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Die Waldbrände in der Bay Area rund um San Francisco haben eine Fläche von der Größe Mallorcas erreicht. Gut 700 Gebäude sind bislang zerstört worden. Der Wetterdienst warnt vor neuen Blitzeinschlägen am Montag und Dienstag.

Heftige Unwetter mit Gewittern haben in Kalifornien Waldbrände ausgelöst, die mittlerweile mehr als 5.300 Quadratkilometer Land vernichtet haben. Das ist eine Fläche etwa 17 Mal so groß wie München. Blitzeinschläge und die große Trockenheit in Kalifornien gelten als Ursache der Brände.

Die Feuerwehr und andere Einsatzkräfte schlagen immer wieder neue Schneisen in die Wälder. Damit wollen sie erreichen, dass sich die Feuer langsamer ausbreiten. Trotz aller Mühe konnten sie bisher aber nur ein paar Brandherde unter Kontrolle bringen.

Feuer gehören zu größten Bränden in Kalifornien

In den vergangenen zehn Tagen sind knapp 600 Feuer in Kalifornien neu ausgebrochen. Zwei davon zählen zu den größten Bränden in der Geschichte des US-Staates. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, 120.000 Kalifornier wurden angewiesen, ihre Häuser zu verlassen und sich vor den nahen Flammen in Sicherheit zu bringen. Mehr als 700 Gebäude sind den Flammen schon zum Opfer gefallen.

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Mehr als 14.000 Feuerwehrleute sind zurzeit im Einsatz. Die bekamen am vergangenen Wochenende Hilfe vom Wetter. Kühlere Winde hatten ihnen geholfen, zumindest einige der Feuer zurück zu drängen, schreibt die New York Times.

Fehlende Unterstützung bei den Löscharbeiten wegen Corona-Pandemie

Weil die Feuerwehr in Kalifornien mittlerweile auf dem Zahnfleisch geht, hat Gouverneur Gavin Newsom in anderen US-Bundesstaaten sowie Kanada und Australien um Personal, Fahrzeuge und Löschflugzeuge gebeten.

Nicht nur, dass die Einsatzkräfte erschöpft sind, es fehlen auch jede Menge Helfer. In Kalifornien helfen normalerweise Gefängnisinsassen beim Löschen der Waldbrände. Viele Häftlinge wurden in den vergangenen Wochen wegen der Corona-Pandemie früher entlassen.

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Immerhin: Da Gouverneur Newsom schon vor fast einer Woche den Notstand für seinen Bundesstaat ausgerufen hat, bekommt Kalifornien Geld von der US-Regierung. US-Präsident Donald Trump erklärte die Brände zur schweren Katastrophe. Mit dem Geld sollen jetzt Notunterkünfte zur Verfügung gestellt werden und Reparaturen und Verluste beglichen werden.

Tech-Region Silicon Valley besonders von Bränden betroffen

Besonders schlimm wüten die Feuer in der Nähe des Silicon Valley: Der „SCU Lightning Complex“, eine Gruppe von 20 einzelnen Bränden, wuchs auf fast 1.400 Quadratkilometer an. Ähnliche Ausmaße erreichte auch der „LNU Lightning Complex“ im Napa Valley, Kaliforniens berühmtem Weinbaugebiet.

Noch größer als diese beiden Feuer war nur der „Mendocino Complex“ vor zwei Jahren, als fast 1.900 Quadratkilometer Land brannten.

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