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Russland versucht weiter, die Ukraine einzunehmen. Der Krieg hat auch Auswirkungen auf Europa und die ganze Welt. Alle Infos dazu.

Briten: Russland wohl zunehmend besorgt wegen Attacken auf die Krim

Angriffe auf russische Munitionslager und Flughäfen auf der Krim, dürften Russland nach Einschätzung britischer Geheimdienste zunehmend beunruhigen. Auch wenn die genaue Ursache des Angriffs von gestern wie auch am Dienstag vor einer Woche, noch nicht ganz klar seien, stellten sie für russische Kommandeure einen erheblichen Verunsicherungsfaktor dar, twitterte das britische Verteidigungsminsterium am Morgen.

Gestern sei nicht nur ein Munitionslager am Verkehrsknotenpunkt Dschankoj im Norden der Krim explodiert. Russische Medien hätten auch über Flammen über dem Luftstützpunkt Gvardejskoje im Zentrum der Krim berichtet. Die Krim sei ein überaus wichtiger Bereitstellungsraum für den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine, so die Briten.

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Donezk: Separatistenführer bietet Nordkorea Kooperation an

Der Anführer einer prorussischen Separatistenregion im Osten der Ukraine hat Nordkorea eine Zusammenarbeit angeboten. Er hoffe, dass seine selbsternannte Republik Donezk mit Nordkorea eine „beidseitige vorteilhafte bilaterale Kooperation im Einklang mit den Interessen“ ihrer Völker eingehen könne, hieß es in einer Botschaft von Separatistenchef Denis Puschilin an Machthaber Kim Jong Un, aus der die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch zitierte. Nordkorea soll nun erwägen, Arbeiter für Wiederaufbauprojekte nach Donezk zu schicken.

Kreml-Kritiker Nawalny fordert mehr Sanktionen gegen Oligarchen

Der inhaftierte Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat wegen des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine deutlich weitergehende Sanktionen des Westens gegen russische Oligarchen gefordert. Der Oppositionspolitiker schrieb am Dienstag in Onlinenetzwerken, westliche Sanktionen würden bislang nur 46 der laut dem Magazin Forbes 200 reichsten Menschen Russlands betreffen. „Für mich klingt das nicht nach einem umfassenden Krieg gegen Putins Oligarchen“, erklärte Nawalny.

So sei der Chef des russischen Gasriesen Gazprom, Alexej Miller, immer noch nicht auf der Sanktionsliste der Europäischen Union. Der Oligarch Roman Abramowitsch wiederum sei nicht mit US-Sanktionen belegt worden, obwohl seine Unternehmen „dem russischen Verteidigungsministerium Metall“ lieferten. Der Westen setze gegen die Elite um Präsident Wladimir Putin immer noch nicht die „Peitsche“ ein und lasse ihr „all ihr Zuckerbrot“, kritisierte Nawalny. Russische Oligarchen werden seit Ende Februar in vielen westlichen Staaten sanktioniert:

Oligarchen auf der Flucht Der Westen knöpft sich Putins Superreiche vor

Sie heißen Abramowitsch, Deripaska oder Potanin. Ihre Villen, Yachten und Flugzeuge sind über die ganze Welt verteilt. Bald dürfte einiges davon weg sein.  mehr...

Selenskyj ruft Ukrainer nach Explosionen auf Krim zur Vorsicht auf

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert die Bevölkerung nach den jüngsten Explosionen in russischen Militäranlagen auf der Krim auf, sich von russischen Militärstützpunkten und Munitionslagern fernzuhalten. Die Detonationen könnten eine Reihe von Ursachen haben, darunter auch Inkompetenz, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache. „Aber sie alle bedeuten dasselbe – die Zerstörung der Logistik der Besatzer, ihrer Munition, ihrer militärischen und sonstigen Ausrüstung sowie ihrer Kommandoposten rettet das Leben unseres Volkes.“ Die Ukraine hat bislang nicht erklärt, ob sie dafür verantwortlich ist.

