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Schokolade ist immer lecker und jetzt gerade vor der Weihnachtszeit natürlich auch ein beliebtes Geschenk. Aber welche Schokolade ist die beste? Stiftung Warentest hat 25 Schokoladen getestet – und unterscheidet bei den Empfehlungen zwischen „Beißer“ und „Lutscher“.

In den letzten Jahren gab es immer wieder schlechte Testergebnisse bei Schokolade. Es wurden Mineralölrückstände gefunden. Aber ist das heute immer noch so oder haben die Hersteller reagiert?

Die Stiftung Warentest hat 2018 Milchschokoladen unter die Lupe genommen. 15 von 25 getesteten Schokoladen sind gut, der Rest befriedigend nur eine ist ausreichend. Ganz generell zeigt der Test: Milchschokolade können wir insgesamt bedenkenlos kaufen und essen – mal abgesehen von den Kalorien vielleicht...

Stiftung Warentest: Das ist die schlechteste Milchschokolade

Ausgerechnet die teuerste Schokolade schneidet am schlechtesten ab. Das ist die Godiva für 6,95 Euro je 100 Gramm. Sie ist mit dem Schwermetall Nickel belastet, deshalb nur das Test-Urteil: 'ausreichend'. Die Einschätzung des SWR-Umweltexperten Martin Thiel gibt Entwarnung: Die hier gefundene Nickelbelastung ist nicht gesundheitsgefährdend. Klingt also erst einmal schlimm, steht aber in keinem Verhältnis zu den im letzten Jahr entdeckten Mineralölrückständen.

Stiftung Warentest: Das sind die besten Milchschokoladen

Testsieger ist die gute Schokolade: Note 1,9. Sie riecht und schmeckt nach Sahne-Karamell und Vanillenoten und das Mundgefühl laut den Testern der Stiftung Warentest sehr stark cremig. Die gute Schokolade gehört mit 1 Euro pro 100 Gramm auch zu den eher günstigsten Schokoladen. Sie ist dabei sogar fairtrade. Und wer 5 Tafeln gute Schokolade verschenkt, sorgt dafür dass in Mexiko zum Klima-Schutz ein Baum gepflanzt wird. Denn Hersteller und Händler verzichten auf ihren Gewinn.

Der aktuelle Test zeigt insgesamt: Lecker muss nicht teuer sein. Dicht hinter dem Sieger sind Marabou Mjölk Choklad, Merci Edel-Rahm und die Milka Alpenmilch. Welche man dann persönlich am liebsten mag, ist Geschmackssache.

Welcher Schoko-Typ bist du?

A propos Geschmackssache: Stiftung Warentest unterscheidet Schokoliebhaber in „Beißer“ und „Genießer“ – also „Kauer“ oder „Lutscher“ – ihr versteht schon... Die Empfehlung: Für Beißer sind Schokis von Marabou empfehlenswert, Rausch oder der Goldschatz von Rittersport.

Wer sich die Schokolade auf der Zunge zergehen lassen will, kann den Testsieger probieren: die gute Schokolade, zu Merci Edel-Rahm oder Milka Alpenmilch greifen.

Universität Köln erklärt: Das ist drin in Schokolade!

Welche Schokolade ist überhaupt gut?

Aber wie kann man beim Einkauf erkennen, welche die guten Schokoladen sind? Das ist nicht ganz so leicht. Deshalb gibt es bei der Bewertung auch Abzüge. Die Lindt-Vollmilchschokolade beispielsweise hat geschmacklich am besten abgeschnitten, bekommt im Gesamtergebnis nur 'befriedigend'. Der Grund ist eine irreführende Kennzeichnung: Auf der Rückseite der hübsch verpackten Tafel ist nämlich eine Vanilleblüte abgebildet, Vanille konnten die Tester aber nicht feststellen – in der Tafel wird Vanillin verwendet.

Deshalb merken: Verpackung und Preis sagen nichts über Geschmack und Qualität aus. Eben mit Ausnahme der Godiva ist keine Schokolade nennenswert mit Schadstoffen belastet und auch diese ist nicht gesundheitsgefährdend.

5 Tipps, wie die Schokolade lange lecker bleibt

Gesetzt den Fall, die Schokolade ist bei euch nicht sofort weg, nachdem ihr die Tafel eingekauft habt, solltet ihr bei der Lagerung auf Folgendes achten:

1. Keine Temperaturschocks!

Erstmal sollte die Schokolade keine Temperaturschocks erleiden. Also, nicht vom aufgeheizten Auto in das kälteste Fach des Kühlschranks oder von der Kälte plötzlich in die Hitze: sonst kann Wasser kondensieren und Fett oder Zucker treten kristallisiert aus. Das führt oft zu einem weißlichen Film auf der Schokolade. Sie schmeckt dann nicht schlecht, ist auch nicht schädlich, der sogenannte Fett- und Zuckerreif gibt aber ein raues Gefühl beim Essen.

2. Wohlfühltemperatur einhalten

Die absolute Wohlfühltemperatur für Schokolade: 14 bis 18 Grad. Hier bleiben Geschmack und Qualität besonders gut erhalten. Vom Kühlschrank als Lagerungsort wird von den meisten Herstellern eher abgeraten. Auf vielen Schokolade-Verpackungen ist die ideale Lagertemperatur auch auf die Packung gedruckt, einfach mal nachgucken!

3. Atmen lassen!

Schokolade passt nicht nur gut zu Wein, sie verhält sich auch ein bisschen so: Sie sollte atmen, sagen Experten. Ja, wirklich: Nach dem Öffnen der Packung kurz liegen lassen, dann können sich angeblich die Aromen besser entfalten.

4. Trocken lagern

Wichtig ist auch, dass Schokolade nicht feucht wird. Also, lieber in einem trockenen Vorratsschrank als im Kühlschrank, wo sie leicht Feuchtigkeit ziehen kann.

5. Schoki weit weg von Gerüchen lagern

Die Schoki kann leider auch Gerüche aus ihrer Umgebung annehmen. Insbesondere, wenn die Packung offen ist, sollte man sie deshalb nicht bei stark riechenden Lebensmitteln aufbewahren. Also nicht gerade neben Tee, Kaffee, Pfefferminzbonbons oder Camembert.

Schokolade ist bei richtiger Lagerung oft auch weit über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus noch problemlos genießbar. Ob die Schoki noch gut ist, zeigt vor allem der Test mit Augen und Nase: Sieht die Schokolade nicht mehr gut aus, ist sie schimmelig? Riecht sie unangenehm?

Und wie sieht es aus bei der Nussschokolade?

Das hat sich der SWR Marktcheck gemeinsam mit Lebensmittel-Experten genauer angeschaut.

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