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Mirja Raff
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Keinen Bock zu arbeiten nach dem Urlaub? Tatsächlich gibt es für dieses Gefühl einen Namen: Post Holiday Syndrom. Dagegen muss was getan werden! Und die Tipps holen wir uns von Diplom-Psychologin Alexandra Miethner aus St. Augustin, die sich intensiv mit unserer Erholungsfähigkeit beschäftigt hat.

Kaum sitzt man wieder im Büro, schwupps ist man im Alltagsstress gefangen. Das muss nicht sein. Mit ein paar Tricks kann man das Urlaubsgefühl noch ein bisschen verlängern. Wir verraten euch, wie. Alexandra Miethner sagt:

Erst mal gucken, was fand ich eigentlich an diesem Urlaub so toll und was kann ich davon möglicherweise in die nächsten Tage beziehungsweise in die nächsten Wochen mit rüber nehmen!?

Klassisches Beispiel: Vielleicht wart ihr in Italien, habt vormittags den schnellen Espresso in der schönen Bar am Marktplatz genossen, was spricht also dagegen zu schauen, ob ich das vielleicht in meinen Arbeitsalltag als eine ganz ganz kurze Pause am Vormittag mit rüber nehmen kann…

Nicht gleich 100 Prozent geben

Rechner an und es erwarten einen gleich 1000 E-Mails, die beantwortet werden wollen und zu allem Übel stehen auch noch zig Termine auf der Agenda. Um nicht gleich wieder in Stress zu verfallen, rät Alexandra Miethner, einfach die Abwesenheitsnotiz noch zwei Tage länger stehen zu lassen und vor allem auch auf der Arbeit eher mal zu chillen.

Niemand würde von einem Leistungssportler verlangen, dass dieser aus dem Trainingslager zurückkommt und Spitzenleistung erbringt!

Bevor wieder Spitzenleistung erbracht werden kann, gibt es eine Menge Schritte vorher zu tun. Deswegen: Es ist völlig okay, dass wir nicht mit 100 Prozent Leistungsfähigkeit nach dem Urlaub anfangen, sondern vielleicht irgendwo bei 65/70 Prozent starten und uns dann allmählich in die alte Leistungsfähigkeit zurück steigern.

Mit Handybildern den Urlaub verlängern

Warum kann es sinnvoll sein Souvenirs oder Fotos auf dem Handy mit auf die Arbeit zu schleppen? „All das erinnert mich ja an die ganzen besonders schönen Momente im Urlaub. Einfach so für einen ganz kurzen Moment – 15 Sekunden vielleicht – das Bild angucken und dann weiter arbeiten. Aber diese 15 Sekunden bringen eine unglaublich gute Erholung und haben auch tatsächlich einen regenerativen Effekt“, so Miethner.

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Öfter mal um den Block laufen

Auch Bewegung hilft, den Körper und den Kopf auf andere Gedanken zu bringen. Wir konzentrieren uns auf etwas anderes und der Körper fängt an, kleine Glückshormone auszustoßen. Deswegen rät die Psychologin, sich zu bewegen, sobald man merkt, dass man in seinem Holiday-Syndrom versackt ist. Und das bedeutet nicht, dass ihr jetzt gleich fünf Kilometer joggen müsst. Hauptsache etwas Bewegung. Einmal um den Block und ihr werdet merken, es gibt eine unmittelbare Wirkung.

Vorfreude ist die schönste Freude

Studien zeigen, dass es auch hilft, wenn man schon direkt den nächsten Urlaub plant. Vorfreude gibt uns Menschen oft ein besseres Gefühl als ein Urlaub an sich!

Hier noch mal die Checkliste für die Urlaubserholung im Alltag:

  • Auf keinen Fall Mails schon im Urlaub oder am Sonntag vor dem Arbeitsbeginn lesen. Das baut nur unnötig Druck auf. Lieber ganz entspannt am ersten Arbeitstag.
  • Besser ein oder zwei Tage vor Arbeitsbeginn aus dem Urlaub zurückkommen. Wer auf den letzten Drücker mit dem Flieger oder dem Auto zurückreist und es noch nicht mal mehr schafft den Koffer auszupacken, der ist wesentlich unentspannter.
  • Abwesenheitsassistenten nicht gleich wieder deaktivieren, sondern noch ein, zwei Tage aktiviert lassen, um in Ruhe Mails lesen zu können und sich langsam wieder einzugrooven.
  • Sich immer mal wieder den Urlaub zurück in die Erinnerung holen, sei es durch ein Urlaubsbild auf dem Handy oder durch den schnellen Espresso im Freien, mit dem man sich gedanklich für einen kurzen Moment wieder zurück an den Urlaubsort beamt.
  • Immer mal wieder aufstehen und ein bisschen laufen. Bewegung hilft, kleine Glückshormone auszustoßen.
  • Ist das Wetter noch schön, am besten abends was mit Freunden unternehmen, zum Beispiel in den Biergarten oder ins Schwimmbad gehen. Verabredungen helfen, dass man rechtzeitig Feierabend macht ;-).
  • Vielleicht ja mal abends ein Gericht kochen, das es traditionell im besuchten Urlaubsort gab. Wie wäre es zum Beispiel mit Cevapcici?
  • Urlaubsrituale in den Alltag retten, zum Beispiel ein gutes Buch lesen.
  • Zu guter Letzt: den nächsten Urlaub planen!

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