Russland: Wirtschaft schrumpft 2022 weniger stark als erwartet

Die russische Konjunktur hält sich nach Einschätzung des zuständigen Ministeriums trotz westlicher Sanktionen besser als gedacht. Die Wirtschaftsleistung werde 2022 nur um 4,2 Prozent schrumpfen, geht aus Prognosen des Ministeriums hervor, die Reuters einsehen konnte. Im Mai hatte die Behörde noch einen Rückgang um 7,8 Prozent vorhergesagt. Im kommenden Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt um 2,7 Prozent zurückgehen. Hier hatte das Ministerium allerdings zuvor nur 0,7 Prozent prognostiziert.

Macron spricht mit Selenskyj über Risiko für ukrainische Kernkraftwerke

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat in einem Telefonat mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj nachdrücklich auf Risiken für Atomanlagen in der Ukraine hingewiesen. Das teilt das Präsidialamt in Paris mit. Demnach erklärte Macron in dem Gespräch mit Selenskyj zudem, dass er den Vorschlag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) unterstütze, das Kernkraftwerk Saporischschja zu inspizieren. Selenskyj hatte zuvor über das Telefonat gesagt, er habe mit Macron über „Russlands Nuklearterrorismus“ in Saporischschja gesprochen. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig vor, das größte Atomkraftwerk Europas zu beschießen. Russische Truppen halten das Kraftwerk seit Anfang März besetzt, es wird aber noch von ukrainischen Technikern betrieben.

Guterres trifft Selenskyj und Erdogan in der Ukraine

UN-Generalsekretär António Guterres trifft am Donnerstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und das türkische Staatsoberhaupt Recep Tayyip Erdogan in der Ukraine. Geplant ist ein Treffen in Lemberg, wie UN-Sprecher Stephane Dujarric in New York sagte. Danach werde Guterres nach Odessa ans Schwarze Meer weiterreisen und einen Hafen besuchen. Vor seiner Rückreise nach New York werde der UN-Chef in Istanbul das gemeinsame Koordinationszentrum zur Überwachung von Getreideexporten über das Schwarze Meer besuchen.

Halbe Million Tonnen Getreide aus Ukraine ausgefahren

Mehr als eine halbe Million Tonnen Getreide sind den Vereinten Nationen zufolge seit Anfang August aus der Ukraine über das Schwarze Meer ausgefahren worden. Nach der Einigung zwischen der Ukraine, Russland, der Türkei und den UN zur Öffnung des Seeweges Ende Juli seien 36 Durchfahrten genehmigt worden, teilten die UN am Dienstag mit. 21 Schiffe verließen die Ukraine Richtung Bosporus, 15 fuhren durch die Meerenge in Richtung des Kriegslandes. 27 Frachter seien vertragsgemäß in der Türkei durchsucht worden.

The shipment of 23,000 metric tons of wheat grain will go to WFP’s humanitarian response in the #HornofAfrica where the threat of famine stalks the drought-hit region. 🔗 https://t.co/q4fHjKKQoM

Die mit 23.000 Tonnen Weizen beladene MV Brave Commander sei am Dienstag vom Schwarzmeerhafen Piwdennji in der Stadt Juschne Richtung Dschibuti aufgebrochen, teilte das ukrainische Infrastruktur-Ministerium mit.

Estland verlegt umstrittenes Sowjetpanzer-Monument

In Estland haben die Behörden ein umstrittenes Sowjetpanzer-Monument nahe der estnisch-russischen Grenzstadt Narva demontiert und verlegt. Mit schwerem Gerät entfernten Arbeiter auf Regierungsbeschluss am Dienstag das Kriegsrelikt und brachten es mit einem Schwertransporter in das gut 200 Kilometer entfernte Estnische Kriegsmuseum nördlich der Hauptstadt Tallinn. Zusätzlich verschwanden nach einem Rundfunkbericht sechs weitere Monumente aus der Sowjetzeit aus dem Stadtbild der drittgrößten Stadt Estlands.

My government has decided to remove Soviet monuments from public spaces across #Estonia. As symbols of repressions and Soviet occupation they have become a source of increasing social tensions – at these times, we must keep the risk to public order at a minimum.

