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Russland versucht weiter, die Ukraine einzunehmen: Während die Welt den Einmarsch verurteilt, zerstören russische Truppen Städte und Infrastruktur. Alle Infos dazu.

Gasumlage wird wohl zum 1. Oktober kommen

Voraussichtlich ab Oktober müssen Gaskunden mit höheren Kosten rechnen. Zu den zu erwartenden Preissteigerungen kommt dann eine allgemeine Gasumlage. Aus Kreisen des Bundeswirtschaftsministeriums heißt es, dass die Kunden zu 90 Prozent an den Verlusten der Gasimporteure beteiligt werden. SWR3-Reporter Hans-Joachim Vieweger erklärt, warum wir bis zu 1.000 Euro mehr zahlen müssen:

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Nachrichten Gasumlage kommt voraussichtlich zum 1. Oktober

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Die von der Bundesregierung geplante Umlage wird die Haushalte in Deutschland nach Worten von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) also voraussichtlich mit mehreren Hundert Euro belasten. „Wir rechnen damit, dass es zwischen 1,5 und fünf Cent pro Kilowattstunde sein wird“, sagte der Grünen-Politiker. Wenn der durchschnittliche Verbrauch bei 20.000 Kilowattstunden Gas pro Jahr liege, sei man demnach in einem mittleren dreistelligen Euro-Bereich. Man wisse nicht genau, wie hoch die Gas-Beschaffungskosten im November und Dezember seien. „Aber die bittere Nachricht ist: Es sind sicherlich einige Hundert Euro pro Haushalt.“

Zusätzliche Kosten für Verbraucher Gasumlage wohl ab Oktober bis 2024

Gaskunden müssen ab Oktober mit zusätzlichen Kosten rechnen. Dann können Gasimporteure über eine Umlage gestiegene Preise an Verbraucher weitergeben. Wirtschaftsminister Habeck ge…  mehr...

Offenbar Raketenangriffe von Belarus aus

In der Ukraine haben die Behören eine ganze Reihe von Raketenangriffen gemeldet. Sie sollen vom Nachbarland Belarus aus abgefeuert worden sein. Nach Angaben der ukrainischen Armee war dadurch vor allem der Norden des Landes betroffen. SWR3-Reporterin Palina Milling berichtet:

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Nachrichten Offenbar Raketenangriffe von Belarus aus

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Britischer Geheimdienst: Offensive der Ukraine nimmt Fahrt auf

Die Gegenoffensive der Ukraine in Cherson nimmt nach Angaben des britischen Geheimdienstes Fahrt auf. Das teilte das britische Verteidigungsministerium auf Twitter mit. Die ukrainischen Streitkräfte hätten höchstwahrscheinlich einen Brückenkopf südlich des Flusses Ingulets errichtet, der die nördliche Grenze des von Russland besetzten Cherson bildet. Die Ukraine habe zudem mindestens drei der Brücken über den Fluss Dnipro angegriffen, die Russland zur Versorgung der von ihr kontrollierten Gebiete nutze. Eine der Brücken sei wahrscheinlich nicht mehr passierbar.

Latest Defence Intelligence update on the situation in Ukraine - 28 July 2022 Find out more about the UK government's response: https://t.co/Uxf7cRQ29Q 🇺🇦 #StandWithUkraine 🇺🇦 https://t.co/K9dClLZ1f1

USA gehen angeblich von 75.000 russischen Toten und Verletzten aus

Im Krieg gegen die Ukraine sind auf russischer Seite nach Schätzungen aus den USA mehr als 75.000 Menschen getötet oder verwundet worden. Das berichtete der Sender CNN unter Berufung auf Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses.

„Wir wurden darüber informiert, dass mehr als 75.000 Russen entweder getötet oder verletzt wurden, was enorm ist“, zitierte der Sender die demokratische Abgeordnete Elissa Slotkin, die zuvor an einem geheimen Briefing der US-Regierung teilgenommen hatte.

Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hatte zuletzt geschätzt, dass auf russischer Seite bereits 15.000 Menschen ums Leben gekommen seien. Aktuelle Angaben der offiziellen Stellen in Russland zu Totenzahlen gibt es nicht.

