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Amelie Heß
Amelie Heß (Foto: SWR)

Alle Jahre wieder freuen wir uns auf weiße Weihnachten und werden doch enttäuscht. So auch in diesem Jahr. Statt Schnee gibt es sehr viel Regen, Sturm und ungewöhnlich milde Temperaturen.

Gerade noch war es in vielen Teilen Deutschlands weiß und richtig winterlich kalt. Aber pünktlich zu Weihnachten ändert sich das Wetter: „Wir erwarten grüne Weihnachten in Reinkultur“, sagt Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. „Wer Schnee sucht, muss in den Alpen hoch hinaus.“

Sturm und sehr viel Regen bis Heiligabend

Bis Heiligabend wird es noch einmal richtig ungemütlich und lokal auch stürmisch. Für den Schwarzwald und das Allgäu hat der DWD sogar Unwetterwarnungen wegen Dauerregen herausgegeben. Dort kann ab Donnerstagabend bis zu 120 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Die Hochwasservorhersagezentrale für Baden-Württemberg gibt an, dass es zu leichten Überschwemmungen – vor allem an kleinen Flüssen und Bächen kommen kann.

Auch die Temperaturen passen so gar nicht zu unserer Vorstellung von weißer Weihnacht: Außergewöhnlich mild wird es in der Südwesthälfte Deutschlands mit Höchstwerten zwischen 9 und 15 Grad, so der DWD. Ansonsten erreichen die Temperaturen von 5 bis 10 Grad. Im Norden und Osten weht dabei schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen. In den anderen Teilen wird mäßiger bis frischer und in Böen teils starker bis stürmischer Südwestwind erwartet.

Die akkumulierten Niederschlagsmengen bis in die Nacht zum 27.12. - nach IFS (Europäisches Zentrum für Mittelfristige Wettervorhersage, links) und ICON-EU (DWD). Modellläufe der vergangenen Nacht (01:00 MEZ). Die Südwesthälfte bekommet wohl mehr Regen ab als die Nordosthälfte./V https://t.co/ESogcMQaqz

Kein ausgewachsener #Sturm, aber zunehmend windig in den nächsten Tagen! I-D2 mit zwei "Windschüben" (1. Hälfte Do. + Nacht zu Fr.) im südlichen und mittleren Drittel des Landes. Meist starke bis stürmische Böen (Bft 7-8), im oberen Bergland je nach Höhenlage Böen Bft 9-11. /V https://t.co/4ZsiXnJEfq

SWR3-Wetterfrau Lea Spindler erklärt, wo es zu Überschwemmungen und Sturm in SWR3Land kommen kann.

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Nachrichten SWR3-Wetterfrau Lea Spindler über das Weihnachtswetter

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SWR3-Wetterfrau Lea Spindler über das Weihnachtswetter in SWR3Land

Ungemütliche und nasse Feiertage

An Heiligabend zeigt sich der Himmel im äußersten Norden und im Nordosten bedeckt und es kann auch Regen geben. An den Alpen fällt zum Tagesbeginn noch aus der Nacht andauernder Regen, der allmählich abschwächt. Im weiteren Teilen des Landes kann es bei wechselnder Bewölkung ein paar Schauer geben. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 Grad in Vorpommern und 15 Grad am Oberrhein. Im Nordosten bleibt es schwachwindig, ansonsten wird lebhafter West- bis Südwestwind mit starken, besonders im Bergland auch stürmischen Böen vorhergesagt.

Warum auf eine kalte Phase im Advent oft warmes Wetter an Weihnachten folgt, erklärt Wetterredakteur Bernd Madlener:

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Nachrichten Wetterexperte Bernd Madlener erklärt das Phänomen „Weihnachtstauwetter“

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Wetterexperte Bernd Madlener erklärt das Phänomen „Weihnachtstauwetter“

Rückkehr des Winters erst einmal nicht in Sicht

Auch nach den Festtagen soll das Wetter recht ungemütlich bleiben. Meteorologen rechnen zwar mit etwas kühlerem Wetter, es bleibt aber zu mild für die Jahreszeit. „Eine Rückkehr des Winters bleibt erstmal aus“, so Friedrich vom DWD.

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir dir, woher wir unsere Infos haben!

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Wenn Personen, Vereine oder Unternehmen Neuigkeiten direkt kommunizieren, dann ist das eine Quelle für uns. Das können zum Beispiel exklusive Interviews oder Pressemitteilungen sein. In der Regel kennzeichnen wir bereits im Text, auf welche Quelle wir uns konkret beziehen – vor allem dann, wenn es keine zweite unabhängige Bestätigung zu der Neuigkeit gibt.

Twitter ist ein soziales Netzwerk aus den USA und wird häufig von Politikern oder Journalisten genutzt. Auch Unternehmen und Vereine sind auf Twitter aktiv. Sie schreiben Tweets mit wichtigen Infos über sich selbst. Ein solcher Tweet kann dadurch zu einer Nachrichten-Quelle für uns werden. Wir prüfen natürlich, ob das Profil und der Tweet echt sind. Seit Elon Musk Twitter gekauft hat, ist das allerdings schwieriger geworden. Deshalb sind wir aktuell sehr vorsichtig mit Informationen, die ausschließlich über Twitter verbreitet werden.

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