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In den Sommerferien gehören volle Autobahnen fast schon zum Alltag – dieses Wochenende könnte aber nochmal alles toppen, was wir an Staus die letzten zwei Jahre erlebt haben, vermutet Julian Häußler vom ADAC.

Ferien und Corona-Lockerungen sorgen für Stau

Volle Straßen sind besonders in den Sommerferien nichts Neues. Nachdem 2020 durch die Corona-Pandemie auch Reisen nur eingeschränkt möglich waren, kann sich die aufgestaute Reiselust nach Homeoffice und Homeschooling in diesem Wochenende auf den Straßen deutlich bemerkbar machen:

Wir gehen davon aus, dass es dieses Jahr mindestens so schlimm wie vor zwei Jahren werden könnte, teilweise sogar noch mehr.

Neben den beliebten südlichen Reiseklassikern wie Frankreich und Italien sind auch deutsche Ziele weiterhin hoch im Kurs. Viele Hotels und Campingplätze sind sogar schon komplett ausgebucht:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

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Dauer

Entsprechend viel Verkehr wird uns auf den deutschen Autobahnen erwarten. Julian Häußler vom ADAC Baden-Württemberg erklärt uns, wo wir mehr Zeit mitbringen müssen, und welche Besonderheiten in diesem Jahr auf uns zukommen.

Die größten Staus: Hier könnten sie entstehen

Vor allem im Süden Deutschlands werden die Autobahnen mit dem Urlaubsverkehr nach Frankreich und Italien besonders voll. Besonders in Grenzgebieten sollte man wegen der aktuellen Kontrollen zum Impfstatus oder vorliegenden Tests mehr Zeit einplanen. Auf Besonderheiten, die in diesem Jahr beachtet werden sollten, gehen wir hier ein.

Doch auch schon vor den Grenzen könnte es eng werden. Darunter sind Klassiker, die jedes Jahr von Staus im Sommer betroffen sind, aber auch aktuelle Problemstellen:

Baden-Württemberg

  • der Albaufstieg (A8) zwischen Aichelberg und Hohenstadt
  • Autobahnkreuze mit hohem Verkehrsaufkommen wie bei Walldorf, Ulm und der Großraum Stuttgart
  • Baustellen, die auf der A5 und A6 für Rückstau sorgen

Rheinland-Pfalz

  • Schäden durch die Hochwasserkatastrophe: Viele Bundesstraßen sind noch immer gesperrt. Vor der Fahrt sollte geprüft werden, welche Straßen aktuell befahrbar sind.
  • Längere Baustelle auf der A61 zwischen Rheinböllen und der Raststätte Hunsrück Ost, die für Rückstau sorgt

Bayern

  • Umfahrung um München
  • Hohes Verkehrsaufkommen auf der A8 in Richtung Salzburg

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Früh losfahren, um den Stau zu meiden

Vor allem Autoreisende, die nicht auf einen Anschluss wie eine Fähre achten müssen, können mit der Wahl des Fahrtzeitraums viel Warterei umgehen. Am besten sei aus Verkehrssicht eine Anreise am Dienstag oder Mittwoch, so Julian Häußler.

Wer am Samstag fahren muss, der hat relativ früh am Morgen also vor 7 Uhr und abends nach 19 Uhr noch die besten Chancen, zumindest den größten Staus zu entgehen.

Doch auch am Sonntag lasse das Verkehrsaufkommen nach derzeitigem Erkenntnisstand vermutlich schon wieder nach.

Beim Packen an diese Dokumente denken!

Besonders vor Grenzübergängen wird es zu großen Wartezeiten kommen. Grund dafür ist die Kontrolle der Nachweise, die zur Einreise benötigt werden.

Je nach Land gelten dafür unterschiedliche Regeln; Österreich fordert beispielsweise einen Impf- oder Genesenennachweis. Alternativ muss ein aktueller negativer Test vorgewiesen werden. Vorher recherchieren, was für zu durchfahrenden Länder nötig ist, und die Unterlagen am Grenzübergang bereithalten, verkürzt das Prozedere und erspart unerwartete Probleme bei der Einreise.

Auch bei der Rückreise können Nachweise fällig werden! Alles Informationen dazu haben wir hier zusammengestellt:

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