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Lena Seiferlin
Lena Seiferlin, SWR3; Foto: SWR3
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Wenn private Briefe veröffentlicht werden, hat die Geduld offenbar ein Ende: Herzogin Meghan und ihr Mann Prinz Harry wehren sich jetzt doch mal gegen die britische Boulevardpresse.

Die Boulevardzeitungen stürzen sich gerne auf die Royals Europas. Herzogin Meghan und Prinz Harry aus England sind ständige „Gäste“ auf den Titelblättern von Bunte, Neuem Blatt, Bild der Frau und Co. Normalerweise scheint das die beiden nicht zu interessieren.

Privaten Brief veröffentlicht und kommentiert

Doch jetzt gehen Meghan und Harry gegen die Boulevardpresse vor. Sie klagen gegen die Mail on Sunday und die dazugehörige Firma Associate Newspapers, berichtet das Anwaltsbüro der Beiden. Durch eine „rücksichtslose Kampagne“ des Blattes fühlten sich Meghan und er bedroht, wie Harry in der Nacht auf seiner Website mitteilte.

In der Mittteilung des Anwaltsbüros heißt es, die Mediengruppe habe falsche und „vorsätzlich abfällige“ Berichte über Meghan aber auch über Harry geschrieben. Der Auslöser war demnach ein privater Brief von Meghan, den die Mail on Sunday veröffentlicht – und auch kommentiert – hatte.

Vergleich zwischen der Behandlung von Meghan und Prinzessin Diana

Harry schreibt in seinem Statement, er könne nicht länger stiller Zeuge von Meghans privatem Leid sein. Sie und er respektierten „objektive, wahrheitsgemäße Berichterstattung“, doch der betreffende Bericht sei herausgegeben worden, ohne an die Konsequenzen zu denken. Er verglich das, was Meghan gerade passiere, mit der Berichterstattung über seine Mama, Prinzessin Diana.

Irgendwann sei der Punkt gekommen, schreibt Harry, an dem es nur noch wichtig sei, gegen solch ein Verhalten der Boulevardpresse aufzustehen, „weil es Menschen und Leben zerstört“.

„Einfach gesagt ist das Mobbing, welches Menschen verängstigt und sie verstummen lässt.“

Prinz Harry

Das Medienhaus habe bisher jede Lösung des Streits abgelehnt, heißt es. Nun müsse die Frage darum gerichtlich gelöst werden.




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