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Svenja Maria Hirth (Foto: SWR3)

Weil Sex- statt Schaufensterpuppen in einem Fußballstadion hingesetzt wurden, muss ein südkoreanischer Fußballverein eine hohe Geldstrafe zahlen. Das hat der südkoreanische Fußballverband entschieden.

Die Unaufmerksamkeit des FC Seoul beim Spiel der ersten Profi-Fußballliga kommt den Verein teuer zu stehen. Der südkoreanische Fußballverband verhängte eine Strafe von umgerechnet rund 73.000 Euro, weil Sexpuppen auf den Rängen platziert wurden und diese zusätzlich auf ihren T-Shirts Werbung für mehr Produkte dieser Art machten.

Südkoreanischer Fußballverein beschädigt Image

Es ist die höchste Strafe, die der Verband je verhängt hat. Zur Begründung hieß es, der FC Seoul habe damit das gesamte Image der Liga schwer beschädigt und die weiblichen Fans vor den Kopf gestoßen. Der FC Seoul kann gegen die Strafe Widerspruch einlegen.

Kein Widerspruch gegen Sexpuppen-Strafe

Allerdings hieß es bereits, man werde das Urteil demütig annehmen. Der Verein hatte die Plastik-Damen, ein Teil für das Schaufenster, ein Teil für den privaten Gebrauch zur Motivation seiner Spieler eingekauft, weil Zuschauer wegen des Coronavirus im Stadion verboten sind. Fans vor den TV-Geräten hatten dann bemerkt, dass ein Teil der Damen wohl kaum in einem Schaufenster stehen würde und sich beschwert.

Der Verein hatte daraufhin zugegeben, nicht jedes Detail bis zum Schluss überprüft zu haben. Das Missgeschick hat in Südkorea auch deshalb so viel Aufsehen erregt, weil sich in der jüngsten Zeit Vorfälle häufen, in denen südkoreanische Männer die Würde der Frauen auf verschiedene Art und Weise mit Füßen treten.

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