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Erst war sie Darling, dann Zicke – ein Interview mit Frank Elstner vor acht Jahren änderte Lena Meyer-Landruts Image. Jetzt stellte sie sich der verpatzten Situation von damals.

Jeder kennt das – Momente, auf die man nicht gerade stolz ist. Meist liegen die schon ein paar Jahre zurück und oft heißt es im Rückblick: „Ich war einfach noch so jung“. Genau so erging es Lena Meyer-Landrut. Ganz weit oben in ihrem persönlichen Giftschrank dürfte ein Interview als 19-jährige sein, bei dem Showmaster-Legende Frank Elstner sie befragt hat.

Peinlich-zickige Momente im Interview

Lena Meyer-Landrut ist gerade auf Promo Tour für ihr neues Album „Only Love, L“ und landete daher auf einem Sessel bei Markus Lanz im ZDF. Der Moderator hatte neben vielen lobenden Worten auch eine Überraschung der anderen Art für die Sängerin vorbereitet: Ein Video von der „Show für Deutschland“ aus dem Jahr 2011. Die damals amtierende ESC-Gewinnerin sollte beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf ihren Titel verteidigen – am Ende landete sie aber nur auf Platz 10.

Während der Vorbereitungen der Show wurde sie von Frank Elstner interviewt. Und danach von der Öffentlichkeit als arrogant und zickig verurteilt, weil sie Elstner wiederholt ins Wort fiel, ihn berichtigte und genervt die Augen rollte.

Video als „Therapie“

Markus Lanz fragte noch, ob Lena das Video sehen wolle, sie war mutig. Und gab hinterher offensichtlich peinlich berührt zu: „So schlimm“ habe sie es nicht in Erinnerung. Sie sei „wahnsinnig dankbar“, wie Frank Elstner auf ihre trotzigen Allüren reagiert habe.

Frank ist so toll. Er war auch einer der wenigen, die das gecheckt haben. Der hat sofort danach Interviews gegeben und gesagt: es ist ihr nicht böse anzukreiden, sondern es ist eine absolute Extremsituation.

ESC-Zeit war ein enormer Druck

Die Hannoveranerin hatte den ESC 2010 mit dem Titel „Satellite“ gewonnen – sie wurde im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht berühmt und hatte auf Schritt und Tritt Kameras um sich. „Das ist einfach alles viel zu viel gewesen“, sagte sie. Würde sie so eine Situation heute als Zuschauer sehen, würde sie annehmen, "dem Menschen da geht es vielleicht nicht so gut. Vielleicht nehmen wir den mal raus kurz und nehmen den in den Arm oder so.“ Heute hätte sie eine größere Gelassenheit und trotz allem: „Man kann das auch ein bisschen netter sagen.“

Viel Nettes hat Lena auch bei SWR3 erzählt, im Talk mit Kristian Thees.

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