Moskau: London will Überflugrecht für Spionage

Großbritannien hat nach Angaben der Regierung in Moskau Überflugsrechte über Russland für ein Spionageflugzeug beantragt. Dies sei „eine beabsichtigte Provokation“, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Die russische Luftwaffe werde dafür sorgen, dass der Luftraum des Landes nicht verletzt werde.

Finnland reduziert Visa für russische Staatsbürger

Finnland will die Zahl der russischen Touristenvisa drastisch reduzieren. Ab dem 1. September sollen nur noch zehn Prozent des derzeitigen Volumens ausgestellt werden, teilte die finnische Regierung mit. Grund sei eine wachsende Unzufriedenheit im Land angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Mit den Touristenvisa aus Finnland können Russen ungehindert in die EU weiterreisen.

Finnland Deutlich weniger Touristenvisa für Russen

Russische Touristen sollen es künftig schwerer haben, nach Finnland und damit in die EU zu reisen. Die Regierung in Helsinki will deutlich weniger Visa ausstellen. In der EU ist a…  mehr...

Kiew: UN-Schiff mit Getreide für Äthiopien ausgelaufen

Das erste von den UN gecharterte Schiff mit Getreide für Afrika hat die Ukraine verlassen. Die mit 23.000 Tonnen Weizen beladene MV Brave Commander sei am Dienstag vom Schwarzmeerhafen Piwdennji in der Stadt Juschne Richtung Dschibuti aufgebrochen, teilte das ukrainische Infrastruktur-Ministerium auf Telegram mit. Von dort aus solle das Getreide an Äthiopien geliefert werden.

Kiew hofft auf Vorkriegsniveau Ukraine exportiert deutlich mehr Getreide

Die Ukraine fährt ihre Getreideexporte kräftig hoch. Angaben aus Kiew lassen sogar Ausfuhren auf Vorkriegsniveau möglich erscheinen. Das würde die Märkte deutlich entlasten. Von D…  mehr...

Putin: USA heizen Feindseligkeiten in der Ukraine an

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Vereinigten Staaten vorgeworfen, zum Schutz ihrer weltweiten Vorherrschaft die Feindseligkeiten in der Ukraine anzuheizen. In einer Rede vor den Teilnehmern einer Sicherheitskonferenz bekräftigte Putin, er habe Soldaten in die Ukraine geschickt, weil die US-Regierung das Land zu einem antirussischen Bollwerk gemacht habe.

Putin zog auch Parallelen zwischen der Unterstützung der USA für die Ukraine und dem jüngsten Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan. Beides sei Teil eines amerikanischen Versuchs, globale Instabilität zu schüren.

Russisches Gericht verurteilt Rocklegende wegen Kritik an Ukraine-Offensive

Ein Gericht hat den russischen Rockstar Juri Schewtschuk wegen seiner Kritik am Ukraine-Konflikt zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Sänger müsse den Höchstbetrag von 50.000 Rubel (805 Euro) zahlen, teilte das Gericht in der Stadt Ufa mit. Er habe bei einem Konzert „öffentlich dazu aufgerufen, den Einsatz der russischen Streitkräfte zu verhindern“, hieß es in der Mitteilung. Im Wiederholungsfall drohen dem Sänger bis zu fünf Jahre Haft.

Moskauer Ministerium spricht von Sabotage-Akt auf der Krim

Auf der Krim sind nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums ein militärisches Lagerhaus sowie zivile Infrastruktur wie ein Stromverteiler durch einen Sabotage-Akt beschädigt worden. Der Tatort befinde sich in der Nähe des Ortes Dschankoj im Norden der Halbinsel, teilt das Ministerium laut Nachrichtenagentur Tass weiter mit. Die Zeitung Kommersant berichtet zudem von schwarzen Rauchwolken über einem Luftwaffenstützpunkt in Gwardejskoje im zentralen Teil der von Russland annektierten Krim.

Ammunition detonation at a storage site in the Dzhankoi district of Crimea continues, region’s head Sergey Aksenov said on his Telegram channel: https://t.co/fgIT3qDXsI https://t.co/KUBED5hqzW

Krieg gegen die Ukraine Explosionen und Brände auf der Krim

Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat es erneut Explosionen und Brände gegeben. Offenbar ist ein Munitionslager betroffen. Erst vor einer Woche war bei einer Detona…  mehr...

