STAND

Russland versucht weiter, die Ukraine einzunehmen: Während die Welt den Einmarsch verurteilt, zerstören russische Truppen Städte und Infrastruktur. Alle Infos dazu.

Ukraine unternimmt neuen Anlauf, um Kämpfer in Mariupol zu retten

Mit internationaler Unterstützung setzt die ukrainische Führung ihre Bemühungen um Rettung der Soldaten im belagerten Stahlwerk Azovstal in der Hafenstadt Mariupol fort. Kiew habe den UN und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz das Mandat zu den Gesprächen mit der russischen Seite erteilt, die Türkei sei inzwischen als Vermittler dabei, sagte Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk nach Angaben der Ukrajinska Prawda.

Kommandeur in Asow-Stahlwerk "Die westlichen Länder helfen ungemein"

Für den im Asowstal-Werk eingeschlossenen Kommandeur Samojlenko ist Aufgeben keine Option. In den tagesthemen wertschätzte er die Hilfe der westlichen Länder und sprach von einem …  mehr...

Ukrainisches Crowdfunding-Projekt bringt Millionen ein

Ein von der ukrainischen Führung ins Leben gerufenes Crowdfunding-Projekt zur Unterstützung des Landes hat innerhalb einer Woche bereits Millionen eingebracht. Wie Digitalminister Mychajlo Fjodorow in der Nacht zum Freitag mitteilte, seien Spenden im Umfang von 25,8 Millionen Dollar (24,4 Mio Euro) aus aller Welt über die Website United24 eingegangen. „Die Unterstützung kam aus 72 Länder der Welt.“ Das Geld aus der Spendenplattform werde nun unter den Ministerien aufgeteilt, um die aktuell notwendigsten Projekte zu finanzieren.

Selenskyj noch bereit zu Gesprächen mit Putin

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist immer noch zu Gesprächen mit Russlands Präsident Wladimir Putin bereit. Er sagte dem italienischen Fernsehsender Rai, man müsse sich einig werden. Dabei dürfe es kein Ultimatum als Bedingung für ein Gespräch geben. Man müsse auch an die Zukunft Russlands denken, sagte Selenskyj. Es werde andere Präsidenten geben und andere Generationen - die Ukraine bleibe aber Russlands Nachbar.

Das ist am Abend in der Ukraine passiert

Krieg gegen die Ukraine ++ Mehr als sechs Millionen Menschen geflohen ++

Laut UNHCR sind aus der Ukraine mittlerweile mehr als sechs Millionen Menschen geflohen. Im Gebiet Donezk sind nach ukrainischen Angaben mindestens fünf Zivilisten getötet worden.…  mehr...

Ukrainekrieg hat verheerende Folgen für Kinder, warnt Unicef

Das Kinderhilfswerk Unicef hat vor den verheerenden Folgen des Ukrainekriegs auf Kinder gewarnt. Wie alle Kriege sei der in der Ukraine vor allem eine Krise der Kinderrechte, sagte Vize-Exekutivdirektor Omar Abdi vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Allein im vergangen Monat hätten die Vereinten Nationen offiziell hundert getötete Kinder registriert. Vermutlich seien es aber weit mehr. Millionen Kinder durchlebten mit ihren Eltern die Hölle. Es müsse alles getan werden, um die Rechte der Jungen und Mädchen dort wiederherzustellen, forderte Abdi.

Russische Truppen setzen Angriffe fort

In der Ukraine gehen die Kämpfe im ganzen Land weiter. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs haben die russischen Truppen ihre Angriffe vor allem im Osten des Landes verstärkt und dort Gelände dazu gewonnen. Auch in Saporischschja, im Landesinneren, liegen ukrainische Einheiten den Angaben zufolge unter Beschuss. Viele Menschen waren dorthin geflohen. Unverändert dramatisch ist die Lage offenbar im Stahlwerk von Mariupol. Dort sollen sich noch hunderte Soldaten aufhalten - viele von ihnen verwundet.

Traurige Bilder aus Mariupol Angeschossen, amputiert, halb verhungert: Fotos zeigen Eingeschlossene

Viele sitzen seit mehr als zwei Monaten in den Kellern des Stahlwerks von Mariupol. Jetzt hat ein Fotograf Bilder aus dem Innern geschickt.  mehr...

