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Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte US-Sänger R. Kelly würde seine U-Haft gerne zu Hause absitzen. Doch der Richter fand einige Gründe, ihm das nicht zu erlauben.

Der Musiker, der seit Juli in Chicago im Gefängnis sitzt, wollte erreichen, dass er seine Untersuchungshaft zu Hause absitzen kann. Außerdem hatte sich R. Kelly darüber beschwert, dass ihn nur jeweils eine seiner beiden Freundinnen besuchen kann und sonst niemand.

Richter: Zu hohes Fluchtrisiko

R. Kelly auf dem Weg zu einer Anhörung vor Gericht; Foto: picture alliance/Ashlee Rezin/Chicago Sun-Times/AP/dpa

R. Kelly auf dem Weg zu einer Anhörung vor Gericht (Archivbild)

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Doch der zuständige Richter in New York schloss sich erneut der Staatsanwaltschaft an. Das Fluchtrisiko sei zu hoch, außerdem bestehe Verdunklungsgefahr. Bereits im August hatte ein anderer Richter einen Antrag auf Freilassung auf Kaution abgelehnt.

In gleich drei Bundesstaaten der USA muss sich der 52-jährige ehemalige Superstar wegen sexuellen Missbrauchs verantworten. Der Musiker soll Mitarbeiter angestiftet haben minderjährige Mädchen für illegale, sexuelle Handlungen zu gewinnen. Außerdem werden ihm Prostitution Minderjähriger und Vergewaltigung vorgeworfen.

Kelly der jahrelang zu den erfolgreichsten R'n'B-Künstlern zählte, streitet alle Vorwürfe ab und spricht von einer Rufmordkampagne gegen ihn.