Schokolade-Hersteller Lindt verlässt Russland

Der Schweizer Schokolade-Hersteller Lindt & Sprüngli beendet seine Geschäftstätigkeit in Russland endgültig. „Nach der Ankündigung vom 9. März 2022 hat die Lindt & Sprüngli Gruppe beschlossen, sich aus dem russischen Markt zurückzuziehen“, teilt das Unternehmen mit. Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine hatte es im März angekündigt, seine Läden bis auf weiteres zu schließen und alle Lieferungen nach Russland einzustellen.

Ukraine erhält sechs Haubitzen von Lettland

Zur Verteidigung gegen russische Truppen hat die Ukraine sechs Panzerhaubitzen von Lettland erhalten. «Zusammen werden wir siegen!», schrieb Verteidigungsminister Olexij Resnikow in der Nacht zum Dienstag bei Twitter. Es handele sich um sechs selbstfahrende Geschütze des US-amerikanischen Typs M109.

Seit dem Beginn des russischen Einmarsches im Februar hat die Ukraine sieben verschiedene Haubitzentypen mit dem Nato-Kaliber von 155 Millimeter erhalten.

London: Gefahr von See für Odessa großteils gebannt

Die Gefahr einer Landung russischer Truppen in der ukrainischen Hafenstadt Odessa vom Meer aus ist nach Ansicht britischer Militärexperten weitgehend gebannt. Das geht aus dem täglichen Geheimdienst-Update des Verteidigungsministeriums in London hervor, das am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Schwarzmeerflotte setze zur Unterstützung der Bodenoffensiven Langstreckenraketen ein, verhalte sich aber eher defensiv und habe auch schwere Verluste erlitten.

„Das bedeutet, die Ukraine kann Ressourcen verlegen, um die russischen Bodentruppen an anderen Orten unter Druck zu setzen“, so das Fazit der Briten. Für eine sogenannte amphibische Landung von Truppen und Material mithilfe spezieller Schiffe ist kein Hafen nötig.

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Munitionsdepot auf der Krim explodiert

Auf einer russischen Militärbasis auf der Halbinsel Krim ist nach Angaben Moskaus ein Brand ausgebrochen und danach Munition explodiert. Das Feuer sei gegen 5:15 Uhr in einem provisorischen Munitionslager des Stützpunkts im Bezirk Dschankoj im Norden der von Russland annektierten Halbinsel ausgebrochen.

Das teilten russische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Nach Angaben des Gouverneurs der Krim wurden zwei Zivilisten verletzt. Ähnliches war schon am vergangenen Dienstag passiert. Die Ursache ist nach wie vor unklar. Dies sind angeblich Bilder der Explosionen – sie lassen sich nicht unabhängig überprüfen:

Another much more epic video https://t.co/VfYVsm30gj

Ukraine meldet Abwehrerfolge gegen russische Angriffe

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben Dutzende russische Angriffe im Osten und Norden des Landes zurückgeschlagen. Ein Versuch russischer Truppen, auf Kramatorsk im Donbass vorzustoßen sei vollständig gescheitert, erklärte der Generalstab am Montag. Die Angreifer hätten sich in wildem Durcheinander auf ihre Ausgangspositionen zurückgezogen.

Auch ein russischer Angriff auf Bachmut sei misslungen. Im Norden des Landes hätten die russischen Invasoren versucht, Verteidigungsstellungen in der Region Charkiw zu durchbrechen, erklärte der Generalstab auf Facebook weiter. Sie seien jedoch zurückgeschlagen worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Erstes Schiff mit Getreide auf dem Weg nach Afrika

Erstmals seit dem Beginn des Kriegs ist wieder ein Frachter mit Getreide auf dem Weg nach Afrika. Die „Brave Commander“ mit 23.000 Tonnen Weizen hat am ukrainischen Hafen Piwdennyj abgelegt, wie Daten von Refinitiv Eikon zeigen. Ihr Ziel sei der Hafen von Dschibuti, der Weizen für Äthiopien bestimmt, teilt das ukrainische Infrastrukturministerium mit.

