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AUTOR/IN
Alexander Winkler
SWR-Wirtschaftsredakteur Alexander Winkler (Foto: SWR, Stefanie Schweigert)
SWR3

Sprachassistenten wie Siri und Alexa werden immer beliebter. Wer so einen Assistenten zu Weihnachten verschenken will, sollte einiges wissen.

Für wen ist der Sprachassistent ein tolles Geschenk?

Grundsätzlich ist das sicher ein gutes Geschenk für viele Technik-Begeisterte, besonders für alle, die Spaß haben, ihr zu Hause zum Smart Home umzurüsten. Denn das können Siri, Alexa und Co. immer besser. Sie steuern zum Beispiel unsere vernetzten Geräte daheim. Also auf Zuruf – „OK Google, spiel meine Lieblingsserie“ und der Fernseher geht an und spielt da weiter, wo ich das letzte Mal aufgehört habe. Oder abends vorm ins Bett gehen: „Alexa, mach alle Lichter aus.“ Und zack, ist es dunkel.

Auch wer ein Abo bei einem Musik-Streamingdienst hat, aber sein Handy oder Computer nicht immer an die Stereoanlange anschließen will, könnte sich freuen. Denn auch das können die Assistenten auf Kommando – und für ihre Größe haben die kleinen Lautsprecher sogar einen ganz passablen Klang.

Was kosten die Lautsprecher und wie hoch sind die Folgekosten?

Die smarten Lautsprecher Google Home oder Amazon Echo gibt es je nach Modell ab etwa 60 Euro. Das entspricht gerade mal den reinen Herstellungskosten. Und auch die Services der Assistenten selbst sind kostenlos: Bei Apple ist Siri schon vorinstalliert, bei Android oft der Google Assistant, bei Windows Cortana. Amazons Alexa muss dagegen extra runtergeladen werden.

Wir bezahlen hingegen zum Teil mit den Daten, die wir dort hinterlassen, vor allem bei Google. Alexa ist dazu noch ein ziemliches Verkaufstalent. Wer einen Echo-Lautsprecher zu Hause hat, der gibt schätzungsweise zehn Prozent mehr Geld bei Amazon aus als andere.

Welche Assistenten sind beim Datenschutz am sichersten?

Datenschutztechnisch sind die alle umstritten. Denn vor allem Google und Amazon optimieren ihre Angebote mit allem, was sie über uns wissen. Und über die smarten Lautsprecher sammeln sie eben jede Menge Daten. Das größte Problem hierbei ist, dass die Lautsprecher auch immer zuhören. Zwar übermitteln sie diese Daten nur an Google oder Amazon, wenn das entsprechende Schlüsselwort fällt – also „Hey Google“ oder „Alexa“. Doch das geht immer mal wieder schief und es werden doch auch andere Unterhaltungsfetzen mitgeschnitten. Dieses Mithören lässt sich zwar abstellen. Aber wenn die Steuerung nicht auf Zuruf funktioniert, dann ist der ganze smarte Lautsprecher irgendwie überflüssig.

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