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Amelie Heß
Amelie Heß (Foto: SWR)

Meldungen über einen extremen Wintereinbruch mit bis zu minus 20 Grad machen gerade im Internet die Runde. Grund sei der Winterpolarwirbel. Wir klären, was da dran ist.

War es Anfang Januar noch viel zu warm, könnte es in den kommenden Wochen so richtig frostig werden. Zumindest wenn man Wetter-Experte Jan Schenk von weather.com Glauben schenkt. Im Weather Channel erklärt er die Großwetterlage und die möglichen Folgen.

Wetter in Deutschland: Hoch verdrängt Polarwirbel in Richtung Süden

Grund für die extreme Kälte von bis zu minus 20 Grad sei, dass sich der bislang so stabile Polarwirbel über dem Nordpol aus seiner Position verabschiede und sich in Richtung Süden mache, so Schenk. „Der Polarwirbel wird Ende Januar, Anfang Februar massiv gestört, abgedrängt, verkleinert, verschrumpft“, so der Meteorologe. Dadurch werden auch die kalten Luftmassen und Winde verschoben.

Am nördlichsten Punkt der Erde übernähmen damit Hochdruck und warme Luft. Was jetzt erst einmal nicht nach Winter klingt, erklärt Schenk so: „Drei bis sechs Wochen nach so einem Ereignis kommt es zu einem Ausbruch arktischer Luftmassen, zu richtig kaltem Winter.“

Winter in Deutschland: Wird es wirklich soo kalt?

Ob es wirklich auch in Deutschland so kalt wird, kann der Meteorologe nicht sagen. „Das kann in Nordamerika passieren, in Sibirien, aber eben auch in Deutschland“, nennt Schenk die Optionen. Irgendwo dort seien dann aber „Werte von jenseits der minus 20 Grad drin“.

SWR3-Wetterfrau Lea Spindler gibt erst einmal Entwarnung. Es sei noch viel zu früh, genau zu bestimmen, wie das Wetter in den kommenden Wochen werden würde. „Aktuell etwas zur Wetterlage Mitte Februar zu sagen, ist sehr spekulativ.

Es gebe verschiedene Wettermodelle und würde man die vergleichen, gebe es aktuell viele Unterschiede.

In manchen sieht man tatsächlich Mitte Februar einen heftigen Kälteeinbruch – in anderen aber normales bis sogar eher mildes Winterwetter. Das zeigt eine hohe Unsicherheit, was die Wetterlage über diesen Zeitraum betrifft. Heißt: Alles kann – nichts muss.

Der Winterpolarwirbel sei ein gängiges Phänomen – eine Ansammlung von kalter Luft über dem Nordpol – der nur im Winter intakt ist. „Wenn er ganz normal aktiv ist, dann haben wir bei uns eine typische Westwetterlage und einen milden Winter“, so die Wetterexpertin. Manchmal splitte sich der Wirbel aber und das bedeute dann, dass schneller kalte Luft zu uns nach Deutschland gelange. Bis Anfang Februar sähen die Prognosen aber nicht nach einem Split aus, so Spindler weiter.

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