zinszahlungen zweier Staatsanleihen, die auch nach Ablauf einer Verzugsfrist von 30 Tagen nicht bei Gläubigern angekommen seien, teilte das New Yorker Unternehmen am Montag (Ortszeit) mit.

Russlands letzter Zahlungsausfall bei Auslandsschulden liegt über hundert Jahre zurück. Das letzte Mal, dass das Land seine Rechnungen bei internationalen Gläubigern nicht beglich, war 1918 nach der bolschewistischen Revolution.

Raketenangriff auf Einkaufszentrum: Zahl der Toten steigt, Dutzende vermisst

Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum im ukrainischen Krementschuk sind bei den Behörden mehr als 40 Vermisstenanzeigen eingegangen. Das teilte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft in der Nacht zum Dienstag mit.

Die Zahl der Getöteten stieg unterdessen nach Angaben des Gouverneurs des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin, von 13 auf 16. Der Staatsanwaltschaft zufolge wurden 59 Menschen medizinisch behandelt, rund die Hälfte von ihnen sei in einem ernsten Zustand. Die Ukraine machte Russland für den Angriff verantwortlich. Die Attacke wurde international scharf verurteilt.

Angriff auf Einkaufszentrum Entsetzen über russisches "Kriegsverbrechen"

Nach dem Raketenangriff auf ein belebtes Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk sprechen westliche Politiker von einem Kriegsverbrechen Moskaus. Die Zahl de…  mehr...

Deutsche Gasspeicher sind zu mehr als 60 Prozent gefüllt

Trotz stark reduzierter Lieferungen aus Russland werden Deutschlands Gasspeicher etwas voller. Wie am Montagabend aus der Webseite von Europas Gasinfrastruktur-Betreiber (GIE) hervorging, waren die Speicher zu 60,26 Prozent voll - das waren 0,34 Prozentpunkte mehr als einen Tag zuvor.

Ziel ist es, die Speicher bis Anfang November zu mindestens 90 Prozent zu füllen. Ob das angesichts der eingeschränkten Lieferungen und des drohenden Komplett-Stopps von Gas aus Russland gelingt, ist fraglich. Gasspeicher gleichen Schwankungen beim Gasverbrauch aus. Als eine Art Puffersystem sind sie wichtig für den Energiemarkt.

Ihre Bedeutung ist allerdings begrenzt. Denn selbst wenn die Gasspeicher komplett gefüllt wären, so würden ihre Mengen längst nicht für die komplette Heizperiode ausreichen.

Wo speichert Deutschland eigentlich sein #Gas? Vor allem in #NRW und #Niedersachsen. Infotweet anlässlich der #Alarmstufe im #Notfallplan #Gas @bmwk @gasspeicher @tagesschau https://t.co/52lCCYQHAI

„Absoluter Horror“: G7 verurteilen Angriff auf Einkaufszentrum und drohen mit Konsquenzen

Der G7-Gipfel hat den Raketenangriff auf das Einkaufszentrum in der ukrainischen Stadt Krementschuk mit 13 Toten und 40 Verletzten verurteilt und Russland mit Konsequenzen gedroht.

„Wahllose Angriffe auf unschuldige Zivilisten sind ein Kriegsverbrechen. Russlands Präsident Putin und die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen werden“, hieß es in einer Erklärung der Gipfelteilnehmer am Montagabend. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nannte den Angriff einen „absoluten Horror“

#G7 Leaders Statement: We solemnly condemn the abominable attack on a shopping mall in #Kremenchuk. We will not rest until Russia ends its cruel and senseless war on Ukraine. #G7GER https://t.co/t4x9EJqzCv

Großangelegter Cyberangriff trifft Litauen

„Litauische staatliche Einrichtungen und Unternehmen sind heftigen DDoS-Angriffen ausgesetzt“, erklärte das Verteidigungsministerium am Montag auf Twitter. Der Leiter des litauischen Nationalen Zentrums für Cybersicherheit, Jonas Skardinskas, sagte, die Angriffe kämen wahrscheinlich aus Russland.

Litauische Behördenvertreter erklärten jedoch, die schlimmsten Angriffe seien rasch unter Kontrolle gebracht worden. Nach Angaben von Skardinskas entstand kein ernster Schaden.

Bei sogenannten DDos-Attacken werden Server gezielt mit so vielen Anfragen bombardiert, dass das System die Aufgaben nicht mehr bewältigen kann. In der Folge sind Internetauftritte der betroffenen Institutionen häufig zeitweise nicht erreichbar.