EU will 20 Mio. Tonnen Getreide aus der Ukraine holen

Die EU will der Ukraine dabei helfen, einen Teil ihrer Weizenernte zu exportieren. Innerhalb von weniger als drei Monaten sollten so 20 Millionen Tonnen Getreide aus der Ukraine gebracht werden, teilte die EU-Verkehrskommissarin Adina Vălean mit. Mitgliedsstaaten sollten prüfen, welche Kapazitäten ihre Lager hätten. Außerdem müssten sie zusammen mit Firmen ausreichend Personal für das Projekt zur Verfügung stellen und an ihren Fracht-Terminals dem ukrainischen Weizen Vorrang einräumen, forderte die Politikerin.

Darüber hinaus solle geprüft werden, ob Spediteure von Behörden Schadenersatz verlangen können, falls ihre Transport-Fahrzeuge beim Einsatz in der Ukraine beschädigt oder zerstört werden. Der Transport per Zug sei eine Herausforderung, da die Gleisbreite in der Ukraine anders sei als in Europa. Der Weizen müsse an der Grenze umgeladen werden, das gehe aber an vielen Orten nicht. Die Ukraine gilt neben Russland als einer der wichtigsten Getreidelieferanten weltweit.

Finnland in der Nato? Russland droht mit „militärtechnischer Reaktion“

Russland droht für den Fall eines Nato-Beitritts seines Nachbarlands Finnland mit einer „militärtechnischen Reaktion“. Zur Begründung teilte das Außenministerium in Moskau mit, ein solcher Beitritt wäre eine wachsende Bedrohung für die nationale Sicherheit Russlands. „Alles wird davon abhängen, wie dieser Prozess vonstatten geht, wie weit die militärische Infrastruktur an unsere Grenzen heranrücken wird“, hat ein Kreml-Sprecher gesagt.

Nato-Generalsekretär begrüßt Finnlands Wunsch nach Beitritt zum Militärbündnis

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat den von der finnischen Führung geäußerten Wunsch zur Aufnahme in das Militärbündnis begrüßt. „Der Beitrittsprozess würde reibungslos und zügig verlaufen“, erklärte Stoltenberg am Donnerstag. Finnlands Präsident Sauli Niinistö und Regierungschefin Sanna Marin hatten sich am Donnerstag für einen „unverzüglichen“ Antrag zur Aufnahme ihres Landes in die Nato ausgesprochen.

Kreml: Nato-Beitritt Finnlands wäre „eindeutige“ Bedrohung für Russland

Ein Nato-Beitritt Finnlands wäre nach Einschätzung der Führung in Moskau „eindeutig“ eine Bedrohung für Russland. Wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag erklärte, würde eine Ausweitung des Militärbündnisses und eine Nato-Annäherung an die russischen Grenzen „die Welt und unseren Kontinent nicht stabiler und sicherer machen“.

#Finnland will am Sonntag seinen Beitritt zum Militärbündnis #NATO beantragen. Aus dem Kreml hieß es, Finnlands NATO-Beitritt wäre eine Bedrohung für Russland.

UN: Rund Tausend Leichen allein in Region Kiew geborgen

In der Region der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Angaben des UN-Menschenrechtsrates bislang rund tausend Leichen geborgen worden. Viele der überprüften Menschenrechtsverletzungen könnten als Kriegsverbrechen eingestuft werden. Das Ausmaß ungesetzlicher Tötungen, einschließlich der Indizien für Hinrichtungen in Gebieten nördlich von Kiew, sei schockierend, sagt Michelle Bachelet, die Vorsitzende des in Genf ansässigen Menschenrechtsrates der Vereinzen Nationen.

Ex-Brigadegeneral der Bundeswehr: Russische Armee nicht unterschätzen

Der ehemalige militärpolitische Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Brigadegeneral a. D. Erich Vad, hat vor einer Unterschätzung der russischen Streitkräfte in der Ukraine gewarnt. Es seien die Russen, die derzeit bestimmten, wo mit welchen Kräften zugeschlagen werde, sagte Vad der konservativen schweizerischen Wochenzeitung Weltwoche.

