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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Der Kleine war wohl von seinem Rudel getrennt worden und hatte dann einen falschen Schritt getan. Dann kam jemand mit einer guten Nase vorbei.

Manchmal läuft es richtig schlimm: Erst verliert man seine Familie, dann gibt auch noch der Boden unter einem nach. Ein Wolfs-Junges ist wohl in der Nacht auf Freitag in einen zweieinhalb Meter tiefen Gully bei Deschka in Sachsen gefallen und hatte keine Chance, allein wieder rauszukommen.

Keine Chance, allein wieder rauszukommen: Total verängstigt sitzt das Jungtier im Gullyschacht. (Foto: Polizeidirektion Görlitz)
Keine Chance, allein wieder rauszukommen: Total verängstigt sitzt das Jungtier im Gullyschacht. Polizeidirektion Görlitz

Hund findet Wölfin im Gully – und wird erstmal angeknurrt

Irgendwann am Freitagmorgen entdeckte ein Spaziergänger das Tier – genauer gesagt, sein Hund erschnüffelte es und wurde damit zum eigentlichen Retter des Wolfswelpen. Zur Antwort kam aus der Tiefe ein Knurren und als auch der Hundehalter in den Gully schaute, erblickte er das Jungtier, wie die Polizei in Görlitz mitteilte.

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Die meisten Wölfe sind scheu und ängstlich. Was aber tun, wenn man einem begegnet, der sich nicht so einfach vertreiben lässt?

Der Passant rief die Polizei, die wiederum die Feuerwehr sowie die Experten vom ostsächsischen Wolfsbüro Lupus alarmierte. Die betäubten den jungen Wolf. Feuerwehrleute zogen ihn anschließend aus dem Gully.

Nächste Station: der Tierarzt, obwohl das Tier offenbar unverletzt war. Der stellte aber fest, dass es sich um eine junge Fähe handelte. Vermutlich soll sie in Kürze wieder ausgewildert werden. Dann findet sie hoffentlich auch wieder Anschluss: In Sachsen wurden zuletzt 31 Wolfsrudel sowie mehrere Wolfspaare gezählt.

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