US-Basketballerin Griner: Washington bietet Russland Gefangenenaustausch an

Zum ersten Mal seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine will US-Außenminister Antony Blinken in den kommenden Tagen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow sprechen. Dabei soll es um die Freilassung der US-Basketballerin Brittney Griner und ihres Landsmanns Paul Whelan gehen, sagte Blinken bei einer Pressekonferenz in Washington am Mittwoch.

Laut CNN sollen die beiden gegen den den berüchtigen russischen Waffenhändler Viktor But ausgetauscht werden:

Inhaftierte US-Bürger USA bieten Russland Gefangenenaustausch an

Die USA haben Russland einen Gefangenenaustausch angeboten. Washington will die Basketballerin Griner und den Ex-Soldaten Whelan freibekommen. Außenminister Blinken wird mit seine…  mehr...

Selenskyj bietet EU Hilfe in Energie-Krise an

Die Ukraine hat der EU ihre Unterstützung in der Energie-Krise angeboten. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, man bereite sich darauf vor, mehr Strom in die EU zu exportieren. Das sei möglich, weil die Ukraine selbst einen Großteil der Energie nicht brauche, da wegen des Krieges die Produktion stillstehe.

Mehrere ukrainische Kraftwerke stehen allerdings unter russischer Kontrolle. Russland hatte gestern erneut die Gas-Lieferungen nach Deutschland deutlich reduziert. Gas wird hierzulande auch zur Verstromung genutzt.

NASA: Russland arbeitet doch bis 2028 bei ISS mit

Russland wird sich nach Angaben der US- Raumfahrtbehörde Nasa doch bis mindestens 2028 weiter an der Internationalen Raumstation (ISS) beteiligen. Dies habe man von den russischen Kollegen erfahren, sagt die hochrangige Nasa-Managerin Kathy Lueders der Nachrichtenagentur Reuters.

„Auf Arbeitsebene gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass sich etwas geändert hat“, sagt sie weiter. Roskosmos-Chef Juri Borisow erklärte am Dienstag, Russland habe die Zusammenarbeit mit der Nasa gekündigt und werde sich nach 2024 aus der ISS zurückziehen.

Russische Wirtschaft schrumpft nach offiziellen Angaben um 4 Prozent

Die russische Wirtschaft (BIP) ist nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Moskau im zweiten Quartal um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geschrumpft. Im ersten Quartal war sie demnach noch um 3,5 Prozent gewachsen. Im Juni habe sich der Rückgang mit minus 4,9 Prozent zum Vorjahr zudem beschleunigt nach minus 4,3 Prozent im Mai.

Siemens Energy: Sind nicht für Verzögerungen bei Gas-Turbine verantwortlich

Das Unternehmen Siemens Energy hat erneut die russische Darstellung zurückgewiesen, für Verzögerungen bei der Lieferung einer wichtigen Turbine zum Betrieb der Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 verantwortlich zu sein. Der Transport der Turbine könne sofort starten, sagte ein Sprecher von Siemens Energy am Mittwoch.

Alle erforderlichen Dokumente für die Ausfuhr lägen vor. Was hingegen fehle, seien erforderliche Zolldokumente für den Import nach Russland. „Diese Informationen können von niemand anderem als Gazprom bereitgestellt werden.“

Macron nennt Russland „eine der letzten Kolonialmächte“

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Russland wegen des Ukraine-Kriegs die Haltung einer Kolonialmacht vorgeworfen. „Russland ist eine der letzten Kolonialmächte“, sagte Macron bei einem Besuch im westafrikanischen Benin.

Russland habe einen „Territorialkrieg“ wie im 19. Jahrhundert angezettelt, mit dem in Europa niemand mehr gerechnet habe, sagte Macron mit Blick auf den russischen Einmarsch in der Ukraine. Unterdessen besuchte der russische Außenminister Sergei Lawrow seinerseits mehrere afrikanische Länder und machte den Westen für die Lebensmittelkrise verantwortlich.

Weitere Stationen von Macrons Afrika-Reise sind neben Kamerun Benin und Guinea-Bissau. https://t.co/4j43paJiY6

Litauen verbietet Patriarch Kyrill bis 2027 die Einreise

Der orthodoxe Moskauer Patriarch Kyrill I. darf wegen seiner Unterstützung für den russischen Krieg gegen die Ukraine fünf Jahre lang nicht nach Litauen einreisen. Auf Initiative des Außenministeriums in Vilnius setzte das litauische Innenministerium das russische Kirchenoberhaupt bereits vor einem Monat bis zum 23. Juni 2027 auf die Liste der Personen, die in dem Land unerwünscht sind, wie Medien des EU-Staates am Mittwoch berichteten.

