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Lea Kerpacs
Lea Kerpacs (Foto: SWR3)

Die großen Platzhirsche auf dem Smartphone-Markt kennen wir – die braucht es aber gar nicht unbedingt. Denn das beste Preis-Leistung-Verhältnis gibt es für viel weniger Geld.

Stiftung Warentest vergleicht aktuelle Smartphones

Stopp! Wenn ihr ein neues Smartphone braucht oder eines zu Weihnachten unter den Baum legen wollt, solltet ihr euch vorher diese Testergebnisse anschauen. Denn Stiftung Warentest hat sich die aktuellen Smartphones auf dem Markt angeschaut – von der untersten Preisklasse bis hin zu den großen Platzhirschen und Flagschiffen. Getestet wurde in den Kategorien Grundfunktionen (Netzempfindlichkeit, Sprachqualität und Ähnliches), Kamera, Display, Handhabung, Akku, und Stabilität.

Geht man nach den Werbeclips, scheinen alle Smartphones super zu sein. Deshalb gibt's hier den ehrlichen Vergleich: Wer hat den besten Preis für ein gutes Produkt und wie schneiden die großen Marken wie Apple und Samsung ab?

Preistipp: Oneplus mit dem Nord 2T 5G

Ein Anbieter, den Sparfüchse auf jeden Fall auf dem Schirm haben sollten, ist Oneplus. Mit einer Note von 2,1 liegt es im Mittelfeld der getesteten Smartphones. Dafür gibt es aber auch kein anderes Smartphone mit dieser Bewertung so günstig: 395 Euro kostet es online im Schnitt. Hinter Oneplus steck übrigens der chinesische Konzern BBK, der auch die Marken Vivo und Oppo produziert.

  • Gut am getesteten Modell: Die Ladezeit beträgt nicht einmal 45 Minuten. Damit schneidet es sogar besser ab als die teuren Modelle von Apple und Samsung. Außerdem überzeugt die Bedienerfreundlichkeit und eine sehr genaue Ortungsfunktion.
  • Schwachstellen des getesteten Modells: Der Akku hält nur 30 Stunden. Im Vergleich haben andere Smartphones über 50 Stunden durchgehalten. Wer viel im Homeoffice arbeitet, zu Hause ist, oder sich mit Powerbanks ausrüstet, kann das durch die kurze Ladezeit aber gut ausgleichen. Nur ein Befriedigend gab's außerdem bei verschiedenen Funktionen der Kamera.

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Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis haben die Google-Pixel-Modelle

Im Test waren außerdem zwei Google Pixel Smartphones: Das Modell 6 für 575 Euro und das 6a für 440 Euro. Peter Knaak von der Stiftung Warentest erzählt, diese beiden hätten im Test erstaunlich gut abgeschnitten:

Was für viele vielleicht auch ganz interessant ist: Diese Pixel-Handys von Google kriegen die Updates eben immer sofort, wenn Google die bereitstellt. Da muss nicht erst [...] der Handyhersteller überlegen, wie er das anpasst, sondern das kommt sofort drauf. Die Handys sind immer aktuell, immer sicher.

Apple oder Samsung? Der Sieger im Smartphone-Vergleich

Seit Jahren battlen sich Apple und Samsung um den ersten Platz auf dem Smartphonemarkt. Im Vergleich von Stiftung Warentest liegt Apple mit den Iphone-14-Varianten vor Samsung mit seinem Galaxy S22, wobei die Unterschiede bei einer Bewertung von 1,6 zu 1,7 wirklich gering sind. Wer zwischen 995 und 1300 Euro für ein Smartphone ausgeben kann und möchte, muss sich fragen, worauf er oder sie besonders Wert legt. Die Marken haben nämlich unterschiedliche Stärken:

  • Apple Iphone 14 Pro (Note 1,6): Stiftung Warentest sieht die Stärken des 1300-Euro-Smartphones vor Allem in einem überzeugenden Display und einer sehr guten Videoqualität.
  • Samsung Galaxy S22 Ultra (Note 1,7): Das Samsung-Flagschiff hat gleich zwei Zoom-Objektive. Außerdem hat es noch immer einen Fingerabdrucksensor. Das bietet Apple nicht mehr. Es kostet „nur“ 1160 Euro, und ist damit günstiger als der Apple-Konkurrent.

Noch nicht im Test waren die Plus- und Pro-Max-Versionen des Iphone 14. Die Modelle im Großformat kamen für den Test nicht rechtzeitig auf den Markt. Vor allem das Iphone 14 Pro Max sprengt den preislichen Rahmen deutlich: 1449 Euro werden dafür fällig. Ob sich der Aufpreis im Vergleich zu den getesteten beiden Versionen lohnt, ist noch offen. Erfahrungsgemäß hatten die Pro-Modelle der Iphones eine längere Akkulaufzeit. Was schon sicher ist: Die Kamera-Merkmale sind dieselben wie bei den kleineren Geschwistern. Hier wird es also vermutlich keine besseren Ergebnisse geben.

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Unter 400 Euro für ein Smartphone wird eng

Wer weniger als 400 Euro für ein Smartphone ausgeben möchte, muss auf jeden Fall mit Abstrichen rechnen. Peter Knaak verweist da vor allem auf die Punkte Kamera, Display und Rechenleistung. Grunfsätzlich gelte aber: Die Geräte sind nicht per se schlecht.

So gibt es beispielsweise 5G-Funktionen schon ab 237 Euro im Nord CE 2 Lite 5G von Oneplus oder im Realme 9 5G für 251 Euro. Auch lange Akkulaufzeiten können die Smartphones im unteren Preissegment inzwischen bieten und die Sprachqualität ist durchweg gut.

Wirklich top Kamera, top Display und richtig fluffiges Arbeiten: Da ist dann schon ab 600, 700, 800 Euro zu kalkulieren, wenn man da wirklich das beste haben will.

Kein Smartphone durchgefallen: fünf Mal befriedigend im Test

Wirklich schlecht war kein getestetes Smartphone. Die schlechteste vergebene Note war eine 2,9 für das Xiaomi Redmi 10C. Außedem gab es in Sachen Inbetriebnahme nur ein Ausreichend. Ein Platz davor: das Motorola Moto G22 mit einer 2,8. Bei diesem Gerät hat die Rechenleistung nicht überzeugt.

Wo beide nochmal ranmüssen, ist die Kamera. Das Xiaomi Redmi 10C hat zwar eine sehr kurze Auslöseverzögerung, kommt aber nicht mit schlechten Lichtverhältnissen und zoomen zurecht. Beim Motorola Moto G22 ist die Videoqualität nicht gut. Dafür sind die Modelle aber auch die günstigsten im Test (173 und 155 Euro).

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