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Leo Eder
Leo Eder (Foto: SWR3)

Der Weihnachtsmann vergisst niemanden. Und deshalb schaut er auch bei Fernfahrern auf Autobahn-Raststätten vorbei.

An Weihnachten weit weg von der Familie, gestrandet auf einem Autobahn-Parkplatz – man kann sich Schöneres vorstellen. Für manche Lkw-Fahrer aus dem Ausland ist das aber traurige Realität. Wegen des Fahrverbots an Feiertagen schaffen sie es nicht mehr heim und müssen die Weihnachtstage an Raststätten oder Parkplätzen verbringen.

Weihnachtsmann besucht Lkw-Fahrer

Hier sorgt ein Mann für einen kleinen Lichtblick: Juan Pedro Garcia Rosales ist selbst Kraftfahrer und möchte seinen Kollegen diese blöde Situation wenigstens ein bisschen versüßen. Deshalb besucht er sie als Weihnachtsmann verkleidet und bringt ihnen Geschenke vorbei.

Seit acht Jahren macht er das jetzt schon. Der 51-jährige Spanier sagt, er mag es, wenn andere glücklich sind. Die Aktion wird jedes Jahr von verschiedenen Verbänden organisiert und unterstützt, unter anderem vom Kraftfahrerkreis Freiburg-Offenburg, dessen Vorsitzender Garcia Rosales ist.

Juan Pedro Garcia Rosales in Weihnachtsmannkostüm und seine Helfer laufen mit Geschenken zu einem Lkw. (Foto: SWR, Christof Gerlitz)
Christof Gerlitz

Geschenke für Gestrandete auf der A5

Startpunkt war die Raststätte Breisgau-Ost. Lkw-Fahrer an Rastanlagen und Parkplätzen entlang der A5 südlich von Freiburg können sich über einen Besuch des Weihnachtsmanns freuen.

300 bis 400 Tüten verteilen er und seine Helferinnen und Helfer, darunter auch andere Trucker-Kollegen, an die Gestrandeten aus Ländern wie der Ukraine, der Türkei oder Litauen. Obst und Schokolade befindet sich darin, aber auch Praktisches wie Handschuhe, Sitzkissen und Einwegmasken.

Für die Zukunft hofft Garcia Rosales, dass die Politik die Rahmenbedingungen so ändern wird, dass Fernfahrer Weihnachten zu Hause bei der Familie verbringen können.

Juan Pedro Garcia Rosales in Weihnachtsmannkostüm klingelt mit einem Glöckchen. (Foto: SWR, Christof Gerlitz)
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