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Leo Eder (Foto: SWR3)
Christian Kreutzer
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Katharina Kunz
Redakteurin Katharina Kunz (Foto: SWR)

Wieder eine Weltkriegsbombe in der Heidelberger Bahnstadt: Sie wurde noch in der Nacht entschärft. Die notwendige Evakuierung traf dieses Mal noch viel mehr Menschen als vor einer Woche.

Noch vor Mitternacht kam die Entwarnung: Der Blindgänger konnte erfolgreich entschärft werden. Damit ist den Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes die Entschärfung früher gelungen, als zunächst erwartet wurde. So konnten auch die Anwohner schneller zurück in ihre Wohnungen als gedacht.

Entschärfung erfolgreich! Die Bombe in der #Bahnstadt #Heidelberg konnte entschärft werden. Die Sperrung des Evakuierungsbereichs ist aufgehoben. Herzlichen Dank an alle Einsatzkräfte, den Kampfmittelbeseitigungsdienst und Bürger, die wieder großes Verständnis zeigten. https://t.co/t56ksOGnDZ

Auch der Heidelberger Stadtsprecher Timm Herre war erleichtert, dass die Anwohner nicht wie ursprünglich befürchtet bis zwei oder drei Uhr morgens warten mussten, bis sie wieder nach Hause gehen konnten. Er dankte allen Einsatzkräften und lobte die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, die „hervorragend mitgezogen“ hätten. SWR-Reporterin Martina Senghas berichtet aus Heidelberg:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Bombenentschärfung in Heidelberg

Dauer

Martina Senghas berichtet aus Heidelberg.

Die Behauptung, dass Heidelberg im Zweiten Weltkrieg von Bomben verschont worden sei, hält sich wacker. Das sei allerdings ein Mythos, sagt Stadtsprecher Herre und verweist auf die Blindgängerfunde auf dem Gebiet um den Hauptbahnhof:

Wegen Bombe „schnellstmögliche Evakuierung“

Ein Großteil des Stadtteils Bahnstadt sowie ein Teil des angrenzenden Stadtteils Bergheim mussten noch am Abend evakuiert werden – und das bei Schnee und Eis. 7.000 Menschen müssten aus ihren Wohnungen raus, hatte die Stadt Heidelberg geschrieben. Wie vor einer Woche richtete sie Notunterkünfte im SNP-Dome im Stadtteil Kirchheim ein. Die Bombe, betonte die Stadt, erfordere eine schnellstmögliche Evakuierung.

Das ist der Bereich, der evakuiert wurde:

#Bombenfund in der #Bahnstadt: Entschärfung noch heute nötig. #Evakuierung läuft sofort an. Anwohnende im Evakuierungsgebiet sollen sich alternative Übernachtungsmöglichkeiten suchen. https://t.co/dHYTWmY9Fg

Es kam zu Verkehrsbehinderungen, der Heidelberger Hauptbahnhof wurde zwischenzeitlich nicht angefahren.

#Achtung #HD aufgrund einer Bombenentschärfung kommt es ab sofort in #Heidelberg zu massiven Einschränkungen im Verkehr. Unter anderem wird derzeit auch der Hauptbahnhof nicht angefahren. Es kommt zu Fahrtausfällen und Verspätungen! https://t.co/W8NjEb7kVY

Der Blindgänger liegt in der Baugrube. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Pr-Video | R.Priebe)
Hier lag die Bombe – nur wenige Meter von dem Ort entfernt, an dem bereits am 7. Dezember ein Blindgänger gefunden wurde. picture alliance/dpa/Pr-Video | R.Priebe

Zweite Entschärfung in Heidelberg innerhalb einer knappen Woche

Erst vor einer Woche war eine 250-Kilo-Bombe im Bereich des Heidelberger Hauptbahnhofs entschärft worden – nur wenige Meter vom Fundort der zweiten entfernt. Auch da waren Hauptbahnhof, Teile von Bahnstadt und dem Stadtteil Bergheim seit 7 Uhr morgens geräumt worden.

Update: Die Weltkriegs-Bombe am Heidelberger Hauptbahnhof wurde erfolgreich entschärft. Der Hauptbahnhof und alle angrenzenden Bereiche sind wieder erreichbar. Alle Sperrungen sind aufgehoben https://t.co/kjaLfvY1LM

Während der Evakuierung konnten sich die Betroffenen ebenfalls in einer Halle am SNP-Dome im Stadtteil Kirchheim aufhalten. Schulen, Hochschulen und Kindergärten blieben in dem Gebiet geschlossen. 

Unsere Quellen

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Die Presseabteilung der Polizei verfasst zu vielen Einsätzen einen kurzen Bericht. Der wird den Medien zur Verfügung gestellt. Sie liefern Informationen zum Beispiel zu Unfällen, Ermittlungen und Festnahmen. Außerdem veröffentlicht die Polizei auch Zeugenaufrufe oder Bilder von vermissten Personen und bittet die Medien darum, die Informationen zu verbreiten.

Der SWR ist der Südwestrundfunk. Er ist öffentlich-rechtlich und gehört mit anderen Sendern (wie zum Beispiel WDR und BR) zusammen zur ARD. Dort arbeiten Journalisten, die zu aktuellen Themen direkt mit Betroffenen sprechen und bei Behörden und Unternehmen kritisch nachfragen. Der SWR wird durch den Rundfunkbeitrag finanziert und arbeitet unabhängig von Werbung und Politik.

Wenn Personen, Vereine oder Unternehmen Neuigkeiten direkt kommunizieren, dann ist das eine Quelle für uns. Das können zum Beispiel exklusive Interviews oder Pressemitteilungen sein. In der Regel kennzeichnen wir bereits im Text, auf welche Quelle wir uns konkret beziehen – vor allem dann, wenn es keine zweite unabhängige Bestätigung zu der Neuigkeit gibt.

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