100 Panzerhaubitzen für die Ukraine

Die Bundesregierung hat nach Informationen des Spiegel die Herstellung von 100 Panzerhaubitzen 2.000 für die Ukraine genehmigt. Diesmal geht es demnach nicht um Lieferungen aus dem Bestand. Die Waffen müssen erst noch produziert werden.

Kai Clement berichtet aus Berlin:

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Nachrichten Medienbericht: Ukraine darf in Deutschland 100 Panzerhaubitzen kaufen

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Ein Sprecher des Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann (KMW) hat den Spiegel-Bericht über den geplanten und bereits von der Bundesregierung genehmigten Verkauf der 100 neuen Panzerhaubitzen an die Ukraine bestätigt. Demnach erteilte das Wirtschaftsministerium dem Münchner Rüstungsunternehmen am 13. Juli die Genehmigung für den Bau der Panzerhaubitzen 2.000.

Damit sei auch der Export genehmigt, sagte der Sprecher. Der Vertrag mit der Ukraine werde jetzt gemacht. KMW sei aber bereit, in Vorleistung zu gehen, damit keine Zeit verlorengehe. 

Verbände raten von Heizlüfternutzung im Winter ab

Die Technik-Verbände VDE und DVWG raten davon ab, im Winter anstelle der Gasheizung mobile Geräte wie Heizlüfter oder Radiatoren zu nutzen. Die Stromversorgung sei für eine solche gleichzeitige Zusatzbelastung nicht ausgelegt, hieß es. Das könne lokal die Netze überlasten. Auch die derzeitige Kapazität der Kraftwerke könne so an sehr kalten Wintertagen überschritten werden. Die Verbände empfehlen stattdessen, die Effizienz der Gasheizungen zu erhöhen – etwa durch eine Wartung schon im Sommer.

Russland will türkische Drohnen

Russland zeigt Interesse am Kauf türkischer Militärdrohnen. Den gleichen Typ verwendet die Ukraine im Kampf gegen die russischen Angriffe. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, auch eine militär-technische Zusammenarbeit mit der Türkei werde ein Thema beim Treffen der Präsidenten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdoğan Ende kommender Woche in Sotschi sein. Das Nato-Mitglied Türkei hatte zuvor ein russisches Raketenabwehrsystem gekauft. Mit dem Drohnen-Geschäft würde sich die türkische Regierung nun gegen die restliche Nato stellen.

Russland plant Fähre nach Mariupol

Russland plant eine Fährverbindung zur besetzten ukrainische Hafenstadt Mariupol. Das russische Verteidigungsministerium hat gesagt, einmal pro Tag soll so Material geliefert werden, das für den Wiederaufbau nötig ist. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass Russland über den Hafen in Mariupol Getreide exportieren will. Die Ukraine spricht von Getreidediebstahl. Prorussische Truppen hatten Mariupol Ende Mai nach monatelangen schweren Kämpfen vollständig eingenommen.

Kontrollzentrum für Getreidetransporte eröffnet

In Istanbul ist am Nachmittag das neue Kontrollzentrum für Getreidetransporte aus der Ukraine offiziell eröffnet worden. Darin sitzen Vertreter der Ukraine, Russlands, der Türkei und der Vereinten Nationen an einem Tisch. Jede Partei stelle fünf Abgesandte bereit, sagte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar. Derzeit liefen die Vorbereitungen, damit erste Schiffe mit Getreide das Schwarze Meer verlassen könnten. Sie sollen bei Ein- und Ausfahrt kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass sie keine Waffen geladen haben. Die Ukraine war vor dem russischen Angriff einer der wichtigsten Getreideexporteure der Welt.

Bundestag reduziert ab sofort die Beleuchtung

Um Energie zu sparen, wird der Bundestag ab sofort weniger beleuchtet. Laut der Parlamentsverwaltung soll die Kuppelbeleuchtung im Reichstag ab Mitternacht ausgeschaltet werden. Dort, wo die Straßenlichter ausreichten, würden auch die Nord- und Südfassade nicht mehr angestrahlt. Außerdem soll die Beleuchtung der Flure, Treppenhäuser und des Plenarsaals reduziert werden.