Sie gehen im Donbass, auf einer zirka 500 Kilometer breiten Front, langsam vor, mit 100.000 Mann.

Für die Ukrainer sei es nun wichtig, nicht auf den entscheidenden Gegenschlag mit konventionellen, insbesondere schwer gepanzerten Kräften zu setzen. Eine Befreiung des Donbass sei militärisch unmöglich. „Dafür sind die Russen zu stark, sie haben am Boden und in der Luft die militärische Dominanz. Die Chance der Ukrainer besteht darin, den Konflikt in die Länge zu ziehen, die Kosten für die Russen hochzutreiben und sie abzunutzen. Am Ende kann das zum Sieg führen.“

Ukrainischer Außenminister: „Bundesrepublik spielt erste Geige in Europa“

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat eine positive Entwicklung Deutschlands hinsichtlich der Frage der Waffenlieferungen an die Ukraine ausgemacht - und die „Vorreiterrolle“ der Bundesregierung bei den Sanktionen gegen Russland hervorgehoben.

„Wir sehen, dass die Bundesrepublik momentan die Vorreiterrolle übernommen hat und die erste Geige in Europa spielt“, sagte Kuleba am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin. Er würde die „negativen Momente nicht überbewerten“ wollen.

Ukraine meldet weitere russische Luftangriffe auf Azovstal-Werk

Russische Truppen haben nach Angaben des ukrainischen Militärs ihre Luftangriffe auf das Azovstal-Werk in Mariupol heute fortgesetzt. Auch der Angriffsdruck auf Orte im Osten der Ukraine halte an.

Derweil sind Bilder aus dem belagerten Stahlwerk von Mariupol gekommen. Sie zeigen Verwundete im Lazarett der Stellung:

Traurige Bilder aus Mariupol Angeschossen, amputiert, halb verhungert: Fotos zeigen Eingeschlossene

Viele sitzen seit mehr als zwei Monaten in den Kellern des Stahlwerks von Mariupol. Jetzt hat ein Fotograf Bilder aus dem Innern geschickt.  mehr...

„Historischer Tag“: Baltenstaaten begrüßen Finnlands Nato-Standpunkt

Die baltischen Staaten Litauen und Estland begrüßen, dass sich die politische Führung Finnlands für einen raschen Nato-Beitritt ausspricht. „Der Beitritt Finnlands würde sowohl das Bündnis als auch die Sicherheit der baltischen Staaten erheblich stärken“, schrieb die litauische Ministerpräsidentin Ingrida Simonyte am Donnerstag auf Twitter. „Ich freue mich über diesen großen historischen Tag!“

I welcome the position expressed by @MarinSanna and @niinisto on #Findland’s #NATO membership. Finland’s accession would strengthen both the Alliance and the security of the Baltic states considerably. I am glad about this great historic day! https://t.co/DnYxXcJCKS

„Geschichte wird geschrieben von unseren nördlichen Nachbarn“, twitterte die estnische Regierungschefin Kaja Kallas. Finnland könne auf die volle Unterstützung Estlands zählen:

History being made by our northern neighbours. Today's announcement by @MarinSanna & @niinisto paves the way for #Finland joining #NATO. You can count on our full support. We support a rapid accession process. From our side will make necessary steps quickly. #StrongerTogether https://t.co/qdat42g3Y3

Finnische Staatsführung für „unverzüglichen“ NATO-Beitritt

Finnlands Präsident Sauli Niinistö und Regierungschefin Sanna Marin haben sich für einen sofortigen Antrag zur Aufnahme ihres Landes in die NATO ausgesprochen. In einer am Morgen veröffentlichten gemeinsamen Erklärung forderten die beiden Politiker, dass Finnland die Aufnahme in die westliche Militärallianz „unverzüglich“ beantragen solle.

Sie kündigten eine endgültige Entscheidung für Sonntag an. Finnland ist seit Jahrzehnten gegenüber der NATO neutral. Seit dem Einmarsch des Nachbarlandes Russland in die Ukraine hat sich jedoch die öffentliche Meinung deutlich gewandelt.