Mindestens 13 Tote nach Raketenangriff auf Einkaufszentrum

Bei einem russischen Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in Krementschuk sind nach ukrainischen Angaben mindestens 13 Menschen getötet worden. Außerdem habe es mehr als 40 Verletzte geben, teilte Gouverneur Dmytro Lunin mit. Retter suchten in den rauchenden Trümmern nach weiteren Opfern.

Auf Bildern war zu sehen, dass das Gebäude in Flammen stand und dicke Rauchwolken aufstiegen. Das ukrainische Militär erklärte, das Einkaufszentrum sei von Raketen getroffen worden, die russische Langstreckenbomber vom Typ Tu-22M3 über der westrussischen Region Kursk abgefeuert hätten. Zum Zeitpunkt des Angriffs hätten sich rund 1.000 Menschen darin aufgehalten, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Krieg gegen die Ukraine Mindestens 13 Tote bei Angriff auf Einkaufszentrum

Bei einem Raketenangriff auf ein belebtes Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk sind mindestens 13 Menschen getötet worden. Mehr als 40 wurden verletzt. We…  mehr...

Lyssytschansk: Acht Menschen sterben beim Wasserholen

In einer Schlange vor einem Tankwagen mit Trinkwasser in der ukrainischen Stadt Lyssytschansk sind bei einem russischen Raketenangriff nach Behördenangaben acht Menschen getötet worden. Weitere 21 wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, auf Telegram schrieb.

Lyssytschank ist die letzte große Stadt in der Region, die noch unter ukrainischen Kontrolle ist, nachdem das russische Militär das benachbarte Sjewjerodonezk erobert hat. Sie steht offenbar kurz davor, eingekesselt zu werden (siehe den Kreis in der Grafik des Washingtoner Institute for the Study of War):

June 26 Assessment Highlight: Eastern Axis #Russian forces continued to set conditions to resume operations towards #Slovyansk from the west of #Lyman and shelled Mayaky, about 15 kilometers directly north of Slovyansk. https://t.co/XpzRsePNiR https://t.co/PXE0p06doC

G7 wollen Ukraine dauerhaft unterstützen und Russland isolieren

Die G7-Staaten haben der Ukraine im Krieg mit Russland zeitlich unbegrenzte Unterstützung zugesagt. Für den Staatshaushalt der Ukraine sollen demnach allein in diesem Jahr 27,9 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden. Auch will die G7-Gruppe die Sanktionen gegen Russland weiter verschärfen.

Mit den Beschlüssen stellt sich die Gruppe der sieben großen westlichen Volkswirtschaften auf eine langfristige Stützung der Ukraine ein. Sie sandte damit auch eine Botschaft an Russland. Die Hilfen würden „noch für lange Zeit notwendig sein“, und die G7-Gruppe sei dazu bereit, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zum Abschluss des zweiten Gipfeltags.

G7-Gipfel in Elmau "Kein Zurück" im Verhältnis zu Russland

Schärfere Sanktionen gegen Moskau, weitere Hilfen für Kiew und ein Bekenntnis zum Klimaschutz: Der zweite Tag des G7-Gipfels war geprägt vom Kriegsgeschehen in der Ukraine. Kanzle…  mehr...

Putin will am G20-Gipfel im Herbst teilnehmen

Russlands Präsident Wladimir Putin will am G20-Gipfel im Herbst in Indonesien teilnehmen. „Ja, wir haben bestätigt, dass unsere Teilnahme vorgesehen ist“, sagte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Unklar blieb, ob der Kremlchef persönlich anreisen will oder per Video zugeschaltet sein wird.

Sahelzone: 30 Millionen Menschen brauchen Hilfe

In der Sahelzone brauchen in diesem Jahr etwa 30 Millionen Menschen lebensrettende Hilfe. Laut UN sind es vor allem Frauen und Kinder. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein Anstieg um zwei Millionen Menschen. Wegen der gestiegenen Kosten seien Hilfsorganisationen gezwungen, halbe Rationen an die Bedürftigen zu verteilen. Die Sahelzone steht vor der schlimmsten Nahrungsmittelkrise seit zehn Jahren. Die Hauptgründe dafür sind unter anderem die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, die russische Getreideblockade in der Ukraine und die klimabedingten Dürren und Überschwemmungen.

🚨The crisis in the #Sahel is rapidly and severely exacerbating.🚨 Only 15% of the required US$3.8 billion has been received to support humanitarian response. This is not enough. Press Release: https://t.co/3tN2vajOWb https://t.co/TZmuiqxAOo

NATO will schnelle Eingreiftruppe auf 300.000 aufstocken

Die NATO will die Zahl ihrer schnellen Eingreiftruppe drastisch erhöhen – auf mehr als 300.000. Das hat Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel mitgeteilt. Bisher umfasst die Truppe rund 40.000 Soldatinnen und Soldaten. Stoltenberg äußerte sich kurz vor dem Treffen der 30 Nato-Mitgliedsstaaten in Madrid am Mittwoch und Donnerstag.