Bundesregierung wirft Russland beim Gas Machtspiel vor

Die Bundesregierung hat Russland wegen der Drosselung der Gaslieferungen über die Ostseepipeline Nord Stream 1 ein Machtspiel vorgeworfen. „Wir sehen dafür wie schon zuvor keine technischen Ursachen“, sagte eine Regierungssprecherin. „Was wir hier sehen, ist tatsächlich ein Machtspiel, und davon lassen wir uns nicht beeindrucken.

Eine gewartete Turbine sei bereit, an den russischen Energiekonzern Gazprom übergeben zu werden, damit sie eingesetzt werden könne. Die Sprecherin machte klar, Deutschland könne sich nicht mehr auf Russland als Gaslieferant verlassen. Die Bundesregierung habe viele Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Energieinfrastruktur zu diversifizieren und den Verbrauch zu reduzieren. „Wir arbeiten kontinuierlich an weiteren Maßnahmen.

Ukrainische Häfen transportieren wieder Getreide

Die für die Getreideausfuhr bestimmten Häfen in der Ukraine haben offenbar ihre Arbeit aufgenommen. Das hat ein Vertreter der ukrainischen Marine laut der Nachrichtenagentur AFP mitgeteilt. Neben dem Hafen von Odessa seien zwei weitere wieder in Betrieb, auch wenn für die Sicherheit der Konvois noch Einiges zu tun bleibe, heißt es weiter. Dafür hat in Istanbul ein neues Kontrollzentrum seine Arbeit aufgenommen. Vertreter aus Russland, der Ukraine, der Türkei und der UN sollen den Transport des Getreides über das Schwarze Meer überwachen.

Betreiber: Gasspeicher zu 90 Prozent befüllbar

Die deutschen Betreiber von Erdgasspeichern gehen davon aus, dass weiter Gas eingespeichert werden kann – obwohl Russland seine Liefermengen noch einmal reduziert hat. Bei hohen LNG-, also Flüssiggasimporten könnten Speicher sehr wahrscheinlich zu mehr als 90 Prozent befüllt werden, teilte der Branchenverband Initiative Energien Speichern der Deutschen Presse-Agentur mit. Sollte der Gastransport durch die Pipeline Nord Stream 1 aber weiter, also unter die aktuellen 20 Prozent, fallen, müsse die Lage neu bewertet werden.

Gasspeicher in Deutschland Betreiber halten 90 Prozent Füllstand für machbar

Die Erdgasspeicher-Betreiber schätzen, dass bis zum Winter ein Füllstand von 90 Prozent erreicht werden kann - wenn der Zufluss über Nord Stream 1 nicht komplett wegfällt. Die Pol…  mehr...

Russland: Getreideabkommen mit Ukraine könnte scheitern

Russland fordert die umgehende Beseitigung von Hindernissen für seine Agrarexporte und droht anderenfalls mit dem Scheitern des erst kürzlich mit der Ukraine vereinbarten Abkommens über Getreideausfuhren über deren Schwarzmeerhäfen. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Vize-Außenminister Andrei Rudenko. Die Getreidelieferungen aus der Ukraine würden bald beginnen, sagt Rudenko demnach. Er hoffe, dass das Abkommen halten werde.

Russia Today scheitert mit Klage wegen Sendeverbot

Das staatlich kontrollierte Medienunternehmen Russia Today (RT) scheitert mit seiner Klage vor einem EU-Gericht gegen ein von der EU verhängtes Sendeverbot. Das zweithöchste Gericht der Europäischen Union weist den Antrag von RT Frankreich auf Aufhebung des im März verhängten Verbots zurück. Die EU hatte dieses mit systematischer Desinformation über das russische Vorgehen in der Ukraine begründet. Das russische Präsidialamt bezeichnet die Gerichtsentscheidung als „extrem negativ“ und kündigt ähnliche Maßnahmen gegen westliche Medien an. Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow sagt vor der Presse, Russia Today könne in Europa nicht arbeiten. Er hoffe aber, es würden Schlupflöcher gefunden, um den Sendebetrieb fortzusetzen.

