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Das Robert-Koch-Institut hat mittlerweile etliche Gebiete – darunter auch mehrere Urlaubsländer – als Risikogebiet eingestuft. Was muss ich bei der Rückkehr aus so einem Land beachten?

Wenn ich aus einem Risikogebiet zurück nach Deutschland reise gilt: Auf direktem Weg nach Hause und da in häusliche Quarantäne, bis klar ist, dass keine Infektion vorliegt – das ist deutschlandweit jetzt per Corona-Verordnung vorgeschrieben. Rückkehrer müssen sich außerdem direkt beim zuständigen Ordnungsamt oder beim Gesundheitsamt melden und Bescheid geben, dass sie aus einem Risikogebiet zurückgekommen sind. Innerhalb von 72 Stunden muss dann ein Corona-Test gemacht werden – auch das ist jetzt per Verordnung Pflicht. Nur wenn der negativ ist, darf die Quarantäne aufgehoben werden. Einen Termin zum Testen bekommt man über den Hausarzt oder direkt bei einer Corona-Schwerpunkt-Praxis.

Was muss ich beachten, wenn ich mit dem Flugzeug aus einem Risikogebiet einreise?

In diesem Fall musst du meistens noch direkt im Flugzeug eine sogenannte „Aussteigerkarte“ ausfüllen – mit den persönlichen Daten und genauen Angaben zur Reise und zum Aufenthalt in den nächsten 14 Tagen. Am Flughafen angekommen heißt es dann: testen lassen – am besten noch direkt am Flughafen. Viele Flughäfen haben dafür jetzt Testzentren eingerichtet, zum Beispiel Frankfurt, Köln, Stuttgart, Karlsruhe oder der Bodensee-Airport.

So eine Direkt-Teststelle gibt es mittlerweile zum Beispiel auch am Stuttgarter Hauptbahnhof für Reisende, die mit der Bahn zurückkommen.

Was muss ich beachten, wenn ich mit dem Auto aus einem Risikogebiet einreise?

Dann kannst du direkt bei der Einreise einen Zwischenstopp bei einem Autobahn-Testzentrum machen. Die wurden an verschiedenen Raststätten an den Grenzautobahnen eingerichtet. In Rheinland-Pfalz gibt es sie an der A60 bei Bitburg, an der A64 bei Trier und an der A65 bei Landau. Und in Baden-Württemberg an der A5 bei Neuenburg und an der A8 bei Ulm.

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Was passiert, wenn ich mich nicht an die Verordnung halte?

Wer sich nicht daran hält, der muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Rückkehrer aus Risikogebieten müssen bis zu 25.000 Euro Strafe zahlen, wenn sie sich nicht bei den Behörden melden, sich nicht testen lassen oder die zweiwöchige Quarantäne nicht einhalten. Kontrolliert wird das von den jeweiligen Gesundheits- und Ordnungsämtern.

Und wenn ich zurückkehre, bevor mein Urlaubsziel als Risikogebiet gilt?

Falls ich aus einem Risikogebiet zurückkehre, bevor das als solches eingestuft wurde, bin ich nicht verpflichtet, einen Test zu machen. Die Behörden empfehlen aber, freiwillig einen Test durchführen zu lassen. Wer auf Nummer sicher gehen will, der sollte sich nach der Rückreise erst mal zurückhalten und zumindest für zwei Wochen Kontakte zu anderen auf ein Minimum reduzieren. Und bei Symptomen sofort einen Arzt telefonisch kontaktieren.

Welche Rechte habe ich als Arbeitnehmer?

Wenn eine Region erst während des Urlaubes zum Risikogebiet erklärt wird, habe ich bei Antritt der Reise nichts falsch gemacht. Deshalb habe ich auch nichts zu befürchten. Am einfachsten ist es, wenn ich während der Quarantäne zu Hause, also im Homeoffice arbeiten kann. Dann bekomme ich meinen Lohn ganz normal weiterbezahlt.

Aber auch sonst habe ich als Arbeitnehmer weiterhin einen Anspruch auf Geld. Wenn ich vom Gesundheitsamt vorsorglich in Quarantäne geschickt werde und deshalb nicht arbeiten kann, bekomme ich eine Ersatzleistung vom Amt. Die muss ich beantragen. Sollte ich krank werden, bekomme ich eine Entgeltfortzahlung. Das ist alles klar geregelt.  

Darf mein Arbeitgeber einen negativen Test verlangen?

Grundsätzlich geht es Arbeitgeber nichts an, wo ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Urlaub verbracht haben. Es gibt aber erste Fälle, in denen Arbeitgeber ganz bewusst nachforschen, ob Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Risikogebieten waren, oder sogar einen negativen Test verlangen. Das ist sicherlich ein Grenzfall, Rechtsprechung gibt es dazu noch keine.

Einige Arbeitsrechtsexperten halten so ein Vorgehen in der gegenwärtigen Coronakrise aber für durchaus zulässig: „Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht für alle Mitarbeiter und ein Corona-Ausbruch kann ein ganzes Unternehmen lahmlegen. Darum gelten hier momentan andere Maßstäbe“, sagt Christoph Legerlotz, Fachanwalt für Arbeitsrecht. „Nicht zu vergessen: Arbeitnehmer trifft auch eine Rücksichtnahmepflicht. Sie müssen sich so verhalten, dass ihrem Arbeitgeber kein Schaden entsteht.“

Insofern könnte es sein, dass in bestimmten Fällen eine gewisse Mitwirkungspflicht entsteht und die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer es offenlegen müssen, wenn sie in einem Risikogebiet waren.

Wann könnte mir mein Arbeitgeber den Zutritt zum Unternehmen verweigern?

Arbeitgeber sind verpflichtet, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern den vereinbarten Lohn zu zahlen. Das gilt für den Fall, dass diese ihre Arbeitskraft tatsächlich anbieten und auch gesundheitlich in der Lage sind, zu arbeiten. Etwa weil sie einen negativen Corona-Test vorweisen können. Oder weil sie nicht in einem Risikogebiet waren und auch keine Krankheitssymptome aufweisen. Wenn der Arbeitgeber ihnen dann immer noch den Zugang zur Arbeitsstätte verwehrt, muss er trotzdem den Lohn zahlen. Denn mehr kann man von den Mitarbeitenden definitiv nicht verlangen.

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