Verteidigungspolitik NATO will schnelle Eingreiftruppe ausbauen

Die NATO will die Zahl ihrer schnellen Eingreifkräfte von etwa 40.000 auf mehr als 300.000 erhöhen. Das kündigte Generalsekretär Stoltenberg vor dem Gipfel in Madrid an. Grund ist…  mehr...

G7-Staaten wollen Ukraine so lange wie nötig unterstützen

Die G7-Staaten haben der Ukraine zugesagt, das Land so lange wie nötig zu unterstützen. Es sei allein die Entscheidung der Ukraine, wie eine Friedenslösung gestaltet werden könne, so eine Erklärung des G7-Gipfels in Schloss Elmau. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij in einer Videoschalte weitere Waffenlieferungen gefordert, vor allem Luftabwehrsysteme. Außerdem rief er die G7-Staaten dazu auf, neue Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Die hat die US-Regierung bereits angekündigt. Vor allem militärische Produktions- und Lieferketten sollen demnach betroffen sein.

Einblick in die Konferenz, zum Start des 2. Tages des @g7-Treffens in #Elmau . Bereits auf dem Monitor der ukrainische Präsident Wolodymyr #Selenskyj, der heute per Videoschalte zu den Staats- und Regierungschefs der sieben wirtschaftsstärksten Demokratien sprechen wird. #G7 https://t.co/Gc6R66PzYP

Regionalpolitiker: Einwohner sollen aus Lyssytschansk fliehen

In der ostukrainischen Stadt Lyssytschansk haben die Behörden die Bevölkerung jetzt zur Flucht aufgefordert. Es gebe eine reale Bedrohung für Leib und Leben, schrieb der Regionalgouverneur auf Telegram. Vor dem russischen Angriff auf die Stadt lebten dort rund 100.000 Menschen. Wie viele von ihnen noch dort sind, ist unklar. Die Behörden erklärten, die Situation in Lyssyschansk sei sehr kritisch, die russischen Angriffe richtete katastrophale Schäden an. Die Stadt gilt als letzte größere ukrainische Bastion in der Region Luhansk.

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht an ukrainischen Autor

Der ukrainische Schriftsteller, Übersetzer und Musiker Serhij Zhadan erhält den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Das teilte der Stiftungsrat in Frankfurt mit. Der Autor werde für sein herausragendes künstlerisches Werk geehrt und für seine humanitäre Haltung, mit der er die Menschen im Krieg unterstütze. In seinen Romanen, Essays, Gedichten und Songtexten führe er in eine Welt, die große Umbrüche erfahren habe und zugleich von der Tradition lebe, so der Stiftungsrat. Zhadan gehört zu den wichtigsten Stimmen der ukrainischen Gegenwartsliteratur.

G7-Gipfel: Krieg in der Ukraine steht auf der Tagesordnung

Am zweiten Tag des G7-Gipfels in Schloss Elmau bei Garmisch-Partenkirchen geht es heute um die Energiesicherheit, den Klimaschutz und den Krieg in der Ukraine. Am Vormittag wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj per Video zugeschaltet.

Was heute vom Gipfel zu erwarten ist, berichtet Christian Hauck aus Elmau:

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Nachrichten Ukraine auf der Tagesordnung des G7-Gipfels

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Raketeneinschläge in Odessa gemeldet

Russland setzt den Raketenbeschuss in der Ukraine offenbar weiter fort. Am frühen Morgen seien mehrere Raketen in der südukrainischen Stadt Odessa eingeschlagen, meldet das ukrainische Militär. Mehrere Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude seien zerstört worden. Das Wochenende über hatte es in der ganzen Ukraine Luftangriffe gegeben – auch im zuletzt ruhigeren Westen des Landes.

Palina Milling berichtet für das ARD-Studio Moskau:

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Nachrichten Selenskyj: Nur Teil der Raketen konnte abgefangen werden

Dauer

Insider: USA vor Kauf von neuem Raketensystem für die Ukraine

Die USA dürften einem Insider zufolge in dieser Woche den Kauf eines fortgeschrittenen Raketensystems für die Ukraine bekanntgeben. Dabei handle es sich wohl um Abfangraketen mittlerer bis längerer Reichweite, sagt eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem dürfte weitere Militärhilfe für die Ukraine bekanntgegeben werden, darunter Munition für Artillerie.