Bundeswehr fliegt kriegsverletzte Ukrainer nach Deutschland

Die Bundeswehr ist zu einem neuen Evakuierungsflug für den Transport kriegsverletzter Ukrainer aus Polen nach Deutschland unterwegs. Das Spezialflugzeug A310 MedEvac der Luftwaffe startete am Morgen in Köln. Nach Abholung der Verletzten in Polen sollte die Maschine später in Frankfurt am Main landen.

Guten Morgen aus Köln. Wir bereiten gerade unseren A310 MedEvac ✈️vor, um ukrainische Verletzte abzuholen und zur weiteren Behandlung nach Deutschland zu fliegen. @BBK_Bund @SanDstBw @EATC_ @UKRinDEU https://t.co/NEZeyyBpXE

Staatssekretär: Keine schnelle Unabhängigkeit von russischem Gas

Eine schnelle Unabhängigkeit Deutschlands von russischem Gas hält der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Oliver Krischer (Grüne), für unwahrscheinlich. „Bei Öl und Kohle sind wir schon weit, beim Gas wird es noch eine ganze Weile dauern, weil da die Abhängigkeit am größten ist“, sagte Krischer dem Radiosender Bayern2 am Donnerstagmorgen.

EU und Japan wollen bei Russland-Sanktionen enger kooperieren

Die EU und Japan wollen bei den Sanktionen gegen Russland insbesondere im Energiebereich enger zusammenarbeiten. Ministerpräsidenten Fumio Kishida zufolge soll die Kooperation mit der EU unter anderem im Energiebereich verstärkt werden. Japan hat sich den Sanktionen der G7 und der EU gegen den russischen Energiesektor angeschlossen, obwohl es von Öl- und Gasimporten auch aus Russland abhängig ist.

Ukraine schlägt Tauschgeschäft vor

Die ukrainische Führung schlägt dem russischen Militär ein Tauschgeschäft für die im Stahlwerk Azovstal in Mariupol verschanzten letzten Verteidiger der Hafenstadt vor. „Als ersten Schritt haben wir den Russen folgenden Tausch angeboten: Wir transportieren unsere schwerverwundeten Jungs in einem humanitären Korridor aus Azovstal ab“, sagte Vize-Regierungschefin Wereschtschuk nach Angaben der Ukrajinska Prawda. Gleichzeitig lasse das ukrainische Militär russische Kriegsgefangene „nach Standardregeln für deren Austausch“ frei. Die Verhandlungen dazu dauerten noch an. Vorgestern waren erste verwundeter Verteidiger von Azovstal veröffentlicht worden:

Have you seen the living hell? It's the conditions in which our wounded and crippled defenders of Mariupol are surviving in #Azovstal now. Trapped, but unbowed, the fighters are struggling to defend Ukraine. @UN and @ICRC please give a helping hand to the bravest people of 🇺🇦 https://t.co/yYaPU0023G

Schwere Kämpfe im Süden und Südosten

Zugleich haben sich russische und ukrainische Truppen in der Region zwischen Cherson und Mykolajiw im Süden der Ukraine erneut erbitterte Gefechte geliefert. Dabei gaben die Verteidiger den russischen Angreifern „keine Gelegenheit zum Vordringen“, wie die ukrainische Militärführung mitteilte. Im Verlauf der Kämpfe seien mindestens 23 russische Soldaten getötet und zwei Panzer zerstört worden, ebenso wie ein Munitionslager, zitierte die Agentur Unian aus der Mitteilung. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht derweil deutliche Fortschritte bei den Bemühungen um internationale Sicherheitsgarantien für sein Land. Damit könnte die von Moskau geforderte politische Neutralität der Ukraine in einer Nachkriegszeit abgesichert werden.

Wird Finnland Nato-Mitglied?

Außenministerin Annalena Baerbock berät von heute Abend an in Wangels an der Ostsee mit ihren Kollegen aus der G7-Gruppe der führenden demokratischen Industrienationen über die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs.

In Helsinki will der finnische Präsident Sauli Niinistö seine Position zu einer möglichen Nato-Mitgliedschaft seines Landes verkünden. Die Bekanntgabe gilt als wegweisend dafür, ob sich Finnland im Zuge des russischen Angriffskriegs dazu entschließt, die Aufnahme in das Militärbündnis zu beantragen. Auch Schweden denkt über einen Nato-Beitritt nach.