Bundesnetzagentur sieht erste Einsparerfolge bei Gasverbrauch

Die deutschen Haushalte und die Industrie haben in den letzten Wochen rund sechs Prozent weniger Gas verbraucht. Das hat der Präsident der Bundesnetzagentur Klaus Müller gesagt. Dieser Einsparerfolg liege aber auch am Wetter. Der russische Gaskonzern liefert seit dem Morgen deutlich weniger Gas nach Deutschland. Müller sagte im Deutschlandfunk, es seien die angekündigten 20 Prozent der maximalen Leistung.

Es kommt noch einmal weniger Erdgas in 🇩🇪 an. Es werde aber immerhin schon weniger Gas verbraucht als in vergangenen Jahren, sagt @Klaus_Mueller , Präsident @bnetza im Interview mit mir im @DLF Spoiler: Reicht aber noch nicht für den Winter, sagt er. https://t.co/bgWQcuZmMd

Cherson: Ukraine attackiert strategisch wichtige Brücke

Die ukrainische Armee hat in der von Russen besetzten Stadt Cherson im Süden des Landes eine strategisch wichtige Brücke bombardiert. Sie ist russischen Angaben zufolge nicht mehr passierbar. Der stellvertretende Leiter der von Russland eingesetzten Regionalverwaltung in Cherson, Kirill Stremussow, bestätigte den Angriff. Die russische Armee hatte die Antoniwka-Brücke über den Fluss Dnipro als wichtige Nachschubroute nach Cherson genutzt.

Krieg in der Ukraine Wie Cherson den Kriegsverlauf beeinflusst

Der Kampf um Cherson ist für die Ukraine eine Entscheidungsschlacht: Bis September soll das Gebiet wieder unter Regierungskontrolle sein. Doch auch Russland hat dort Pläne für den…  mehr...

Selenskyj im Vogue-Interview: Ehefrau Vorbild für ukrainische Frauen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist stolz auf den Umgang seiner Frau Olena Selenska mit dem russischen Angriffskrieg. „Ich glaube, dass sie eine sehr wichtige Rolle für die Ukraine, für unsere Familien und für unsere Frauen spielt“, sagte Selenskyj der Vogue. Seine Frau sei ein Vorbild für Frauen und Kinder, die noch in der Ukraine seien. „Erst einmal hat sie eine starke Persönlichkeit. Und wahrscheinlich ist sie stärker, als sie dachte. Und dieser Krieg – nun ja, jeder Krieg bringt wahrscheinlich Qualitäten zum Vorschein, die man nie von sich erwartet hätte.“

Aus Sicherheitsgründen hat Selenskyj nach Angaben der Vogue seine zwei Kinder seit Kriegsbeginn nicht mehr gesehen.

Olena Selenska ist auf dem neuen digitalen VOGUE-Cover zu sehen... #voguegermany #olenazelenska #ukrainekrieg https://t.co/7owwMnZfKZ

Ukraine lädt Steinmeier erneut nach Kiew ein

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erneut zu einem Besuch eingeladen. Das sagt der scheidende ukrainische Botschafter Andrij Melnyk der Zeit. „Wir warten noch auf seinen Besuch in Kiew.“ Melnyk kündigt an, Deutschland in zwei, drei Wochen zu verlassen. Der Botschafter ist für teils scharfe Äußerungen bekannt. So bezeichnete er Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) einmal als „beleidigte Leberwurst“.

Türkei: Wohl diese Woche Start ukrainischer Getreide-Exporte

Noch diese Woche wird nach Angaben eines türkischen Regierungsvertreters aller Voraussicht nach das erste Schiff beladen mit ukrainischem Getreide in See stechen. Für den ersten Export von Getreide seit Beginn des Ukraine-Krieges über den Seeweg sei ein sicherer Korridor durch das Schwarze Meer vorgesehen, der nicht vermint sei. Die Ukraine und Russland hatten vergangenen Freitag unter Vermittlung der Türkei und der UN eine Vertrag unterzeichnet, nach dem die Blockade der Transporte aufgehoben werden soll. Mit den Ausfuhren soll der weltweite Anstieg der Lebensmittelpreise gedämpft werden.

