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US-Sänger R. Kelly bleibt vorerst weiter in Haft. Ihm wird vorgeworfen minderjährige Mädchen missbraucht zu haben. Kelly wollte gegen Kaution freigelassen werden.

Ein Richter in Chicago lehnte es ab, den Musiker gegen Kaution auf freien Fuß zu setzen. Der 52-jährige R&B-Star war vergangene Woche festgenommen worden. Die US-Justiz wirft ihm unter anderem vor, Sex mit fünf Minderjährigen gehabt, dies teilweise gefilmt und Beweise versteckt zu haben. Kelly selbst wies die neuen Vorwürfe gegen ihn vor Gericht zurück und plädiert in allen 13 Punkten auf nicht schuldig.

Ist Kelly eine Gefahr für die Gesellschaft?

R. Kelly ist vergangene Woche von der Polizei in Chicago festgenommen worden; Foto: imago images / ZUMA Press

R. Kelly wurde schon mehrfach von der Polizei in Chicago festgenommen (Archiv)

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Medienberichten zufolge warnte die Staatsanwaltschaft den Richter davor, den Sänger aus der Haft zu entlassen. Kelly sei „eine extreme Gefahr für die Gesellschaft, insbesondere für minderjährige Mädchen“. Hausarrest oder eine elektronische Überwachung seien nicht ausreichend. Kellys Anwalt Steve Greenberg bezeichnete die U-Haft dagegen als „unmenschlich“. Es bestehe bei seinem Mandanten keine Fluchtgefahr.

Seit Jahren gibt es Vorwürfe wegen sexuellem Missbrauch

Der Musiker wird seit vielen Jahren des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. 2002 war der Sänger in einem Kinderpornographie-Prozess freigesprochen worden. Die TV-Dokumentation „Surviving R. Kelly“ erregte Anfang Januar erneut Aufsehen: Darin wird ihm sexueller, seelischer und körperlicher Missbrauch von Mädchen und Frauen vorgeworfen. Im Februar wurde er wegen schweren sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen verhaftet, drei der Opfer waren demnach zur Tatzeit noch minderjährig. Er kam später gegen Kaution auf freien Fuß.

Autor
SWR3