NATO-Mitgliedschaftspläne Finnlands Zug in Richtung Brüssel

Finnlands Regierung will sich heute zu den NATO-Beitrittsplänen des Landes äußern. Im Hauptquartier in Brüssel versichert man: Das Bündnis wäre bereit - und hat auch schon Pläne f…  mehr...

Ukraine kündigt ersten Kriegsverbrecherprozess an

Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft hat am Mittwoch den ersten Prozess wegen Kriegsverbrechen gegen einen russischen Soldaten angekündigt. Laut einer Mitteilung wird ein 21-jähriger Russe beschuldigt, aus dem Fenster eines gestohlenen Autos heraus einen Zivilisten getötet zu haben, der Zeuge des Diebstahls war.

Russischer Angriffskrieg Ukraine kündigt ersten Kriegsverbrecher-Prozess an

Die Ukraine hat einen ersten Kriegsverbrecherprozess gegen einen russischen Soldaten angekündigt. Für die Soldaten im belagerten Asowstal-Werk gibt es laut Ukraine derweil nur wen…  mehr...

Habeck: Deutschland könnte schon diesen Winter Gasboykott überstehen

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hält es für möglich, dass Deutschland schon im kommenden Winter einen russischen Gasboykott verkraften könnte. „Wenn wir zum Jahreswechsel volle Speicher haben, wenn zwei der vier von uns angemieteten schwimmenden LNG-Tanker schon am Netz angeschlossen sind und wenn wir deutlich an Energie sparen, können wir im Fall eines Abrisses der russischen Gaslieferungen einigermaßen über den Winter kommen“, sagt Habeck der Wirtschaftswoche.

Weniger Verbrauch sei das A und O. Wenn Industrie und Privatleute zehn Prozent des Verbrauchs einsparten, „dann sind das die entscheidenden Prozente, um nicht in eine Notlage zu geraten. Da sollten alle mitmachen.“ Mehr Effizienz sei ein wesentlicher Hebel gegen Putin.

Nach Transit-Stopp in der Ukraine Wie sicher die Gasversorgung noch ist

Die Ukraine hat den Gastransit aus Russland nach Westen teilweise gestoppt. Was sind die Folgen? Drohen nun Engpässe in Deutschland und anderswo in Europa? Und um welche Mengen ge…  mehr...

Human Rights Watch: Streumunition eingesetzt

Sowohl Russland als auch die Ukraine haben nach einem Bericht von Human Rights Watch im Krieg geächtete Streumunition eingesetzt. Die russischen Soldaten sollen demnach für hunderte tote Zivilisten verantwortlich sein. Ihre Streumunition habe Gebäude wie Schulen und Krankenhäuser beschädigt, erklärte die Menschenrechtsorganisation in Genf. Die ukrainische Armee habe solche Munition mindestens einmal eingesetzt. Seit 2010 ist Streumunition international verboten.

Russland verhängt Sanktionen gegen Energiefirmen

Russland hat gegen Gazprom Germania und andere ehemalige Tochterunternehmen seines staatlichen Gaskonzerns Sanktionen verhängt. Mit mehr als 30 aufgelisteten Firmen in der EU, den USA und Singapur dürfen demnach von russischer Seite keine Geschäfte mehr gemacht werden. Damit ist der Export von Produkten oder Rohstoffen an sie verboten.

Scholz und Selenskyj haben telefoniert

Kanzler Olaf Scholz und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj haben miteinander telefoniert. Laut Regierungssprecher Steffen Hebestreit ging es bei dem Gespräch um den aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine und die aktuelle Lage im Land. Selenskyj schrieb bei Twitter, er habe mit Scholz unter anderem über Hilfe bei der Verteidigung der Ukraine und über schärfere Sanktionen gegen Russland gesprochen. Beide wollen weiter in engem Kontakt bleiben, hieß es aus Berlin.

Held regular talks with 🇩🇪 Chancellor @Bundeskanzler. Talked about defensive aid, cooperation in the energy sector, increasing sanctions on the Russian aggressor. We appreciate the high level of dialogue with 🇩🇪 and support in our struggle!