Seit der Vereinbarung zur Wiederaufnahme von Getreideexporten per Schiff hätten 17 Schiffe ukrainische Häfen verlassen mit insgesamt 475.000 Tonnen an landwirtschaftlichen Gütern. Die Ukraine gehört zu den weltweit größten Exporteuren von Getreide. Russland hatte die Häfen seit Beginn der Invasion in die Ukraine Ende Februar blockiert, weshalb die Ausfuhren fast vollständig zum erliegen kamen. Insbesondere Afrika war davon betroffen.

All Hands on Deck: @WFP vessel with 23k of much-needed grain is loaded in one of the #Odesa ports. This is the 1st humanitarian vessel leaving #Ukraine since the beginning of the war. #Food for #Peace 🇺🇳🇺🇦 📷: @aavvallas https://t.co/Ft7Ap9mbi5

Regierung und Koalitionäre: Entlastungen werden Gasumlage mildern

Koalitionspolitiker versichern Bürgern und Wirtschaft, dass Entlastungen greifen werden, wenn ab Oktober die neue zusätzliche Gasumlage zu zahlen ist. Grünen-Chef Omid Nouripour kündigte dafür einen „gemeinsamen Kraftakt“ an. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck versprach den Unternehmen, weitere Maßnahmen zumindest zu prüfen. Die konkrete Ausgestaltung ist aber unklar.

Reaktionen auf die Gasumlage Koalition versucht zu beruhigen

Nach der Verkündung der Gasumlage von 2,4 Cent pro Kilowattstunde werden die Rufe nach weiteren staatlichen Hilfen für Unternehmen und Geringverdiener lauter. Die Koalition versuc…  mehr...

Selenskyj warnt vor Atomkatastrophe – die Lage in der Ukraine

Das Washingtoner Institute for the Study of War fasst täglich die Lage im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zusammen: Demnach sind die Artillerieduelle zwischen beiden Seiten auch gestern weitergegangen. Sowohl Russland, als auch die Ukraine haben an verschiedenen Stellen Vorstöße unternommen.

Besorgniserregend ist weiter die Lage um das Atomkraftwerk Saporischja. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland erneut mit Nachdruck zum Rückzug aus der Anlage aufgefordert. Er warnte einmal mehr auch die umliegenden Staaten vor den Folgen einer möglichen nuklearen Katastrophe. Im Falle eines Falles hänge alles nur von der Windrichtung ab. So sieht die Lage insgesamt aus:

Below are the August 15 control-of-terrain maps for #Russia's invasion of #Ukraine from @TheStudyofWar and @criticalthreats. Click here to see our interactive map of the conflict, built using @Esri's @ArcGISStoryMaps: https://t.co/hwgxTnU2Tr https://t.co/Unydn0RTd6

Gasumlage – das müssen Verbraucher jetzt wissen

Was erwartet die Kunden? Wie geht es mit den Gaspreisen weiter? Hier gibt's alle Infos zu dem Thema:

Tipps und Hintergrundinfos Das bedeutet die Gasumlage jetzt für Verbraucher

Während wir gerade den Schlag der hohen Nebenkostenabrechnung für das vergangene Jahr verdauen, kündigt sich für Oktober schon der nächste Hammer an. Mit welchen Kosten müssen wir rechnen? Hier gibt's alle Infos zum Thema.  mehr...

Norwegen: Können Deutschland nicht mehr Gas liefern

Norwegen hat nach Angaben von Ministerpräsident Jonas Gahr Store derzeit keine Möglichkeiten, seine Gaslieferungen an Deutschland und Europa auszuweiten. „Norwegen liefert maximal das, was wir liefern können“, sagte Store nach einem Treffen mit Kanzler Olaf Scholz. Damit zerschlägt sich nach Katar auch bei einem weiteren Land die Hoffnung, schnell zusätzliche Lieferanten als Ersatz für russisches Gas zu finden.

