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Christian Spöcker
Christian Spöcker (Foto: SWR3, privat)

Statistiker zeigen mit einer Karte voller Verkehrsunfälle, wie gefährlich es auf den Straßen zugeht. Hinter jedem roten Punkt steckt das Schicksal eines verletzten Menschen.

Fast täglich kommt es auch in SWR3Land zu Verkehrsunfällen, bei denen Menschen verletzt werden. Am Freitag beispielsweise berichtete die Polizei Westpfalz von einem Dreijährigen, der schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht wurde. Eine Frau steht im Verdacht, dass sie den Jungen in Katzweiler bei Kaiserslautern angefahren hatte und danach einfach flüchtete. Die Beamten konnten die Verdächtige später trotzdem ausfindig machen, nun wird gegen sie ermittelt.

Screenshot Unfallatlas Statistisches Bundesamt (Foto: Screenshot Unfallatlas Statistisches Bundesamt)
Hier ereigneten sich in Karlsruhe Unfälle mit Verletzten. Screenshot Unfallatlas Statistisches Bundesamt

BW: Fast 38.000 Verletzte im Verkehr allein in BW

So wie der Junge werden jährlich leider viele zehntausende Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt. Allein in BW gab es im vergangenen Jahr fast 38.000 Betroffene, berichtet das Statistische Landesamt mit Sitz in Stuttgart. Die Statistiker haben nun in einer interaktiven Karte erfasst, wo sich die meisten Verkehrsunfälle mit Verletzten in Baden-Württemberg ereignet haben. Doch weil sie dafür auf Daten von Kollegen aus anderen Bundesländern zugreifen konnten, haben sie nun einen „Unfallatlas“ veröffentlicht, der auch ganz SWR3Land zeigt.

Verletzungs-Risiko ist gesunken

Als Grundlage für die Karte haben die Statistiker Daten der Polizei verwendet. Reine „Blechschäden“ wurden für den Unfallatlas nicht ausgewertet. Und diese machen den allergrößten Teil der Unfälle auf Deutschlands Straßen aus: „Bei knapp 90 Prozent der Unfälle blieb es bei Sachschaden“, teilt das Statistische Bundesamt mit.

Die übrigen elf Prozent wurden im Unfallatlas erfasst. Doch bei aller Tragik, die sich aus jedem einzelnen roten Punkt auf der Karte ergibt, sehen die Statistiker für die Sicherheit im Verkehr insgesamt eine positive Entwicklung: Denn 2021 sei die Zahl der Verkehrstoten und Verletzten erneut gesunken und habe den tiefsten Stand seit mehr als 60 Jahren erreicht.

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Besonders viele Unfälle in der Innenstadt

Durch einen entsprechenden Zoom auf die Karte lässt sich sogar bis auf die Ebene der Straßen herausfinden, wo sich Unfälle ereigneten. Besonders betroffen waren demnach beispielsweise die B9 in Koblenz, Teile der Bonner Straße in Trier und die B3 in Freiburg, also Routen mit viel Verkehr. Und je mehr Verkehr, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Unfall ereignet.

Dementsprechend – und wenig überraschend – kommen die Statistiker daher zu dem Ergebnis, dass „die Innenstädte für Verkehrsteilnehmer der gefährlichste Ort sind“. Von den elf Prozent der Unfälle, bei denen Menschen 2021 entweder verletzt oder sogar getötet wurden, ereigneten sich somit mehr als zwei Drittel (68 Prozent) innerhalb von Ortschaften, ein Viertel (25 Prozent) auf Landstraßen und sechs Prozent auf Autobahnen. 

Karte zeigt Routen mit tödlichen Unfällen

Insgesamt sprechen die Datenexperten von bundesweit 323.129 Menschen, die 2021 im Straßenverkehr verletzt wurden. Mehr als 2.500 Menschen bundesweit überlebten Verkehrsunfälle jedoch nicht. Durch einen Filter im Unfallatlas lässt sich anzeigen, welche Straßenabschnitte in SWR3Land offenbar besonders gefährlich sind. Denn auf einigen rot markierten Abschnitten ereigneten sich nach Angaben der Statistiker 2021 bis zu vier tödliche Unfälle.

Hier durchklicken! Unfallatlas BW & RLP: So viele Unfälle gab es 2021

Wie viele Unfälle gab es 2021 in deiner Region? Hier kannst du dich interaktiv durch SWR3Land klicken und die Hotspots auf der Karte sehen.

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Christian Spöcker (Foto: SWR3, privat)

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