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AUTOR/IN
Sabine Schütze
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Daniel Isengard

Woher kommt eigentlich mein Fleisch? Wer Fleisch liebt und gerne isst, macht sich nach den Meldungen der letzten Tage über schlechte Arbeitsbedingungen öfter diese Gedanken.

Nach dem Corona-Ausbruch in mehreren deutschen Schlachthöfen gibt es Kritik an den Zuständen in verschiedenen Schlachtfabriken. Oft verarbeiten Menschen auf kleinstem Raum unter sehr schlechten Bedingungen das Fleisch, das wir dann kaufen. Wir geben Tipps, wie du herausfindest, woher dein Fleisch kommt.

Große Schlachtkonzerne dominieren den Markt

Das meiste Fleisch, das wir kaufen können, stammt aus großen Fließband-Schlachtfabriken. Mehr als die Hälfte aller Schweine in Deutschland werden bei Tönnies, Vion und Westfleisch geschlachtet, knapp zwei Millionen Tiere im Jahr.

Massentests in Zerlgehallen Warum sind Fleischbetriebe Corona-Hotspots?

Fleischbetriebe in Deutschland entwickeln sich zunehmend zu Corona-Brennpunkten. Warum ist das so? Kann ich mich auch über das Fleisch in meinem Kühlschrank infizieren?

Im Supermarkt können wir auf der Packung im Kleingedruckten lesen, aus welchem Schlachthof das Fleisch kommt. Das muss der Betrieb angeben, in einer Art Code. Der steht als Buchstaben-Zahlen-Kürzel auf der Verpackung, entweder in einem kleinen ovalen Kreis oder einfach so als Angabe hinter „Geschlachtet in:“ bzw. „Zerlegt in:“. Der Code besteht aus der Angabe fürs Land (DE), Bundesland (beispielsweise BW) und der mehrstelligen Betriebsnummer.

Wenn wir diesen Code im Internet eingeben, erfahren wir immerhin, wo das Tier geschlachtet und zerlegt worden ist. Über die Zustände im Schlachthof sagt die Nummer allerdings nichts aus.

Diese Labels helfen weiter

Ein paar Labels machen neben den Vorgaben zu den Haltungsbedingungen der Tiere auch Angaben zu Transport und Schlachtung. Zum Beispiel das für mehr Tierschutz vom Deutschen Tierschutzbund. Dieses hellblaue Label mit ein oder zwei Sternen gibt es inzwischen vereinzelt in vielen Supermärkten auf abgepacktem Fleisch zu finden.

Ähnliches gilt auch für das Fleisch von den deutschen Bio-Anbauverbänden wie Bioland oder Naturland. Anders ist es beim EU-Bio-Logo: Das steht nur für bestimmte Haltungsbedingungen.

Die Art des Metzgers kann Aufschluss geben

Wenn das Fleisch nicht abgepackt ist und wir von der Theke kaufen, dann ist es immer eine gute Lösung, den Metzger direkt nach der Herkunft des Fleischs zu fragen. Metzger, die gern Auskunft geben haben meist nichts zu verbergen und wissen genau, woher sie ihr Fleisch beziehen. Im Idealfall kennt ihr den Metzger eures Vertrauens und wisst, wo er sein Fleisch her bekommt und dass Tierhaltung und Schlachtung entsprechend gut waren.

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