Man habe die Produktion nach dem russischen Angriff auf die Ukraine bereits um fast zehn Prozent erhöht, betonte der norwegische Ministerpräsident. Es sei zudem nicht an der norwegischen Regierung zu entscheiden, ob eine Produktion sicher ausgeweitet werden könne. „Wir können nicht politisch bestimmen, wir machen einfach noch mehr.“ Dies sei eine Entscheidung der Firmen.

Bundesverband geht nicht von Gasengpässen im Winter aus

Der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie geht nicht davon aus, dass es im Winter zu Gasengpässen kommt. Hauptgeschäftsführer Ludwig Möhring sagte der BILD, Voraussetzung sei aber, dass die russischen Lieferungen nicht weiter reduziert würden.

Dann könne Deutschland im November mit den beabsichtigten Füllständen der Speicher in den Winter gehen. Geplant ist, dass die deutschen Speicher am 1. November zu 95 Prozent gefüllt sind. Derzeit sind es etwa 72 Prozent.

Einschätzung von Energieverband Die Gasvorräte könnten ausreichen

Wenn Russland die Lieferungen nicht weiter drosselt, könnte ein Gasengpass in Deutschland vermieden werden, sagt Gasverbandschef Möhring. Die derzeit gelieferten Menge könne bei e…  mehr...

Wissing: Energiekrise birgt Probleme für die Bahn

Die Energiekrise könnte für zusätzliche Probleme bei der Bahn sorgen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) will der Beförderung von Kohle und Öl auf der Schiene Vorrang geben. Das sagte er dem ARD-Hauptstadtstudio. ICE und andere Personenzüge müssten dann warten, wenn auf derselben Strecke Energietransporte unterwegs seien. Diese Priorisierung will Wissing über eine Rechtsverordnung umsetzen, die Justiz- und Verkehrsministerium schon ausgearbeitet hätten.

Guterres telefoniert mit russischem Verteidigungsminister über ukrainisches AKW Saporischschja

UN-Generalsekretär António Guterres hat mit dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu über die Lage in der Ukraine gesprochen. Bei dem Telefonat sei unter anderem erörtert worden, wie das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja sicher betrieben werden kann, teilte das Ministerium in Moskau mit. Das Kraftwerk wird seit Tagen beschossen. Mehr als 40 Staaten hatten Russland zuvor aufgefordert, das besetzte Atomkraftwerk an die Ukraine zurückzugeben. Russland lehnt das ab.

Ukrainisches Atomkraftwerk: Berichte über neue Explosionen

Um das von russischen Truppen besetzte ukrainische Atomkraftwerk (AKW) Saporischschja sind nach Behördenangaben Explosionen zu hören. Das Gebiet des Kernkraftwerks, das in der Stadt Enerhodar liegt, und Wohnviertel seien 25 Mal mit schwerer Artillerie beschossen worden, teilte der Besatzungsvertreter Wladimir Rogow in seinem Telegram-Blog mit.

Demnach schlugen dort Granaten ein. Dem aus Enerhodar geflohenen ukrainischen Bürgermeister Dmytro Orlow zufolge sind in der Kraftwerksstadt Explosionen zu hören gewesen.

Scholz: Bin sehr froh über nicht so hohe Gas-Umlage

Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich erleichtert gezeigt, dass die Gas-Umlage nicht am oberen Rand der Skala liegt. „Ich bin sehr froh, dass die Gas-Umlage nicht so hoch ausgefallen ist“, sagte Scholz am Montag in Oslo. Haushalts- und Industrie-Kunden müssen ab Oktober eine Umlage von gut 2,4 Cent pro Kilowattstunde zahlen.

Damit kommen auf einen vierköpfigen Durchschnittshaushalt um die 480 Euro Mehrbelastung ohne Mehrwertsteuer im Jahr zu, wie sich aus der Umlage ergibt, die die Gas-Netztochter Trading Hub Europe (THE) am Montag bekanntgab. Im Vorfeld war von einer Spanne zwischen 1,5 und fünf Cent je Kilowattstunde die Rede gewesen.