Türkei: Treffen mit Schweden und Finnland am Dienstag

In den Streit über eine NATO-Mitgliedschaft von Finnland und Schweden kommt möglicherweise Bewegung: Seinem Sprecher zufolge wird sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Dienstag mit den Regierungschefs beider Staaten treffen.

Bereits am Montag solle es zudem in Brüssel Gespräche auf Ministerebene geben, sagt Ibrahim Kalin dem Sender Habertürk. Die Türkei hat sich bislang gegen eine Mitgliedschaft beider Staaten gestellt.

Ischinger: Bankrotterklärung an unsere Energiepolitik

Wolfgang Ischinger, früher Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, sieht in der derzeitigen Situation Deutschlands eine Bankrotterklärung an die Enegiepolitik. Zum Widerstreit mit den Klimazielen sagte Ischinger am Rande des G7-Gipfels:

"Eigentlich ist es natürlich eine Bankrotterklärung unserer eigenen Energiepolitik" – Sicherheitsexperte @ischinger zur deutschen Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen im Angesicht des Ukraine-Kriegs. #BerichtausBerlin https://t.co/jauG2FRnoP

Amnesty kritisiert Litauen wegen Umgangs mit Flüchtlingen

Amnesty International wirft Litauen vor, im Umfang mit Flüchtlingen verschiedener Nationalitäten aus dem Nachbarland Belarus gegen Menschenrechte zu verstoßen. Während man Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in Litauen mit offenen Armen empfange, würden Schutzsuchende aus Ländern wie dem Irak oder Syrien rechtswidrig inhaftiert, schwer misshandelt und abgeschoben.

Von der Leyen: Putin kann den Krieg nicht mehr gewinnen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist überzeugt, dass Russlands Präsident Wladimir Putin „diesen Krieg schon nicht mehr gewinnen“ kann. Russland müsse eine „strategische Niederlage“ erleiden.

Man werde der Ukraine solange beistehen, wie nötig, erklärt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Interview mit @CHSievers beim G7-Gipfel in Elmau. Es gehe beim Krieg gegen die Ukraine darum, "ob Demokratien sich durchsetzen, oder ob der Aggressor sich durchsetzt." https://t.co/bCuN2VCBAF

Selenskyj appelliert an Belarus: Lasst euch nicht in den Krieg hineinziehen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Menschen im Nachbarland Belarus aufgerufen, sich nicht in den russischen Angriffskrieg in der Ukraine hineinziehen zu lassen.

„Der Kreml hat bereits alles für Sie entschieden“, sagte er am Sonntag mit Blick auf Moskau in seiner abendlichen Videoansprache. „Aber ihr seid keine Sklaven und Kanonenfutter. Ihr dürft nicht sterben.“

Kanada schickt zwei Kriegsschiffe in Ostsee und Nordatlantik

Kanada hat am Sonntag zwei Kriegsschiffe in die Ostsee und den Nordatlantik geschickt. Die „HMCS Kingston“ und die „HMCS Summerside“ schlossen sich nach Angaben der kanadischen Marine zwei Fregatten an, die sich bereits zur Stärkung der Ostflanke der Nato in der Region befinden.

Der viermonatige Einsatz sei Teil der „Abschreckungsmaßnahmen in Mittel- und Osteuropa“, die 2014 nach der russischen Annexion der Krim eingeleitet wurden.

Ein Toter nach Raketenangriffen auf Kiew

Russische Streitkräfte haben am Sonntagmorgen Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew abgefeuert. Dabei wurden mindestens zwei Wohngebäude getroffen, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte.

Ein Mensch wurde seinen Angaben zufolge getötet, sechs weitere wurden verletzt. Unter den Verletzten seien ein siebenjähriges Mädchen und dessen Mutter.

Dieses Mädchen wurde heute morgen aus den Trümmern des beschossenen Wohnhauses in Kyjiw geborgen. Laut Klitschko ist sie 7 Jahre alt und derzeit werde versucht, ihre Mutter zu retten. https://t.co/Nh5sO9LNWW

Agentur: Ukraine greift erneut Ölförderplattform vor der Krim an

Ukrainische Streitkräfte haben einem Medienbericht zufolge erneut eine Ölförderplattform vor der Küste der Halbinsel Krim beschossen. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Vertreter vor Ort. Es sei der zweite Angriff innerhalb einer Woche gewesen.

Die Plattform wird von dem Unternehmen Tschernomorneftegas betrieben. Die ursprünglich ukrainische Anlage war 2014 im Zuge der Annexion der Krim von Russland besetzt worden.

