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Das musste ja kommen: Das Coronavirus entwickelt sich zum Fiasko für die ohnehin schon angeschlagene Biermarke „Corona“. Laut einer Telefonumfrage haben viele durchaus gute Gründe, kein Corona mehr zu bestellen. Manche aber verstehen da etwas nicht so ganz.

Man muss vorausschicken: Es handelt sich nur um eine Telefonumfrage unter 737 Biertrinkern – also nur eine Erhebung, keine repräsentative Umfrage. Und doch: Der PR-Agentur 5WPR zufolge würden 38 Prozent der Befragten derzeit unter keinen Umständen das mexikanische Bier bestellen.

Die Sorgen des Biertrinkers: Spielt der Name eine Rolle?

Unter denen, die regelmäßig Corona trinken, sagen vier Prozent, dass sie nun Abstand davon nehmen würden. 14 Prozent von ihnen sagen aber, sie würden es nicht mehr in öffentlichen Bars bestellen. Möglicherweise käme es ihnen pietätlos vor lauthals das böse C-Wort durch die Gegend zu rufen.

Aber jetzt kommt's: Laut 5WPR sagen 16 Prozent der befragten Biertrinker, sie seien sich nicht wirklich sicher, ob das Bier was mit dem Virus zu tun habe oder nicht. Ein Tweet vom Januar passt dazu ganz gut – „steht zu Corona“:

Stand with Corona #CoronaBeer https://t.co/02dNpKMsYO

170 Millionen Dollar weniger China-Umsatz

Corona-Geschftsführer Bill Newlands widersprach dem Bericht von 5WPR. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen, die von dem schrecklichen Virus betroffen sind“, doch das Geschäft mit dem Corona-Bier sei davon nicht betroffen.

Wer auch immer von beiden Recht hat: Der Corona-Mutterkonzern AB Inbev leidet definitiv darunter, dass auch in China kaum noch Menschen zum Essen und Biertrinken zusammenkommen.

Die Folge: In den ersten beiden Monaten hätten die Folgen des Virus dort den Vorsteuergewinn um 170 Millionen Dollar gedrückt, meldete am Donnerstag der Konzern in Leuven. Neben Corona braut er weitere bekannte Biermarken wie Beck's, Budweiser und Stella Artois.

Das Coronavirus ist allerdings nicht der einzige Grund für die Probleme der Biermarke: Vor allem im vierten Quartal waren die Einnahmen so stark zurückgegangen, dass der Konzern eine Gewinnwarnung herausgeben musste. Damit warnen Konzerne Anleger vor einem möglichen Einbruch ihrer Aktienkurse.

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