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Der wegen Belästigungsvorwürfen geschasste Schauspieler Spacey hat sich an Weihnachten mit einem bizarren Video zurückmeldet. Der Titel des einminütigen Filmes: „Töte sie mit Freundlichkeit“.

Kevin Spacey sitzt vor dem Kamin und stochert im Feuer. Er trägt einen Winterpulli, im Hintergrund plätschert Hotel-Lobby-Musik. Dann sagt er: „Ihr habt doch nicht wirklich geglaubt, dass ich die Gelegenheit verpasse, euch fröhliche Weihnachten zu wünschen.“

So beginnt das gut eine Minute lange Video, das der Schauspieler an Heiligabend auf YouTube und Twitter hochlud. Die Botschaft ist im Stil seiner Serien-Figur Frank Underwood aus der Netflix-Reihe „House of Cards“ gehalten. Dort mimte Spacey einen korrupten US-Präsidenten. Es sei ein gutes Jahr für ihn gewesen, sagt der Schauspieler im Video. Er sei jetzt wieder gesund.

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Irritierendes Video vor einem Jahr

Weihnachten vor einem Jahr hatte Spacey schon einmal ein Video hochgeladen und damit unter Kollegen und der Öffentlichkeit für große Irritationen gesorgt. Dieses Video war übrigens der letzte Tweet vor dem neuen Weihnachtsvideo.

Nun gibt er wieder ähnlich kryptische Sätze von sich: „Ich habe mein Leben geändert, ich will mich im neuen Jahr für das Gute in der Welt einsetzen.“ Und dann fährt der zweifache Oscar-Preisträger fort: „Ich weiß, was ihr denkt. Meint er das ernst?“ Kunstpause. „Ich meine es todernst.“

Das nächste Mal, wenn jemand etwas mache, das einem nicht gefalle, könne man angreifen oder seinen Gegner mit Freundlichkeit fertig machen. Genau diese Überschrift – nur abgekürzt – trägt auch sein Video: „KTWK“ – „Kill them with kindness“.

Karriereende nach Vorwürfen

Im Herbst 2017 vor einem Jahr waren mehr als 30 Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen den heute 60-jährigen Schauspieler und Filmproduzenten laut geworden. Ein Strafprozess im Juli war überraschend fallen gelassen geworden, weil das mutmaßliche Opfer nicht aussagen wollte.

Spaceys Karriere liegt seitdem auf Eis. So wurde sein Auftritt in dem Film „Alles Geld der Welt“ von Regisseur Ridley Scott herausgeschnitten. Auch der Streaming-Dienst Netflix kündigte die Zusammenarbeit mit Spacey für „House of Cards“ auf.