Russland drosselt Gaslieferungen auf 20 Prozent

Russland liefert seit heute früh weniger Gas über die Pipeline Nord Stream 1 nach Deutschland als ohnehin schon – und zwar nur noch 20 Prozent der möglichen Menge. Das hat der Netzbetreiber Gascade bestätigt. Als Grund nennt der russische Staatskonzern Gazprom, dass eine weitere Turbine an der Pipeline gewartet werden müsse. Die Bundesregierung hält das für eine Ausrede und sagt, Russland setze Gas als politische Waffe ein, um Lockerungen der westlichen Sanktionen zu erzwingen.

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Großbritannien: Russische Söldner wohl im Donbass vorgerückt

Die russische Söldner-Gruppe Wagner hat nach Informationen des britischen Geheimdienstes wahrscheinlich taktische Geländegewinne im Donbass erzielt. Die Söldner seien in der Umgebung des Kraftwerkes Wuhlehirska und beim dort in der Nähe liegenden Dorf Nowoluhanske vorgerückt, teilt das britische Verteidigungsministerium auf Twitter mit. Es zitiert aus dem aktuellen Bericht des militärischen Geheimdienstes. Danach haben sich einige ukrainische Truppen in der Gegend vermutlich zurückgezogen.

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Mercedes will Gasverbrauch um bis zu 50 Prozent drücken

Wegen der vom Ukraine-Krieg ausgelösten Energiekrise bereitet sich Mercedes-Benz darauf vor, seinen Erdgasverbrauch in Deutschland um bis zu 50 Prozent zu senken. Der Autobauer wolle den Ausfall mit sogenanntem grünen Strom aus erneuerbaren Energiequellen ersetzen, kündigte Konzernchef Ola Källenius bei einer Konferenz zu den Geschäftszahlen des ersten Halbjahres an.

Selenskyj ernennt Abgeordneten Kostin zu Generalstaatsanwalt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nominiert den Abgeordneten Andrij Kostin als nächsten Generalstaatsanwalt. Er reichte beim Parlament einen formellen Antrag ein, die Ernennung zu bestätigen. Kostin gehört Selenskyjs Partei Diener des Volkes an und soll Iryna Wenediktowa ersetzen. Ihr hatte Selenskyj vorgeworfen, zu wenig gegen russische Spionage getan zu haben und sie suspendiert.

Russen melden Eroberung des größten Kohlekraftwerks der Ukraine

Im ostukrainischen Gebiet Donezk haben die russischen Truppen nach eigenen Angaben bei Switlodarsk das größte Kohlekraftwerk der Ukraine unter ihre Kontrolle gebracht. Am Dienstag meldeten Medien der Donezker Separatisten bereits die Eroberung. Bilder sollten die Präsenz russischer Söldner der sogenannten Wagner-Gruppe vor dem Verwaltungsgebäude belegen. Anderen Berichten nach dauerten jedoch die seit Ende Mai währenden Kämpfe um das Kraftwerksgelände weiter an. Unabhängig sind die Angaben nicht zu überprüfen.

🇬🇧 ENGLISH VERSION | АНГЛІЙСЬКА ВЕРСІЯ The operational update regarding the #russian_invasion on 18.00, on July 26,...Posted by Генеральний штаб ЗСУ / General Staff of the Armed Forces of Ukraine on Tuesday, July 26, 2022

Verletzte ukrainische Soldaten in der Westpfalz

Im US-Militärkrankenhaus im rheinland-pfälzischen Landstuhl werden offenbar bald verletzte Soldaten aus der Ukraine behandelt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf einen Insider beruft.

Demnach hat das US-Verteidigungsministerium im vergangenen Monat zugestimmt, ukrainische Soldaten in Landstuhl zu behandeln. Bislang seien dort aber noch keine Verletzten versorgt worden. Die USA würden auch keine verwundeten Soldaten aus dem Kriegsgebiet herausholen – schreibt Reuters. Das US-Militärkrankenhaus in Landstuhl ist das größte außerhalb des amerikanischen Kontinents.

