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Im Lake Mead hat so manches Mordopfer seine (vor-)letzte Ruhestätte gefunden. Eines davon wurde jetzt entdeckt – es könnten noch mehr werden, glaubt die Polizei.

Die anhaltende Dürre im Westen der USA hat zu einer grausigen Entdeckung geführt: Wie die Polizei am Montag mitteilte, fanden Ausflügler am ausgetrockneten Ufer des Lake Mead nahe der US-Casinometropole Las Vegas ein Fass mit den Überresten eines Menschen.

Was in Vegas passiert – „endet manchmal in einem Fass im Lake Mead“

Hier ein Bild des Fasses (eine Perspektive in der man die darin liegende Leiche sieht, ersparen wir euch):

Sometimes what happens in Vegas ends up in a barrel in Lake Mead. https://t.co/TR36SG3RU2

Journalist Claude Taylor, der den Artikel gepostet hat, verfremdet darin den bekannten Spruch: „Was in Vegas passiert, bleibt in Vegas“. Bei ihm heißt es: „Was in Vegas passiert, endet manchmal in einem Fass im Lake Mead.“

Lake Mead: Wo Mafia-Killer ihre Opfer verschwinden lassen

Der Mensch im Fass wurde vermutlich in den 1980er Jahren getötet – mutmaßlich von der Mafia: Las Vegas gilt als eine ihrer Hochburgen. Ermittler gehen davon aus, dass Mafia-Killer viele Opfer unter anderem in tiefen Gewässern wie dem Lake Mead verschwinden lassen.

Dass der Tote seit den 80er Jahren im See lag, glaubt die Polizei wegen der persönlichen Gegenstände, die bei ihm gefunden wurden. Was das für Gegenstände sind, sagte sie nicht.

Polizei erwartet weitere schaurige Funde im See

Die Polizei geht angesichts des weiterhin sinkenden Wasserstands des Lake Mead davon aus, dass weitere Opfer zum Vorschein kommen könnten.

„Das sieht nach einem sehr schwierigen Fall aus“, so Polizist Ray Spencer zur Nachrichtenseite 8newsnow.com. Angesichts der anhaltenden Dürre sei „die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass wir weitere menschliche Überreste entdecken werden, wenn der Wasserspiegel sinkt“.

Lake Mead: Amerikas größter Wasserspeicher verdunstet

Der Lake Mead ist der größte Wasserspeicher in den USA. Wegen anhaltender Dürre in den vergangenen Jahren ist sein Wasserstand deutlich gesunken. Ausflügler, die mit einem Boot unterwegs waren, hatten am Sonntag im Schlamm das verrostete Fass mit den menschlichen Überresten entdeckt.

Der Lake Mead wurde in den 1930ern im Zuge des Hoover-Dammprojekts geschaffen und versorgt 25 Millionen Menschen mit Trinkwasser. Wegen der Dürre ist der Wasserstand aber auf das niedrigste Niveau seit 1937 gesunken. Wissenschaftlern zufolge trägt der menschengemachte Klimawandel zu der Dürre im Westen der USA bei.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 22. Mai, 10:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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