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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Mit Baden-Württemberg und Bayern hat jetzt ganz Deutschland Sommerferien. Das hat Folgen. Wir sagen, wo es voll wird – und welche Autobahnabschnitte ganz gesperrt sind.

Mit dem Start der Sommerferien auch in den letzten beiden Bundesländern rechnet der ADAC am Wochenende (29. bis 31. Juli) mit vielen und langen Staus. Er schreibt: „Wer am kommenden Wochenende in die Ferien starten will, hat eine schlechte Wahl getroffen: Die Autofahrer und Autofahrerinnen erwartet eines der schlimmsten Stauwochenenden der Saison.“

Spitzenzeiten seien Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Sonntagnachmittag. Wer nicht im Dauerstau stehen wolle, solle an anderen Tagen fahren, so der Autoclub. Er schlägt Dienstag oder Mittwoch vor.

Ferienstart und Ferienende sorgen für Staus

Die Gründe für das angekündigte Stau-Chaos: Nicht nur haben jetzt alle Bundesländer zugleich Sommerferien. Der ADAC geht zusätzlich davon aus, dass es aus Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und dem Süden der Niederlande zu einer zweiten Reisewelle kommt.

In Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, aber auch in Skandinavien gehen die Ferien dagegen zu Ende. Die Folge: Rückreise-Staus.

Ich bin noch nie aus dem Urlaub ohne Stau zurückgefahren… So auch diesmal.🙄 Grüße von der A2 https://t.co/QFkn1UarwX

Das sind die roten Stau-Bereiche:

Der ADAC warnt konkret vor allen Fernstraßen zu und von Nord- und Ostsee. Zudem solle man sich – falls möglich – vor den Großräumen Hamburg, Köln und München hüten.

Schlimm werde es mit Sicherheit auch auf diesen Strecken:

  • A1 Lübeck – Bremen – Dortmund – Köln
  • A2 Dortmund – Hannover
  • A3 Passau – Nürnberg – Würzburg – Frankfurt – Köln – Oberhausen
  • A5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
  • A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7 Hamburg – Flensburg
  • A7 Hamburg – Hannover und Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 München – Nürnberg – Halle/Leipzig
  • A10 Berliner Ring
  • A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A81 Stuttgart – Singen
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A99 Autobahnring München

Diese Autobahnabschnitte sind oder werden laut ADAC komplett gesperrt:

Dazu komme eine hohe Zahl an Autobahn-Baustellen, so der ADAC: Bundesweit seien es im Moment 974.

Auf etlichen Autobahnen sind wichtige Strecken aber auch ganz gesperrt – darunter auf der A7, der A19 und der A99:

  • A7 Hannover in Richtung Flensburg zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Heimfeld und Hamburg-Stellingen (inklusive Elbtunnel) von Freitag, 29. Juli, 22 Uhr, bis Montag, 1. August, 5 Uhr
  • A8 Neunkirchen Richtung Saarlouis zwischen Saarlouis-Steinrausch und Dillingen-Süd bis Samstag, 13. August
  • A19 Rostock Richtung Dreieck Wittstock/Dosse zwischen Linstow und Malchow von Freitag, 29. Juli, 19 Uhr, bis Samstag, 30. Juli, 6 Uhr
  • A45 Gießen Richtung Hagen zwischen Lüdenscheid und Lüdenscheid-Nord bis auf Weiteres
  • A45 Hagen Richtung Gießen zwischen Lüdenscheid-Nord und Raststätte Sauerland bis auf Weiteres
  • A61 Koblenz Richtung Mönchengladbach zwischen Dreieck Erfttal und Gymnich sowie zwischen Türnich und Bergheim bis Sonntag 18. Dezember
  • A66 Wiesbaden – Frankfurt in beiden Richtungen zwischen Wiesbaden-Biebrich und Wiesbaden-Mainzer Straße bis aus Weiteres
  • A99 Autobahnring München in beiden Richtungen zwischen Kirchheim bei München und Aschheim/Ismaning von Freitag, 29. Juli, 16 Uhr, bis Sonntag, 31. Juli, 16 Uhr
  • A620 Saarlouis Richtung Saarbrücken zwischen Saarbrücken-Gersweiler und Saarbrücken-Messegelände bis 10. August
  • A864 Bad Dürrheim Richtung Donaueschingen zwischen Dreieck Bad Dürrheim und Donaueschingen bis 15. August.
Autos und Wohnwagen stehen vor dem Gotthardtunnel in Richtung Süden im Stau. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/KEYSTONE | Alexandra Wey)
Autos und Wohnwagen stehen vor dem Gotthardtunnel in Richtung Süden im Stau. picture alliance/dpa/KEYSTONE | Alexandra Wey

Und so sieht der Verkehr rund um Deutschland aus:

Auch für außerhalb der deutschen Grenzen warnt der ADAC vor „Geduldsproben“: Auf der Tauern-, Fernpass-, Arlberg-, Rheintal-, Brenner-, Karawanken- und Gotthard-Route sowie den Fernstraßen zu den italienischen, französischen und kroatischen Küsten werde „die Kolonne abschnittsweise zum Erliegen kommen“.

Mit Blick auf Österreich weist der ADAC darauf hin, dass entlang von Inntal-, Brenner- und Tauernautobahn die Ausweichstrecken gesperrt sind.

Zuletzt die Niederlande: Dort blockieren protestierende Bauern immer wieder wichtige Straßen des Landes. So seien oft Autobahnen, Auffahrten und Landstraßen, die Zufahrt zum Flughafen Amsterdam-Schiphol sowie einige Grenzübergänge nach Niedersachsen (in der Provinz Groningen im Norden) blockiert.

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