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Lena Seiferlin (Foto: SWR3)

Sie nerven meistens, sind laut und überhaupt nicht gut für die Tierwelt: Laubbläser. Jetzt hat das Umweltministerium gesagt, dass sie besser nicht benutzt werden sollten.

Laubbläser nur im Notfall benutzen – das rät das Bundesumweltministerium. Die Augsburger Allgemeine zitierte aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen:

„In der Streuschicht am Boden leben zahlreiche Kleintiere, wie Würmer, Insekten, Spinnen oder auch Kleinsäuger, die durch das Entfernen des Laubes den Lebensraum und die Nahrungsgrundlage verlieren können.“

Insekten werden getötet, Vögel verlieren ihren Lebensraum

Wer einen Laubsauger einsetze, könne zudem davon ausgehen, dass Insekten im Laub getötet würden. Das hatte auch schon der BUND vor einigen Wochen angemahnt. Dies könne laut Umweltministerium auch Auswirkungen „auf Vögel haben, die in der Laubschicht nach Kleinsttieren als Nahrung suchen“.

Aufgewirbeltes Material könnte Hanta-Virus enthalten

Dazu kämen gesundheitliche Bedenken: Einerseits durch aufgewirbelte Bodenbakterien. Andererseits, wie der BUND betonte, auch durch den Lärm und die ausgestoßenen Abgase. Zurzeit ist auch das Hantavirus, das durch den Kot der Rötelmaus übertragen wird, eine Gefahr. Wenn dieser hochgewirbelt wird – die Maus huscht schließlich auch durchs Laub – atmen Menschen feinsten Staub ein, in dem sich das Virus befinden könnte. Die übertragene Krankheit kann tödlich verlaufen.

Das Bundesumweltministerium empfiehlt, „diese Geräte im privaten Bereich gar nicht und im öffentlichen bereich nur zu verwenden, wenn der Einsatz unverzichtbar ist“. Wann ist das schon der Fall? Rechen und Besen tun's sicher auch. Dabei aber unbedingt einen Mundschutz tragen.

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Lena Seiferlin (Foto: SWR3)

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