Ukraine: Russland versucht jetzt, auch Lyssytschansk einzukesseln

Nach der Einnahme der Stadt Sjewjerodonezk in der Ostukraine durch russische Truppen gehen die Kämpfe um die Stadt Lyssytschansk weiter. Sie liegt gegenüber von Sjewjerodonezk. Der Feind versuche verstärkt mit Unterstützung der Artillerie, die strategisch wichtige Stadt aus südlicher Richtung zu blockieren, teilte der ukrainische Generalstab am Sonntagabend mit.

Dabei seien auch zivile und militärische Infrastruktur getroffen worden. Das ließ sich nicht unabhängig überprüfen. Sollte Lysstschansk falle, dürfte die Oblast Luhansk bald komplett in russischer Hand sein.

Eastern #Ukraine Update: Ukrainian sources confirmed that #Russian forces have taken full control of #Severodonetsk and are fighting within #Lysychansk. https://t.co/2iogG4IYAs https://t.co/XtkRmYbUQT

Ausritt mit nackter Brust: G7 spotten über Putin

Die Staats- und Regierungschefs beim G7-Gipfel in Deutschland haben sich scherzhaft über das Image eines toughen Mannes geäußert, das der russische Staatschef Wladimir Putin offenbar angestrebt hat. Der britische Premierminister Boris Johnson fragte zu Beginn der Eröffnungssitzung des Gipfels am Sonntag, ob er sein Jackett anlassen solle.

„Wir müssen alle zeigen, dass wir tougher als Putin sind“, witzelte er. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau schlug einen „Ausritt auf dem Pferd mit nackter Brust“ vor. Putin hat sich so auf einem Pferd bereits gezeigt.

Separatisten: 250 weitere Menschen aus Chemiefabrik Azot evakuiert

Prorussische Separatisten haben nach eigener Darstellung 250 weitere Menschen aus den Luftschutzkellern der Chemiefabrik Azot in Sjewjerodonezk im Osten der Ukraine evakuiert. Die Stadt war zuvor von russischen Truppen eingenommen worden. Unter den Evakuierten seien kleine Kinder, sagte der Vertreter der Luhansker Separatisten in Moskau, Rodion Miroschnik, am Sonntag.

Krieg gegen die Ukraine Weitere Menschen aus Sjewjerodonezk evakuiert

Aus der Chemiefabrik Azot in Sjewjerodonezk sind weitere 250 Menschen evakuiert worden. Russland plant offenbar, als nächstes die Stadt Lyssytschansk zu blockieren. Bei Raketenang…  mehr...

Blinken: Sanktionen gegen Russland bewirken viel

Die westlichen Sanktionen gegen Russland wegen dessen Krieg in der Ukraine zeigen nach Angaben von US-Außenminister Antony Blinken eine starke Wirkung. Zwar bekomme Russland mehr Öleinnahmen, doch könne das Land das Geld wegen Exportkontrollen nicht ausgeben, sagte Blinken am Sonntag in einem Interview des Senders CNN beim G7-Gipfel in Deutschland. Weil Russland sich nicht kaufen könne, was es für eine Modernisierung brauche, würden dessen Verteidigungs-, Technologie- und Energiesektor «mit der Zeit» schrumpfen, sagte Blinken.

Scholz: Gemeinsam gegen Putin

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist zuversichtlich, dass die G7-Staaten auch weiterhin eng zusammenstehen bei allem, was durch den Ukraine-Krieg an Krisen ausgelöst wurde. Beim G7-Treffen im bayerischen Schloss Elmau sagte er, die Geschlossenheit von G7, EU und Nato dürfte den russischen Präsidenten Wladimir Putin überrascht haben.

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Nachrichten Scholz: Gemeinsam gegen Putin

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Ukraine fordert mehr Waffen und mehr Sanktionen gegen Russland

Die Ukraine hat von den G7-Staaten mehr Waffenlieferungen gefordert. Außenminister Dmytro Kuleba hat getwittert, der Gipfel im bayerischen Elmau solle auch mehr Sanktionen gegen Russland verhängen. Russland habe in den frühen Morgenstunden die Hauptstadt Kiew mit mehreren Raketen angegriffen, dabei sei auch ein Wohngebäude getroffen worden. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat gesagt, es sehe so aus, dass der Angriff bewusst zum Start des G7-Gipfels erfolgt sei.

This 7 y.o. Ukrainian kid was sleeping peacefully in Kyiv until a Russian cruise missile blasted her home. Many more around Ukraine are under strikes. G7 summit must respond with more sanctions on Russia and more heavy arms for Ukraine. Russia’s sick imperialism must be defeated. https://t.co/0kn2hl7A4x

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Radionachrichten 29. Juni, 8:29 Uhr - SWR3 Nachrichten

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