Mariupol: Kiew schlägt Russland Tauschgeschäft vor

Die ukrainische Führung schlägt dem russischen Militär ein Tauschgeschäft für die im Stahlwerk Azovstal in Mariupol verschanzten letzten Verteidiger der Hafenstadt vor. „Als ersten Schritt haben wir den Russen folgenden Tausch angeboten: Wir transportieren unsere schwerverwundeten Jungs in einem humanitären Korridor aus Azovstal ab“, sagte Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk am Mittwochabend nach Angaben der Ukrajinska Prawda. Gleichzeitig lasse das ukrainische Militär russische Kriegsgefangene „nach Standardregeln für deren Austausch“ frei. Die Verhandlungen dazu dauerten noch an, noch seie keine Einigung erzielt worden.

Das ist am Abend in der Ukraine passiert

Krieg gegen die Ukraine ++ Ukraine kündigt Kriegsverbrecherprozess an ++

Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft will erstmals einen russischen Kriegsgefangenen wegen Kriegsverbrechen vor Gericht stellen. Kanzler Scholz hat mit Präsident Selenskyj üb…  mehr...

UNO will über Rettung ukrainischer Zivilisten verhandeln

Weil die Aussichten auf Frieden in der Ukraine derzeit gering seien, wollen die Vereinten Nationen vor allem darüber verhandeln, wie Zivilisten in Sicherheit gebracht werden können. Das hat UN-Generalsekretär António Guterres bei einem Besuch in Wien gesagt. Er gehe davon aus, dass es weitere Evakuierungen wie die aus der Hafenstadt Mariupol geben werde. Diese Aktionen würden aber nicht öffentlich gemacht, solange sie nicht abgeschlossen seien.

Ukraine: Russland setzt Angriffe im Osten des Landes fort

Im Osten der Ukraine setzen die russischen Truppen nach ukrainischen Beobachtungen ihren Angriff fort, um die volle Kontrolle über die Regionen Donetsk, Luhansk und Cherson zu bekommen. Das teilte der ukrainische Generalstab mit. Aus der Region Charkiw im Nordosten würden russische Truppen dagegen nach und nach zurückgedrängt, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner neuesten Videobotschaft. Darin bedankte er sich bei Deutschland und anderen Ländern dafür, dass ihre Botschaften wieder die Arbeit in der Hauptstadt Kiew aufgenommen hätten. Diese wichtige Geste beweise, dass Europa Vertrauen in die Zukunft der Ukraine habe, so Selenskyj.

Norwegen und die Niederlande springen als Gas-Lieferanten ein

Norwegen und die Niederlande liefern künftig mehr Gas nach Deutschland als bisher. Das solle ausgleichen, dass über eine abgestellte Pipeline in der Ukraine etwa ein Viertel weniger russisches Gas in Deutschland ankomme, teilte die Bundesnetzagentur mit. Der ukrainische Netzbetreiber hatte den Transit von russischem Gas durch die Pipeline am Morgen gestoppt. Als Grund nannte er Eingriffe der russischen Besatzer in der Region Luhansk.

Pussy-Riot-Mitglied Aljochina heimlich aus Russland ausgereist

Die Pussy-Riot-Aktivistin Maria Aljochina hat sich der Polizeiüberwachung in Russland entzogen und ist heimlich ins Ausland gereist. Sie habe sich als Mitarbeiterin eines Essenslieferdienstes verkleidet und ihr Handy in ihrer Wohnung in Moskau zurückgelassen, sagte die 33-Jährige in einem Interview mit der US-Zeitung New York Times. Sie habe die Grenze zu Belarus passiert und eine Woche später sei es ihr dann nach mehreren Versuchen gelungen, ins EU-Land Litauen einzureisen. „Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, denn es war ein unvorhersehbarer und großer 'Abschiedskuss' für die russischen Behörden“, sagte Aljochina der New York Times.

