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Bis Montag sollten die gut 260.000 berechtigten Kunden den Vergleich annehmen, den die Verbraucherzentrale mit VW ausgehandelt hat. Inzwischen hat VW die Frist aber verlängert. Das sollten Geschädigte jetzt wissen.

Die Frist ist nun also bis zum Monatsende verlängert worden. Volkswagen begründet das mit dem großen Interesse der Kunden: Rund 200.000 Vergleichsannahmen will das Unternehmen im Laufe des Montags versenden. Weitere 21.000 Fälle seien derzeit noch in Prüfung. Das Angebot richtet sich laut VW an rund 260.000 Menschen, die sich der Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentrale gegen VW angeschlossen hatten.

Am 5. Mai sollen erste Kunden ihr Geld bekommen

Ab dem 5. Mai sollen den Kunden dann die Vergleichszahlungen überwiesen werden. Diese belaufen sich je nach Automodell und dem Alter des Fahrzeugs auf rund 1.400 bis 6.300 Euro. Die hohe Zahl der geschlossenen Vergleiche zeige, dass das Vergleichsangebot von den Kundinnen und Kunden als fair empfunden werde und der Weg zum individuellen Vergleichsabschluss gut funktioniert habe, hieß es aus dem Konzern.

Wer den Vergleich akzeptiert, kann nicht mehr klagen

Allerdings wichtig zu beachten: Wer den Vergleich akzeptiert, kann nicht mehr gegen VW klagen. Wer sich nicht darauf einlässt, kann dagegen bis zum 20. Oktober eine individuelle Klage einreichen. Ende April will die Verbraucherzentrale dann auch formal ihre Musterfeststellungsklage zurücknehmen. Damit wird vor dem Oberlanddesgericht Braunschweig nicht geklärt werden, ob VW seine Kunden betrogen hat. 

Für viele Kunden ist das allerdings nicht befriedigend: Erhofft worden war, dass ein Musterurteil grundsätzliche Fragen klärt, die auf zahlreiche andere Einzelfälle übertragbar gewesen wären. Das ist nun ausgeblieben.

Ist VW damit raus aus der Sache?

Erledigt ist die juristische Aufarbeitung des Abgasskandals damit aber noch nicht. In zwei Wochen verhandelt der Bundesgerichtshof über eine Einzelklage. Und auch dort wird es um die Frage gehen: Hat VW seine Kunden betrogen? Und: Muss der Autobauer wegen des Einbaus der illegalen Abschalteinrichtung Schadenersatz zahlen?

Es wird erwartet, dass es in diesem Verfahren zu einem Urteil kommt. Hinter dem Kläger steht nämlich das Unternehmen Myright, das Ansprüche von zahlreichen Autokäufern durchsetzen will und deshalb ein Interesse an einer Entscheidung durch das höchste Zivilgericht hat. Auf einen Vergleich will Myright sich nicht einlassen. 

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