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Cornelia Stenull
Cornelia Stenull (Foto: SWR3)
Isabel Gebhardt
SWR-Redakteurin Isabel Gebhardt (Foto: DASDING, privat)
Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

In Ulm und am Bodensee gab es teilweise heftige Überschwemmungen. Zuvor waren in mehreren europäischen Ländern mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen.

Bei Vöhringen (Kreis Neu-Ulm) musste die Feuerwehr zwei Personen aus einem Auto befreien, das in einer vollgelaufenen Unterführung feststeckte. Insgesamt gab es allein im Kreis Neu-Ulm bis zum Freitagnachmittag rund 30 Einsätze. Viele Keller liefen voll, auch eine Tiefgarage stand unter Wasser.

So viel Regen wie im ganzen Juli

In Illertissen hat es seit Donnerstagabend mehr als 70 Liter auf den Quadratmeter geregnet, das entspricht laut Feuerwehr der Gesamtmenge im Juli. Auch im Raum Günzburg sind Unterführungen vollgelaufen. Verletzt wurde laut Polizei bisher niemand.

Wasserstände an Flüssen Bayerns steigen

Der Dauerregen hat in Bayern auch den Wasserstand vieler Flüsse steigen lassen. Betroffen seien am Samstag vor allem die Gebiete der kleineren südlichen Zuflüsse zur oberen Donau, der Altmühl, am Oberlauf von Iller und Lech, der Bodensee-Zuflüsse sowie das Inn-Gebiet, meldete der Hochwassernachrichtendienst Bayern. Im österreichischen Bundesland Vorarlberg wurden rund um Bregenz Straßen überflutet.

Vollgelaufene Keller und über die Ufer getretene Bäche: Die bayerischen Feuerwehren hatten in der Nacht viel zu tun. Doch die Zahl an größeren Unfällen hielt sich in Grenzen. Inzwischen hat der #DWD seine Warnungen heruntergestuft. #bayern https://t.co/RftUFEQK9Y

DWD: Unwetter vor allem im Süden Deutschlands

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte bereits am Freitag vor Starkregen und Erdrutschen vor allem im Süden Deutschlands gewarnt – bis zu 80 Liter pro Quadratmeter seien innerhalb weniger Stunden möglich.

Nach Einschätzung von Meteorologen ist die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen nicht gebannt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte auch am Samstag vor extrem heftigem Starkregen in Teilen Bayerns. Betroffen sei der äußerste Südosten. Dort könnten bis zu 80 Liter pro Quadratmeter fallen.

Hier noch einmal die aktuelle #Warnkarte aus der DWD-#WarnWetter-App: Teils ergiebiger Dauerregen im Südosten (Unwetter), an den Alpen extrem ergiebiger Dauerregen (Unwetter). Vereinzelt starke Gewitter im Nordosten. Mehr Infos gibt es auf https://t.co/il4EzIVRrj und in der App! https://t.co/WQhxPZdAKN

Vor allem kleinere Gewässer könnten deswegen innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen und über die Ufer treten, schrieben die Fachleute des bayerischen Hochwassernachrichtendiensts auf ihrer Webseite.

Tote nach Unwetter in Österreich, Italien und Frankreich

Am Donnerstag waren schon heftige Unwetter über Europa gezogen. Es wurden Böen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Kilometern pro Stunde gemessen.

In Österreich kamen laut ORF mindestens fünf Menschen ums Leben. Drei Personen wurden im niederösterreichischen Gaming von einem Baum erschlagen. Auch an einem Badesee im Bundesland Kärnten stürzten mehrere Bäume um. Zwei Mädchen im Alter von vier und acht Jahren kamen dort ums Leben. Rund zehn Menschen wurden verletzt – teilweise schwer.

Venedig: Markusplatz evakuiert

Auch in Italien gab es heftige Gewitter mit Stürmen bis hin zur Orkanstärke. In Venedig wurde der Platz vor dem Markusdom evakuiert, nachdem Ziegel von dem berühmten Campanile-Turm herabgefallen waren. Stühle und Tische wurden auf dem Markusplatz umhergewirbelt.

18AGO #Venezia Forte temporale ha interessato il centro storico, #Mestre ed il litorale da #Chioggia a #Lido. Numerosi alberi caduti, alcune persone ferite in modo lieve per la rottura di finestre. https://t.co/FYN8stdHA5

A Venezia sono caduti per il vento frammenti del campanile di San Marco, uno dei simboli della città lagunare. Piccoli frammenti di mattoni rossi sono caduti al suolo. Il forte vento e la pioggia violenta ne hanno provocato il distacco. I turisti in visita sono stati allontanati https://t.co/G0uHHkY76t

Laut Medienberichten wurden in der Toskana ein Mann und eine Frau nahe Lucca sowie in der Küstenstadt Carrara von umstürzenden Bäumen getroffen.

Einige Menschen erlitten Verletzungen wie etwa auf einem Campingplatz im toskanischen Marina di Massa, als dort Bäume umfielen. Der Regionalpräsident der Toskana, Eugenio Giani, teilte auf Twitter ein Video aus der Küstenstadt Piombino, auf dem ein Riesenrad vom starken Wind umgekippt wurde.

A #Piombino durante il passaggio del violento fronte temporalesco. Allerta gialla estesa fino a domani! https://t.co/sVn9OeOfpM

Sechs Tote auf Korsika

Auf der französischen Insel Korsika kamen bei dem Unwetter sechs Menschen ums Leben. Nach Angaben von Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin wurden 20 Personen verletzt. 45.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

In Paris war bereits am Mittwoch Land unter

In Paris waren schon am Mittwoch innerhalb von 90 Minuten mehr als 40 Millimeter Regen gefallen. Innerhalb weniger Minuten verwandelten sich viele Straßen in der französischen Hauptstadt in Flüsse. Mehrere Metro-Stationen wurden überflutet, einige von ihnen waren mehrere Stunden gesperrt.

Regenwasser läuft in einer Metro-Station in Paris die Treppe runter (Foto: Reuters, MATHILDE BOUCHOUX VEDEL via REUTERS)
Regenwasser läuft in einer Metro-Station in Paris die Treppe runter. MATHILDE BOUCHOUX VEDEL via REUTERS

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Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

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