“Suena como una novela de espías”. Maria Alyokhina, líder de la banda Pussy Riot, decidió que era momento de salir de Rusia después de más de una década de activismo. Ella y su novia se disfrazaron de repartidoras de comida para escabullirse de la policía. https://t.co/yMaPFFmqEI

Tass: Pro-russische Behörden in Cherson wollen um Annexion bitten

Die pro-russischen Behörden im besetzten Cherson wollen einem Medienbericht zufolge um die Eingliederung der südukrainischen Region in Russland bitten. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Beamten der Verwaltung von Cherson. Russland hat im April erklärt, es habe die Region Cherson vollständig unter Kontrolle. Sie ist strategisch wichtig, weil sie eine Landverbindung zwischen der bereits 2014 annektierten Halbinsel Krim und den von Russland unterstützten Separatistengebieten im Donbass in der Ostukraine darstellt.

Lawrow: Russland hat genug andere Kunden für Energieträger

Russland hat nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow ausreichend andere Kunden, sollte der Westen die Einfuhr von Energieträgern einstellen. „Lass den Westen mehr bezahlen als er es an Russland getan hat, und lasst ihn dann seiner Bevölkerung erklären, warum sie ärmer wird“, sagt Lawrow bei einer Pressekonferenz.

Neues Jobportal für Ukrainerinnen und Ukrainer

Der Bundesverband der Freien Berufe e. V. (BFB) hat sein Jobportal für geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer gestartet. Der BFB bietet mit Unterstützung seiner Mitgliedsverbände aktuelle Stellen, Ausbildungs- und Praktikumsplätze an und informiert über freie Stellen in den Freien Berufen. Bereits über 600 Angebote in Deutschland haben Freiberuflerinnen und Freiberufler online gestellt. Vor Veröffentlichung werden alle Angebote individuell geprüft. Das Jobportal ist auch offen für Menschen aus Deutschland, die sich für eine Stelle, eine Ausbildung oder ein Praktikum interessieren.

Russland wirft USA Stellvertreterkrieg in Ukraine vor

Russland wirft den USA vor, einen Stellvertreterkrieg in der Ukraine zu führen. Der frühere Präsident Dmitri Medwedew verweist zur Begründung auf das vom US-Repräsentantenhaus beschlossene Hilfspaket für die Ukraine im Volumen von 40 Milliarden Dollar. Auf Telegram schrieb Medwedew, das Paket ziele darauf ab, die wirtschaftliche Entwicklung Russlands und seinen politischen Einfluss in der Welt zu mindern. Dies werde aber nicht funktionieren. Stattdessen werde die Inflation in den USA mit solchen Schritten angeheizt.

Ungarn hält Öl-Embargo gegen Russland weiter für inakzeptabel

Ungarn hält das von der EU-Kommission vorgeschlagene Öl-Embargo gegen Russland nach wie vor für inakzeptabel. Sollte die Europäische Union die Importe von russischem Öl stoppen, würde dies die ungarische Wirtschaft zerstören, sagt Außenminister Peter Szijjarto. Die EU-Kommission biete keine Lösungen an, um diesem Problem zu begegnen.

Topfavorit Ukraine qualifiziert sich für ESC-Finale

Der Topfavorit Ukraine hat beim Eurovision Song Contest (ESC) die erste Hürde genommen: Das Kalush Orchestra qualifizierte sich am Dienstagabend im ersten Halbfinale des ESC im italienischen Turin als eines von zehn Ländern für das Finale am Samstag.

Hier alle ESC-Highlights sehen! Eurovision Song Contest: Reaktionen auf den Sieg der Ukraine

Der 1. Platz beim Eurovision Song Contest in Turin geht an die Ukraine. Malik Harris wird für Deutschland Letzter. So reagieren Künstler und Politiker, wie Präsident Selenskyj.  mehr...

Gazprom bestätigt reduzierten Gastransit durch Ukraine

Der russische Energieriese Gazprom hat bestätigt, dass weniger Gas durch die Ukraine in Richtung Europa geleitet wird. „Gazprom liefert am 11. Mai russisches Gas im Umfang von 72 Millionen Kubikmetern für den Transit durch das Gebiet der Ukraine“, sagte Unternehmenssprecher Sergej Kuprijanow der Agentur Interfax zufolge. Am Vortag habe das Auftragsvolumen noch bei 95,8 Millionen Kubikmetern gelegen.

