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Jeder Mensch ist „frei und gleich an Würde und Rechten geboren", so steht es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Leider sieht die Realität unserer Gesellschaft viel zu oft anders aus, Rassismus findet immer noch einen Platz in ihr.

Rassismus George Floyd (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)
„I can't breathe“, das sagte der 46 Jahre alte George Floyd während ein Polizist den unbewaffneten Mann zu Boden drückte und neuneinhalb Minuten auf seinem Hals kniete. Am 25. Mai 2020 kam er in Minneapolis dabei ums Leben. Nach seinem Tod gingen weltweit Menschen auf die Straße und protestierten unter dem Motto „Black life matters“ gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen die schwarze Bevölkerung. Picture Alliance
In der Nacht des 19. Februars 2020 starben insgesamt neun Menschen in Hanau, sechs weitere wurden verletzt. Der Attentäter schoss zwischen dem Hanauer Heumarkt und dem Stadtteil Kesselstadt mehrmals um sich. Danach floh er in seine Wohnung, tötete seine Mutter und danach sich selbst. Picture Alliance
Jordan Torunarigha stand im Februar 2020 weinend auf dem Fußballplatz, weil ihm Schalke-Fans Affenlaute und rassistische Beleidigungen zugerufen haben sollen. Als ihm Spieler beider Teams Mut zuredeten, spielte er weiter. Auf Insta schrieb er: „[…]Ich bin in Deutschland geboren, ich bin hier aufgewachsen, habe hier mein Abitur gemacht, spreche Deutsch wie alle anderen, deshalb kann ich diese Äußerungen, wie sie von einigen Idioten während des Spiels gemacht wurden, in keinster Weise verstehen.“ Picture Alliance
Geschichte schreiben und ein Vorbild für tausende junger Menschen sein: Das war das Ziel von Tareq Alaows. Der Grünen-Politiker aus Oberhausen ist vor fünf Jahren aus Syrien nach Deutschland geflohen und wollte im Herbst in den Bundestag einziehen. Im April hat er seine Kandidatur zurückgezogen – aus Angst um seine Familie. Er wurde mehrfach beleidigt und bedroht. Picture Alliance
Meghan warf dem britischen Königshaus in einem Interview mit Oprah Winfrey Rassismus vor. Die Königsfamilie habe sich vor der Geburt ihres Sohns Archie Sorgen über dessen Hautfarbe gemacht. So habe sie während der Schwangerschaft Gespräche darüber führen müssen, wie „dunkel“ seine Haut wohl sein würde. Prinz Harry kritisierte die fehlende Unterstützung im Umgang mit rassistischen Angriffen auf seine Frau Meghan. Picture Alliance / Photoshot | -
„Buschmann“ lautet der Name dieses Kostüms. Choreografin Nikeata Thompson machte auf das Angebot eines Online-Händlers auf Instagram aufmerksam, das kurz danach nicht mehr im Sortiment zu finden war. Allerdings gab es weiterhin vergleichbare Angebote inklusive Blackfacing-Tipps. Über die Info-Hotline des Unternehmens wurde SWR3 auf Nachfrage mitgeteilt, es gehe nicht um Beleidigungen, Stereotypen oder politische Botschaften. Es gehe um Verkleidungen, das sei Fasching. Screenshot: Instagram/nikeatathompson
Im August 2020 reichte Chakirou Dedjinou bei der Polizei eine Beschwerde aufgrund von Racial Profiling ein: Nachdem er seinen Sohn in die Kita in Haslach brachte, wurde er von einer Polizeistreife kontrolliert. Er musste unter anderem den Kinderanhänger komplett leeren und sich ausweisen. Auch nachdem Dedjinou seine Frau anrief, um den Polizisten zu bestätigen, dass das Fahrrad nicht geklaut sei, führten die Polizisten weitere Kontrollen durch. Imago IMAGO / Klaus W. Schmidt
Ex-VfB-Stuttgart-Spieler Dennis Aogo bekam eine Nachricht von Lehmann auf sein Handy: „Ist Dennis eigentlich euer quotenschwarzer?“, wollte der Ex-Torwart wissen. An wen die Nachricht eigentlich adressiert war, ist nicht bekannt. Daraufhin verlor Jens Lehmann seinen Job bei Hertha BSC. Einige Tage später trat Aogo beim Sportsender Sky zurück. Er hatte in einer Livesendung von „Trainieren bis zum Vergasen“ gesprochen. picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Alexander Neis
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