Drei Schwimmer im Schwarzen Meer durch Sprengkörper tötet

Drei Schwimmer sind im Schwarzen Meer in der Region Odessa durch die Explosion eines Sprengkörpers getötet worden. Zwei weitere seien verletzt, teilt die örtliche Polizei mit. Die Opfer hätten die Absperrungen und Warnschilder am Strand ignoriert. Strände und Küsten seien vermint, um russische Angriffe abzuwehren. Im Internet sieht man auf Aufnahmen von dem Unglück zwischein ein und zwei Dutzend Menschen am Strand.

Ukraine verlängert Kriegsrecht einschließlich Ausreisesperre für Männer

Das ukrainische Parlament hat das seit dem 24. Februar geltende Kriegsrecht und die allgemeine Mobilmachung erneut um 90 Tage verlängert. Das teilte Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk am Montag nach einer Sitzung mit.

Kriegsrecht und Mobilmachung einschließlich der Ausreisesperre für Männer im wehrpflichtigen Alter zwischen 18 und 60 Jahren gelten nun bis einschließlich 21. November. Es ist bereits die zweite Verlängerung seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor knapp einem halben Jahr.

Putin: Wollen ganzen Donbass einnehmen

Fast sechs Monate nach Beginn seines Angriffskrieges gegen die Ukraine hat der russische Präsident Wladimir Putin das Ziel einer kompletten Einnahme des Donbass bekräftigt. Die russische Armee erfülle in den „Volksrepubliken Donezk und Luhansk“ ihre Aufgaben, sagte der Kremlchef am Montag auf einem Militärforum in der Nähe von Moskau im Park „Patriot“ vor internationalen Gästen.

Während die Ukraine Russland schwerste Kriegsverbrechen und eine blutige Besatzerpolitik vorwirft, behauptete Putin einmal mehr, dass „der Boden des Donbass Schritt für Schritt befreit wird“ von ukrainischen Nationalisten. Hier die Situation im Donbass laut dem Washingtoner Institute for the Study of War:

Eastern #Ukraine Update: #Russian forces conducted ground attacks north of #Kharkiv City, northwest of #Slovyansk, east of #Siversk, and made unspecified gains around #Bakhmut. https://t.co/xHVMfut04z https://t.co/zdWtESRmAd

Gasumlage: Scholz sichert weiteres Entlastungspaket zu

Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Bürgern angesichts der Gasumlage ein weiteres Entlastungspaket zugesichert. „Wir lassen niemanden allein mit den höheren Kosten“, teilte der SPD-Politiker am Montag auf Twitter mit. Zugleich räumte Scholz ein: „Es wird teurer - da gibt es kein drum herumreden. Die Energiepreise steigen weiter.“ Bisher seien schon staatliche Hilfen über 30 Milliarden Euro beschlossen worden.

Gasbranche: Staat soll bei Gasumlage auf Mehrwertsteuer verzichten

Die deutsche Gasbranche hofft, dass der Staat darauf verzichtet, auf die künftige Gasumlage die Mehrwertsteuer zu erheben. Außerdem sollte der Bund auf Energieprodukte „für einen begrenzten Zeitraum den reduzierten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent statt 19 Prozent anwenden“, sagte der Vorstand des Branchenverbands Zukunft Gas, Timm Kehler, am Montag laut einer Mitteilung. „Der Staat sollte keine Windfall-Profits aus den extremen Energiepreisen ziehen“, fügte er hinzu.

Gaskrise Gasumlage wird rund 2,4 Cent betragen

Rund 2,4 Cent pro Kilowattstunde soll die Gasumlage von Oktober an betragen. Für Gaskunden bedeutet das Mehrkosten. Ob auch noch die Mehrwertsteuer auf die Umlage hinzukommt, ist …  mehr...

Putin bereit zur Aufrüstung von Partnern

Russland ist nach Aussage von Präsident Wladimir Putin willens, seine Partnerländer in Südamerika, Asien und Afrika aufzurüsten. „Wir sind bereit, unseren Alliierten die modernsten Waffentypen anzubieten“, sagt Putin auf der Militärtechnik-Veranstaltung „Streitkräfte-2022“ in der Nähe von Moskau. Dies umfasse Kleinwaffen genauso wie gepanzerte Fahrzeuge und Artillerie zur Luftabwehr, fügt Putin hinzu.