Wirtschaftsministerium zu Stopp von Gastransit: Versorgung gesichert

Deutschland drohen auch bei Einschränkungen des Transits von russischem Gas durch die Ukraine nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums derzeit keine Engpässe. „Die Versorgungssicherheit in Deutschland ist aktuell weiter gewährleistet“, sagte eine Sprecherin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Bundesnetzagentur werde in ihrem täglichen Lagebericht gegen Mittag eine Einschätzung abgeben.

Lagebericht der #Bundesnetzagentur, 10. Mai 2022: - #Versorgungssicherheit in 🇩🇪 derzeit gewährleistet. - Gaszuflüsse nach 🇩🇪 auf üblichem Niveau. - Füllstände z. T. deutlich höher als im Frühjahr 2015, 2017, 2018 sowie 2021. ▶️https://t.co/v3WS3IFmO4 @BMWK https://t.co/vzCxn11bHn

Die Ukraine hat am Morgen die Durchleitung von russischem Gas im Gebiet Luhansk gestoppt. Zur Begründung sagten örtliche Behörden, wegen der russischen Besatzung sei es unmöglich geworden, den Transit durch die Pipeline zu kontrollieren.

Großbritannien: Kämpfe um Schlangeninsel dauern an

Die Kämpfe zwischen ukrainischen und russischen Streitkräften um die Schlangeninsel im Schwarzen Meer dauern nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums an. Russland versuche wiederholt, seine Truppen auf der Insel zu verstärken. Wenn Russland seine Position auf der Insel mit strategischer Luftabwehr und Marschflugkörpern zur Küstenverteidigung festige, könnte es das nordwestliche Schwarze Meer beherrschen, twitterte das britische Verteidigungsministerium in einem Lagebericht.

Latest Defence Intelligence update on the situation in Ukraine - 11 May 2022 Find out more about the UK government's response: https://t.co/DjNroJk7jh 🇺🇦 #StandWithUkraine 🇺🇦 https://t.co/iFMlDEKM4T

STAND
AUTOR/IN
SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 22. Mai, 2:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

Dauer

Meistgelesen

  1. 75 Jahre Rheinland-Pfalz Festival-Feeling: So krass habt ihr in Mainz gefeiert!

    Es war der Wahnsinn: Albumpremiere für Milow, Geburtstagskonzert für Emily Roberts, Summervibes mit Álvaro Soler und Abrissparty mit Lost Frequencies. Hier alle Highlights!  mehr...

  2. Experte: Gefahr für Epidemie gering Affenpocken – was wir bisher wissen

    In Deutschland sind inzwischen drei Infektionen mit dem Affenpocken-Virus bestätigt. Der erste Fall wurde in München nachgewiesen, die zwei anderen in Berlin.  mehr...

  3. Liveblog zum Krieg in der Ukraine Asow-Kämpfer – Russland will Gefangenenaustausch prüfen

    Russland versucht weiter, die Ukraine einzunehmen: Während die Welt den Einmarsch verurteilt, zerstören russische Truppen Städte und Infrastruktur. Alle Infos dazu.  mehr...

  4. Ratgeber Fahrrad-Navis „Jetzt geradeaus fahren“ – direkt in den Abgrund?

    Fahrrad-Navis müssen viel mehr können als Auto-Navis. Da stellt sich die Frage, welche unterwegs wirklich am besten funktioniert. Wir geben Tipps und welche Klippen man besser umfährt.  mehr...

  5. SWR3 Tatort-Kritik Letzter Tatort mit Meret Becker: „Das Mädchen, das allein nach Haus' geht“

    Der letzte Tatort für Meret Becker: Sie spielt Nina Rubin im Berliner Team – zusammen mit Robert Karow. In ihrem letzten Fall bekommt sie es mit der russischen Mafia zu tun und das ist ziemlich spektakulär.  mehr...

  6. Heidelberg

    Sachschaden vermutlich mehrere Millionen Euro Brand und Rauchwolke in Heidelberg Bahnstadt – mehrere Explosionen

    Am Rande des Stadtteils Bahnstadt hat es einen Großbrand gegeben. Verletzt wurde offenbar niemand. Das Feuer ist wohl im Erdgeschoss ausgebrochen, wo auch eine Kita ist.  mehr...