DIW-Chef warnt vor harter Rezession

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, erwartet bei einer Verschärfung der Energiekrise eine Rezession bis weit in das kommende Jahr. „Wenn die Energiepreise weiter ansteigen und kein russisches Gas mehr fließt, dann müssen wir mit einer tiefen und länger anhaltenden Rezession für das gesamte Jahr 2023 rechnen“, sagt Fratzscher der Zeitung Augsburger Allgemeinen. Sollte Deutschland ohne zu große Energie-Knappheit durch den Winter kommen, könnte es bei einer milden Rezession über zwei Quartalen bleiben.

Getreide-Kontrollzentrum nimmt Arbeit auf

Im Konflikt über die Blockade ukrainischer Häfen soll heute in Istanbul ein neues Kontrollzentrum für Getreide seine Arbeit offiziell aufnehmen. Ziel ist es, wieder Getreide-Exporte aus der Ukraine zu ermöglichen. In dem Zentrum sollen Vertreter aus Russland, der Ukraine, der Türkei und der UNO arbeiten. Sie sollen für die Sicherheit der Schiffe sorgen, die Getreide über das Schwarze Meer transportieren. Außerdem sollen sie die Schiffe kontrollieren. Russland befürchtet, dass die Ukraine sonst versuchen könnte, an Bord Waffen ins Land zu bringen.

Selenskyj fordert weitere Sanktionen für Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vom Westen erneut gefordert, auf die bevorstehende Drosselung der russischen Gaslieferungen mit Sanktionen gegen Moskau zu reagieren. Selenskyj sprach von einem russischen „Preisterror“. So habe Moskau mit seiner Ankündigung, die Lieferungen über Nord Stream 1 weiter zurückzufahren, bewusst den Anstieg der Gaspreise auf umgerechnet gut 2000 Euro für 1000 Kubikmeter an der Börse provoziert. 

Russland soll keine Kampfdrohnen aus dem Iran gekauft haben

Dafür gibt es laut der USA keine Anhaltspunkte. "Wir haben keine Anzeichen für eine Lieferung oder einen Kauf iranischer Drohnen durch das russische Verteidigungsministerium gesehen", sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby. Die USA hatten zuletzt erklärt, dass sie davon ausgingen, dass Russland iranische Kampfdrohnen erwerben wolle. 

Präsidentenberater zu deutschen Waffen: „Russen werden eine heiße Antwort bekommen“

Der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros, Andrij Jermak, hat auf Twitter das Eintreffen weiterer schwerer Waffen aus Deutschland bestätigt.

„Wir garantieren, dass die Russen eine heiße Antwort auf ihre Aggression und Politik des Terrors und der Erpressung bekommen werden“, schrieb er auf Deutsch dazu.

🇺🇦🇩🇪 Mars II MLRS have already been handed over to Ukraine by our German allies. Wir garantieren, dass die Russen eine heiße Antwort auf ihre Aggression und Politik des Terrors und der Erpressung bekommen werden🔥 https://t.co/rLB75D01bd

Macron beklagt „Scheinheiligkeit“ in Afrika mit Blick auf Ukraine-Krieg

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am Dienstag eine „Scheinheiligkeit“ in Afrika bezüglich des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine beklagt. „Vor allem auf dem afrikanischen Kontinent“ werde die „einseitige Aggression“ der Ukraine durch Russland nicht beim Namen genannt, sagte Macron bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem kamerunischen Kollegen Paul Biya in Jaunde.

Das Verhalten der Afrikaner führte Macron auf „diplomatischen Druck“ zurück. Da lasse er sich „nicht hinters Licht führen“.

BW: Kretschmann stimmt auf harte Sparmaßnahmen ein

Die Versorgungslage in Baden-Württemberg wird durch die jetzige Drosselung des Gasflusses durch die Pipeline Nord Stream 1 im Herbst und Winter voraussichtlich deutlich schwieriger. „Die Lage ist jetzt wieder prekärer“, sagte Regierungschef Winfried Kretschmann am Dienstag in Stuttgart. Der „Schuss Zuversicht“, den man beim Gasgipfel am Montag noch ausgestrahlt habe, sei verfrüht gewesen.

Baden-Württemberg

Nach Drosselung der Gaslieferung Gasmangel: Kretschmann sieht Baden-Württemberg vor schwieriger Lage

Nachdem Russland die Gaslieferungen erneut gekürzt hat, stimmt Ministerpräsident Kretschmann auf harte Sparmaßnahmen ein. Nur so könne eine Krise im Winter abgefedert werden.  mehr...

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