Ukrainischer Generalstab: Russen greifen weiter im Donezker Gebiet an

Im ostukrainischen Gebiet Donezk greifen die russischen Truppen weiter Stellungen der ukrainischen Armee an. Um die Städte Bachmut und Soledar herum seien russische Vorstöße abgewehrt worden, teilte der ukrainische Generalstab am Montagvormittag mit. Auch Angriffe nördlich der Stadt Slowjansk und bei Wuhledar seien zurückgeschlagen worden. Nördlich der Großstadt Donezk seien russische Attacken bei den Dörfern Pisky und Perwomajske gescheitert.

Die Russen hätten zudem entlang der gesamten Front Positionen der ukrainischen Armee mit Artillerie beschossen, hieß es. Außerdem habe die russische Luftwaffe gut ein halbes Dutzend Luftangriffe geflogen. Unabhängig überprüfbar sind die Angaben beider Seiten zum seit fast einem halben Jahr andauernden Kriegsgeschehen oft nicht.

The illegal and unprovoked invasion of Ukraine is continuing. The map below is the latest Defence Intelligence update on the situation in Ukraine - 15 August 2022 Find out more about the UK government's response: https://t.co/x42xdnOdvu 🇺🇦 #StandWithUkraine 🇺🇦 https://t.co/d7IcBtpzeg

Gasumlage liegt bei 2,4 Cent pro Kilowattstunde

Die Gas-Umlage für alle Verbraucher beträgt 2,419 Cent pro Kilowattstunde. Das Gemeinschaftsunternehmen der Gas-Netzbetreiber, Trading Hub Europe(THE), legte die Berechnung am Montag vor. Für einen vierköpfigen Durchschnittshaushalt ergibt sich damit eine Zusatzbelastung von rund 480 Euro im Jahr ohne Mehrwertsteuer.

Tipps und Hintergrundinfos Das bedeutet die Gasumlage jetzt für Verbraucher

Während wir gerade den Schlag der hohen Nebenkostenabrechnung für das vergangene Jahr verdauen, kündigt sich für Oktober schon der nächste Hammer an. Mit welchen Kosten müssen wir rechnen? Hier gibt's alle Infos zum Thema.  mehr...

Andreae: Fordern Mehrwertsteuer-Senkung auf Strom und Gas

Heute wird bekanntgegeben, wie hoch die Gas-Umlage sein soll, die Verbraucherinnen und Verbraucher ab Oktober zahlen müssen. Die Energiewirtschaft fordert inzwischen weitere Entlastungen für die Menschen. Die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft, Kerstin Andreae, nannte im ARD Morgenmagazin konkret die Mehrwertsteuer:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Andreae: Mehrwertsteuer-Senkung auf Strom und Gas

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Eine klare Forderung der Energiebranche: Statt eine #Uebergewinnsteuer zu diskutieren, fordert der Verband Finanzminister Christian Lindner (FDP) auf, die Mehrwertsteuer auf die Energiekosten zu senken. Davon verspricht sich der Verband eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger. https://t.co/PxSeSn7OGx

Selenskyj an Russen: Wer schweigt, macht sich mitschuldig am Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bevölkerung Russlands aufgerufen, ihre Stimme gegen den Krieg zu erheben. „Das Böse findet in einem solchen Maßstab statt, dass Schweigen einer Mitschuld gleichkommt“, sagte er am Sonntag in seiner allabendlichen Videoansprache. „Wenn Sie die russische Staatsbürgerschaft haben und schweigen, bedeutet dies, dass Sie nicht kämpfen, was bedeutet, dass Sie das unterstützen“, sagte Selenskyj. Im Unterschied zu früheren Appellen an die Bevölkerung des kriegführenden Nachbarlandes sprach der Präsident sie aber nicht auf Russisch, sondern auf Ukrainisch an. Auch in der Ukraine und im Rest der Welt sollte jeder „alles in seiner Macht Stehende tun, damit Russland und diejenigen, die den Krieg unterstützen, einen immer höheren Preis für den russischen Staatsterror bezahlen“.

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